Wie oft kann man den Hausarzt wechseln, ohne Probleme mit der Krankenkasse zu bekommen?

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Anonymus-003
Beiträge: 521
Registriert: 12. Oktober 2016, 15:51

Wie oft kann man den Hausarzt wechseln, ohne Probleme mit der Krankenkasse zu bekommen?

Beitrag von Anonymus-003 »

Hallo Gemeinde!

Das Thema steht ja schon in der Überschrift. Jetzt wo ich weiß, dass meine Beschwerden von der Bauchspeicheldrüse her kommen, bin ich auf der Suche nach dem richtigen Hausarzt. Und genau hier liegt das Problem. Bisher habe ich noch keinen Gefunden, der sich mit der Bauchspeicheldrüse wirklich auskennt. Heute war ich auch bei einem richtig netten. Er war wirklich menschlich, nett und hat sich super viel Zeit gelassen. Aber Ahnung von der Bauchspeicheldrüse hatte er nicht. Zumindest war er ehrlich und hat es zugegeben. Er komme eigentlich aus der Kardiologie und Bauchspeicheldrüse wäre schwierig und nicht sein Thema.
Aber jährliche Verlaufsuntersuchungen, beispielsweise Endosonographieen im Krankenhaus, hat er Abgelehnt, solange diese nicht vom Spezialisten (Pankreaszentrum) schriftlich befürwortet werden. Sonst bekomme er Ärger von der Krankenkasse und er könnte das nicht selbst entscheiden. Wenn die Spezialisten allerdings der Meinung sind dass ich alle drei Wochen eine Endosono bräuchte, so würde er es dann aber auch verordnen.

Finde ich völliger Quatsch diese Aussage.

Lange Rede, kurzer Sinn.
Die Frage ist, wie oft darf man den Arzt wechseln (suchen), ohne Probleme mit der Krankenkasse zu bekommen??
Kann das jemand beantworten oder hat Erfahrungen? Ist es schwierig im Quartal zu unterschiedlichen Ärzten zu gehen?
Wäre sehr dankbar für Antworten.

Möchte endlich einen Arzt finden, der mit meinem Beschwerdebild umzugehen weiß.
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Alkazzar
Beiträge: 160
Registriert: 5. Oktober 2017, 16:24

Re: Wie oft kann man den Hausarzt wechseln, ohne Probleme mit der Krankenkasse zu bekommen?

Beitrag von Alkazzar »

wieso brauchst du einen Hausarzt der sich mit der Bauchspeicheldrüse auskennt? wirklich auskennen tun sich damit halt nur Pankreas Spezialisten in den Zentren, der Hausarzt ist lediglich dafür da dich an diesen zu überweisen und alle Unterlagen für die Zukunft zu archivieren und bei nachfrage herauszugeben. Mein Hausarzt ist in einer großen Gemeinschaftspraxis von Internisten die auch Sonographien und so anbieten aber haben trotzdem viel zu wenig Ahnung um in meinem Krankheitsfall federführend zu behandeln.

Darum ist für mich ist nur wichtig: ist mein Hausarzt gut verfügbar? also gibt es kurzfristig Termine, bekomme ich alle Rezepte die ich benötige und kann ich menschlich mit ihm. denn für alles weitere geh ich zu Spezialisten.

Und wenn du wüsstest das du wirklich was mit dem Pankreas hättest dann bräuchtest du auch kein Hausarzt der dir weitere Diagnostische Untersuchungen verschreibt. Was ist denn deine aktuelle stehende Diagnose? und wenn du eine hast wieso gehst du damit nicht zu einen Zentrum und lässt dich dort behandeln (soweit möglich)

und auch mal so.. viele der diagnostischen Methoden fürs Pankreas reizen und stressen dieses auch oder setzen dich allgemein Strahlung etc. aus. daher ist es auch nicht sinnvoll unendlich rumzuforschen wenn schon die letzten x Untersuchungen ergebnislos waren denn das wird sich vermutlich auch bei der zehnten CT oder Endosono nicht ändern.

