Leben nach Whipple ...
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Fritzpop
Leben nach Whipple ...
Zunächst einen freundlichen Gruß an alle Betroffenen.
Ich möchte hiermit ein neues Thema einstellen. Das Leben nach einer Whipple-OP. Völlig unabhängig von der Diagnose.
Wie lebt ihr damit, welche Probleme tauchen mit der Zeit auf, wie kommt ihr im Alltag zurecht, was hat sich alles geändert,
welche positiven Seiten könnt ihr dem "neuen" Leben abgewinnen, wie fühlt es sich Jahre später an ... viele Fragen.
Schreibt einfach drauflos!
Ich fang einfach mal an. Fast zwei Jahre nach der OP habe ich physisch an guten Tagen 100 % meiner Leistungsfähigkeit zurückgewonnen.
Mental sieht das anders aus. Es gibt schwache Tage, die mich daran hindern, in einen "Normalmodus" zu schalten. Nun muss ich erwähnen
- ich hoffe, es klingt nicht überheblich - dass ich präoperativ von einem recht hohen Stand an physischer und psychischer Kondition komme.
Mehrere 7000er, Segelfliegen, Marathonläufe, etc ... . In Berlin habe ich vor einigen Wochen wieder einen Halbmarathon absolviert.
Es lief wie in alten Tagen. Dennoch gelingt es mir nicht, mich als geheilt zu fühlen.
Wer kennt nicht den Moment, wo der Arzt sagte:".. setzen Sie sich mal hin". Und wer hat nicht Angst, es könne sich wiederholen?
Sicher mag man jetzt denken, was hat der denn für Probleme .... die hätte ich auch gern. Aber wie heißt es so treffend, alles ist relativ.
Mal sehen, was sich jetzt hier so tut .............
Ich möchte hiermit ein neues Thema einstellen. Das Leben nach einer Whipple-OP. Völlig unabhängig von der Diagnose.
Wie lebt ihr damit, welche Probleme tauchen mit der Zeit auf, wie kommt ihr im Alltag zurecht, was hat sich alles geändert,
welche positiven Seiten könnt ihr dem "neuen" Leben abgewinnen, wie fühlt es sich Jahre später an ... viele Fragen.
Schreibt einfach drauflos!
Ich fang einfach mal an. Fast zwei Jahre nach der OP habe ich physisch an guten Tagen 100 % meiner Leistungsfähigkeit zurückgewonnen.
Mental sieht das anders aus. Es gibt schwache Tage, die mich daran hindern, in einen "Normalmodus" zu schalten. Nun muss ich erwähnen
- ich hoffe, es klingt nicht überheblich - dass ich präoperativ von einem recht hohen Stand an physischer und psychischer Kondition komme.
Mehrere 7000er, Segelfliegen, Marathonläufe, etc ... . In Berlin habe ich vor einigen Wochen wieder einen Halbmarathon absolviert.
Es lief wie in alten Tagen. Dennoch gelingt es mir nicht, mich als geheilt zu fühlen.
Wer kennt nicht den Moment, wo der Arzt sagte:".. setzen Sie sich mal hin". Und wer hat nicht Angst, es könne sich wiederholen?
Sicher mag man jetzt denken, was hat der denn für Probleme .... die hätte ich auch gern. Aber wie heißt es so treffend, alles ist relativ.
Mal sehen, was sich jetzt hier so tut .............
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Kaba18
- Beiträge: 180
- Registriert: 9. Juli 2012, 08:38
Re: Leben nach Whipple ...
Hallo, erstmal möchte ich dich fragen aufgrund was für einer Diagnose du die Operation hattest, dann kann man evtl gezielter antworten. Etwas mehr zur Vorgeschichte meine ich, wie hat es angefangen, wann Entschluss zur op, Verlauf der Operation und so. Wie alt bist du? Lg kaba
Liebe Grüße
Kaba
"Zeiten ändern Dich" (Bushido)
Kaba
"Zeiten ändern Dich" (Bushido)
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Barbara
- Beiträge: 15
- Registriert: 13. Dezember 2013, 11:53
Re: Leben nach Whipple ...
Hallo Kaba
Fritzpop schreibt doch :Kaba18 hat geschrieben:Hallo, erstmal möchte ich dich fragen aufgrund was für einer Diagnose du die Operation hattest, dann kann man evtl gezielter antworten.so. Wie alt bist du? Lg kaba
Ich habe es so verstanden, dass es eine allgemeine Frage ist und ich finde den Ansatz sehr gut, mich würde es auch interessieren, wie einzelne von euch damit leben, mir steht die OP auch demnächst "in´s Haus"Fritzpop hat geschrieben:Ich möchte hiermit ein neues Thema einstellen. Das Leben nach einer Whipple-OP. Völlig unabhängig von der Diagnose.
Wie lebt ihr damit, welche Probleme tauchen mit der Zeit auf, wie kommt ihr im Alltag zurecht, was hat sich alles geändert,
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Kaba18
- Beiträge: 180
- Registriert: 9. Juli 2012, 08:38
Re: Leben nach Whipple ...
Hallo, ich sehe das etwas anders, da die Diagnose schon eine sehr wichtige Rolle spielt, auch im Hinblick auf das verarbeiten und den Umgang damit nach der Operation. Deshalb habe ich nochmal nachgefragt.
