Hallo zusammen ,
meine Vorgeschichte :
- seit Jan. 2009 bis Feb. 2010 mehrere akute Bauchspeicheldrüsenentzündungen
- im Verlauf wurde eine chron. Entzündung diagnostiziert.
- exokrine Pankreasinsufizienz......Behandlung mit Kreon
- fettarme Ernährung und Alkohol Abstinenz.......vorher auch nur gelegentlicher Alkoholgenuss
-mit der Ernährung und Kreon war ich seit Feb.2010 fast beschwerdefrei und sogar übergewichtig
- ab Feb.2010 war ich zur Behandlung und Diagnostik im Pankreaszentrum Bochum
-zuletzt im Sep. 2011......CT und MRT .......Befund: kein Verdacht auf Pankreaskarzinom !
- Tumormaker leicht erhöht......31.... Referenzwert 30
- im Verlauf wurde eine Darmspiegelung durchgeführt.......einige Zysten wurden entfernt......pathologisch....nicht bösartig !
-beim Hausarzt vier Wochen später Tumormaker bereits auf 90......alle Nachfragen wurden damit beantwortet.......keine Sorgen machen......auch vom Pankreaszentrum
-im Okt. 2011 starke Schmerzen ( wie bei einem akuten Schub )......Lipase und Amilase aber im Normbereich
-in Bottrop in die Notaufnahme ins Krankenhaus gefahren.......CT-Befund .....kein Verdacht auf Pankreaskarzinom.......Lipase und Amilase nur leicht erhöht.......Tumormaker CA 19-9 angestiegen auf 198........Endosono ( Ultraschall durch die Magenwand von innen ) ergab eine starke Veränderung zu den Bildern die 2009 in diesem Krankenhaus gemacht wurden......es wurde die Empfehlung ausgesprochen es operieren zu lassen.
-im Pankreaszentrum Bochum erfolgte am 15.11.2011( nach vorheriger erneuter Diagnostik)
die OP.......die Bauchspeicheldrüse , der Zwölffingerdarm , 2/3 vom Magen und die Milz wurden entfernt. ( Gallenblase und Blinddarm wurden schon früher mal entfernt )
Pankreaskopfkarzinom !! Pathologisch : PT3 , PM0 , PL1 ( 1 von 69 )
.......T3 Tumorgrösse von T0 bis T4 , M0 keine Fernmetastasen , L1 ein Lymphknoten von 69 entfernten befallen.
- nach der OP stark köperlich abgebaut.....20kg abgenommen......nach der Entlassung noch mehr abgebaut......anstehende Reha aus diesem Grund nicht antreten können.......im Krankenhaus meiner Heimatstadt mit hochkalorischer, intravenöser Ernährung aufgepeppelt worden.
-mit der Einstellung des Insulins klappt es einigermaßen.......Appetit auch wieder ok.....Gewicht kann ich halten.
Seit Jan.2012 Chemo mit Gemcitabine........Dosis wurde nach schlechten Blutwerten schon angepasst. Auch der Vorlauf wurde schon des öfteren geändert.......als erstes wurde Vomex-A
verabreicht.....danach ein Präparat auf Paspertin-Basis.....Schmelztabletten Odensatron ........alles hat nicht richtig geholfen.......3-4 Tage nach der Chemo Übelkeit und Erbrechen mit totaler Abgeschlagenheit.
In der Chemopause fühle ich mich sehr gut und bin auch Unternehmenslustig !!
Heute wurde noch zusätzlich zu dem Paspertinvorlauf ein Vorlauf das auch Cortision enthält verabreicht......komme leider nicht auf den Namen........Zucker spielt natürlich ein wenig verrückt.
Jetzt nach langer Vorgeschichte meine Fragen :
Hat jemand Erfahrungen mit Vorläufen der Behandlung mit Gemcitabine die es erträglich machen ?
Wie sinnvoll ist die adjuvante Behandlung mit Gemcitabine ?........spiele mit dem Gedanken die Chemo abzubrechen.
Der Onkologe in meinem Krankenhaus will auf Wunsch die Chemo abbrechen wenn die Lebensqualität so darunter leidet..............ich will natürlich nichts unversucht lassen um die Lebenserwartung zu verlängern.........obwohl man da ja nicht so richtige Aussagen im Netz oder auch von den Ärzten erfährt.
Ich würde mich über Rückmeldungen mit Erfahrungen sehr freuen !!
Liebe Grüße
Olli
PS: bin männlich und werde dieses Jahr 54
Olli
Wie sinnvoll ist die adjuvante Chemo nach Pankreaskarzinom ?
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Olli
- Beiträge: 1
- Registriert: 25. April 2012, 22:50
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Ines62
- Beiträge: 1
- Registriert: 11. Juni 2012, 11:49
Re: Wie sinnvoll ist die adjuvante Chemo nach Pankreaskarzin
Hallo Olli,
ich bin neu in diesem Forum und bin auf Deinen Beitrag gestoßen.
Ich hatte im Dez. 2010 eine pyloruserhaltende Pankreaskopfresektion, bei der mein Tumor (bösartig)
vollständig entfernt wurde. Meine Diagnose lautet PT3 pN1 (2/22)pM0 V0 L0 G2 R0 Stadium IIb.
