Habe da mal eine Frage in die Runde
Mein Fall ist nach wie vor sehr suspekt.
Ich hatte vor 2,5 Jahren eine Pankreatitis welche ich aber im Moment als Magenschmerzen definierte.
Das ganze 2 x für eine Tag im Abstand einer Woche.
Das war die -ganze Sache.
Zweieinhalb Monate drauf bekam ich praktisch über Nacht starken Durchfall, gelb und übelriechend.
Die Sache mit den " Magenschmerzen " 2 Monate zuvor brachte ich erst gar nicht in Verbindung.
Nach etlichen Untersuchungen bei Verschiedenen Ärzten bzw. Pankreaszentrum mit anfänglichen Krebsverdacht an der Bauchspeicheldrüse ( welcher sich gottseidank nicht bestätigte ) blieb der Verdacht
auf Chronische Pankreatitis.
Elastasewert bewegt sich seit der Zeit bei 12 -15 !
Mit Kreon komme ich soweit gut zurecht.
Verdauung mit Kreon ziemlich normal.
Alkohol als Auslöser eigentlich unwahrscheinlich, zuvor 2 - 4 halbe Bier pro Woche.
Harte Sache nie genauso wie Wein.
Ich werde in München rechts der Isar halbjährlich kontrolliert MRT etc.
Organ ist wohl etwas rückläufig ( einschrumpfend ) .
Von meiner Seite liegt der Verdacht nahe dass der Auslöser eine Impfauffrischung war die zu einer Infektion der Bauchspeicheldrüse führte.
Auch die anfängliche Vermutung einer Chronischen Pankreatitis konnte nun auch nicht wirklich bestätigt werden.
Erstens nie wieder einen Entzündungsschub noch Bildgeben irgend welche Zeichen die dazu passen würden.
Also was bleibt ist eine Entzündung unklarer Natur welche wohl über einen längeren Zeitraum bestehend war ohne dass ich davon was gemerkt habe.
Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen ?
Nach einer Einmaligen Entzündung schon Wegfall der Exokrinen Funktion ??
Atrophes Organ ??
Ansonsten bei mir Endokrine Funktion normal alles bestens.
Ich bin mir eben nicht sicher ob man bei einem Stillstand von 2,5 Jahren die Sache mit Chronischer Pankreatitis abhacken kann.
Ich freue mich über jede Zuschrift.
Schöne Grüße an alle
Mathias
Exokriner Verlust nach einer akkuten Pankreatitis
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autosamui
- Beiträge: 90
- Registriert: 14. Januar 2014, 13:57
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thphilipp
- Beiträge: 1615
- Registriert: 2. November 2010, 07:17
Re: Exokriner Verlust nach einer akkuten Pankreatitis
Hallo,
das klingt ja ein bisschen wie meine Geschichte im Laufe von vielen Jahren. Auch bei mir war in der Kindheit einiges los mit Bauchschmerzen, nie aber eine richtige Entzündung mit Zeichen im Blut oder Elastase.
Bei mir auch nur in der Endosono etwas zu sehen, erstmals in 2012 und dann wieder Ende 2014. im Januar diesen Jahres dann nochmals ct und mrt mit mrcp. Da nichts zu sehen. Elastase war bei mir seit letzten Jahr Dezember immer so bei 187, 227, 205, 295 und vor vier Wochen wieder bei 487 und letzte Woche das erste Mal wieder grösser 500. völlig unverständlich bei mir.
Trotzdem habe ich aber Probleme mit dem Bauch und auch Rücken.
Bei Dir würde ich die Sache nicht einfach so abhaken, so würde ich jdenfalls vorgehen.
Die Frage stellt sich doch, warum und wieso schon ein Verdacht auf Karzinom der BSD gestellt worden ist. Da muss ja bereits etwas in der BSD vorgehen, oder vorgegangen sein. Lässt nun schon zusammen mit der niedrigen Elastase auf chr. Pankreatitis deuten.
