Alternative zu Pantobrazol gesucht

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Ayumi
Beiträge: 16
Registriert: 18. Dezember 2017, 23:50

Alternative zu Pantobrazol gesucht

Beitrag von Ayumi »

Hallo liebe Forenmitglieder,

Ich bin neu hier im Forum und darf mich kurz vorstellen: Bin 54 Jahre alt, habe 2 kleine Hunde und hatte meine Whipple OP 2010, welche mir das Leben rettete.
Im Herbst 2014 kam dann folglicherweise der Diabetes Typ 1 natürlich hinzu.
Und als Nebenwirkung des Pantobrazols 40 mg folgt nun die Knochenbrüchigkeit, worüber mich ein neuer Orthopäde - da ich umgezogen bin - aufgeklärt hatte.
Aufgrund der angeblichen Verschlechterung der beginnenden Osteoporose hatte ich diesen aufgesucht.
Nun denn, dachte ich und schaute mal im Internet unter Osteoporose und Pantobrazoleinnahme nach und siehe da; mein neuer Orthopäde ist zu gebrauchen. Nichts gegen den Alten, den nehme ich nun für´s Knie :lachen:
Eine aktuelle Studie untersuchte die Lanzeit-Wirkung der Protonenpumpenhemmer auf die Knochendichte und Fraktur-Risiko. Dabei wurden die Daten von 15.792 Patienten mit Osteoporose-bedingten Frakturen (Wirbelkörper-, Becken- und Hüft-Frakturen ) die Protonenpumpenhemmer eingenommen hatten, analysiert. Als Kontrollgruppe dienten 47.289 Patienten ohne Frakturen. Die Studie erfasste einen Zeitraum von 1996 bis 2004.
Die Studienergebnisse zeigten, daß die Einnahme von Protonenpumpenhemmer ( PPI ) für 7 Jahre mit einem stark erhöhten Risiko für Osteoporose-bedingte Frakturen assoziiert war ( OR, 1,6 ). Zudem führte eine kontinuierliche PPI-Einnahme für 5 Jahre zu einem signifikant erhöhten Risiko für Frakturen.

Na bravo - und ich hatte die ganze Zeit angenommen, daß meine Knochenbrüchigkeit ( Schulterfraktur Frühjahr 2017 und heute morgen Handfraktur - dabei bin ich nur mal eben von der Couch aufgestanden und hatte mich ganz einfach wie sonst auch normal abgestützt ) die Ursache der beginnenden Osteoporose sei - nun kommt der PPI als weiteren Verursacher hinzu, sodaß mir die kürzlich verschriebene Alendronsäure natürlich wie Smarties wirken.
Der neue Orthopäde hat nun ein wirksames Medikament, welches ich morgen abholen werde.
Eigentlich möchte ich aus diesem Teufelskreis raus kommen und auf das Pantobrazol liebend gerne verzichten, denn weitere Frakturen als Nebenwirkung möchte ich nicht in Kauf nehmen.
Gibt es eine Möglichkeit für mich von dem Säureblocker los zu kommen - sicherlich bedarf es dazu sehr viel Geduld und eine absolute Ernährungsumstellung, leichte Kost aus gedünstetem Gemüse, fein geriebener Möhren-Rohkost, ( Langsam essen ! ) und als Beilage Hirse oder Kartoffeln, Brot nur getoastet oder altbacken. ( Es ist in dieser Form viel verträglicher als frisches vom Bäcker ) Getränke werden 1 Stunde vor und 1 Stunde nach der Mahlzeit eingenommen - um die Magensäure nicht zu verdünnen, wie kohlensäurefreies Wasser, Kräutertees, oder verdünnte Gemüsesäfte. Von der Getränkeliste gestrichen werden müssen; Kaffee, Schwarztee, Fruchtsäfte, Soft-Drinks und alkoholische Getränke - diese Auflistung fällt ja als Whippler leicht, da man diese Flüssigkeiten eh nicht verträgt.

Aufgrund der Einnahme von Kreon 40.000 und das Pantobrazol 40 mg - seit 2010 - muß ich wegen der Nebenwirkungen u.a. der Knochenbrüchigkeit vom PPI-Hemmer los kommen ohne einen Rebound hervorzurufen.
Wer hat Erfahrung gesammelt und kann mir nun gute Tipps geben ?

Ich wünsche Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Übergang ins 2018,
liebe Grüße
Kristin
Ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Übergang ins 2018
veritas
Beiträge: 448
Registriert: 29. Juli 2016, 10:58

Re: Alternative zu Pantobrazol gesucht

Beitrag von veritas »

Also ich kenn mich ja mit dieser ganzen Thematik überhaupt nicht aus. Ich kann dir nur sagen, dass ich gegen Pantoprazol allergisch bin und darum stattdessen immer Nexium bekomme. Ob das auch für deine Causa passt, weiß ich aber nicht :)
angel29280
Beiträge: 740
Registriert: 27. Januar 2016, 12:47

Re: Alternative zu Pantobrazol gesucht

Beitrag von angel29280 »

:hallo: Kristin

Ich hatte jahrelang PPI's genommen, trotzdem früher chronische TypC-Gastritis und im Laufe der Zeit auch Allergien und multiple Unverträglichkeiten entwickelt, durch Pantozol auch Urtikaria entwickelt.

