Chronische Pankreatitis?

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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Mia
Beiträge: 47
Registriert: 19. Februar 2013, 19:38

Re: Chronische Pankreatitis?

Beitrag von Mia »

Hallo Sambie,
Hallo Sally,

ich habe Eure Beiträge zu diesem Thema mit Spannung gelesen, da ich hier nach Hilfe suche. Ich kann ein Teil Eurer Erfahrungen nachvollziehen. Ich (27 Jahre jung und aus Norddeutschland) bin Anfang August 2012 mit dem Notwagen ins Krankenhaus gekommen. Ich war leichblass, hatte Oberbauch- und Rückenschmerzen sowie einen schlechten Allgemeinzustand. Dies war bislang mein einziger Schub. Es wurde zuerst alles auf meine Psyche geschoben, da ich ca. 3,5 Monate zuvor eine Eileiterschwangerschaft durchlicht und diese erst viel zu spät diagnostiziert wurde (Notop wg Eileiterschwangerschaft - ich hätte die Nacht fast nicht überlebt - obwohl ich vorher bei ca. 5 Ärtzen und im KH war - Behandlungsfehler :evil: ). Naja weiter zum August 2013. Erst als ich darauf hingewiesen hatte, dass meine Frauenärztin einen Monat bevor ich im August 2012 ins KH kam eine unregelmäßige Insulinausschüttung festgestellt hatte, wurde in Richtung Bauchspeicheldrüße geschaut. Meine Bauchspeicheldrüße war leicht geschwollen und es war Flüssigkeit um meine Bauchspeicheldrüße wegen der Entzündung. Zu dem eine Magenschleimhautentzündung. Mein Lipasewert lag bei 136. Ich bekam Pantoprazol (insgesamt 2 Wochen) und Pankreatitisdiätstufe 2 und wurde bei Stufe 4 nach ca. 5 Tagen mit einem Blatt Papier mit Ernährungstips bei akuter Pakreatitis entlassen. Seitdem bin ich bei meiner Hausärztin in Behandlung.

Ende November 2012 wurde wieder Ultraschal und ein Endosono im Krankenhaus gemacht. Die Bauchspeicheldrüße war nicht mehr geschwollen aber es war noch Entzündungsflüssigkeit zu sehen. Behandlungsvorschlag (kam erst Ende Dezember 2012) des Chefarztes aufgrund der Untersuchung im KH Ende November 2012 war Pantoprazol sowie entweder 6 Monate abwarten und erneut gucken oder zu einem Dr. Layer in einem KH in Hamburg gehen und dort erneut untersuchen lassen. Es ist unklar ob die akute Bauchspeicheldrüßenentzündung ausheilt oder ob es nun eine chronische Bauchspeicheldrüßenentzündung wird.

Ich hatte mich dann Anfang Januar diesen Jahres telefonisch an den AdP e.V. gewandt und mehrere Broschühren sowie eine Liste mit 29 Reha-Einrichtungen für Pankreasoperierte erhalten. Meine Hausärztin und ich hatten vereinbart Mitte Januar diesen Jahres die Lipase zu kontrollieren und wenn sie nicht Normalwert hat sollte ich mich an die Einrichtungen wenden und um einen 3-wöchigen Kurplatz bemühen/ informieren. Wir wollen da was tun bevor es chronisch wird.

Wie zuvor erwähnt wurde der Lipasewerte und paar andere Werte während der ganzen Zeit regelmäßig kontrolliert. Er schwankte immer zwischen max 155 und min 63. Er war eigentl. immer so um die 120 und dann am 14.01.13 war er bei 63. Ich war super glücklich. 2 Wochen später Ende Januar 2013 war mein Lipasewert bei 95. Und am 14.02.13 Lipasewert von 125. Ich verstehe es nicht. Mitte Januar war der Wert so gut . Ich habe gesündigt mit ofenchips (9 % Fett - gebacken nicht fritiert) und solchen Sachen. Ich hatte auch keine Beschwerden und diesen super Wert. Seit einer Woche fühl ich mich wieder etwas schlechter. Ich fühle mich weniger Fit und habe leichte Rückenschmerzen und ich habe das Gefühl ich merk was im Oberbauch.

