Chronisch Fibrotisierende Pankreatitis - Sammlung an nützlichen Infos zur Behandlung

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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wasistes
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Re: Chronisch Fibrotisierende Pankreatitis - Sammlung an nützlichen Infos zur Behandlung

Beitrag von wasistes » 24. November 2018, 14:13

Ja da hast du recht, ich denke das hier sollte auch eher als eine Art Sammlung dienen mit sehr simpler Recherche eben obs einen klinischen Nutzen haben könnte oder nicht.

Also bezüglich der Mariendistelkapseln, hab ich große Unterschiede festgestellt zwischen der Pulverform und Mariendistelölkapseln. Zweiteres scheint vom Körper besser aufgenommen zu werden, eine Wechselwirkung hab ich nicht festgestellt, aber mein Stuhlgang scheint sowieso etwas wahrlos zu sein :lachen:
Durch die Mariendistelölkapseln und Inositol/Cholin scheint sich zumindest meine Fettleber aufgelöst zu haben, jedenfalls waren die Blutwerte dahingehend jetzt normal beim letzten Ultraschall war noch von einer leichten Bindegewebe im Bereich des Hilums die Rede, aber keine Fettleber mehr in dem Sinne, also scheints zu wirken.
Denke aber auch das Omega 3, Resveratrol und dergleichen da ne Wirkung haben, die scheinen ja eh zu helfen bei Erkrankungen des Leber, Gallen, Bauchspeicheldrüsentraktes und sich z.B. auch positiv auf die Entwicklung einer Diabetis auszuwirken, genau weiß ich das aber nicht da ich zum Glück hiervon zumindest bisher erspart blieb. Auch wenn sich meine Drüse irgendwie relativ rasch verändert hat (Anfang des Jahres Cambridge 0, minimale Veränderung zu jetzt immerhin, auch im Abdomensono zu sehenden Fibrosierungen).

Ich habe für mich auch festgestellt, auf bestimmte Lebensmittel besser zu verzichten. Weißbrot scheine ich z.b. sehr gut zu vertragen, Milchprodukte eher weniger gut, Schalenfrüchte, wie Nüsse überhaupt nicht mehr.

Tomas von Hindenburg
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Re: Chronisch Fibrotisierende Pankreatitis - Sammlung an nützlichen Infos zur Behandlung

Beitrag von Tomas von Hindenburg » 24. November 2018, 15:04

Danke für die ausführlichen Schilderungen!

@wasistes
Darf man fragen, wieviel Vitamin D3 Sie täglich einnehmen?
Ich habe irgendwo gelesen, daß eine tägliche Gabe besser für den Körper ist als eine wöchentlich höher dosierte Einmaleinnahme.

Sie haben irgendwo geschrieben, dass sich eine alkoholindizierte chronische Pankreatitis anders in der Bildgebung präsentiert als anderer Genese. Können Sie mir dazu etwas schreiben? Bei mir ist es nämlich so, dass ich sicherlich ca 30 Jahre lang Alkohol getrunken habe. Jetzt nicht täglich bis zum Umfallen, aber doch regelmäßig in Maßen und auch schon mal darüber hinaus. Alle meine Befunde (CT, MRT - MRCP, Endosono) sind eigentlich weitestgehend in Ordnung. Es zeigen sich keine Verkalkungen. Auch das Gangsystem des Pankreas stellt sich in der Endosono fein dar. Es wird lediglich von atrophen Pankreas ohne Krankheitswert im CT und der MRT gesprochen. Ich denke allerdings schon, dass es Krankheitswert hat. In der Endosono wird zusätzlich von vermehrten, jedoch nicht vergrößerten Lymphknoten im pankreatischen System gesprochen. Ich habe heute mit der Post den MRT Befund bekommen.
Darin liest es sich wie folgt,
Befund und Beurteilung:
Lipomatöse Pankreasatrophie. Unauffällige Darstellung der Pankreasloge. Keine vergrößerten paraaortalen Lymphknoten. Keine feie Flüssigkeit. Unauffällige Darstellung der Leber. Unauffällige Darstellung der Aorta abdominalis sowie der daraus entspringenden Gefäße.
Eine Coeliacus Blockade wird abgelehnt.
Schmerzen zur Zeit, sind wieder ziemlich stark. Werde mir demnächst einen Termin in der Schmerzklinik machen. Ich hoffe dabei, dass die Wartezeiten akzeptabel sind.

