Hallo Zusammen,
Kurz zu meiner Person:
Ich bin 36 Jahre alt und hatte vor 10 Tagen eine Whipple OP mit kompletter Entfernung der Bauchspeicheldrüse. Zum Glück wurden in der Pathologie keine Tumorzellen gefunden, jedoch war die Bauchspeicheldrüse aufgrund einer chronischen Entzündung nicht mehr zu retten.
Nun zu meiner eigentlichen Frage :
Wie sinnvoll oder wichtig ist eine Reha in meinem Fall nach meiner Entlassung? Ich fühle mich gut, bin schmerzfrei und auch wieder mobil. Jedoch sträube ich mich innerlich irgendwie, jetzt für 3 Wochen auszufallen. Psychisch geht es mir sogar besser als je zuvor.
Wie sind eure Erfahrungen mit Reha's?
Geht es auch ohne?
Vielen Dank und Gruß
Pete
Reha nach Whipple OP?
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Hansdampf
- Beiträge: 25
- Registriert: 18. Februar 2017, 22:52
- Wohnort: Löhne
Re: Reha nach Whipple OP?
Hi Pete, nach nur 10 Tagen wieder voll im Einsatz hört sich aber sehr sportlich an.
Ich bin fitte 63 und hatte im November eine Whipple mit Teilresektion des Pankreas-Kopfes wg. 2cm Karzinom. Eine Reha habe ich nicht gemacht, bin aber Ende Januar 14 Tage zum Skilaufen. Eher wäre auf Anraten der Ärzte nicht gegangen - 8 Wochen Schonfrist für starke körperliche Belastungen. Körperlich und psychisch hat mir das sehr gut geholfen - also geht es scheinbar auch ohne Reha.
Ich möchte aber nicht verschweigen, dass sich seit Mitte Januar (1. CT ohne Befund) dann Mitte Februar (2. CT) doch Metastasen auf der Leber gebildet haben, die aktuell per Chemo bekämpft werden. Das hängt aber wohl nicht mit Urlaub/Reha zusammen.
Ich bin fitte 63 und hatte im November eine Whipple mit Teilresektion des Pankreas-Kopfes wg. 2cm Karzinom. Eine Reha habe ich nicht gemacht, bin aber Ende Januar 14 Tage zum Skilaufen. Eher wäre auf Anraten der Ärzte nicht gegangen - 8 Wochen Schonfrist für starke körperliche Belastungen. Körperlich und psychisch hat mir das sehr gut geholfen - also geht es scheinbar auch ohne Reha.
Ich möchte aber nicht verschweigen, dass sich seit Mitte Januar (1. CT ohne Befund) dann Mitte Februar (2. CT) doch Metastasen auf der Leber gebildet haben, die aktuell per Chemo bekämpft werden. Das hängt aber wohl nicht mit Urlaub/Reha zusammen.
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Atenuata
- Beiträge: 50
- Registriert: 29. Januar 2015, 17:16
Re: Reha nach Whipple OP?
Hallo Pete81,
ich lese mit Erstaunen, dass man Dir aufgrund einer chron. AIP die komplette BSD entfernt hat.
Mich hat man auch nach Whipple operiert - aber, weil man glaubte, ich hätte Krebs. War aber nicht, sondern chron. autoimmune Pankreatits. Mir hat man den Kopf rausgenommen, den Zwölffingerdarm , einen kl. Teil des Magens.
Und mir ging es danach richtig schlecht. Ich habe praktisch zwei Jahre nicht am öffentlichen Leben teilnehmen können.
Die Anschlussheilbehandlung oder REHA hat mir nichts gebracht. Ich hatte das Gefühl, die Ärzte waren ziemlich ratlos was Ernährung, Medikation, etc. etc. betraf. Die Wenigsten haben Ahnung von BSD-Erkrankungen.