Nehm seit 14 Monate keinerlei Medikamente mehr und hab Stück für Stück die Ernährung radikal umgestellt. Hier hilft oft eine basische bzw. basenüberschüssige Ernährung. Wie du selbst anmerkst, sollten Lebensmittel die im Körper sauer verstoffwechselt werden nicht mehr bzw. nur noch gering konsumiert werden.

Ich habe mittlerweile keine Probleme mehr mit Magen/Darm, sofern ich mich verträglich in Bezug auf meine multiplen Intoleranzen ernähre, hatte allerdings auch ganzheitliche Behandlung mit Darmreinigung und Sanierung, beheben von nachgewiesene Nährstoffmängeln, Entgiftung etc. Das einzige was ich regelmäßig noch nehme, ist Sango-Meeereskoralle, Zinkchelat und Bambusblättertee (sehr siliciumhaltig und gut für Bindegewebe, Sehnen, Knochen). Sangokoralle hilft beim Entsäuern des Körpers mit optimaler natürlicher Magnesium-Calcium-Verbindung. Was jetzt endgültig ausschlaggebend war, weiß ich nicht, da ich eben ganzheitlich an die Sache ran bin und auch vorher viel probieren musste, da ich etliche Baustellen hatte und auch immer noch einige habe.

Weiß nicht ob und inwiefern das jetzt für dich hilfreich bzw. umsetzbar ist als Gewhippelter mit Diabetes, da ich Beides nicht hab. Aber Ernährung ist schon mal ein guter Start!
Liebe Grüsse eure Angel
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Ayumi
Beiträge: 16
Registriert: 18. Dezember 2017, 23:50

Re: Alternative zu Pantobrazol gesucht

Beitrag von Ayumi »

Liebe Angel,
vielen Dank für Dein Feedback, die Sango Meeres Koralle habe ich ebenfalls in den Tipps zur Verbesserung stehen;
- Heilerde oder Betonit
- eingeweichte Lein- oder Flohsamen
- Kartoffelsaft
- ein paar Mandeln zu Brei kauen und ganz langsam in kleinen Portionen schlucken
- ein Basenkolloid oder auch die Sango Meeres Koralle in Wasser gerührt.

Täglich mindestens 1 Stunde lang mit den Hunden spazieren gehen, was nachweislich Sodbrennen verbessert und natürlich noch viele weitere gesundheitliche Vorteile hat.

Auch das kauen von ungesüsstem Kaugummi hilft. Allerdings wird hier nicht die Säure reduziert oder die Ursache des Sodbrennens bekämpft. Doch führt Kaugummi kauen zu einer verstärkten Speichelproduktion, was wiederum die Speiseröhre vor Säureschäden bewahrt.
Eine Stunde kauen schützt offenbar drei Stunden lang, wie in einer Studie herausgefunden wurde.

Und da ich sowieso Vegetarierin bin, fällt mir die Ernährungsumstellung leicht. 5 - 6 Mahlzeiten über den Tag verteilt und ca. 3 - 4 Stunden vor dem Zubettgehen die Letzte einnehmen, dann hält eben das Kaugummi hin.

Ich hoffe, daß ich alsbald mal einen kundigen Arzt finde.
Ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Übergang ins 2018
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Ayumi
Beiträge: 16
Registriert: 18. Dezember 2017, 23:50

Re: Alternative zu Pantobrazol gesucht

Beitrag von Ayumi »

Hallo veritas,

Nexium, Omeprazol, Pantoprazol gehören alle zur Gruppe der Protonenpumpenhemmer mit selbiger genannten Nebenwirkungen.
Ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Übergang ins 2018
angel29280
Beiträge: 740
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Re: Alternative zu Pantobrazol gesucht

Beitrag von angel29280 »

:hallo: Kristin,

das klingt alles sehr gut! Hoffe du findest für dich einen Weg ohne PPI´s! :daumenh:

Mit Kaugummis wäre ich allerdings etwas vorsichtig, da entweder Zucker enthalten oder bei ungesüßten dann Zuckeraustauschstoffe, beides nicht gut. Nicht das man sich noch andere Probleme züchtet auf Dauer. Bentoit/Heilerde/Zeolith/Medizinalkohle ist gut, um schädliche Stoffe im Darm zu binden, auch Flohsamen/Chiasamen sind supi. Aus Mandeln, aber auch anderen Nüssen kann man sich super Milch und Mus sowie mit mehr Aufwand Joghurt/Quark herstellen.