Wie sind denn die aktuellen Elastasewerte?
das klingt ja ein bisschen wie meine Geschichte im Laufe von vielen Jahren. Auch bei mir war in der Kindheit einiges los mit Bauchschmerzen, nie aber eine richtige Entzündung mit Zeichen im Blut oder Elastase.
Bei mir auch nur in der Endosono etwas zu sehen, erstmals in 2012 und dann wieder Ende 2014. im Januar diesen Jahres dann nochmals ct und mrt mit mrcp. Da nichts zu sehen. Elastase war bei mir seit letzten Jahr Dezember immer so bei 187, 227, 205, 295 und vor vier Wochen wieder bei 487 und letzte Woche das erste Mal wieder grösser 500. völlig unverständlich bei mir.
Trotzdem habe ich aber Probleme mit dem Bauch und auch Rücken.
Bei Dir würde ich die Sache nicht einfach so abhaken, so würde ich jdenfalls vorgehen.
Die Frage stellt sich doch, warum und wieso schon ein Verdacht auf Karzinom der BSD gestellt worden ist. Da muss ja bereits etwas in der BSD vorgehen, oder vorgegangen sein. Lässt nun schon zusammen mit der niedrigen Elastase auf chr. Pankreatitis deuten.
Wie sind denn die aktuellen Elastasewerte?
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Liebe Grüße Thorsten
Liebe Grüße Thorsten
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annetriedel
- Beiträge: 25
- Registriert: 19. Februar 2012, 22:05
Re: Exokriner Verlust nach einer akkuten Pankreatitis
hallo autosamui, hallo thphilipp,
ich erlaube mir nochmal aus einem anderen thread etwas zu posten, was ich dort schon gepostet habe:
ein Auszug aus der Leitlinie, der die statistischen wahrscheinlichkeiten gut auf den Punkt bringt:
aus: http://www.dgvs.de/fileadmin/user_uploa ... .Pank..pdf
(...) Die Mortalität bei Patienten mit chronischer Pankreatitis ist 20 Jahre nach Diagnosestellung um 38,4 % erhöht im Vergleich zu einer altersbereinigten Kontrollkohorte [439]. Das Risiko für ein Pankreaskarzinom ist 16-fach erhöht bei Vorliegen
einer chronischen Pankreatitis und bei zusätzlichem Rauchen 25- fach erhöht. Das relative Risiko für ein Pankreaskarzinom kalku- liert in einer aktuellen Metaanalyse für eine chronische Pankreati- tis beträgt 13,3 (95% CI 6,1–28,9%) und 69 für die hereditäre Pankreatitis (95% CI 56,4–84,4) [440]. Das Lebenszeitrisiko für ein Pankreaskarzinom bei chronischer Pankreatitis beträgt max. 5 % [Evidenzgrad 2b] [439 – 442]. Die klinische Erfahrung sieht des- halb eine jährliche Kontrolle vor (klinischer Befund, transabdomi- nelle Sonografie, Labor mit HbA1c).
... und dann noch ein kurzer text zu folgeerkrankungen bei CP, der das Risiko noch besser erklärt und die leitlinien-beschreibung unterstreicht (gut, es schreiben ja alle irgendwie immer voneinander ab - kleiner scherz):
aus: http://www.gesundheits-lexikon.com/Lebe ... ungen.html
- Pankreaskarzinom (innerhalb von 20 J. ist das Risiko um 4 % erhöht (= 16-fach erhöht im Vergleich zur Normalbevölkerung; bei Patienten die zusätzlich Rauchen 25-fach); ein deutlich erhöhtes Risiko liegt bei einer hereditären Pankreatitis vor).