Ich muss gestehen, dass ich rauche. Aber dies werde ich nun einstellen. Es fällt mir nur mega schwer. Meine angst, dass es eine chronische Bauchspeicheldrüßenentzündung wird ist momentan sehr groß.

Nun bin ich verzweifelt. Ich bin berufstätig und es ist schwierig die Reha-Einrichtungen für Pankreasoperierte nach der Arbeit zu erreichen. Ich werde wohl eine Email an alle Schreiben. Oder soll ich mit dem Pius-Hospital in Oldenburg -welches vom AdP eV empfholen wird- Kontakt aufnehmen? Gibt es Kurplätze oder ähnliches für Leute mit einer leichten akuten Bauchspeicheldrüßenentzündung ? Gibt Spezialisten in Norddeutschland? Was soll ich tun damit es nicht chronisch wird? Ich fühle mich hilflos und alleine gelassen. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Ich bin auch neugierig wie es bei dir - Sambie- weitergegangen ist. Konnte man dir in Bochum helfen?
Bist du noch in Bochum im KH? Wie geht es weiter?

Sally wie ist es bei dir? Bist du in einem Krankenhaus oder bist du zu Hause? Wie geht es dir zur Zeit?

Lg
Mia
Mia
Beiträge: 47
Registriert: 19. Februar 2013, 19:38

Re: Chronische Pankreatitis?

Beitrag von Mia »

Hallo,

ich habe gestern im Pankreaskrebszentrum in der Pius Klinik in Oldenburg -Leitung: Priv.-Doz. Dr. med. Dirk Weyhe- angerufen und meine Lage geschildert. Ich habe kurzfristig für morgen einen Termin um 11:30 Uhr bei Herrn Dr. med. Dirk Weyhe bekommen. Ich nehme alle meine Unterlagen über meine bisherigen Untersuchungen mit. Deshalb war ich heute bei meiner Hausärztin -leider war nur ihre Kollegin da und die nimmt die Sache nicht ernst genug meiner Meinung nach (heute sagte sie: "Vielleicht sind solche Lipaseschwankungen bei dir normal" - Danke aber Spekulationen helfen mir da jetzt wenig!). Ich habe meine letzten Blutwerte mitgenommen -alle anderen Unterlagen hatte ich schon zu Hause-. Eine Krankschreibung für heute und morgen habe ich auch erhalten. Am Montag habe ich einen Termin zur Blutentnahme bei meiner behandelnden Hausärztin. Wenn sie es bis dahin schafft erhalte ich dann das ärztliche Schreiben über die Notwendigkeit der Reha. Wenn ich dann den Antrag auf Beihilfe stelle werde ich wohl auch zum Amtsarzt geschickt. Der muss die Reha auch nochmal absegnen (lt. Internetrecherche und Telefonat mit meiner Krankenkasse). Ich habe mich gestern ebenfalls mit der Reha-Einrichtung Klinikum Rosenberg in Bad Drieburg in Verbindung gesetzt und Unterlagen zugesandt bekommen. Diese waren heute im Briefkasten. Am Telefon erklärte man mir wie ich die Reha beantragt bekomme.