Tomas von Hindenburg

angel29280
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Re: Chronisch Fibrotisierende Pankreatitis - Sammlung an nützlichen Infos zur Behandlung

Beitrag von angel29280 » 25. November 2018, 12:53

Wuhu Wasistes,
Durch die Mariendistelölkapseln und Inositol/Cholin scheint sich zumindest meine Fettleber aufgelöst zu haben, jedenfalls waren die Blutwerte dahingehend jetzt normal 


Das ist schon mal supi! Mariendistel wird ja hochdosiert auch bei Fettleber, Hepatitis und Leberzhirose eingesetzt. Bei mir damals im Krankenhaus bekam ich Sylimarin ja i.v. hochdosiert als sich Gewebe schon von der Leber ablöste und ich kurz vor einen Leber-
u. Nierenversagen stand. Nach 6 Wochen waren meine Werte wieder normal. Sehr wirkungsvoll das Ganze. Aber ich denk auch das die Kombi das macht.
habe für mich auch festgestellt, auf bestimmte Lebensmittel besser zu verzichten. Weißbrot scheine ich z.b. sehr gut zu vertragen, Milchprodukte eher weniger gut, Schalenfrüchte, wie Nüsse überhaupt nicht mehr.
Hast du es mal mit über Nacht eingeweichten Nüssen probiert, damit die Pytinsäure abgebaut wird? Milchprodukte vertrage ich auch nicht, aber kenne mittlerweile viele Leute die das nicht vertragen mehr. Die Ernährung ist halt doch mit am Wichtigsten und eigentlich sollte es so sein, bevor man krank wird. Aber viele wissen es einfach nicht oder nehmen es nicht ernst bzw. ignorieren es gekonnt. Ärzte sind da einen auch keine Hilfe oftmals, weil sie es selbst nicht wissen. Nicht umsonst gibt es aber das Sprichwort: "Du bist, was du isst"! Da ist viel Wahres dran.

Wünsch allen einen schönen gemütlichen Sonntag!
Liebe Grüsse eure Angel

Tomas von Hindenburg
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Re: Chronisch Fibrotisierende Pankreatitis - Sammlung an nützlichen Infos zur Behandlung

Beitrag von Tomas von Hindenburg » 25. November 2018, 18:25

Guten Abend,

ich lese mich heute, den ganzen Tag ein wenig ein und würde gerne hiermit einen kleinen Beitrag zu dieser sehr informativen Sammlung beitragen.

Mehr Magnesium, weniger Bauchspeicheldrüsenkrebs
Frühere Studien haben gezeigt, dass Magnesiummangel Diabetes begünstigt, und Diabetes wiederum zu den Risikofaktoren für Pankreaskrebs zählt.
Die Forscher nutzten für ihre Untersuchung die Daten von mehr als 66.000 Frauen und Männern (zwischen 50 und 76 Jahren) aus der VITamins and Lifestyle Study. Sie überprüften den Zusammenhang zwischen der Magnesiumversorgung und dem Auftreten von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Es zeigte sich, dass das Risiko, einen Bauchspeicheldrüsenkrebs zu entwickeln, pro 100 mg Magnesium, die täglich als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen wurden, um 24 Prozent sank.
Natürlich sollte auch die Ernährung mineralstoffreich und insbesondere magnesiumreich gestaltet werden. Ideal eignen sich dazu grüne Blattgemüse, Nüsse, Saaten, Mandeln und Amaranth.

Antioxidantien schützen vor Pankreaskrebs
In einer anderen Studie untersuchten Forscher, inwiefern sich eine antioxidantienreiche Ernährung zur Krebsprävention eignen kann.
Wer über Lebensmittel viel antioxidatives Vitamin C, Vitamin E und Selen zu sich nimmt – so das Ergebnis der Studie, die im Juli 2012 im Fachmagazin Gut veröffentlicht wurde – kann sein Pankreaskrebsrisiko um zwei Drittel senken. Allein eine gute Selenversorgung (ebenfalls über die Ernährung) kann das Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, bereits halbieren. Selen ist in hohen Mengen in Paranüssen und Kokosprodukten enthalten.
In einem Review der University of South Florida in Tampa zeigte sich, dass neben den beiden genannten Vitaminen (C und E) noch weitere Vitalstoffe sehr sinnvoll sind – und zwar nicht nur zur Prävention von Bauchspeicheldrüsenkrebs, sondern sogar bei dessen Therapie:

