Um sich mal ein Bild von mir und meinem Problem zu machen, stell ich mich mal so komprimiert wir mir momentan möglich vor: Ich bin 40 Jahre, männlich, und bis auf gelegentlicher Gastritis bis dato ohne pathologisch-organischem Befund. Mit 13 angefangen zu rauchen und zu saufen. Kontinuierlicher Kiffer seit dem 14.. Vom 20.-30. Lj zusätzlich exzessiver Konsum von chem. Substanzen (MDMA, Speed, Koks, LSD). Seit ca. einem Jahr weg vom Alk. Heißt, z.Z. sind ca. 5-10 Zigaretten tägl. das einzig bewusst Ungesunde, was ich meinem Körper antue. Nachdem ich `ne handvoll stationäre- wohl 100 kalte Entzüge, eine Langzeittherapie gemacht und mich auch Selbsthilfegruppen angeschlossen hatte, ist evtl. noch Folgendes erwähnenswert: Meine Suchtkarriere verlief - im Bezug auf die Menschen mit gleicher Problematik, die ich kennenlernen durfte - auf einer anderen als typischen Ebene. Es war wenn nicht eine Pille, Pappe, Näschen etc. sondern 10, 20 +++, und die letzten 10 Jahre bis zu 2,5 Liter 40%igen täglich. Da ich an einer diagnostizierten Borderliner-Störung leide, während der ganzen Zeit voll berufstätig war - das über Jahre 365 Tage, 15 Std. - bezeichnete mich meine damalige Therapeutin als "high-functioning-alcoholic" inkl. einer "high-sensitiv-person", womit sie sich meine Konsumtoleranz und einiges andere erklärte. Jeder Arzt, dem ich meine Geschichte annähernd erzähl, fragt mich/sich, wieso ich noch lebend vor ihm sitz, es keine optischen Spuren hinterlassen hat und ich aus ärztlicher Sicht noch alle Tassen im Schrank hab....wobei man die Meinung nicht generell teilen muss
So, und wer jetzt noch nicht schon genervt den thread gewechselt hat, dem schilder ich jetzt mal das aktuelle Problem: Vor etwas mehr als 6 Monaten hab ich zum ersten Mal bewusst wahrgenommen, dass irgendwas nicht stimmt. Ständig abgeschlagen und müde, und undefinierbares Ziehen, Drücken im Oberbauch. Erstmal ignoriert und auf den Magen und meine Psyche geschoben, mit denen ich ja schon so meine Erfahrungen hab. Bis es dann vor 4 Monaten so nervig wurde, dass ich zum Internisten bin. Blutbild, Gastro- u. Koloskopie, Sonographie -> alles ohne besonderen Befund. Lipase minimal erhöht - nichtmal Gastritis, womit ich eigentlich gerechnet hatte! Aufgrund meiner Drogen- und vor allem Alkkarriere kam mir dann natürlich chronische Pankreatitis in den Sinn. Also vor 3 Monaten wieder zum Arzt, weil das Spektrum an Symptomem sich quasi überfallartig ausdehnte. Krämpfe, Stiche in Rücken und Schulter. Absolut unerträgliche Blähungen, Verstopfungen einhergehend mit `nem Bauch, der sich anfühlt als wär man schwanger^^. Nachtschweiß, Benommenheit, Sterne-sehen, und das Schlimmste für mich, eine dermaßen ausgeprägte körperliche Schwäche, dass ich mich salopp gesagt komplett im Arsch fühl. Morgens aufstehen und in Spiegel schauen reicht schon. Teilweise kreidebleich und seh aus wie Tod auf Latschen. 100m Spazierengehen dann Schwindel, Benommenheit, weiche Knie, bis hin zum Gefühl "Ok, gleich geht's Licht aus", oder ich kein Schritt mehr vor den anderen setzen kann...
Seit einer Woche bin ich stationär auf der Gastroenterologie. Enzyme gechecked, wieder Gastro und Sono ohne Befund. Lipasewerte sind sogar unter dem Referenzwert. Gestern CT, von der ich mir `ne konkrete Diagnose erhofft hab. Aber,OHNE BEFUND. Das heißt, die Diagnostik ist für meine behandelnde Ärzte erledigt, und, ich werde entlassen. Also hock ich hier jetzt mit Schmerzen, ohne den Ansatz einer Diagnose und `ner Pulle Novaminsulfon.
Ich frag mich natürlich "Und jetzt?". Soll ich hier die Axt auspacken und auf weitere Untersuchungen bestehen? Das Kontingent ist ja noch lange nicht erschöpft. Oder mich nach einem spezifischem Pankreaszentrum umsehen?
Sry, aber ich musste mir das mal von der Seele schreiben. In der Hoffnung, dass mir vielleicht hier jemand den ein oder anderen Ratschlag geben kann. In diesem Sinne....
greetz Manu