Es sind mittlerweile 6,5 Monate vergangen seit der ersten Diagnose "leichte ödematöse akute Pankreatitis". Der Lipasewert schwankt hin und her zur Zeit 125 und ich will nicht einfach abwarten um zu erfahren, dass es nun eine chronische Bauchspeicheldrüßenentzündung ist. Ich will was tun und endlich von kompetenten Fachärzten behandelt werden. Keiner weiß warum ich an der BSD erkrankt bin. Es wurde bei der ersten Endosono eine Magenschleimhautentzündung (08.08.12) festgestellt und bei der zweiten Endosono eine Entzündung am Zwölffingerdarm (27.11.12) festgestellt. Da muss es doch einen Zusammenhang geben. Ich möchte das alles Mögliche getan wird bevor es chronisch und damit zu spät ist. Chronisch bedeutet doch, dass die BSD zwangsläufig kaputt geht und man kein "normales" Leben mehr führen kann und es über die Jahre immer schlimmer wird bis man daran stirbt oder? Wie ist eigentlich die Lebenserwartung mit einer chronischen Pankreatitis?
thphilipp
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Registriert: 2. November 2010, 07:17

Re: Chronische Pankreatitis?

Beitrag von thphilipp »

Hallo,

Ich suche auch Hilfe. Habe auch aktuell ununterbrochen Bauchschmerzen in der Mitte oberhalb des Nabels fast unter den letzten Rippen.

Bei mir fing alles im November 2011 an. Bauchschmerzen links unter dem Rippenbogen. So ne Art brennen. Beim Gastro wurde dann alles veranlasst. Magenspiegelung, darmspiegelung, zig mal Sono, mrt, mrcp und ne Menge Bluttests. Habe selber Tumormarker testen lassen . Einer war leicht erhöht. Der m2-pk, der auch beim Pankreaskarzinom erhöht sein kann. Seit dem bin ich in Alarmstufe rot im Dauerstress.

Die Bauchschmerzen verschwanden komischerweise wieder. Lipase, amylase, crp usw, waren nie erhöht.

Mitte letzten Jahres dann habe ich eine endosonographie machen lassen. Soweit auch alles ok, nur als Befund : Aspekt einer beginnenenden chronischen fibrosierenden Pankreatitis. Der Oberarzt sprach davon, dass einzelne Echos im Pankreas zu sehen wären, die einer Fibrose ähneln und deshalb diese Diagnose. Kann aber auch was anderes sein. Tumor wurde definitiv ausgeschlossen. Keine Gangerweiterungen, keine Lymphen vergrössert.

Im Dezember neue Sono, der neue Arzt sagte, im Ultraschall würde man nur leichte grobes Parenchym sehen, eher eine Lipomatose???

Aktuell habe ich aber wieder ziemlich störende Bauchschmerzen, welche am Morgen und in der Nacht am wenigsten sind. Die aber nun auch nicht mehr verschwinden.

Ich denke, dass ich voll eine chronische Pankreatitis habe, die seit letztem Jahr fortgeschritten ist und nun voll ausgeprägt ist. Was meint Ihr? Lipase, Amylase, crp, leukozyten usw. Weiterhin nicht erhöht.

Ich würde mich gern einmal Prof. Dr. uhr vorstellen, was meint Ihr?
_______________________________________
Liebe Grüße Thorsten
Sambie
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Registriert: 5. Februar 2013, 08:42

Pankreasgang-Variante

Beitrag von Sambie »

Hallo zusammen,

wollt mich nun mal mit meiner Diagnose melden :) Erstmal muss ich sagen das ich in Bochum sehr zufrieden war und ich mich richtig aufgehoben gefühlt habe. Nach Magenspiegelung, CT und MRCP hat sich nun herausgestellt das ich eine Pankreasgang-Variante habe. Angeborenerweise macht mein Gang ne Schlaufe statt gerade zu sein was zu Sekretabflussproblemen führt. Mein Pankreasschwanz ist wohl daraus resultierend etwas geschwollen während der Rest ein wenig kleiner ist - durch die Entzündung wohl. Ansonsten aber keinerlei Probleme oder anderweitig besorgniserregende Diagnosen. Ich soll zum Essen Enzyme nehmen damit die BSD nicht zuviel produzieren muss und dadurch dann wieder ein Stau ausgelöst wird. Ansonsten soll ich "normal" essen, nur nicht fettreich - und halt mit Kreon gegenwirken.