@thphilipp:
ich verstehe wirklich, dass du dir Gedanken machst. und ich verstehe auch deinen Frust, dass es keine greifbaren untersuchungsergebnisse gibt, das nervt, ich weiss das aus eigener Erfahrung. und ich habe eine ähnliche geschichte wie du und autosamui: seit ca. 4-5 Jahren vedauungsprobleme, öfter "kleine" schmerzen, immer mal übel, vor 4 Jahren 6 Monate dauerübel, inzwischen bin ich bei kreon ("probatorisch" und erfolgreich
, weil ich wusste, dass mein Stuhlgang nicht ok ist und das NICHT in meinem kopf ist. endosono immer oB, nur in der sono sieht der geübte sonograph abgelaufene Entzündungen und kleine verkalkungen da und dort. und zum Anfang wurde ich auch auf psyche behandelt, denn es geht einem ja auch sch... mit den ganzen einschränkungen und durchfall und Unwohlsein etc. pp. Drüse war einmal geschwollen vor 4 Jahren - deutete auf Entzündung hin, MRCP, CT, endosono alles ok.-
ABER: inzwischen habe ich mich an meinen "status" gewöhnt, es geht mir relativ gut mit Kreon (energie nicht mehr wie früher, aber das geht meinen Freunden in meinem alter ähnlich). klar, es gibt beschissene tage, aber so what, die haben alle mal. -
meine elastase liegt übrigens zwischen 400-500, aber das hilft mir auch nicht weiter. -
aus deinen posts lese ich extreme angst, auch die verstehe ich. aber ich habe das Gefühl, du hast dich "eingeschossen", auch hier bei dem text an autosamui. "Die Frage stellt sich doch, warum und wieso schon ein Verdacht auf Karzinom der BSD gestellt worden ist. Da muss ja bereits etwas in der BSD vorgehen, oder vorgegangen sein." - ja, er schreibt doch auch, dass etwas vorgegangen ist - nämlich durchfall und die exokrine funktion ist weg, weil eben die entsprechenden Zellen beschädigt worden sind wahrscheinlich in der Entzündung, die er hatte und nicht als solche gedeutet hat. ist mist, ja, großer Mist. aber was wollen wir machen mit dieser Erkenntnis? der ehemalige turniertänzer, der jetzt ein holzbein hat, wird hadern mit seinem Schicksal. er kommt besser, wenn er nicht die nächsten 20, 30 Jahre hadert, denn das holzbein löst sich ja nicht in luft auf, sondern es bleibt. genau wie meine verdauungsstörungen (die mich manchmal EXTREM ankotzen, sorry) und die anderen Wehwehchen in diesem Zusammenhang. aber du hast nur dieses EINE leben. ich würde aufhören, auf das Karzinom zu warten, du versaust dir echt dein leben. und noch was: ich hatte 2008 schon mal krebs an anderer stelle (nicht so schlimm wie BSDK), aber das leben ist endlich, klar. und bis ich am ende angekommen bin, mache ich es mir hübsch in meinem rahmen. -
ich würde mir an deiner stelle psychologische Hilfe holen, denn du drehst dich im kreis, deine Perspektive scheint stark eingeschränkt. und es gibt keine absolute Sicherheit im leben. -
ich wünsche dir alles gute.
anne
ps: hast du vielleicht schon psychologische Hilfe?
ich erlaube mir nochmal aus einem anderen thread etwas zu posten, was ich dort schon gepostet habe:
ein Auszug aus der Leitlinie, der die statistischen wahrscheinlichkeiten gut auf den Punkt bringt:
aus: http://www.dgvs.de/fileadmin/user_uploa ... .Pank..pdf
(...) Die Mortalität bei Patienten mit chronischer Pankreatitis ist 20 Jahre nach Diagnosestellung um 38,4 % erhöht im Vergleich zu einer altersbereinigten Kontrollkohorte [439]. Das Risiko für ein Pankreaskarzinom ist 16-fach erhöht bei Vorliegen
einer chronischen Pankreatitis und bei zusätzlichem Rauchen 25- fach erhöht. Das relative Risiko für ein Pankreaskarzinom kalku- liert in einer aktuellen Metaanalyse für eine chronische Pankreati- tis beträgt 13,3 (95% CI 6,1–28,9%) und 69 für die hereditäre Pankreatitis (95% CI 56,4–84,4) [440]. Das Lebenszeitrisiko für ein Pankreaskarzinom bei chronischer Pankreatitis beträgt max. 5 % [Evidenzgrad 2b] [439 – 442]. Die klinische Erfahrung sieht des- halb eine jährliche Kontrolle vor (klinischer Befund, transabdomi- nelle Sonografie, Labor mit HbA1c).