Wenn Du sagst, es gehe Dir so gut, stelle ich mir natürlich die Frage, ob es für mich nicht auch besser wäre, keine BSD mehr zu haben, um endlich auch die geringsten Schmerzen loszuwerden. Auf der anderen Seite glaube ich nicht, noch einmal so eine schwere OP zu verkraften.
Wie hat man bei Dir denn diese chron. AIP festgestellt? Mir haben die Ärzte nämlich seinzeit gesagt, man hätte es nicht vorher diagnostizieren können. Auch ein Gutachten auf Fehldiagnose hat mir nichts gebracht. Alle waren sich einig, dass es zur Zeit keine Möglichkeit oder Methode gibt, eine chron. AIP zu diagnostizieren.
Gruß
Atenuata
ich lese mit Erstaunen, dass man Dir aufgrund einer chron. AIP die komplette BSD entfernt hat.
Mich hat man auch nach Whipple operiert - aber, weil man glaubte, ich hätte Krebs. War aber nicht, sondern chron. autoimmune Pankreatits. Mir hat man den Kopf rausgenommen, den Zwölffingerdarm , einen kl. Teil des Magens.
Und mir ging es danach richtig schlecht. Ich habe praktisch zwei Jahre nicht am öffentlichen Leben teilnehmen können.
Die Anschlussheilbehandlung oder REHA hat mir nichts gebracht. Ich hatte das Gefühl, die Ärzte waren ziemlich ratlos was Ernährung, Medikation, etc. etc. betraf. Die Wenigsten haben Ahnung von BSD-Erkrankungen.
Wenn Du sagst, es gehe Dir so gut, stelle ich mir natürlich die Frage, ob es für mich nicht auch besser wäre, keine BSD mehr zu haben, um endlich auch die geringsten Schmerzen loszuwerden. Auf der anderen Seite glaube ich nicht, noch einmal so eine schwere OP zu verkraften.
Wie hat man bei Dir denn diese chron. AIP festgestellt? Mir haben die Ärzte nämlich seinzeit gesagt, man hätte es nicht vorher diagnostizieren können. Auch ein Gutachten auf Fehldiagnose hat mir nichts gebracht. Alle waren sich einig, dass es zur Zeit keine Möglichkeit oder Methode gibt, eine chron. AIP zu diagnostizieren.
Gruß
Atenuata
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steppenderWolf
- Beiträge: 21
- Registriert: 26. Januar 2017, 10:11
Re: Reha nach Whipple OP?
Moin Pete,
schön das du die OP gut überstanden hast und dich wieder fit fühlst.
Ich hatte vor einigen Jahren auch ein Whipple mit Mitte 20 und war 3 Monate nach OP, ReHa und Physiokursen wieder soweit auf dem Damm, dass ich den Alltag nahezu beschwerdefrei alleine bewältigen konnte. Dabei hat die ReHa mir sehr viel gebracht, da dort u.a. der Diabetes eingestellt wurde und auch einiges nach Nachsorge nach der OP gemacht wurde. Allerdings hatte ich auch binnen 1 Monats vor der OP knapp 20 kg Gewicht verloren, was insgesamt zu einer erheblichen Schwächung gefühlt hat. Du wirst, meine ich, auch noch eine gewisse Zeit brauchen bis du weißt, was du alles essen kannst und was nicht und wie du mit auftretenden Schmerzen / Krämpfen / Unverträglichkeiten / Durchfällen hinkommst.
Und warum sträubst du dich "3 Wochen auszufallen"? Hast du Termine? Im Ernst: keiner erinnert sich später, ob du 3 Wochen eher wieder da warst oder nicht, es wird keiner Danke sagen. Nur du kommst vielleicht zu kurz. Das sind lediglich meine persönlichen Erfahrungen. Einzig wenn mal ein Kollege meine ca. 40 cm lange Narbe (33 Tackerklammern) auf dem Bauch sieht, schreckt er kurz zurück und erinnert sich, dass da mal was war.