Gestern war ich bei Dr. Uhl zur Nachbesprechung - leider waren meine Blutergebnisse mit denen Autoimmunpankreatitis und hereditäre Pankreatitis getestet wurden noch nicht da. Aber Dr. Uhl hat sich sehr viel Zeit genommen und meine Fragen beantwortet. Leider rät er davon ab den Gang durch einen Stent zu begradigen da die Gefahr der Perforation bei den Materialien die dafür verwendet werden könnten zu hoch ist. Mal schauen, vielleicht gibt es in ein paar Jahren ja doch die Möglichkeit.
Nun bin ich beruhigter auch wenn ich jetzt weiß das ich was hab was nicht einfach verschwindet aber ich weiß zumindest was ich hab ... ^^ Ich habe nun die Hoffnung das ich mit Kreon gegen einen erneuten Schub entgegenwirken kann und mir weiteres Leiden darunter erspart bleibt. Sicher ist das natürlich nicht denk ich. Aber ein wenig Hoffnung kann ja nicht schaden.
Blutergebnisse waren top (Lipase lag bei 22 :)) außer Leukozyten aber ich war auch schwer erkältet.
In einem halben Jahr bis Jahr soll ich nochmal zum MRCP kommen. Kurzum, Bochum und seine Ärzte habe mir sehr weitergeholfen und man merkt das sie einen nicht im Stich lassen dort.

Ein wenig bibbern lässt mich das ich halt immer mal wieder - je nach Tagesform - ganz leichte Schmerzen hab oder Luft im Bauch. Ob das Nachwirkungen der akuten GEschichte sind oder jetzt einfach etwas ist womit ich Leben muss kann wahrscheinlich nur die Zeit zeigen?!

Hat jemand Erfahrung mit der Diagnose Pankreasgang-Variante?

Liebe Grüße
Sambie
Sambie
Beiträge: 11
Registriert: 5. Februar 2013, 08:42

Re: Chronische Pankreatitis?

Beitrag von Sambie »

Hallo thphilip und Mia,

tut mir leid zu hören das auch ihr solche Probleme mit dem blöden Organ habt :( Ich kann euch nur - wie Sally vor mir - empfehlen euch von Spezies durchchecken zu lassen. Mir scheint das sich zu wenig Ärzte wirklich damit auskennen und man ein bisschen laufen muss bis man jmd. gefunden hat. Aber es lohnt sich denke ich.

Sono und Endosono reichen meiner bisherigen Erfahrung nach nicht aus. Bei meiner Aufnahme wurde eine Sono gemacht und die Ärztin meinte Verkalkungen im Pankreas gesehen zu haben. Wie sich herausstellte durch CT und MRCP stimmte es nicht. Laut Dr. Uhl ist das MRCP (MRT) die wichtigste Untersuchung in Bezug auf die BSD. 20 Minuten Röhre für ein bisschen Gewissheit.

Auch wenn meine Diagnose mich nicht grad in die Luft springen lässt vor Jubel steh ich zumindest nicht mehr ratlos rum und frage mich was ich hab, wie schlimm es ist und so weiter. Und ich weiß wo ich hingehen kann. Ich kann euch nur raten nicht ahnungslose Ärzte abzuklappern sondern direkt zum Spezi zu gehen.

@ Sally
Danke nochmal für deine Fürsprache! Wie geht es dir denn?

Liebe Grüße
Sambie
Mia
Beiträge: 47
Registriert: 19. Februar 2013, 19:38

Re: Chronische Pankreatitis?

