Paradontitis und Implantate und CT

(zystische Pankreastumore und neuroendokrine Tumore des Magen-Darm-Traktes und der Bauchspeicheldrüse)

Mit diesem Diskussionsforum, das wir hier als weitere Säule des AdP- Forums zur Verfügung stellen, geben wir Ihnen die Gelegenheit, sich über Seltene Tumore an der Bauchspeicheldrüse untereinander und/oder im Bedarfsfall auch mit Herrn Prof. Dr. Marco Siech (marco.siech@ostalb-klinikum.de) auszutauschen. Beiträge, die keinen Bezug zu dieser besonderen Thematik haben, müssen wir leider ohne weitere Ankündigung entfernen bzw. verschieben.
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Butterfly
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Paradontitis und Implantate und CT

Beitrag von Butterfly » 26. November 2021, 03:31

Hallo,

ich hatte in meinem vorgehenden Thread gefragt wegen dem CT. Ich habe Parodontitis und es sollen im Unterkiefer alle Zähne bis auf 2 Zähne gezogen werden. Im selben OP will der Zahnarzt mir dann Implantate setzen, die ich auch will. Nun habe ich gelesen, dass sich auch bei Implantaten Keime und Bakterien bilden können, die aber auch durch perfekte Hygiene umgangen werden können.
Jetzt stellt sich mir die Frage, Implantate setzen lassen oder nicht? Mich würde eure Meinung dazu interessieren, und diese eilt auch, da ich schon ein OP Termin habe. Wäre es besser ein Pankreas Spezialist mal zu fragen? Da es im Unterkiefer ist, habe ich eigentlich keine andere Wahl als Implantate, weil eine herausnehmbare Prothese möchte ich eigentlich nicht haben.
Auch müssten die Implantate mit einer 3D-Planung gemacht werden, was ich auch abgelehnt habe, weil es entweder nur mit hochauflösenden Röntgenstrahlen machbar ist oder einem Dental CT. Ich habe jetzt echt ein Problem, was tun? Natürlich geht es auch mit einem 2D Röntgen (normales), was man ja eigentlich immer dazu genutzt hat, aber eben keine exakte Implantatplanung damit möglich ist, was mich auch etwas unsicher macht.
Es ist echt alles schwieriger geworden, seit ich weiß, dass ich eine Zyste in der Pankreas habe, egal ob es andere Erkrankungen betrifft, Medikamente, oder radiologische Untersuchungen, vom Rauchstopp bis über Alkohol und Ernährung. Alles sch.....

Könntet ihr mir etwas dazu sagen?
Ich danke euch schonmal.

LG

Butterfly
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Re: Paradontitis und Implantate und CT

Beitrag von Butterfly » 26. November 2021, 04:56

Ebenfalls soll ich an 2 noch verbleibenden Zähnen eine Wurzelkanalfüllung bekommen.

Nun habe ich das dazu gefunden, was mir alles Angst macht:
https://www.derstandard.de/story/2000097506496/bauchspeicheldruesenkrebs-frueh-erkennen-auf-die-zunge-achten

Und ich habe dann nach dem Bakterium gegoogelt:
https://en.wikipedia.org/wiki/Leptotrichia_buccalis

Am liebst möchte ich gar keine Implantate mehr haben, aber was sonst für einen Zahnersatz, es ist alles traurig!

Butterfly
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Re: Paradontitis und Implantate und CT

Beitrag von Butterfly » 26. November 2021, 05:36

Was mir auch noch einfällt, dass ich gelesen habe Antibiotika sei ebenfalls nicht gut für die Pankreas? Oder gilt das nur für Entzündungen? Oder sind vielleicht nur bestimmte Präparate erlaubt? Hat jemand davon Kenntnis?
Nochmals Danke. Habe einen riesen Zahn OP vor mir, ich überlege hin und her

LG

DOKASCH
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Re: Paradontitis und Implantate und CT