Und noch ein Tipp: ich halte es auch nicht für sinnvoll direkt mit Untersuchungsanweisung xy zu einem Spezialisten zu gehen.
Sondern lass dir allgemein eine Überweisung an ein Pankreas Zentrum geben und lass die Spezialisten Vorort entscheiden was sie mit dir machen denn wenn du mit klarer Anleitung kommst wird meist auch nur das gemacht was dein Hausarzt aufgeschrieben hat und der rest auch deinem Hausarzt überlassen.. also jede folge therapie, Konsequenz aus den Bildern.

aber um deine frage auch noch zu beantworten: du kannst deinen Arzt so oft wechseln wie du möchtest.
veritas
Beiträge: 448
Registriert: 29. Juli 2016, 10:58

Re: Wie oft kann man den Hausarzt wechseln, ohne Probleme mit der Krankenkasse zu bekommen?

Beitrag von veritas »

Hausärzte haben sich ja prinzipiell nicht auf Organe etc. spezialisiert, ich kenn eigentlich nur Sportmediziner oder Kardiologen die auch Hausärzte sind - ansonsten ist das halt einfach ein ganz anderer Werdegang. Es ist ja schon schwer einen Internisten zu finden, der sich gut mit dem Pankreas auskennt - bei einem Hausarzt würde ich sagen ist das nahezu unmöglich.
Die Hausärzte, die ich bis jetzt hatte, haben auch alles nur nach Aufforderung meines Internisten oder des Krankenhauses gemacht bzw. mir Medikamente verschrieben, die ich von dort auch schon bekommen habe. Ich glaube, da könnte man ordentlich Ärger bekommen, wenn man als Hausarzt Medikamente oder Untersuchungen verschreibt ohne wirklich Ahnung zu haben.
Anonymus-003
Beiträge: 521
Registriert: 12. Oktober 2016, 15:51

Re: Wie oft kann man den Hausarzt wechseln, ohne Probleme mit der Krankenkasse zu bekommen?

Beitrag von Anonymus-003 »

wieso brauchst du einen Hausarzt der sich mit der Bauchspeicheldrüse auskennt? wirklich auskennen tun sich damit halt nur Pankreas Spezialisten in den Zentren, der Hausarzt ist lediglich dafür da dich an diesen zu überweisen und alle Unterlagen für die Zukunft zu archivieren und bei nachfrage herauszugeben. Mein Hausarzt ist in einer großen Gemeinschaftspraxis von Internisten die auch Sonographien und so anbieten aber haben trotzdem viel zu wenig Ahnung um in meinem Krankheitsfall federführend zu behandeln.

Darum ist für mich ist nur wichtig: ist mein Hausarzt gut verfügbar? also gibt es kurzfristig Termine, bekomme ich alle Rezepte die ich benötige und kann ich menschlich mit ihm. denn für alles weitere geh ich zu Spezialisten.
Ja, stimmt schon. Darauf wird es wohl hinauslaufen, dass ich menschlich mit ihm kann und alle Überweisungen bekomme. Viel machen, kann man ja beim Pankreas sowieso nicht. Ich hatte mir eigentlich erhofft, dass regelmäßige Kontrolluntersuchungen, bei chronischer Pankreatitis Standard sein sollten. Und das jeder Arzt das genau so sieht.
Und wenn du wüsstest das du wirklich was mit dem Pankreas hättest dann bräuchtest du auch kein Hausarzt der dir weitere Diagnostische Untersuchungen verschreibt. Was ist denn deine aktuelle stehende Diagnose? und wenn du eine hast wieso gehst du damit nicht zu einen Zentrum und lässt dich dort behandeln (soweit möglich)
Diagnose ist symptomatische chronische Pankreatitis. Den Termin im Pankreaszentrum Bochum habe ich am 04.09..