Beitrag von Mia »

Hallo Sambie,

ich soll im Pankreaskrebszentrum im Pius Hospital am 28.02.13 stationär aufgenommen werden. Nun wurde bei mir gestern eine Thrombose in der linken Wade festgestellt (erst beim Hausarzt dann im städtischen KH eine Blutuntersuchung und ein Doppel Sono). Heute rief mich die Aufnahme vom Pius-Hospital an. Ich habe das mit der Thrombose berichtet und nun wollte man dort nochmal Rücksprache halten und sich bei mir melden (da eine Punktion der Bauchspeicheldrüße unter der gleichzeitigen Einnahme (Spritzen) von Blutverdünner nicht gemacht wird). Aber die anderen Untersuchungen wie Elastase bestimmen, Blutuntersuchungen oder MRT könnten gemacht werden. Nun habe ich angst, dass meine stationäre Aufnahme und damit sämtl. Untersuchungen weit verschoben werden. Ich bin schon wieder seit letzten Donnerstag krankgeschrieben. Ich muss dass nun in den Griff bekommen. Ich hoffe sehr, dass zumindest ein Teil der Untersuchungen im Pius gemacht werden (auch wenn ambulant). Eine Thrombose muss bis zu 3 Monaten behandelt werden. Ich will aber nicht das meine Untersuchungen bezügl. meiner BSD erst in 3 Monaten weiter gehen.


Sollte sich das Pius heute nicht bei mir melden muss ich das morgen abklären, da es ja eigentl. am Do. 28.02.13 losgehen soll mit der stationären Aufnahme und den Untersuchungen.

Drückt mir die Daumen, dass nicht alle Untersuchungen so lange verschoben werden.

Lg
Mia
Muggle
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Re: Chronische Pankreatitis?

Beitrag von Muggle »

Sambie, ich freue mich, dass du jetzt eine Diagnose hast- und dass es nix Schlimmes ist. Dass der Arzt von der Begradigung abrät, scheint mir für seine Kompetenz zu sprechen. Du schreibst "leider", aber Operationen an der DSD haben nun mal ein sehr hohes Risiko und mit etwas Pech hättest du hinterher sehr viel mehr Probleme als jetzt. Insofern finde ich es gut, wenn die da nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen, sondern erstmal schauen, ob du mit der angeratenen Therapie zurecht kommst.

Mia, eine Punktion unter Blutverdünnung halte ich auch für ziemlich riskant. Es wäre zwar schade, wenn die Diagnostik erst in drei Monaten weiter gehen könnte, aber lieber drei Monate später diagnostik als Blutungen in der Bauchhöhle, hm? DAS bringt dir unter Umständen noch mehr Probleme, die deutlich schwerer wiegen. Auch drei Monate gehen vorbei- falls sich die Ärzte für diese Variante entscheiden (was ich fast hoffe) Man könnte natürlich auch die Spritzen kurz aussetzen, das hab ich für meine Zahnarztbehandlung auch gemacht. Dennoch fänd ich das Risiko hoch. Wenn die anderen Untersuchungen gemacht werden können, seid ihr doch auch schon mal ein Stück weiter.
Mia
Beiträge: 47
Registriert: 19. Februar 2013, 19:38

Re: Chronische Pankreatitis?

Beitrag von Mia »

Hallo Sambie,

was ist den aus den Blutuntersuchungen geworden (Autoimmunpankreatitis ausgeschlossen)? Wie geht es dir zur Zeit? Wie musst du dich nun umstellen wegen der Ernährung? Nie wieder Alkohol? Fettreduzierte Diät? Oder alles wie normal + Zugabe von Kreon? Was ist mit Süssem - kannst du süßes essen? Kann es in späteren Jahren zu anderen Erkrankungen an deiner BSD kommen durch die diagnostizierte Pankreasgang-Variante? Ich habe deine Geschichte verfolgt und bin neugierig wie es dir nun geht und was die Diagnose nun für dich und deine Zukunft bedeutet. Ich wünsche dir natürlich nur das Beste!

