chronische Pankreatitis - whipple-OP- und jetzt?

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luule
Beiträge: 15
Registriert: 26. Januar 2014, 16:39

chronische Pankreatitis - whipple-OP- und jetzt?

Beitrag von luule »

hallo liebe leidensgenossen,

ich bin 26 mit chronischer pankreatitis. nach jahrelangem stent legen wurde die abstände wo ich stents brauchte auch immer kürzer. mit 17 fing ich an. vor 10 wochen hatte ich in hh eine pylorus-erhaltende whipple-op, duodenum und gallenblase sind weg.
die ersten 5 wochen post op hatte ich starke schmerzen (Tilidin u Novamin) danach nur noch novamin und ab 3. januar keine schmerzmittel weil nur leichte schmerzen. am 21.1. hatte ich aber nen ziemlich krassen schub jetzt immer noch schmerzen (novamin). hat jemand ähnliches erlebt? heißt das die op hat nichts gebracht? sollte man das pankreas ganz raus nehmen?

ist hier vll noch jemand mit der spink1 mutation? lg

PS: ich bin ganz frisch zahnärztin also keine scheu vor fachbegriffen, ich versteh alles =)
Hexenfeuer
Beiträge: 19
Registriert: 8. Februar 2014, 12:29

Re: chronische Pankreatitis - whipple-OP- und jetzt?

Beitrag von Hexenfeuer »

Hallo Luule,
ich bin zwar nach einer anderen Methode (Anfang 2013) operiert worden,aber ich erlebe ähnliches.Nach dem ich mich körperlich halbwegs erholt hatte fing ich im Oktober wieder an zu arbeiten,ich hatte relativ selten Schmerzen.Seid Dezember hab ich wieder regelmäßig Schmerzen,um nicht zu sagen täglich.Eine erneute Endoso ergab neue Verkalkungen an der BSD und an Gängen.Seid dem bin ich wieder auf regelmäßiges Morphium eingestellt,bis es gar nicht mehr geht und dann folgt eine neue OP.Ich wäre dafür die BSD ganz zu entfernen,aber es wird ja organsparend operiert,leider :cry: !Ich hab echt Angst mich da jedes Jahr für die OP unter`s Messer zu legen,bzw. vor dem was jedes Mal nach der OP auf einen zukommt.
Nimmst Du Kreon?

Liebe Grüße Romy
luule
Beiträge: 15
Registriert: 26. Januar 2014, 16:39

Re: chronische Pankreatitis - whipple-OP- und jetzt?

Beitrag von luule »

hallo romy

hm das hört sich ja nicht so gut an. hast du dich schon beraten lassen über eine plexus coeliacus betäubung? hier im forum haben schon einige darüber berichtet... ich habe jetzt keine schmerzen mehr. der "schub" war wahrscheinlich eine verwachsung der inneren organe und kann schon mal vorkommen. sono sah gut aus.
kreon nehme ich schon seit 8 Jahren, erhöhe jetzt aber die Menge. dazu noch trinknahrung.
deine schmerzen könnten an der anderen op-methode liegen, wenn zu wenig weg genommen wurde und gewebe im abflussgebiet wieder verkalkt. darf ich fragen wo du operiert wurdest?
lg luule
Hexenfeuer
Beiträge: 19
Registriert: 8. Februar 2014, 12:29

Re: chronische Pankreatitis - whipple-OP- und jetzt?

Beitrag von Hexenfeuer »

Sorry Luule,
Du kannst ruhig hier antworten,war ein Versehen das als Mail zu schicken...

Lg Romy
Hexenfeuer
Beiträge: 19
Registriert: 8. Februar 2014, 12:29

Re: chronische Pankreatitis - whipple-OP- und jetzt?

Beitrag von Hexenfeuer »

Hallo Luule,
hab gerade mal nach der plexus coeliacus Methode geschaut die Du mir empfohlen hast.Klingt viel versprechend. Hab im März den nächsten Termin und werd das gleich mal ansprechen.
Danke :lachen:

LG Romy
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Lutz Otto
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Registriert: 8. März 2008, 14:27
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Re: chronische Pankreatitis - whipple-OP- und jetzt?

Beitrag von Lutz Otto »

Hallo Romy,

die Blockade ist eine echte Alternative. Hab sie bei mir auch schon zwei Mal machen lassen.

