Pankreaslinksresektion - Reha sinnvoll?

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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Amarandel
Beiträge: 13
Registriert: 23. August 2015, 10:28

Pankreaslinksresektion - Reha sinnvoll?

Beitrag von Amarandel »

Hallo alle zusammen,

leider konnte mir bei meinem letzten Eintrag wohl niemand helfen. Macht ja nichts. Ich warte jetzt geduldig bis zur Stationseinweisung und frage dann direkt vor Ort. :)

Aber vielleicht könnt ihr mir bei einer anderen Frage helfen. Ich habe jetzt häufig gelesen, dass Betroffene nach einer Pankreaslinksresektion eine Reha gemacht haben.
Die Frage ist jetzt vielleicht in euren Augen doof, aber sie beschäftigt mich. Ich glaube, viele meiner Fragen kommen auch von der Nervosität. Ich habe eine Schweine-Angst vor diesem Eingriff :(

Ist so eine Reha nach einer Pankreaslinksresektion prinzipiell immer sinnvoll oder nur dann, wenn mehr als nur der Pankreasschwanz entfernt werden musste? Ist es nur sinnvoll, wenn es sich um Bauchspeicheldrüsenkrebs handelte oder tut das nichts zur Sache?

Ich bin momentan am Überlegen, ob eine Reha Sinn machen würde. Ich lese überall so viel und viele hatten wohl noch ein paar Monate Probleme wieder richtig auf die Beine zu kommen. Da ich aber möglichst schnell wieder belastbar sein möchte, stellen sich mir eben solche Fragen... Im Forum selbst habe ich dazu auch nichts finden können. Oder habe ich nur mit den falschen Begriffen gesucht?

Danke schon einmal für eure Antworten!

Liebe Grüße,
Steffi
JKleeberg
Beiträge: 119
Registriert: 30. August 2008, 17:55

Re: Pankreaslinksresektion - Reha sinnvoll?

Beitrag von JKleeberg »

Guten Tag Steffi, ich möchte unbedingt zu einer Reha raten, auch wenn manch Anderer das anders sieht. Erhahrungen unserer Mitglieder belegen ganz überwiegend, dass eine Reha in einer spezialisierten REHA - Klnik unbedigt Sinn macht.
Auf unserer Klinikseite kann man sich ein Bild machen, wo diese sind, wenn es leider auch nicht sehr viele Kliniken sind.
Für weitere Fragen sind wir da!
MfG J. Kleeberg
Amarandel
Beiträge: 13
Registriert: 23. August 2015, 10:28

Re: Pankreaslinksresektion - Reha sinnvoll?

Beitrag von Amarandel »

JKleeberg hat geschrieben:Guten Tag Steffi, ich möchte unbedingt zu einer Reha raten, auch wenn manch Anderer das anders sieht. Erhahrungen unserer Mitglieder belegen ganz überwiegend, dass eine Reha in einer spezialisierten REHA - Klnik unbedigt Sinn macht.
Vielen Dank J.Kleeberg :) Ich habe mir die Klinikseite angeschaut und gesehen, dass Lindenfels und Bad Kreuznach darauf stehen. Das sind zwar beides ca. 1 Stunde Fahrt, aber es ist ja nicht für ewig, sie haben super Bewertungen im Internet und mein Mann und meine Familie können mich bei 1 Stunde Fahrt am Wochenende wenigstens mal besuchen.

Dann werde ich mich in der Klinik Heidelberg wohl als erstes mit dem Sozialarbeiter zusammen setzen. Puh.

Liebe Grüße,
Steffi
Notorisches Steh-Auf-Männchen - auch wenn etwas erstmal umhaut, man richtet sich irgendwann IMMER wieder auf.
gina
Beiträge: 9
Registriert: 1. September 2012, 19:38

Re: Pankreaslinksresektion - Reha sinnvoll?

Beitrag von gina »

Hallo Amarandel!