Beitrag von DOKASCH » 26. November 2021, 13:32

Hallo Butterfly, möchte dir gerne antworten aber Pankreasgeschichte außen vor lassen. Bei mir war es vor ca. 10 Jahren so daß ich im Oberkiefer eine vereiterte Zahngeschichte hatte. Damals war die Pankreasgeschichte noch nicht akut. Auch ich wollte nie was herausnehmbares. Mein Zahnarzt der auch Kieferspezialist ist hätte mir auch gerne Implantate gesetzt und hat mir einen Plan gemacht auch hatte ich eine Parontenditis. Es stellte sich dann heraus daß mein Kieferknochen zu dünn wäre und ich einen Knochenaufbau machen lassen müßte .( heute ist es wohl auch mit dünnerem Knochen möglich ). Als ich die Kosten sah ,es wären so ca.25000 Euro gewesen mußte ich das alles absagen , habe beim Nachhausefahren sehr geweint aber es half nichts habe nun was herausnehmbares auf einer Seite. Wenn es mir finanziel möglich ist gehe ich halbjährlich zur Zahnreinigung bei Implantaten wäre öfters nötig. Meine Paradontitis hält sich so in Grenzen. Implantate muß mann sehr pflegen und es ist auch nicht sicher ob sie gut einheilen ,mein Zahnarzt meinte jahre später es wäre gut gewesen daß ich mir damals keine Implantate machen lies. Nur nebenbei gesagt wenn es doch mal zur Op wegen deinen Zysten kommt kann das Implantat auch geschädigt werden dadurch wenn du im KH bist vielleicht die Pflege vernachläsigt wird oder du einen wenn dadurch verursachten Diabetes bekommst , am Anfang vielleicht auch Probleme weil du nicht genügend Vitamine bekommst. Eine Wurzelfüllung habe ich im Frühjahr bekommen da mein Zahnarzt gerne Zähne erhält. Der Zahn war mir auch wichtig wegen der kleinen Prothese wegen dem Gegendruck. Ganz glücklich bin ich nicht weil ich das Gefühl habe die Umgebung des Zahnhalses wäre immer noch entzündet aber laut Röntgenbild alles in Ordnung ist , vielleicht ist es auch das negative Gefühl einen toten Zahn zu haben der mir vielleicht schadet. Ich habe dir vielleicht nicht geholfen ,habe nur erzählt wie es mir ergangen ist. Andere die ich kenne haben nie Probleme mit Implantate aber ich habe mit meinen Zähnen schon einiges hinter mir und was bei anderen geht geht halt bei mir nicht.
Dorothea

Butterfly
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Re: Paradontitis und Implantate und CT

Beitrag von Butterfly » 26. November 2021, 21:12

Liebe Dorothea,

danke für deine Nachricht. Da hast du ja auch schon einiges hinter dir. Mir geht und ging es ähnlich. Ich habe oben schon einen herausnehmbaren Zahnersatz, weshalb ich es unten nicht auch noch will.
Auch ich habe im Unterkiefer Parodontitis, habe es aber bis auf 4 Zähne ganz gut im Griff. Was halt auch nicht mehr so schön aussieht, sind die freiliegenden Zahnhälse.
Ich müsste meinen ZA mal fragen, ob es vielleicht möglich wäre einige Wurzeln aufzufüllen, und auch den Knochen, und dann statt 4 Implantate nur 2 setzen. So könnte ich die Hälfte meiner Zähne vielleicht erhalten. Mein Kieferknochen ist auch sehr zurück gegangen, weshalb der auch großzügig aufgebaut werden müsste, was lt. Zahnarzt auch die größte Sache an der ganzen Geschichte ist. Was die Kosten betrifft, habe ich eine Zahnzusatzversicherung, bis auf 10% Eigenanteil. Ich habe schon immer mit viel Zahnstein zu kämpfen, so muss ich sowieso 3 mal im Jahr zur profess. Zahnreinigung, dass wäre also halb so schlimm.Und was du mit der Einheilung schreibst, ist auch meine Bedenken. Warum meinte dein ZA dass es gut war, dass du dir damals keine Implantate machen lassen hast?

Was die Pflege betrifft, wenn ich aufgrund einer Pankreas OP in der Klinik liegen würde, da mache ich mir nicht so viele Gedanken, wenn diese für vielleicht mal 2 Wochen nicht so gepflegt werden würden. Mit dem Diabetes Gedanke liegst du nicht verkehrt, das wäre zu bedenken, und zwar ernsthaft! Ich muss soviel Bedenken, was die Implantate betrifft, es wird immer mehr, aber herausnehmbare Prothesen im OK und im UK das möchte ich eigentlich auf keinen Fall haben. Die Vitamine könnte man einnehmen, dass wäre ja zu beheben, denke ich mal. Was die Wurzelfüllung betrifft, mache ich mir große Sorgen, wegen der Bakterien, zumal, wenn ich mir weniger Implantate setzen lasse, und dafür mehr Wurzeln füllen lassen müsste. Lese mal die Links, die ich in meiner Nachricht mit rein gestellt habe. In Wurzelfüllungen können sich Bakterien bilden, welche die schlimmsten sind, die Pankreaskrebs fördern. Deshalb habe ich ja meine Bedenken dazu geäußert. Machst du dir keine Sorgen, was die Wurzelfüllung betrifft? Was hast du für eine Pankreaserkrankung? Entschuldige bitte, wenn ich frage, leider habe ich deine Geschichte zu manch anderen hier im Forum nicht so verfolgt.