Also ich liege nun seit Donnerstag 28.02.13 im Pius Hospital in Oldenburg - obwohl bei mir seit dem 25.02.13 in einem städtischem Krankenhaus in meiner Heimatstadt eine Trombose diagnostiziert wurde. Nun wird im Pius auch noch meine Trombose in meiner linken Wade behandelt. :roll:

Am Freitag 01.03.13 wurden Blutuntersuchungen gemacht, Stuhlproben genommen, Endosono mit Punktion meiner BSD. Alle Proben wurden nach Bochum geschickt. Den Abend vor der Punktion und am Freitag Morgen wurden dann die Heperin Spritzen (Blutverdünner) ausgesetzt. Der Gastroentrologe (Dr. Kühne Oberarzt/ Leiter Gastroentrologie hier im KH glaube ich) ist mit einer Nadel die an dem Schlauch angebracht ist welcher sich in meinem Magen bzw. Darm entlangschlängelte durch meinen Darm hindurch in meine BSD und entnahm so eine Gewebeprobe. Seit dem tut es weh. Vorher hatte ich keine Schmerzen. Diese Punktion kann zu inneren Blutungen und Nachblutungen sowie zu einer akuten Pankreatitis führen. Als ich den Facharzt fragte, wann die Schmerzen normaler Weise weggehen sagte er nur, dass er eigentl. keine Aussage treffen will. Es kann in 2 Tagen weg sein oder aber erst in 3 Monaten (die ich mit akuter BSD-Entzündung auf der Intensiv verbringe). Also so hatte man mir das vor der Untersuchung aber nicht gesagt, bzw. verkauft.

Naja wie du merkst habe ich gemischte Gefühle. Nützt alles nichts. Ich muss morgen noch eine MRCP machen und am Dienstag werden voraussichtl. meine Ergebnisse aus Bochum da sein. Und dann bin ich hoffentl. schlauer.

Lg
Mia
Sambie
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Registriert: 5. Februar 2013, 08:42

Re: Chronische Pankreatitis?

Beitrag von Sambie »

Guten morgen,

meine Blutergebnisse sind beide gut ausgefallen. Kein genetischen Indiz für chronische P. und auch keine Autoimmune. Gut, aber Dr. Uhl sagte eh das er nicht glaubt das damit was zu erklären ist, die Erklärung ist ja mein krummer Gang.

Ja wie es weitergeht ... keine Ahnung ehrlich gesagt. Ich soll normal essen - also nicht fettreich (normal im Sinne gesunder Ernährung). Muss ich leider bissl lernen. Bei mir gabs immer eher deftig. Heißt ich muss mich umstellen. Aber irgendwie weiß ich nicht wirklich obs funktioniert. Eigentlich habe ich jeden Tag Luft im Bauch und alle paar Tage Oberbauch- Rückenschmerzen. Weiß überhaupt nicht wie ich nen akuten Schub überhaupt mitbekommen soll ehrlich gesagt. Weil viel anders hab ich mich auch mit 1600er Lipase nicht gefühlt. Bin zZ noch ein wenig verwirrt aber ich denk ich muss jetzt damit erstmal umgehen lernen. Kann ja nicht bei jedem Pieks zum Arzt rennen.

Ich hoffe ja noch das das alles noch Nachwirkungen von der akuten Geschichte sind und ich mich hoffentlich irgendwann so fühle wie vor dem letzten September.

Ja süß genehmige ich mir wenigstens ein bisschen. Einen kleinen Schokokeks oder ein Stück Schoki am Tag. Schwerer fällt mir der Chips Entzug. Ich muss jetzt mit den kompletten Ergebnissen nochmal nen Termin bei meiner Hausärztin machen und mit ihr das alles nochmal durchsprechen. Und im Herbst/Winter wieder zum MRCP nach Bochum. Wenn es bis dahin alles gut geht wäre ja schön.

Ja ich denke wenn ich Pech hab könnte es chronisch werden da die Bauchspeicheldrüse ja gereizt wird (möglicherweise) Ich hoffe mit Kreon das wirklich abwenden zu können aber ich muss sagen so wie ich mich fühle - jeden Tag ist irgendwas - hab ich da eigentlich wenig reele Hoffnung.

