EPI aufgrund der Symptomatik und Stuhlprobe verlässlich ?

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Dari88cgn
Beiträge: 2
Registriert: 6. Oktober 2018, 15:30

EPI aufgrund der Symptomatik und Stuhlprobe verlässlich ?

Beitrag von Dari88cgn »

Hallo zusammen !

Seit knapp 2 Jahren leide ich unter unspezifischen Symptomen (Blähungen, Oberbauchbeschwerden und voluminösem Stuhlgang). Die Phase der Erkrankung begann in einer privat extrem angespannten Zeit, insofern lag die Diagnose einer sogenannten Reizdarms nahe ! Ich fing an mit diversen bakterienkulturen zu substituieren und derweil lief es privat auch besser ! Die Symptome sind fast komplett verflogen.

Da mein behandelnder Gastroenterologe aber schwerwiegende Erkrankungen ausschließen wollte unterzog ich mich einer Blutprobe, einer Magen-/Darmspiegelung und einer Sonographie. Außer, dass der Eiweißwert zu niedrig und die Magenschleimhaut leicht gerötet war blieben diese Untersuchungen ohne Befund!

Meiner Bitte noch „ultima Ratio“ den Stuhl zu prüfen erfolgte dann der „Schock“! Schwere Insuffizienz der Pankreas (Elastase 59) und Fettgehalt im Normalbereich! Mein Arzt meinte ich müsse mir keine Sorgen machen , eine Substitution mit Kreon würde die Probleme beheben.

Leider hängt mehr als nur meine Gesundheit an dem Befund, da ich als Beamter auf Widerruf somit nicht mehr diensttauglich wäre....
Für mich ist das nun ein Fiasko!
Stutzig macht mich allerdings, dass ich seit dem Auftreten der Symptome 15kg zugenommen habe und sich die Gesamtsituation merklich gebessert hat !

Ist das Ergebnis der Stuhlprobe derart volatil, dass ein falsch-negatives Ergebnis vorliegen könnte ?

Spricht eine schwere unbehandelte EPI nicht gegen die Gewichtszunahme?

Extrem fettiges Essen vertrage ich ebenso wie fettarme Kost, kein Unterschied !

Mein Lebensstil ist geprägt von extrem viel sportlicher Betätigung und wenig Alkohol/Zigaretten!

Was sind die nächsten Schritte ? Mein Arzt nimmt mich scheinbar nicht richtig ernst !

Danke schon mal für eure Hilfe !
Allende
Beiträge: 327
Registriert: 21. Dezember 2013, 18:09

Re: EPI aufgrund der Symptomatik und Stuhlprobe verlässlich ?

Beitrag von Allende »

Kann kommen, hast ja Argumente selbst schon gebracht, Infekt wäre auch denkbar und wieder gehen. Oft bleibt es auch, manchmal auch aus ungeklärter Ursache.
Bitte verwechsel aber , wenn überhaupt noch, Schwäche der Drüse nicht mit anderen Krankheiten des Organs- passiert nämlich sehr schnell! Sieht man daran , dass du deine Beamtenlaufbahn gleich in Frage stellst.
Wenn du Kreon nicht benötigst, lass es weg und folge deinem Arzt. Ich würde, wenn noch nicht geschehen ein Ultraschall vom Abdomen machen lassen und danach entspannt weiterleben!

Alles Gute 🍀👍🏼
wasistes

Re: EPI aufgrund der Symptomatik und Stuhlprobe verlässlich ?

Beitrag von wasistes »

Selbst wenn du eine chr. Pankreatitis hättest, wäre das nicht das Ende der Welt und lässt sich durch eine Ernährungsumstellung, Enzymsubstitution und Nährstoffsubstitution in Griff bekommen.
Elastase sollte in mehreren Stuhlproben genommen werden, weil das Ergebnis auch verfälscht sein kann (bei Durchfall z.B.).
veritas
Beiträge: 448
Registriert: 29. Juli 2016, 10:58

Re: EPI aufgrund der Symptomatik und Stuhlprobe verlässlich ?

Beitrag von veritas »

Ist der Test nur einmal gemacht worden?
Wenn es dir jetzt gut geht (?) und du gut zunimmst darfst du das Kreon und die Diagnose gerne in die Tonne kloppen.
Und dienstuntauglich wird man nicht wenn man einmal schlechte Laboreegebnisse gehabt hat :D
Ich bin seit 20 Jahren chronisch krank und bin berufstätig :)
Dari88cgn
Beiträge: 2
Registriert: 6. Oktober 2018, 15:30

Re: EPI aufgrund der Symptomatik und Stuhlprobe verlässlich ?

Beitrag von Dari88cgn »

Vielen Dank für eure Beiträge! Die stuhluntersuchung erfolgte nur einmalig bis dato . Vermindert eine epi definitiv die Lebenserwartung oder bezieht sich diese Erhebung auf die alkoholinduzierte Form ?
veritas
Beiträge: 448
Registriert: 29. Juli 2016, 10:58

Re: EPI aufgrund der Symptomatik und Stuhlprobe verlässlich ?

Beitrag von veritas »

Erstmal könntest du rausfinden, ob du überhaupt eine EPI hast - das was dein Arzt da gemacht hat war keine Diagnose. Das ist so wie wenn mal der Eisenwert niedrig ist und man Ferritin bekommt - darum hat man nicht gleich sein Leben lang Blutarmut und endet bettlägrig mit lauter Eiseninfusionen :)
Dein Wert war einmal schlecht - das passiert. Entweder du willst der Sache auf den Grund gehen, dann würd ich mal zu einem Internisten gehen. Oder du bist froh dass es dir gut geht und vergisst die ganze Geschichte.
Die Lebenserwartung bei sowas ist vollkommen normal - nur weil deine Drüse vielleicht mal rumzickt bist du nicht gleich krank - geschweige denn sterbenskrank ;)
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