Wenn ich es jetzt ganz genau nehme, und so gesund lebe wie bisher, und weiterhin bis zum OP des Pankreas angstfrei leben will, dürfte ich mir jetzt keine Implantate setzen lassen, keine Wurzelfüllungen machen lassen, kein Knochenaufbau machen lassen, und keine CT Strahlung bekommen. Ich bräuchte dann eine Vollprothese im Unterkiefer, die ich aber auch nicht will! Ich weiß nicht wie ich jetzt entscheiden soll?! Soll ich mich erstmal richtig informieren, und alles auf Eis legen? Aber wiederum müssen einige Zähne dringend raus, wegen der Entzündungen, zumindest die 4 Backenzähne. Und wer klärt mich da auf, wenn beide Krankheiten im Zusammenhang stehen (Pankreas und Zähne)? Zahnarzt oder Pankreasspezialist? Wem kann ich diese Fragen stellen?

Du schreibst das du das Gefühl hast, dass die Umgebung deines Zahnhalses immer noch entzündet wäre. Hast du das Gefühl weil du einen toten Zahn hast, oder wegen der Wurzelfüllung? Du hast mir schon sehr geholfen, Einen Diabetes habe ich noch keinen, habe bis jetzt auch nur eine Zyste, was mich hoffen lässt, dass ich nur eine Ausschälung bekomme. Das wichtigste ist, das alles gutartig ist, wovon ich ausgehe, sonst könnte ich gar nicht so weiterleben wie jetzt, sondern hätte nur Todesangst.

Ich frage an dieser Stelle nochmal an alle Leser hier: Hat jemand Diabetes und Implantate?

Dir liebe Dorothea danke ich
LG und alles Gute für Dich

DOKASCH
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Re: Paradontitis und Implantate und CT

Beitrag von DOKASCH » 27. November 2021, 21:33

Hallo Butterfly, jetzt komme ich erst zum schreiben, zu meiner Krankengeschichte : ich hatte schon mehrmals eine Pankreatitis , das letzte Mal 2017 eine akute nekrotisierende sehr schwere Form. Danach wurde ein Pankreas Divisum entdeckt aber auch als Ursache ,Viren oder ein autoimungeschehen nicht ausgeschlossen. Bei einer Biopsie konnte leider kein Material gewonnen werden. Ich bekam nach der Entlassung die Diagnose schnell fortschreitende chronische Pankreatitis zum Glück hat sich das schnell fortschreitend nicht bewahrheitet. Ich denke mein Zahnarzt hat es auf diese Entzündungen in meinem Körper angeführt dass es gut war keine Implantate zu haben. Du kannst es während einer akuten Pankreatitis nicht beeinflussen wie dein Körper reagiert ,da konnten kaum venöse Zugänge oder oft auch nur schlecht Blut abgenommen werden weil die Venenklappen zugingen, oder kurzzeitig deine Insulinwerte auf einen Diabetes hinzeigen man ist wirklich schwerst krank und ich habe noch Glück gehabt mit meinen Nekrosen denn die scheiden ja auch Giftstoffe aus.
Ich weiß nicht dass man eine Zyste einfach ausschälen kann das wäre neu für mich.
Zu meiner Zahngeschichte , früher gab es keine Zahnversicherungen die auch Implantate oder Knochenaufbau beinhaltenden und als es sie gab hätte mich keine Versicherung mehr genommen da ich nur wenige Zähne mehr habe die nicht in irgendeiner Form schon mehr behandelt wurden. Es hieß ich sollte lieber regelmäßig selber was ansparen." Tote " Zähne sind eigentlich immer ein Störfaktor im Körper und können Entzündungen fördern. Dieses Mal war es ein Backenzahn und da zahlt die Krankenkasse überhaupt keine Wurzelfüllungen , mein Zahn hatte 3 Wurzeln und für jede mußte ich 150 Euro bezahlen.
Dorothea

Butterfly
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Re: Paradontitis und Implantate und CT

Beitrag von Butterfly » 28. November 2021, 08:13

Hallo Dorothea,

Oh Gott, dann hast du ja auch schwer zu kämpfen mit deinen Erkrankungen, psychisch wie physisch! Das tut mir sehr Leid. Seit wann hast du die Erkrankungen?
Was die Implantate betrifft, hatte dein ZA wohl Recht. Ich lese momentan viel über Implantate, es gibt wie bei allem ein Für und ein Wieder, was meine Entscheidung nicht gerade leichter macht! Ich muss jetzt erstmal herausfinden an wen ich mich wenden kann, bzw. wer mir meine Fragen beantwortet und mir meine Bedenken nimmt, im Zusammenhang Zahnimplantate und Diabetes, den ich ja noch nicht habe, noch nicht... und ich hoffe auch dass es so bleibt... :(
Die Kosten die die Krankenkassen für Zahngeschichten übernehmen (nämlich fast gar nichts mehr) ist schon unverschämt!!!