Liebe Grüße
Kaba
"Zeiten ändern Dich" (Bushido)
Kaba
"Zeiten ändern Dich" (Bushido)
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heinz05
- Beiträge: 54
- Registriert: 30. September 2008, 22:26
Re: Leben nach Whipple ...
Sechs Jahre nach meiner Whipple OP kann ich den Aussagen von Fritzpop zustimmen.
Sicher kommt jeder anders damit zurecht. Ich kann damit ganz gut leben auch wenn ich danach noch dreimal operiert werden musste. Eine Alternative steht ja meist nicht zur Verfügung.
Kann nur jeden raten einer OP zuzustimmen. Geht alles vorbei. Geduld muss mann aber schon mitbringen.
lg Heinz
Hier liegt aber ein kleiner Denkfehler vor. Ein Problem wurde mit einer Operation behoben. So weit so gut. Diese Operation hat aber einige Funktionen unserer Verdauungsorgane massiv verändert. Das heilt auch nicht mehr, das bleibt so.Fritzpop hat geschrieben: Es lief wie in alten Tagen. Dennoch gelingt es mir nicht, mich als geheilt zu fühlen.
Sicher kommt jeder anders damit zurecht. Ich kann damit ganz gut leben auch wenn ich danach noch dreimal operiert werden musste. Eine Alternative steht ja meist nicht zur Verfügung.
Kann nur jeden raten einer OP zuzustimmen. Geht alles vorbei. Geduld muss mann aber schon mitbringen.
lg Heinz
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Fritzpop
Re: Leben nach Whipple ...
... prima, das rollt ja schon an hier.
Der letzte Beitrag bringt es sehr gut auf den Punkt. Die OP selbst hat eine nicht heilbare Krankheit geschaffen. Sicher um Schlimmeres zu verhindern, wurde die Bauchanatomie auf links gedreht.
Wenn es sich "damit ganz gut leben lässt" hat man wohl das Maximale erreicht. Mehr ist nicht mehr drin. Daran habe ich mich noch nicht gewöhnen können. Ich habe es bisher im Leben immer wie BOB, der Baumeister, gehalten. "Können wir das Schaffen, ja wir schaffen das" Hier stoß ich allerdings auf meine Grenzen.
Frohes Schaffen ...
Der letzte Beitrag bringt es sehr gut auf den Punkt. Die OP selbst hat eine nicht heilbare Krankheit geschaffen. Sicher um Schlimmeres zu verhindern, wurde die Bauchanatomie auf links gedreht.
Wenn es sich "damit ganz gut leben lässt" hat man wohl das Maximale erreicht. Mehr ist nicht mehr drin. Daran habe ich mich noch nicht gewöhnen können. Ich habe es bisher im Leben immer wie BOB, der Baumeister, gehalten. "Können wir das Schaffen, ja wir schaffen das" Hier stoß ich allerdings auf meine Grenzen.
Frohes Schaffen ...
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Fritzpop
Re: Leben nach Whipple ...
Nachtrag für alle, die vor einer solchen OP stehen!
Es gibt in wohl in fast allen Fällen keine Alternative zu dieser OP. Ich möchte hier nicht den
Eindruck erwecken, man hätte eine Wahl und sollte es lieber lassen.
Mir geht es hier um das tägliche Leben der "gewhippelten".
Es gibt in wohl in fast allen Fällen keine Alternative zu dieser OP. Ich möchte hier nicht den
Eindruck erwecken, man hätte eine Wahl und sollte es lieber lassen.
Mir geht es hier um das tägliche Leben der "gewhippelten".
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absshiva
- Beiträge: 159
- Registriert: 17. Mai 2013, 09:47
Re: Leben nach Whipple ...
Hm, denke schon, dass man eher mit den Folgen zurecht kommt, wenn man schon einen Krebs festgestellt hat oder durch Pankreatitis dauernd unter Schmerzen leidet, es war sozusagen "alternativlos", als wenn man - wie bei mir - eine (Gott sei Dank noch) gutartige Zyste (IPMN Typ) feststellt, mit der Option sofort opereiren oder warten, überlegt man sich hinterher schon eher ob es die richtige Entscheidung war, bzw. hadert mehr mit den Folgen, denn eigentlich war man ja vorher kerngesund und hatte keinerlei Probleme
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Barbara
- Beiträge: 15
- Registriert: 13. Dezember 2013, 11:53
Re: Leben nach Whipple ...
Ja, das befürchte ich auch....im Dez 2013 wurde viele Zysten am Pankreas entdeckt, es hiess erst : sofort OP, dann wieder abwarten...ein in und her. Nun wird die OP irgendwann in den nächsten Monaten gemacht, aber wann??? Vielleicht Anfang Juli oder später.absshiva hat geschrieben: ob es die richtige Entscheidung war, bzw. hadert mehr mit den Folgen, denn eigentlich war man ja vorher kerngesund und hatte keinerlei Probleme
Kennt jemand dieses Hin und Her auch?? Es nervt!
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absshiva
- Beiträge: 159
- Registriert: 17. Mai 2013, 09:47
Re: Leben nach Whipple ...
darauf habe ich mich erst gar nicht eingelassen (bin allerdings privat versichert, da operieren die Ärtze ja schon mal gernewas eher) , habe mich sofort operieren lassen, denn wenn man es erst mal weiss, dass da was ist, ist der nervliche Stress auch nicht zu verachten. Auch wenn ich manchmal mit den Folgen hadere, denke ich trotzdem es war eine gute Entscheidung