Vitamine bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
• Vorklinische Studien sprechen für Vitamin A als Möglichkeit zur Pankreaskrebsprävention. Vitamin A findet sich in Form seiner Vorstufe Betacarotin in allen grünen, roten und orangefarbenen Gemüsen und Früchten.
• Vitamin C – ebenfalls in Gemüsen und Früchten zu finden – führte bei bestehendem Bauchspeicheldrüsenkrebs zu einer Verlangsamung des Tumorwachstums und zu einer Lebenszeitverlängerung – und zwar sowohl, wenn es allein für sich als auch in Kombination mit einer Chemotherapie eingesetzt wurde.
• Vitamin D zeigte sehr starke hemmende Effekte auf den Krebs, unterdrückte das Fortschreiten der Erkrankung sowie die Metastasierung. (Details siehe weiter unten unter "Vitamin D gegen Pankreaskrebs")
• Vitamin E hemmte das Krebszellwachstum und verstärkte die Wirkung des Chemotherapeutikums Gemcitabin. Vitamin E ist in sehr hohen Mengen im Weizenkeimöl und im Moringapulver
• Vitamin K hingegen aktiviert die Apoptose (das Selbstmordprogramm der Krebszellen) und verhindert das Wachstum der Bauchspeicheldrüsenkrebszellen. Vitamin K1 findet sich in besonders grossen Mengen im grünen Blattgemüse, aber auch in Form des aktiveren Vitamin K2 im Sauerkraut, im Eidotter und in Butter.

Grüntee schützt vor Bauchspeicheldrüsenkrebs
Wer regelmässig Grüntee trinkt, hat bereits ein um 32 Prozent gesunkenes Bauchspeicheldrüsenkrebsrisiko – so eine chinesische Studie der University of Shanghai aus dem Jahr 2012. Ideal ist es, den Tee bei niedrigen Temperaturen zuzubereiten und zu trinken, da ein solcher Grüntee noch bessere präventive Eigenschaften mit sich bringt als ein zu heiss gebrühter. Softdrinks hingegen sollte man besser meiden, wenn man langfristig gesund bleiben möchte:

Softdrinks erhöhen Bauchspeicheldrüsenkrebsrisiko
Dr. Mark Pereira von der University of Minnesota veröffentlichte 2010 eine Studie, in der er Daten von über 60.000 Personen auswertete. Im Studienergebnis schreibt er, dass Menschen, die wöchentlich zwei oder mehr Softdrinks (mit Zucker gesüsste, kohlensäurehaltige Getränke) trinken, ein deutlich erhöhtes, nämlich doppelt so hohes Risiko hätten, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, als Menschen, die keine derartigen Getränke konsumieren.
Der hohe Zuckergehalt in diesen Drinks führt zu einem hohen Insulinspiegel, der – so glauben die Wissenschaftler – zum Wachstum von Pankreaskrebszellen beiträgt. Der Konsum von Fruchtsäften zeigte hingegen kein erhöhtes Erkrankungsrisiko in Bezug auf Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Zu einer gesunden und krebspräventiven Lebensweise gehören natürlich nicht nur die Ernährung, sondern auch weitere Faktoren wie Entspannung, Bewegung und Sonnenlicht. Gerade letzteres sollte man regelmässig geniessen. Denn Vitamin D ist in Sachen Krebsprävention das A und O.