Die OP habe ich sehr gut überstanden, die Nachricht, das der Tumor bösartig war, war für mich wie
ein Schlag ins Gesicht. Mein erster Besuch beim Onkologen war gleich Anfang Januar 2011, der
machte mir mit seinen Äußerungen auch nicht viel Mut. Ich habe mich für die Chemo entschieden,
man muß alles versuchen und jede Chance nutzen um sein Leben zu schützen. Während der Chemo
gab es bei mir auch Stunden wo es mir schlecht ging, meistens am 2. Tag nach der Chemo, Übelkeit,
Erbrechen und große Unruhe. Aber ich hab mir gesagt da mußt du durch, du hast die schwere OP von
9 Stunden überstanden und das schaffst du das auch noch und so ear es. Nach Beendigung der
Chemo bis ich zur Kur gefahren und jetzt bin ich Erwerbsminderungsrentnerin und das ist auch erst
mal gut so. Denn ich merke, Stress tut meinem Körper gar nicht gut, es war ja auch nicht nur ein
Schnupfen. Und ich möchte mein Leben auch noch viele Jahre genießen, ich werde erst 50 Jahre.
viele Grüße
Ines
ich bin neu in diesem Forum und bin auf Deinen Beitrag gestoßen.
Ich hatte im Dez. 2010 eine pyloruserhaltende Pankreaskopfresektion, bei der mein Tumor (bösartig)
vollständig entfernt wurde. Meine Diagnose lautet PT3 pN1 (2/22)pM0 V0 L0 G2 R0 Stadium IIb.
Die OP habe ich sehr gut überstanden, die Nachricht, das der Tumor bösartig war, war für mich wie
ein Schlag ins Gesicht. Mein erster Besuch beim Onkologen war gleich Anfang Januar 2011, der
machte mir mit seinen Äußerungen auch nicht viel Mut. Ich habe mich für die Chemo entschieden,
man muß alles versuchen und jede Chance nutzen um sein Leben zu schützen. Während der Chemo
gab es bei mir auch Stunden wo es mir schlecht ging, meistens am 2. Tag nach der Chemo, Übelkeit,
Erbrechen und große Unruhe. Aber ich hab mir gesagt da mußt du durch, du hast die schwere OP von
9 Stunden überstanden und das schaffst du das auch noch und so ear es. Nach Beendigung der
Chemo bis ich zur Kur gefahren und jetzt bin ich Erwerbsminderungsrentnerin und das ist auch erst
mal gut so. Denn ich merke, Stress tut meinem Körper gar nicht gut, es war ja auch nicht nur ein
Schnupfen. Und ich möchte mein Leben auch noch viele Jahre genießen, ich werde erst 50 Jahre.
viele Grüße
Ines
-
Aschersleben
- Beiträge: 1
- Registriert: 2. April 2008, 16:35
Re: Wie sinnvoll ist die adjuvante Chemo nach Pankreaskarzin
Hallo,
eine adjuvante Chemotherapie (Standard ist Gemzar) sollte nach einer Kausch-Whipple-Operation bei Pankreaskarzinomoperierten möglichst voll durchgezogen werden. Das bestätigen einige Studien zur Effektivität. Wichtig ist allerdings eine optimale Begleittherapie, um den Leidensdruck wegen der Nebenwirkungen zu mindern. Da ist das Fingerspitzengefühl der behandelnden Onkologen gefragt!
Alles Gute! An
eine adjuvante Chemotherapie (Standard ist Gemzar) sollte nach einer Kausch-Whipple-Operation bei Pankreaskarzinomoperierten möglichst voll durchgezogen werden. Das bestätigen einige Studien zur Effektivität. Wichtig ist allerdings eine optimale Begleittherapie, um den Leidensdruck wegen der Nebenwirkungen zu mindern. Da ist das Fingerspitzengefühl der behandelnden Onkologen gefragt!
Alles Gute! An
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Karl-Josef
- Beiträge: 364
- Registriert: 8. März 2008, 16:54
- Wohnort: Düsseldorf
Re: Wie sinnvoll ist die adjuvante Chemo nach Pankreaskarzin
Hallo Olli,
kann Aschersleben nur zustimmen. Bei mir wurde 2007 nach der OP auch die adjuvante Chemo vorgeschlagen (Gemzar), die ich dann auch durchgezogen habe. Hatte auch 2-3 Tage nach der Therapie Übelkeit, Abgeschlagenheit und depressive Phasen. Habe dann am Tage der Chemo Dexamethason 4 mg GALEN bekommen, und die Tage danach auch. Dieses Medikament hat mir einigermaßen geholfen. Auch die Blutwerte wurden teilweise so schlecht, dass ich noch EPO gespritzt bekam.
Es war alles nicht sehr schön, aber heute bin ich froh, dass ich durchgehalten habe. Es gibt auch im Kopf ein besseres Gefühl der Sicherheit.
Liebe Grüße, und versuche das durch zu ziehen
Karl-Josef
kann Aschersleben nur zustimmen. Bei mir wurde 2007 nach der OP auch die adjuvante Chemo vorgeschlagen (Gemzar), die ich dann auch durchgezogen habe. Hatte auch 2-3 Tage nach der Therapie Übelkeit, Abgeschlagenheit und depressive Phasen. Habe dann am Tage der Chemo Dexamethason 4 mg GALEN bekommen, und die Tage danach auch. Dieses Medikament hat mir einigermaßen geholfen. Auch die Blutwerte wurden teilweise so schlecht, dass ich noch EPO gespritzt bekam.
Es war alles nicht sehr schön, aber heute bin ich froh, dass ich durchgehalten habe. Es gibt auch im Kopf ein besseres Gefühl der Sicherheit.
Liebe Grüße, und versuche das durch zu ziehen
Karl-Josef
Freundschaft, das ist eine Seele in zwei Körpern