... und dann noch ein kurzer text zu folgeerkrankungen bei CP, der das Risiko noch besser erklärt und die leitlinien-beschreibung unterstreicht (gut, es schreiben ja alle irgendwie immer voneinander ab - kleiner scherz):
aus: http://www.gesundheits-lexikon.com/Lebe ... ungen.html
- Pankreaskarzinom (innerhalb von 20 J. ist das Risiko um 4 % erhöht (= 16-fach erhöht im Vergleich zur Normalbevölkerung; bei Patienten die zusätzlich Rauchen 25-fach); ein deutlich erhöhtes Risiko liegt bei einer hereditären Pankreatitis vor).
@thphilipp:
ich verstehe wirklich, dass du dir Gedanken machst. und ich verstehe auch deinen Frust, dass es keine greifbaren untersuchungsergebnisse gibt, das nervt, ich weiss das aus eigener Erfahrung. und ich habe eine ähnliche geschichte wie du und autosamui: seit ca. 4-5 Jahren vedauungsprobleme, öfter "kleine" schmerzen, immer mal übel, vor 4 Jahren 6 Monate dauerübel, inzwischen bin ich bei kreon ("probatorisch" und erfolgreich
ABER: inzwischen habe ich mich an meinen "status" gewöhnt, es geht mir relativ gut mit Kreon (energie nicht mehr wie früher, aber das geht meinen Freunden in meinem alter ähnlich). klar, es gibt beschissene tage, aber so what, die haben alle mal. -
meine elastase liegt übrigens zwischen 400-500, aber das hilft mir auch nicht weiter. -
aus deinen posts lese ich extreme angst, auch die verstehe ich. aber ich habe das Gefühl, du hast dich "eingeschossen", auch hier bei dem text an autosamui. "Die Frage stellt sich doch, warum und wieso schon ein Verdacht auf Karzinom der BSD gestellt worden ist. Da muss ja bereits etwas in der BSD vorgehen, oder vorgegangen sein." - ja, er schreibt doch auch, dass etwas vorgegangen ist - nämlich durchfall und die exokrine funktion ist weg, weil eben die entsprechenden Zellen beschädigt worden sind wahrscheinlich in der Entzündung, die er hatte und nicht als solche gedeutet hat. ist mist, ja, großer Mist. aber was wollen wir machen mit dieser Erkenntnis? der ehemalige turniertänzer, der jetzt ein holzbein hat, wird hadern mit seinem Schicksal. er kommt besser, wenn er nicht die nächsten 20, 30 Jahre hadert, denn das holzbein löst sich ja nicht in luft auf, sondern es bleibt. genau wie meine verdauungsstörungen (die mich manchmal EXTREM ankotzen, sorry) und die anderen Wehwehchen in diesem Zusammenhang. aber du hast nur dieses EINE leben. ich würde aufhören, auf das Karzinom zu warten, du versaust dir echt dein leben. und noch was: ich hatte 2008 schon mal krebs an anderer stelle (nicht so schlimm wie BSDK), aber das leben ist endlich, klar. und bis ich am ende angekommen bin, mache ich es mir hübsch in meinem rahmen. -
ich würde mir an deiner stelle psychologische Hilfe holen, denn du drehst dich im kreis, deine Perspektive scheint stark eingeschränkt. und es gibt keine absolute Sicherheit im leben. -
ich wünsche dir alles gute.
anne
ps: hast du vielleicht schon psychologische Hilfe?
-
thphilipp
- Beiträge: 1615
- Registriert: 2. November 2010, 07:17
Re: Exokriner Verlust nach einer akkuten Pankreatitis
Danke für die Worte, aber ich brauche keine psychologische Hilfe, wenn ich auf der Suche der Ursachen meiner
Beschwerden bin.
Beschwerden bin.
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Liebe Grüße Thorsten
Liebe Grüße Thorsten