Vitamin D gegen Pankreaskrebs
Aus etlichen japanischen und US-amerikanischen Studien weiss man, dass es umso seltener zu Pankreaskrebs kommt, je regelmässiger sich ein Mensch UVB-Strahlung aussetzt und umso besser seine Vitamin-D-Versorgung ist. Vitamin D ist ein Vitamin, das unter Sonnenlicht (UVB-Strahlung) in der Haut des Menschen gebildet wird, während die Vitamin-D-Aufnahme über die Nahrung vernachlässigbar ist.
In einer Studie beispielsweise zeigte sich, dass Menschen, die 600 IE Vitamin D täglich einnahmen, ein um 40 Prozent niedrigeres Pankreaskrebsrisiko hatten als jene, die nur 150 IE Vitamin D eingenommen hatten. Andere Studien empfehlen 1000 bis 4000 IE täglich, um das Krebsrisiko zu senken. (IE = Internationale Einheiten, manchmal auch IU für International Units)
Eine weitere Studie ergab, dass je höher der Vitamin-D-Spiegel eines Menschen ist (mindestens über 40 ng/mL), umso niedriger das Krebsrisiko. Hohe Vitamin-D-Spiegel senken das Risiko um 35 Prozent und erhöhen bei bereits Erkrankten die Überlebenschancen.
Vitamin D wirkt sich also nicht nur auf das Pankreaskrebs RISIKO aus, sondern auch auf bereits bestehende Tumore, denn das Vitamin hemmt deren Wachstum. Vitamin D sorgt offenbar dafür, dass sich Zellen nicht zu Krebszellen entwickeln, sondern sich zu Organzellen ausdifferenzieren oder aber dafür, dass bei Krebszellen wieder die Apoptose (Selbstmordprogramm) anspringt. Zusätzlich mindert Vitamin D die Blutzufuhr des Tumors und hemmt auf diese Weise seine Ausbreitung. Manche Krebszentren empfehlen ihren Patienten daher inzwischen die Einnahme von mindestens 5000 IE Vitamin D pro Tag.
Wer mit seinem Vitamin-D-Präparat auch Calcium nimmt, sorgt für einen noch besseren Krebsschutz, wobei man darauf achten sollte, mehr als 1000 mg Calcium pro Tag zu sich zu nehmen – sei es mit der Ernährung oder über Nahrungsergänzungsmittel. In einer Studie nahmen die Teilnehmer 1100 IE Vitamin D täglich sowie 1450 mg Calcium – und konnten damit ihr Krebsrisiko um 77 Prozent reduzieren.
Vitamin D – ob nun in Form von regelmässigen Sonnenbädern oder in Form von Nahrungsergänzungsmitteln – stellt also ein weiteres Mosaikstückchen in der Gesamtheit eines ganzheitlichen Programms zur Vorbeugung oder Therapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs dar.

An dieser Stelle würde mich persönlich interessieren, wieviel Vitamin D man täglich zuführen darf und sollte?

Reishi Heilpilz gegen Pankreaskrebs
Verschiedene Heilpilze können ebenfalls gegen Pankreaskrebs zum Einsatz kommen. Antrodia camphorata beispielsweise ist ein noch recht unbekannter Heilpilz aus Taiwan, der bei Brustkrebs die schnelle Vermehrung von Krebszellen bremsen und die Apoptose einleiten können soll. Yang et al. zeigten 2011, dass Heilpilz-Konzentrationen, die noch nicht einmal zelltoxisch waren, ganz deutlich die Metastasierung der Brustkrebszellen behinderte.
Einer der Anti-Krebs-Wirkstoffe im Antrodia-Pilz heisst Antroquinonol. Er hemmt auch die Ausbreitung von Pankreaskrebszellen – so eine Studie aus 2012, die im Journal of Nutritional Biochemistry veröffentlicht wurde.
Viele weitere Heilpilze können ebenfalls krebsfeindliche Aktionen einleiten, wie z. B. der Reishi Heilpilz. Er besteht einerseits aus immunstimulierenden Polysacchariden, die das Immunsystem in Kampfstimmung versetzen und andererseits aus tumorhemmenden Triterpenen. Zusätzlich wirkt sich der Reishi Heilpilz stärkend bei Schwächezuständen aus. Das bedeutet, dass er nach der schulmedizinischen Therapie dabei hilft, wieder schneller auf die Beine zu kommen. Da der Reishi ausserdem die Nebenwirkungen von Bestrahlungen und Chemotherapien lindert, ist er nicht erst danach, sondern auch schon während der konventionellen Krebsbehandlung eine sinnvolle Begleitmassnahme.

Folsäure schützt vor Pankreaskrebs
Grüne Smoothies bzw. generell alle grünen Blattgemüse, Kräuter und Früchte sind reich an Folsäure. In einer chinesischen Meta-Analyse, die 6 Studien begutachtete, zeigte sich, dass eine reichhaltige Versorgung mit Folsäure vor Pankreaskrebs schützen kann.

Tomas von Hindenburg
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Re: Chronisch Fibrotisierende Pankreatitis - Sammlung an nützlichen Infos zur Behandlung

Beitrag von Tomas von Hindenburg » 6. Dezember 2018, 19:28

Guten Abend,

@wasistes
Sagen Sie mal, oder eben Du, muss mich mit dem duzen noch gewöhnen. Im englishen ist das eine eben das.
Welche Eisenpräparat nehmen Sie ein? Ich habe es irgendwo gelesen, finde es aber nicht mehr. Wie wichtig sind Eisenpräparate bezüglich Pankreasprobleme? Und wie sieht es mit Vitamin C hochdosiert aus? Wie gut ist das?