Ich kann dir hoffentlich einige Fragen in punkto Pankreaslinksresektion beantworten: meine ist nun ca. 1 Jahr her.
Ich war 2 Wochen im Krankenhaus, davon 1 Tag auf der Intensivstation.
Die Schmerzen waren dank guter Medikation nicht schlimm, natürlich waren die ersten Tage nicht angenehm: ich war ziemlich schwach, bin während Gesprächen eingeschlafen, irgendwie ist man die ersten 2-3 Tage nach der OP nicht ganz da. Das erste Aufstehen und der erste Gang ins Badezimmer (immerhin so 10m) waren Schwerarbeit. Nach einer Woche ging es dann schon besser!
Ich habe ca. 7 kg abgenommen, bekam allerdings auch erst am 5. Tag nach der OP mein erstes klares Süppchen!
Das Essen war so 4 Wochen lang mühsam: nach ein paar Bissen immer ein extremes Völlegefühl, ich fühlte mich aufgebläht und hatte auch überhaupt keinen Appetit.
Das hat sich auch wieder gelegt, ich kann wieder alles essen, die Kilos sind wieder oben und der Zuckerwert ist auch ok (ohne Medikamente).
Nach 2 Monaten bin ich wieder arbeiten gegangen, voll fit war ich, glaube ich, so nach 4 Monaten.
Reha habe ich keine gemacht, hätte aber sicher Sinn gemacht um wieder zu Kräften zu kommen.
Ich hoffe, ich konnte dir helfen!
Alles Gute!! Gina
Superwischmop
Beiträge: 180
Registriert: 5. Januar 2015, 20:38
Wohnort: In der Nähe von Nürnberg

Re: Pankreaslinksresektion - Reha sinnvoll?

Beitrag von Superwischmop »

Hallo

Auch ich kann dir zu Einer Reha raten.
Ich war zwar nicht wegen der Bauchspeicheldrüse auf Reha sondern nach meiner zweiten Lungenembolie und die haben mich in den 3 Wochen wirklich gut wieder auf die Beine gebracht.
Ich glaube wenn ich das nach der BSD Op auch gehabt hätte währe es mir warscheinlich deutlich schneller besser gegangen.

Gruß Susi
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.
doroblume
Beiträge: 5
Registriert: 3. Februar 2015, 11:03

Re: Pankreaslinksresektion - Reha sinnvoll?

Beitrag von doroblume »

Auch ich kann nur zu einer Reha raten.Ich habe sie als sehr sinnvoll empfunden und ohne Reha hätte die Genesung länger gedauert.Ich war nach der OP einfach nur platt und glaubte, ich schaffe es nicht mehr.Dazu muss ich sagen,es war meine 8. große Bauch OP.Das schlaucht natürlich sehr.
absshiva
Beiträge: 159
Registriert: 17. Mai 2013, 09:47

Re: Pankreaslinksresektion - Reha sinnvoll?

Beitrag von absshiva »

Ich hatte zwar Whipple und keine Linksresktion, dazu noch mit Pankreasfistel als Komplikation obendrauf, habe mich in den 6 Wochen Krnaknhaus auch versucht so gut es ging zu bewegen (Trppensteigen etc.) und dann absolut keien Lust auf Reha, aber ich bin trotzdem hin und fand, es hat mir gut getan, war danach viel mobiler und fitter, aber bsi ich halbwegs wieder beim Normalzustand angekommen bin, das hat schon eien Jahr gedauert, arbeiten war ich wieder 2 Wochen nach der Reha also rund 3 Monate nach der ersten OP
Amarandel
Beiträge: 13
Registriert: 23. August 2015, 10:28

Re: Pankreaslinksresektion - Reha sinnvoll?

Beitrag von Amarandel »

Vielen lieben dank für eure Antworten.
Eure Antworten haben mich restlos davon überzeugt, dass es sinnvoll ist eine Reha zu machen. Ich werde den Antrag also ohne wenn und aber stellen.

Allerdings habe ich gesehen, dass die Kliniken im AdP Verzeichnis alle nicht gerade um die Ecke sind. Die nächste ist 58 Minuten Autofahrt entfernt. Ich fürchte, die AOK wird noch in irgendwas näher gelegenes schicken ohne diese Liste zu berücksichtigen...

Weiß jemand, ob es eine Möglichkeit gibt dennoch eine Einrichtung der Liste bewilligt zu bekommen?

Liebe Grüße,
Steffi
Notorisches Steh-Auf-Männchen - auch wenn etwas erstmal umhaut, man richtet sich irgendwann IMMER wieder auf.
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