Und Mia, was gabs bei dir? Du bist bestimmt (hoffentlich) raus aus dem KH? Hast du deine Ergebnisse schon?

Liebe Grüße
Sambie
Mia
Beiträge: 47
Registriert: 19. Februar 2013, 19:38

Re: Chronische Pankreatitis?

Beitrag von Mia »

Hallo Sambie,

es freut mich von dir zu hören! Also bei mir wurde ca alle 2 Wochen Blutt kontrolliert auf Lipase und Entzündungswerte. Du solltest dies mal in Erwägung ziehen. Zusätzl. ein Ernährungstagebuch - mit Angaben zu Schmerzen und Stuhl. So kann man leichter feststellen was einen gut tut und was nicht.

Ich habe Übergewicht (ca 25-30 Kg obwohl ich seit Beginn der Erkrankung bereits 10 Kg abgenommen habe :oops: ) und muss mich auch umstellen. Es ist aber im allgemeinen für meine Gesundheit gut. Und wir Frauen finden es ja auch nicht unbedingt schlecht wenn wir abnehmen ;-)

Schokolade wäre ich Vorsichtig wegen dem Fett! Lieber Kakao trinken (hat nur wenig Fett) oder einen Pudding essen. Schokolade hat meistens 30 g Fett auf 100 g aber Pudding und Kakao nur ca. 3 g Fett auf 100g. Ansonsten gibt es leckere magere Joghurts und Quark. Kuchen kann ich Oreo-Kuchen zum selber machen empfehlen (gibt es im Edeka, Rewe und andere größere Läden). Dieser hat mageres Kakopulver (3 g Fett auf 100g!) und Milchcreme aus Magermilchpulver. Anstatt Butter wie beschrieben nehme ich einen gestrichenen Löffel Rapsöl und fertig ist die "fettarme Variante". Auf Chips verzichte ich nicht, da es ja Ofenchips von Funny Frisch in 3 verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt. Diese sind gebacken und nicht fritiert und haben auf 100 g nur 9 g Fett (gibt es im Rossmann, Edeka, Rewe und andere größere Läden). Natürlich muss man so was nicht täglich essen und auch nicht gleich eine ganze Tüte!

Was viel wichtiger ist, ist es nicht zu rauchen - das fiehl mir schwer aber nun hab ich es geschafft...ich bin Nichtraucher :-)
Alkohol darf ich laut Arzt trinken aber nicht jeden Tag - Mir reichen 5-6 Tage im Jahr (Geburtstage, Weihnachten, Sylvester). Der Arzt sagt dass ich aber nichts trinken soll das mehr als 10 % Alkohol hat - also Bier und Wein ist ok.....damit kann ich sehr gut leben!

Bei mir wurde eine chronische und eine Autoimmunpankreatitis ausgeschlossen - negativ auf IGG4 und IGG. Gewebeprobe der BSD ist auch gut und alle bildgebenden Untersuchungen waren top. Glukosetolleranztest ist auch gut....Es war wohl eine leichte akute Pankreatitis im August 2012 - die bis heute ausheilen musste. Seit Ende Dezember 2012 fühle ich mich gut aber Lipase schwankte noch zwischen 63 und 125. Im Krankenhaus lag der Lipasewert am Anfang bei 86, dann 74, dann wieder 84 und dann 66.

Obwohl man jeden Zustand nach 3 Monaten als chronisch bezeichnet. Sagt der Arzt, dass es bei mir keine chronische Entzündung ist - da ich sonst ganz andere Werte haben müsste und die BSD anderes zu sehen wäre...

Es wird natürlich beobachtet. Aber ich bin sehr erleichtet über diese Aussage!

So dann hoffe ich du hälst mich auf den laufenden. Alles Gute für dich :daumenh:

Lg
Mia
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