Viele Grüße
Tomas von Hindenburg

wasistes
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Re: Chronisch Fibrotisierende Pankreatitis - Sammlung an nützlichen Infos zur Behandlung

Beitrag von wasistes » 6. Dezember 2018, 20:30

Eisentabletten würde ich nicht nehmen, nur bei Bedarf und dann lieber Lactoferrin, statt Eisen.
Eisen führt zu Durchfall, Eisen füttert Pathogene Keime (Bakterien), Eisen nährt Tumorzellen.
Lactoferrin wiederrum füllt den Eisen und Ferrin Speicher direkt auf, über die Nahrung.

Tomas von Hindenburg
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Re: Chronisch Fibrotisierende Pankreatitis - Sammlung an nützlichen Infos zur Behandlung

Beitrag von Tomas von Hindenburg » 8. Dezember 2018, 14:33

Guten Tag,

Danke für den Hinweis. Nimmst Du eigentlich Kreon, falls ja, merken Sie Unterschiede? Und wie ist es mit Resveratol, ist es nicht das gleiche wie OPC?
Ich stelle mir gerade die Frage in wie weit das tatsächlich helfen kann? Ich habe jemanden im Krankenhaus kennengelernt, der an einer „alkoholindizierten“ chronischen Pankreatitis leidet, falls es das wirklich in der Form gibt, ist ja mit 80% angegeben. Ich persönlich bezweifle das. Habe einfach zu viele Menschen kennengelernt die keine Alkoholiker waren, fast keiner hat das zumindest mir gegenüber zugegeben. Und Alkoholiker kenne ich auch, ziemlich viele sogar und keiner von denen hat ein Pankreas- Problem. Es gibt ja auch so viele Reizdarmpatienten, die Symptome sind wie die meine, bis auf die Schmerzen. Möchte damit sagen, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass sie auch ein Pankreasproblem haben?
Ich zumindest gebe es zu, dass ich sehr viel Alkohol getrunken habe. Ob ich Alkoholiker war? Keine Ahnung? Fakt ist aber, dass ich unverzüglich Abstand vom Alkohol nehmen konnte. Und das ohne Probleme.
Aber zurück zu meiner ursprünglichen Frage; dieser Mann, der alkoholindizierte chronische Pankreatitis hatte, hatte ausschließlich Wein getrunken. Warum wurde er nicht dadurch vor Pankreatitis geschützt, wenn diesem OPC, Resveratol, was ja ein Produkt der Traube 🍇 ist, soviel schützende bzw. wieder in Stand setzende (erholende) Wirkung nachgesagt wird?

Tomas von Hindenburg

Sony
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Re: Chronisch Fibrotisierende Pankreatitis - Sammlung an nützlichen Infos zur Behandlung

Beitrag von Sony » 8. Dezember 2018, 17:35

Interessantes Thema, mit dem Alkohol. Hatte auch überhaupt kein Problem, aufzuhören. Ich hätte bei mir auch nie von einem Alkoholiker gesprochen. Im Gegenteil: Mir war sogar wichtig, dass dies nicht so ist und ich habe darauf aufgepasst - daher auch nicht zu regelmässig getrunken. Dasselbe mit Rauchen, immer nur zusammen mit Alkohol. War im Nachhinein natürlich dumm, auch wenn nur unregelmässig, habe ich dafür teilweise ziemlich viel getrunken und an solchen Anlässen auch viel geraucht. Hat sich halt so eingebügert und gehörte irgendwie dazu. Hatte auch das Gefühl, null körperlichen oder psychischen Schaden davon zu tragen oder eine Abhängigkeit entwickelt zu haben. Ich glaube, die Strategie war gar nicht so schlecht im Hinblick auf das Älterwerden (und im Hinblick auf Herz, Leber, Lunge etc.), ich habe aber die Rechnung ohne Pankreas gemacht. Problematisch auch, wenn man nebenbei gut parat ist mit Sport, Job, Familie etc. Da rechnet dann niemand mit sowas, was einem zig Fehldiagnosen (mit daraus resultierenden Fehlverhalten) beschert. Vor allem, wenn man keine (groben) akute Entzündungen hat. Auslöffeln darf man die Suppe dann selbst. Nun bin ich Mitte Dreissig und das Leben scheint zu einem guten Teil entgleist und nicht mehr planbar.