Drück dir die Daumen, das du einen guten Arzt findest, vielleicht auch jemanden der ganzheitliche Aspekte mit einbezieht.
Liebe Grüsse eure Angel
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Ayumi
Beiträge: 16
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Re: Alternative zu Pantobrazol gesucht

Beitrag von Ayumi »

Hallo Angel,

das Kaugummi ist nur für den Übergang zu verstehen und sollte für die Umstellung und Gewöhnung an neue Rituale ansetzen.
Chiasamen sind mittlerweile umstritten.
Ich werde sowohl auf die altbewährte Heilerde zurückgreifen, als auch einen Arzt aufsuchen, welcher nicht nur allein die Schulmedizin sondern auch auf homöopathischer Ebene praktiziert.

Heute habe ich die erste Tablette Pantoprazol 40 mg weggelassen. Ich esse täglich mein Joghurt und ebenso gerne Quark und werde wieder beginnen, meine Mahlzeiten zu pürieren.

Als weitere Nebenwirkung des PPI ist die Blutplättchenveränderung anzumerken. Daher rührt auch meine stetige Müdigkeit.
Der Prozess der Besserung wird wohl einige Monate in Anspruch nehmen.
Nun denn, gehe ich es an.
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Ayumi
Beiträge: 16
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Re: Alternative zu Pantobrazol gesucht

Beitrag von Ayumi »

Hallo Angel,

habe die basische Ernährung gefunden und mußte feststellen, daß ich mich größten Teils genau so ernähre.
Warum basische Ernährung? - Zentrum der Gesundheit
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/b ... ung-2.html
17.07.2017 - Die basische Ernährung versorgt den Menschen mit leicht aufnehmbaren basischen Mineralstoffen sowie mit allen Nähr- und Vitalstoffen, die der Körper benötigt, um in sein gesundes Gleichgewicht zu finden. Gleichzeitig verschont die basische Ernährung den Menschen mit all jenen sauren ...
‎Säure-Basen-Tabelle · ‎Basische Rezepte · ‎Basisches Frühstück · ‎Fertigprodukte

Vielen herzlichen Dank für Deinen super Tipp :daumenh: desweiteren gibst Du mir ebenso die Hoffnung, daß es auch ohne PPI machbar ist.
Nun gehe ich in den Drogeriemarkt und kaufe die Luvos Heilerde Fein/Ultrafein.
Bis dahin alles Gute, :prost:
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angel29280
Beiträge: 740
Registriert: 27. Januar 2016, 12:47

Re: Alternative zu Pantobrazol gesucht

Beitrag von angel29280 »

Wuhu Kristin,

genau über ganzheitliche Behandlung hab ich auch viel in den vergangenen 2 Jahren bei Zentrum der Gesundheit mich belesen. Ist sehr informativ und hilfreich, gerade auch die Berichte teils in den Kommentaren.

Du hast es ja dann doch etwas einfacher mit Umstellung, da du dich vorher schon wohl weitgehend gesund ernährt hast. Wenn der Wille da ist und man viel Geduld sowie Durchhaltevermögen mitbringt, dann wird das schon, auch wenn es länger dauert. Hab dafür locker 1 Jahr gebraucht, wenn ich überlege, dass ich vor 1,5 Jahren noch massiv Magen/Darm-Probleme hatte mit Koliken regelmäßig und KH-Aufenthalten plus nix mehr Essen können außer Reis u. Wasser.

Wünsch dir auch alles Gute und viel Erfolg! Berichte gern weiter, ob es bei dir klappt. Denn vielleicht hilft es dann auch Anderen Gewhippelten und chronisch Kranken mit ähnlichen Problemen.
Liebe Grüsse eure Angel
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Ayumi
Beiträge: 16
Registriert: 18. Dezember 2017, 23:50

Re: Alternative zu Pantobrazol gesucht

Beitrag von Ayumi »

Ja liebe Angel, da hast Du ebenso eine Odyssee hinter Dir. Ich habe eine Aversion gegen Krankenhäuser entwickelt. :oops:

Eine Frage stellt sich noch: Hast Du das PPI sofort abgesetzt ?

Die Heilerde ist im Drogeriemarkt preiswert, Luvos Heilerde Nr. 1 für das Sodbrennen kostet 4,79 Euro mit 400 g und die Kapseln - mikrofein - zum einnehmen zur Bindung von Cholesterin und Fetten, Entschlackung, Flatulenz, Magendruck und Völlegefühl ebenso 4,79 Euro mit 40 Kapseln.

Habe sofort mit der Einnahme angefangen und warte auf Deine Antwort, zwecks Weglassung der PPI. Ich tendiere eher zur radikalen Tat, weil sich die Nebenwirkungen des PPI auf die Osteoporose pfropft. :denk:
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