Doch eine Zyste kann man ausschälen, das nennt man Enukleation, sieh mal hier:
https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/chirurgische-klinik-zentrum/allgemein-viszeral-und-transplantationschirurgie/behandlungsspektrum/erkrankungen/bauchspeicheldruese-pankreas/tumoren/intraduktal-papillaer-muzinoese-neoplasien

LG Petra

DOKASCH
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Re: Paradontitis und Implantate und CT

Beitrag von DOKASCH » 28. November 2021, 12:52

Hallo Butterfly, wenn ich zeit habe später werde ich mich mal da umsehen und lesen ,Danke. Da bei mir ja das Divisum angeboren ist hatte ich wohl schon Kindheit immer mal leichte Probleme die man dann halt auf empfindlichen Magen -Darm geschoben hat war ja auch noch nicht schlimm, es wurde stärker als ich von Zuhause weg bin und "fremdes Essen " gegessen habe. Dann mit 36 J. nach der letzten geburt hatte ich wohl so ca. 4 Wochen danach die erste Entzündung ( wurde als Magen_Darm Entzündung abgetan ). Dann ca. 20 Jahre später die erste "ofizielle " ödemates Pankreatitis und 3 Jahre später diese nekrotisierende schwere Form. Es geht mir eigentlich ganz gut das sin jetzt 4 Jahre her nur seit der ersten Impfung habe ich immer wieder leichtere bis etwas stärkere Probleme die ich auf eine beleidigte Pankreas zurückführe. Ich lerne mit meiner Krankheit zu leben und nicht gleich in Panik auszubrechen wenn es nur ganz leicht etwas zwickt, ja das psychische wiegt oft schwerer diese Angst vor den Schmerzen und Zusammenbruch des ganzen körperlichen System.
Dorothea

Butterfly
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Re: Paradontitis und Implantate und CT

Beitrag von Butterfly » 29. November 2021, 02:35

Hallo Dorothea,

wie hat man das Divisum denn festgestellt? Ich habe jetzt schon öfters gelesen, dass man Pankreasschmerzen als Magenbeschwerden erklärt. Was sind das für Schmerzen, wenn man eine Entzündung der BSD hat, und wie lange dauern die? Die nekrotisierende Pankreatitis ist doch die gefährlichste Form, oder? Aber andererseits ist alles sehr gefährlich was die Pankreas betrifft. Darf ich fragen wie alt du bist? Ja, mit den Impfungen ist nicht zu spaßen... wenn du die Covid Impfung meinst. Und der Virus wird uns auch noch viele Jahre beschäftigen und begleiten, bis alle gegen diverse Mutationen immun sind. Uns bleibt nichts anderes übrig als mit unserer Erkrankung zu leben. In meinem Fall komme ich mir vor, als sitze ich auf einer tickenden Zeitbombe! Ich finde es schlimm damit zu leben, weil sich das ganze bisherige Leben ändert. Man muss sich an ein anderes neues Leben gewöhnen, und das ist nicht so einfach, gerade was die Psyche betrifft. Ich trauere bis heute um meine damals 16-jährige Tochter, die bei einem Autounfall als Beifahrerin ums Leben kam. Sie war mein einziges Kind! Sei dem weiß ich was Kampf bedeutet. Ich bin heute froh, dass ich es überlebt habe! Jetzt stehe ich erneut in einem Kampf, ein anderer Kampf... , den alle hier in dem Forum haben, mehr oder weniger.

LG

DOKASCH
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Re: Paradontitis und Implantate und CT

Beitrag von DOKASCH » 29. November 2021, 07:29

Hallo Butterfly habe versucht zu antworten das ist aber plötzlich alles weg, muß aber jetzt zur Enkelbetreuung meine Tochter hat Montags Homeoffice und ich darf die Enkel betreuen. Werde wahrscheinlich erst gegen Abend hier wieder rein schauen.
Dorothea

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