Früherkennung

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SportlerHerz
Beiträge: 1
Registriert: 28. Juli 2014, 20:06

Früherkennung

Beitrag von SportlerHerz »

Hallo,
ich bin neu hier. Die Verzweifelung hat mich nun doch in dieses Forum getrieben.

Ich bin durch mein Vater vorbelastet. Er ist mit 44 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Aus diesem Grund bin ich natürlich auch ängstlich bei wiederholten Schmerzen.
Seit ca. 3 Jahren schlage ich mich immer wieder mit Magen- und Oberbauchschmerzen herum. Ich habe keine Sodbrennen sondern es ist immer ein Druckgefühl.
Es wurde immer Blut genommen oder auch mal eine Urinprobe. Aber keine Auffälligkeiten.
In 2012 wurde die erste Magenspiegelung gemacht. Hier fand man ein Helicobactor im Magen. Ein Ultraschall von der Bauchspeicheldrüse wurde gemacht und das Ergebnis war gut. Alles zu sehen.
Der Helicobactor wurde ende 2012 mit einer Trippel-Theraphie behandelt. Die erste Theraphie schlug jedoch nicht an. Es sind mortz Tabletten. Die zweite Theraphie hatte eine durchschlagende Wirkung, so dass es mich umgeworfen hat. Der Helicobactor wurde jedoch besiegt. Eine geraume Zeit hatte ich keine Beschwerden und dann ging es wieder von vorn los.
Daraufhin wurde Anfang 2013 eine erneute Magenspiegelung und ein MRT vom Oberbauch bis zum Magen vorgenommen. Beide Befunde vielen positiv aus. Alles gut.
Da die Schmerzen weiter anhielten kam ich dann durch Zufall auf den Gedanken einen Allergie-Test zu machen. Da schlug Lactoseintolleranz bei mir an. Was mich völlig überrascht getroffen hat, da ich bisher regelmäßig die kompletten Milchprodukte von A bis Z verspeist habe und nie irgendetwas hatte. Ich bin Sportler.
Die Oberbauchschmerzen ließen nach und kamen aber auch wieder. Ach, immer wenn die Oberbauchschmerzen kamen, habe ich Omep eingenommen. Natürlich nach Rücksprache mit dem Arzt. Es wurde daraufhin immer etwas besser.
Anfang diesen Jahres erfolgte nun eine weitere Magenspiegelung. Auch diese war positiv. Ein erneuter Ultraschall von der Bauchspeicheldrüse wurde ebenfalls gemacht. Alles beides wieder positiv.
Im März/April diesen Jahres hatte ich erheblichen privaten Beziehungsstress. In diesem Moment war mir klar, dass mir das auf den Magen schlägt. Seit dem geht es mir aber wieder schlechter.
Vor ca. zwei Woche wurde eine Stuhl-und Urinprobe genommen. Bei beidem wurde nichts auffälliges gefunden.
Seit ca. einer paar Tagen habe ich Durchfall. Er sieht etwas gelblich innen aus, denke ich. Und er stinkt fürchterlich.
Mittlerweile schmerzt auch der Rücken beim sitzen.
Anhand des Blutbildes wird mir immer gesagt es sei doch alles in Ordnung. Auch die letzten Befunde seine in halbes Jahr her und in Ordnung. Gibt es ggf. Werte im Blutbild die frühzeitig eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse anzeigen. Oder auf welche Werte muss ich den Arzt hinweisen bei einer Stuhlprobe und Blutbild?
Ach, zwischenzeitlich bin ich in psychologischer Behandlung. Ich bekomme einfach den Gedanken nicht mehr los, dass ich auch an Krebs sterbe. Da ich den Krankheitsverlauf meines Vaters mit 23 Jahren mit erlebt habe. Das war sehr, sehr unschön. Das ist noch milde ausgedrückt.
Friedhlm Moehlenbrock
Beiträge: 148
Registriert: 2. Mai 2010, 19:59

Re: Früherkennung

Beitrag von Friedhlm Moehlenbrock »

Hallo,
leider gibt es keine Möglichkeit der Früherkennung. Erhöhte Pankreaswerte, da wäre die Amylase und die Lipase zu nennen, deuten zwar auf eine Funktionsstörung hin und müssen dann abgeklärt werden, aber einen echten Hinweis auf einen Tumor ist das nicht. Man geht auch eher davon aus das die Vererbung des Pankreas-CA selten und wissenschaftlich nicht erwiesen ist. Ich denke du solltest dich einmal in einem Pankreaszentrum in deiner Nähe vorstellen, Adressen findest du auf der Startseite unter "AdP Regional".

Viel Erfolg
VG
Freddy
Friedhelm Möhlenbrock
1.stellv. Vorsitzender
Regionalgruppen 32 & 33
Minden-Herford-Bielefeld-OWL


Auch neue Wege gehen, wer einem Pfad folgt, kommt nur dort an, wo andere schon längst waren.
sternej
Beiträge: 193
Registriert: 9. Januar 2013, 17:40

Re: Früherkennung

Beitrag von sternej »

Hi,
ja ich glaube Du solltest tatsächlich mal in einem Pancreaszentrum vorbeischauen. Die haben tatsächlich gute Geräte und gute Ärzte, die sich mit der BSD auskennen. Aber ich habe auch noch nie gehört, dass Pancreaskrebs vererbbar ist. Allerdings hast du ja tatsächlich Probleme und es wäre sicherlich gut, auschließen zu können an der BSD erkrankt zu sein. Und es gibt natürlich auch andere (leichtere) Krankheiten an der BSD.
Bitte nimm Dir nicht so viel Zeit, das schlimmste auszumalen. Es gibt viele Gründe Bauchschmerzen zu haben.
LG
Esther
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