Ich hatte bereits schon mehrmals darüber berichtet. Zum Beispiel hier : viewtopic.php?f=14&t=1150&p=15211&hilit ... ade#p15211
Ein herzlichen Gruß aus Magdeburg

Lutz Otto

AdP e. V. - Vorstrandsvorsitzender
sofiemaja

Re: chronische Pankreatitis - whipple-OP- und jetzt?

Beitrag von sofiemaja »

Hallo,

ich bekomme seit ueber 2 Jahrzehnten den Celiac Plexus Block und Splenchnic Nerve Block. Die Mayoclinic in Rochester hat vor vielen Jahren den 1. Nerve Block bei mir praktiziert, und bis heute bin ich damit sehr zufrieden.

Der Arzt, ein Anaesthesist, gibt diese Injektionen. Ich habe eine atrophische, exocrine, chron. Pancreatitis (hereditaere pancreas divisum).

Hier ist ein Link der Johns Hopkins Universitaetsclinic, die sich in der Forschung der Pancreas mit der Mayoclinic weltweit an der Spitze befinden:
Bin gerne bereit bei spezifischen Fragen und Englischunkenntnis zu uebersetzen. Google hat jedoch Uebersetzungswebseiten, die sehr gut sind.
Sicher ist die USA weit weg, doch die Forschungen helfen weltweit.


Johns Hopkins Universitaetsclinic - USA
ein Auszug aus dieser Webseite, die u.a. die Celiax Plexus Blocks erklaeren und weiter unten Alternativen wie die Splenchnic Nerv Blocks beschreiben. Es liegt jedoch beim Arzt, wie und was injiziert wird, und es liegt an der Erfahrung, dem Einsatz zu helfen, und sich Gedanken mit dem Patienten zu machen, was gemacht wird. Die Mayo wie auch Johns Hopkins super Zentren fuer Pancreas Spitzeninfos.
Diese Nervblockaden (celiac plexus block und splenchinic block werden nicht mit Endoscope bei mir durchgefuehrt, sondern ich befinde mich im Roentgenraum (Koerperlage auf dem Bauch), und der Anaesthesist injiziert mit Nadel beidseitig der Wirbelsaeule.
Nach Absprache mit meinem Mayo Doc (einer der leitenden Aerzte in Rochester) praktiziert jetzt schon seit einigen Jahren ein super Anaesthesist aus Las Vegas diese Blockaden bei mir und zwar erfolgreich. Zwischendurch bin ich dann immer wieder Patientin in der MayoClinic, in der auch mein Mayo Doc sich befindet. Es gibt 3 Kliniken der Mayo in den USA. Und die Aerzte forschen sehr viel. Mein Mayo Doc hat die Klinik in Jacksonville, Florida eroeffnet und ist jetzt wieder in der Hauptklinik in Rochester, Minnesota. Ein GENIE in Medizin. Ihm verdanke ich mein Leben.

Ref.: http://pathology.jhu.edu/pancreas/Treat ... hp?area=tr

"Celiac Plexus Block

For pain from pancreatic cancer that does not respond to other measures or when taking oral or topical medication leads to unacceptable side effects, an alcohol nerve block may be performed. This procedure provides pain relief by acting directly on the nerves which carry painful stimuli from the diseased pancreas to the brain. This nerve group is referred to as the celiac plexus. A local anesthetic is injected into the nerve root of the celiac plexus. This is an invasive procedure that uses either ultrasound or CT scan guidance to locate the celiac nerve plexus. Needles are placed through the skin (percutaneous) and alcohol is injected on each side of the aorta on either side of the celiac axis. This procedure is performed by anesthesia pain specialists in an outpatient setting. This nerve block may last for up to 3 to 4 months as the nerves were "numbed" and the block tends to wear off over time. A percutaneous alcohol nerve block can be performed to reduce pain and to reduce the need for high doses of oral opioids. Nerve blocks can be done as an outpatient procedure. Percutaneous nerve blocks may be repeated in a patient with a previous block that has worn off. The patient may also take any pain medication as needed but the hope is that the patient will not require as high a dose of opioids to provide pain relief and maintain quality of life.
Newer Alternatives

Newer alternatives are available. Thorascopic splanchnicectomy is a minimally invasive procedure that cuts specific nerve branches. This technique is done under general anesthesia. Results appear promising for significant pain relief but the duration of pain relief remains unknown. Another technique is the endoscopic ultrasound-guided celiac plexus nerve block. This approach uses a endoscope to look into the stomach and then place a needle through the stomach to inject the celiac plexus nerves. It appears to be safe and effective but more studies are needed to compare to other available methods."



LG

SofieMaja
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