Chronische Kopf Pankreatitis

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thphilipp
Beiträge: 1615
Registriert: 2. November 2010, 07:17

Re: Chronische Kopf Pankreatitis

Beitrag von thphilipp »

Kritik wenn sie angebracht und korrekt sind ist OK aber leider ist in Deinen Aussagen keinerlei Wahrheit!
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Liebe Grüße Thorsten
SaSem

Re: Chronische Kopf Pankreatitis

Beitrag von SaSem »

Katja84 hat geschrieben:Hallo Zusammen,

ich bin ziemlich verzweifelt und hoffe auf Austausch/Rat.
Ich habe die Diagnose bekommen, dass der Kopf meiner Bauchspeicheldrüse chronisch entzündet ist. Es sind schon starke Verkalkungen vorhanden und dadurch liegt eine Abflussstörung vor.
Nun soll mit einem Stent Abhilfe geschafft werden. Dies ist doch dann aber generell nur eine Übergangslösung wenn ich mich richtig belesen habe? Laut meines Arztes besteht halt die Hoffnung, dass sich der Gang nach mehrmaligem Wechseln des Stents erweitert...
Nun habe ich folgende Frage an Euch:
Ich habe volles Vertrauen zu meinem Arzt (er gibt sich wirklich große Mühe). Ich habe anderweitig die Empfehlung bekommen mir in Heidelberg eine zweite Meinung einzuholen. Könnt Ihr das Pankreaszentrum dort empfehlen oder eher ein anderes?
Ich bin gerade erst Mama geworden und habe große Angst, dass nach Entnahme des Kopfes meine Lebenserwartung drastisch sinkt. Kann mich da jemand beruhigen? Ist es auch ohne Pankreaskopf möglich ein gutes Leben zu führen?

Ich freue mich über jede Antwort von Euch.. :daumenh: .

Viele Grüße

Hallo Katja, hast Du Dir bereits ein Stent legen lassen? Wenn nicht es gibt noch die Möglichkeit einer der Papillen (Major oder Minor) minimal-versiv vergrößern zu lassen. Bei mir hat das Prof. Bruch aus Lübeck gemacht, er ist leider bereits in Rente. Aber Lübeck kennt sich hier sehr gut aus, da Prof. Bruch dort Chef war und einer der Pioniere des Pankreas war. Bei uns in der Uni Würzburg wird sehr gern nach Lübeck verwiesen, die haben die minimal-versiven OP´s verbessert.
Paul86
Beiträge: 271
Registriert: 6. Oktober 2016, 10:31

Re: Chronische Kopf Pankreatitis

Beitrag von Paul86 »

annetriedel hat geschrieben:liebe mitleser,

ein Auszug aus der Leitlinie, der die statistischen wahrscheinlichkeiten gut auf den Punkt bringt:

aus: http://www.dgvs.de/fileadmin/user_uploa ... .Pank..pdf
(...) Die Mortalität bei Patienten mit chronischer Pankreatitis ist 20 Jahre nach Diagnosestellung um 38,4 % erhöht im Vergleich zu einer altersbereinigten Kontrollkohorte [439]. Das Risiko für ein Pankreaskarzinom ist 16-fach erhöht bei Vorliegen
einer chronischen Pankreatitis und bei zusätzlichem Rauchen 25- fach erhöht. Das relative Risiko für ein Pankreaskarzinom kalku- liert in einer aktuellen Metaanalyse für eine chronische Pankreati- tis beträgt 13,3 (95% CI 6,1–28,9%) und 69 für die hereditäre Pankreatitis (95% CI 56,4–84,4) [440]. Das Lebenszeitrisiko für ein Pankreaskarzinom bei chronischer Pankreatitis beträgt max. 5 % [Evidenzgrad 2b] [439 – 442]. Die klinische Erfahrung sieht des- halb eine jährliche Kontrolle vor (klinischer Befund, transabdomi- nelle Sonografie, Labor mit HbA1c).

... und dann noch ein kurzer text zu folgeerkrankungen bei CP, der das Risiko noch besser erklärt und die leitlinien-beschreibung unterstreicht (gut, es schreiben ja alle irgendwie immer voneinander ab - kleiner scherz):
aus: http://www.gesundheits-lexikon.com/Lebe ... ungen.html
- Pankreaskarzinom (innerhalb von 20 J. ist das Risiko um 4 % erhöht (= 16-fach erhöht im Vergleich zur Normalbevölkerung; bei Patienten die zusätzlich Rauchen 25-fach); ein deutlich erhöhtes Risiko liegt bei einer hereditären Pankreatitis vor).

also - sein leben auch mit CP planen! schöne grüße von anne
Ich finde der Beitrag Beitrag super informativ, kurz und Bündig mit entsprechender Quellenangabe.

Auch denke ich das sich die Statistik bei entsprechender Compliance des Patienten ( ist ja immer nur ein Querschnitt aus allen Patienten) und dem medizinischen Fortschritt (Diabetes Behandlung, Früherkennung von Folgekrankheiten etc.) verbessern lässt. Gibt ja auch viele positive Beispiele im Forum.

Für den Einzelnen vl nicht hilfreich weil jeder anders ist aber zumindest als Orientierung.

Man kann auch mit 50 unerwartet an einem Schlaganfall sterben weil man Raucher war und arbeitsmäßig unter Dauerstress stand. (Vor kurzem einem Bekannten passiert)
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