Du hättest gute Chancen auf Grad der Behinderung 40 oder 50 (von 100), nur mal so.
Lass es ruhig angehen und überlege mal wie es gewesen wäre, wenn du vor 30 oder 40 Jahren damit in eine Klinik gegangen wärst. Ich bin jeden Tag froh in einem Stück zu sein und nur geringe Einschränkungen hinnehmen zu müssen.
Grüße der steppende Wolf
schön das du die OP gut überstanden hast und dich wieder fit fühlst.
Ich hatte vor einigen Jahren auch ein Whipple mit Mitte 20 und war 3 Monate nach OP, ReHa und Physiokursen wieder soweit auf dem Damm, dass ich den Alltag nahezu beschwerdefrei alleine bewältigen konnte. Dabei hat die ReHa mir sehr viel gebracht, da dort u.a. der Diabetes eingestellt wurde und auch einiges nach Nachsorge nach der OP gemacht wurde. Allerdings hatte ich auch binnen 1 Monats vor der OP knapp 20 kg Gewicht verloren, was insgesamt zu einer erheblichen Schwächung gefühlt hat. Du wirst, meine ich, auch noch eine gewisse Zeit brauchen bis du weißt, was du alles essen kannst und was nicht und wie du mit auftretenden Schmerzen / Krämpfen / Unverträglichkeiten / Durchfällen hinkommst.
Und warum sträubst du dich "3 Wochen auszufallen"? Hast du Termine? Im Ernst: keiner erinnert sich später, ob du 3 Wochen eher wieder da warst oder nicht, es wird keiner Danke sagen. Nur du kommst vielleicht zu kurz. Das sind lediglich meine persönlichen Erfahrungen. Einzig wenn mal ein Kollege meine ca. 40 cm lange Narbe (33 Tackerklammern) auf dem Bauch sieht, schreckt er kurz zurück und erinnert sich, dass da mal was war.
Du hättest gute Chancen auf Grad der Behinderung 40 oder 50 (von 100), nur mal so.
Lass es ruhig angehen und überlege mal wie es gewesen wäre, wenn du vor 30 oder 40 Jahren damit in eine Klinik gegangen wärst. Ich bin jeden Tag froh in einem Stück zu sein und nur geringe Einschränkungen hinnehmen zu müssen.
Grüße der steppende Wolf
- Cerberus
- Beiträge: 577
- Registriert: 28. Juli 2016, 09:04
Re: Reha nach Whipple OP?
In dem Fall würde ich ganz schlicht das machen, was mir die Ärzte empfehlen. Selbst war ich nach der Whipple-OP fünf Wochen in der Rehaklinik im Odenwald.
Macht man es nicht..... hinterher ist dann irgendwas..... dann bleiben einem die Vorwürfe nicht erspart.
Macht man es nicht..... hinterher ist dann irgendwas..... dann bleiben einem die Vorwürfe nicht erspart.
Aus einem verzagten Arsch kommt nie ein fröhlicher Furz. (Martin Luther) 
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absshiva
- Beiträge: 159
- Registriert: 17. Mai 2013, 09:47
Re: Reha nach Whipple OP?
Also ich war nach 6 Wochen Krankenhaus ( Whipple, plus 2. OP wegen Panlreasfistel) auch noch 3 Wochen in Reha und es hat mir sehr geholfen, hatte auch 16 Kilo abgenommen und war total geschwächt, auch viele Muskeln abgebaut,nach 3 Monaten dann zurück in den Job, eigentlich noch nicht richtig fit (der Arzt wollte mich auch weiter krankschreiben) , und man versprach darauf Rücksicht zu nehmen, aber das hat dann natürlich keiner gemacht. Sobald man an seinem Platz sitzt, erwarten die dann doch wieder die übliche Leistung. Hatte auch keine Lust auf die Reha, nach 6 Wochen Krankenhaus will man ja eigentlich nur nach Hause in seine gewohnte Umgebung.