Die Diskussion gab es hier schon mehrfach, wie wo was zu Pankreatitis führt. Müsste ich schätzen, ergäbe sich bei mir (zum Zeitpunkt als Auslöser): 30 % ungesunder Lebensstil (Alk. + Zigis - auch wenn nur ab und zu, Ernährung), 30 % genetische Prädisposition, 20 % Stress, 20 % Pech. Vielleicht die ersten 30 % tendenziell etwas höher gewichten, könnten auch 40 - 50 % sein. Wobei ich Zigaretten mindestens auf die Stufe Alkohol stellen würde. Im Nachhinein könnte ich mich dafür boxen, aber zusammen mit Bier hat es einfach wunderbar geschmeckt. Ich finde auch die Sensibilisierung in der Gesellschaft ungenügend, man denkt eigentlich immer nur an Langzeitschäden an Herz, Gefäss und Lunge. Dabei kann es ganz anders kommen, auch bei subjektiv betrachtet einigermassen vernünftigem Konsum.

Tomas von Hindenburg
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Re: Chronisch Fibrotisierende Pankreatitis - Sammlung an nützlichen Infos zur Behandlung

Beitrag von Tomas von Hindenburg » 8. Dezember 2018, 18:14

Guten Abend,

Oh man, Ihre Worte könnten von mir kommen! Alles was Sie schreiben kann ich so nachempfinden, als wäre es von mir. Alles war perfekt, sogar wohl dosiert mit Alkohol, schien das Leben einfacher zu sein. Im Nachhinein kann ich sagen dass ich mit Alkohol dieses triste Leben viel schöner gelebt habe. Auch die Leitung der Firma schien von alleine zu laufen und alles ander im Leben auch. Bei mir war es auch so, dass ich selten besoffen war. Ganz im Gegenteil, ziemlich klar im Kopf. Ich habe mir halt über den Tag verteilt, einen Zustand geschaffen, „der einem leichten Drogenrausch“ ähnelte. Somit war ich immer gut drauf.
Auch ich habe die Rechnung ohne das Pankreas gemacht. Herz, Niere, Leber und alles ander schien ja bei regelmäßigen Kontrollen perfekt zu sein. Es macht mir psychisch jetzt nichts aus zu trinken. Körperlich auch nicht. Habe von einem auf den anderen Tag aufgehört.
Aber wie ist es jetzt ohne Alkohol, wie geht es mir? Sehr schlecht kann ich sagen. Ich spreche nicht von Entzug!!! Das ist mir wichtig zu sagen!
Aber das Leben ist nicht mehr wie es war. Der Flow ist weg. Es lief (das Leben) mit Alkohol einfacher ab. Alles ging mir von der Hand. In Amerika sagen die Taoisten Flow dazu. Und jetzt, was ist jetzt? Depressionen sind stark in den Vordergrund gerückt (hatte ich vorher nicht). Mit der Firma geht es Berg ab, die Ehe scheint zu zerbrechen und ich sehe das erste mal die Dinge äußerst dramatisch, sehe meine Mutter die immer älter wird und denke an die Zeit die so schnell vergeht und vergangen ist...
Es ist gerade unglaublich schwer durchs Leben zu gehen. Und wenn man dann noch ein Pankreasproblem hat, dann gute Nacht allerseits. Was mir geblieben sind, sind Zigaretten. Mit allem auf einmal aufzuhören ist dann doch nicht ganz so einfach. Aber zumindest habe ich fürs nächste Jahr einen guten Vorsatz.

Tomas

Tomas von Hindenburg
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Re: Chronisch Fibrotisierende Pankreatitis - Sammlung an nützlichen Infos zur Behandlung

Beitrag von Tomas von Hindenburg » 9. Dezember 2018, 11:50

Guten Morgen,

* Nachtrag

Würde bei mir persönlich auch sagen 50% ungesunde Lebensweise insgesamt (Viel Alkohol + ungesundes fettiges Essen) 40% Erbfaktoren (Zuckerkrankheit ist väterlicherseits in sämtlichen Generationen bekannt gewesen) 10% Pech? Wobei ich große Probleme damit habe von Pech zu sprechen. Ich bin ein großer Vertreter des Ursache und Wirkungsprinzips. Alles hat einen Grund, auch wenn wir vieles nicht verstehen.

Wünsche allen ein gesegneten zweiten Advent!
Tomas von Hindenburg

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