Und wieso bräuchte ich bei stehender Diagnose keinen Hausarzt, der mir Untersuchungen verordnet? Das verstehe ich nicht.
denn wenn du mit klarer Anleitung kommst wird meist auch nur das gemacht was dein Hausarzt aufgeschrieben hat und der rest auch deinem Hausarzt überlassen.. also jede folge therapie, Konsequenz aus den Bildern.
Das stimmt. So läuft es meistens ab. Das verstehe ich auch nicht, dass die Kliniken da oft nicht weiter denken um sämtliche Ursachen auszuschließen.
aber um deine frage auch noch zu beantworten: du kannst deinen Arzt so oft wechseln wie du möchtest.
Danke für die Antwort auf die eigentliche Frage!
Hausärzte haben sich ja prinzipiell nicht auf Organe etc. spezialisiert, ich kenn eigentlich nur Sportmediziner oder Kardiologen die auch Hausärzte sind - ansonsten ist das halt einfach ein ganz anderer Werdegang. Es ist ja schon schwer einen Internisten zu finden, der sich gut mit dem Pankreas auskennt - bei einem Hausarzt würde ich sagen ist das nahezu unmöglich.
Die Hausärzte, die ich bis jetzt hatte, haben auch alles nur nach Aufforderung meines Internisten oder des Krankenhauses gemacht bzw. mir Medikamente verschrieben, die ich von dort auch schon bekommen habe. Ich glaube, da könnte man ordentlich Ärger bekommen, wenn man als Hausarzt Medikamente oder Untersuchungen verschreibt ohne wirklich Ahnung zu haben.
Also nur um Dich mal aufzuklären Veritas, da Du ja in Österreich lebst.
Hausärzte sind in Deutschland meist alle Internisten. Es gibt auch noch vereinzelt die Berufsbezeichnung Allgemeinmediziner. Ist aber meiner Erkenntnis nach seltener.
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Alkazzar
Beiträge: 160
Registriert: 5. Oktober 2017, 16:24

Re: Wie oft kann man den Hausarzt wechseln, ohne Probleme mit der Krankenkasse zu bekommen?

Beitrag von Alkazzar »

derMannohnePlan hat geschrieben: 30. August 2018, 16:31

Und wieso bräuchte ich bei stehender Diagnose keinen Hausarzt, der mir Untersuchungen verordnet? Das verstehe ich nicht.
weil du dann den zwischenschritt über den hausarzt nicht mehr brauchst außer für die obligatorische überweisung für die abbrechnung.. ich mache alle termine/absprachen/behandlungen direkt mit ärzten im pankreaszentrum mein hausarzt stellt nur die überweisung aus aber was wie wo gemacht wird.. damit hat der nix mehr zutun.. mein hausarzt erkundigt sich alle paar monate mal wenn ich mein kreonrezept abhole wie der stand der dinge ist dann erzähl ich kurz und erkenne an seinem blick das er nur bahnhof versteht dann verabschieden wir uns und das war es dann wieder..

ähnlich bei meinem onkologen am wohnort.. der war sogar angepisst das die ferderführung meiner behandlung nicht er sondern mein arzt im pankreaszentrum hat und er nur die chemo gibt aber nicht mitenscheiden wurfte welche behandlung wie durchgeführt wird sondern er nur die praktische ausführung übernimmt weil ich für die chemo nicht jede woche x stunden zum Zentrum fahren wollte..

und bei einer pankreatitis brauchst du im grunde keine verlaufskontrollen.. sondern du wirst immer dann aktiv wenn du einen schub hast.. was leider regelmässig genug sein wird.. :x
Anonymus-003
Beiträge: 521
Registriert: 12. Oktober 2016, 15:51

Re: Wie oft kann man den Hausarzt wechseln, ohne Probleme mit der Krankenkasse zu bekommen?

Beitrag von Anonymus-003 »

ähnlich bei meinem onkologen am wohnort.. der war sogar angepisst das die ferderführung meiner behandlung nicht er sondern mein arzt im pankreaszentrum hat und er nur die chemo gibt aber nicht mitenscheiden wurfte welche behandlung wie durchgeführt wird sondern er nur die praktische ausführung übernimmt weil ich für die chemo nicht jede woche x stunden zum Zentrum fahren wollte..
Warum denn? Ist er anderer Meinung was die Therapie anbelangt?
und bei einer pankreatitis brauchst du im grunde keine verlaufskontrollen.. sondern du wirst immer dann aktiv wenn du einen schub hast.. was leider regelmässig genug sein wird.. :x
Scheiße, ja.
Hattest Du vor Deiner Krebsdiagnose auch chronische Pankreatitis? Tut mir übrigens sehr leid was Du alles durchmachst!
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