Verdickter Pankreaskopf - Exokrine Insuffizienz? Tumor?
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bri2102
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Verdickter Pankreaskopf - Exokrine Insuffizienz? Tumor?
Hallo zusammen,
Zunächst mal (recht ausführlich) meine Geschichte:
Ich bin 45, ziemlich übegewichtig (125 kg bei 175 cm, waren aber auch schon über 140kg). Geraucht habe ich bis März diesen Jahres ziemlich stark, dann aufgehört. Alkohol trinke ich under der Woche so gut wie nie, an den Wochenenden aber ab und zu auch mal ein paar Bier mehr.
Seit längerer Zeit hatte ich immer wieder Verdauungsprobleme, diese äüßerten sich durch Blähungen, Bauchkrämpfe, ab und an leichte stechende Schmerzen im Oberbauch, explosionsartige Stuhlentleerung direkt nach dem Essen, teilweise fettige Stuhlgänge (nicht der Fettstuhl wie er im allgemeinen beschrieben wird, sondern teilweise breiiger, teilwese auch komplett "normaler", fester Stuhlgang allerdings ab und zu mit Fett im Toilettenwasser). War deswegen schon öfters bei meinem Hausarzt, der hat es immer auf meine Ernährung geschoben, diese war aber (man mag es angesichts meiner Körperfülle kaum glauben) im Grunde sehr vernünftig. Wohne in einem kleinen Städtchen, mit FastFood ist hier nix, habe immer frisch selbst gekocht (ist auch ein Hobby von mir), nicht übertrieben fettig, viel Gemüse, wenig rotes Fleisch, eher Fisch und Geflügel. Allerdings, und daher kommt denke ich mein Übergewicht, immer schon viel süßes. Habe ich aber seit März so gut wie komplett eingestellt. Hat meinen HA aber nicht interessiert, die Beschwerden auf die falsche Ernährung zurück zu führen war halt sie einfachste Lösung.
Nachdem ich im Februar diesen Jahres aber wieder mit der selben Problematik bei ihm vorstellig wurde, hat er sich dann doch mal dazu herabgelassen, eine Elastase-Messung in einer Stuhlprobe machen zu lassen. Ergebniss: 91 bzw. 85 (beide Werte jedoch aus derselben Probe!?!?!). Erstmal war er davon selbst etwas geschockt, er hat seine Tochter, welche Ende diesen Jahres die Praxis von ihm übernimmt, hinzu gerufen, die hat nur mit den Schultern gezuckt und ist wieder rausgegangen. Mein HA meinte dann, dass es das mal geben kann, wenn ich vielleicht mit dem Alkohol über die Stränge geschlagen habe. Die zeitleiche Blutprobe ergab keine Pankreas-relevanten Abnormalitäten. Ich solle halt schauen was ich vertrage und was nicht, und das halt dann ensprechend weglassen. War von der Diagnose auch nicht wirklich überzeugt, aber na ja man nimmt es so hin.
Es folgte eine beschwerdefreie Zeit, ehe es wieder losging mit den fettigen Stühlen, immer mal zwei bis drei mal, dann wieder völlig normal. Durchfall hatte ich nie. Aber halt auch wieder diese Blähungen, dieses Stechem im Bauch, nun ab und zu auch leichte Übelkeit nachts. Vor allem morgens mach dem Aufwachen teilweise krampfartige (aber erträgliche) Schmerzen im Unterbauch, welche nach Abgang von Winden besser wurden.
Also wieder zum HA in der Hoffnung, dass nun endlich weiterführende Untersuchungen durchgeführt werden. Resultat: Blutentnahme, noch zusätzlich Leberwerte prüfen lassen. Zwei Tage stäter zur Besprechung der Ergebnisse hin. Mein HA eröffnete das Gespräch mit den Worten: "Sie haben ein Problem........" verheißungsvolles Schweigen "........mit Ihren Blutwerten müssen Sie noch 30 Jahre arbeiten". Sehr witzig, sollte heißen alle Werte gut. Habe die Werte auch mit nach Hause genommen, sind wirklich alle gut. Wieder der Hinweis ich solle auf meine Ernährung achten. Ich könne einen Unverträglichkeitstest machen lassen, denn ich aber selbst bezahlen müsse und der ca. 300 € kostet. Meine Frage nach Bildgebund z.B. CT wurde damit beantwortet, dass er mir davon bei meinen super Blutwerten aufgrund der Strahlenbelastung abraten würde. Da ich jedoch auf irgendeiner Form von Bildgebung beharrte, meinte er sich solle mir einen Termin geben lassen für ein Nüchtern-Ultraschall was von seiner Tochter gemacht wurde. Ergebnis (ziemlich im Wortlaut): Sie hätte nich alles sehen können, aber was sie sehen konnte sei unauffällig. Tolle Aussage in der Nachbetrachtung. Man solle das weiter beobachten.
Also wieder ohne Diagnose und Therapievorschlag nach Hause in der Hoffnung, dass sich alles ja vielleicht auch von selbst wieder erledigt....was soll ich sagen, das tat esw nicht. Nachdem nach einer weiteren beschwerdefreien Phase die Probleme wieder kamen, hahm ich das Heft selbst in die Hand und habe einen Gastroenterologen in der nächsten Stadt per Mail angeschrieben (aufgrund der Corona-Situation hatte der seine Sprechzeiten deutlich reduziert und telefonisch hat man nie jemanden erreicht. Das war ca. Mitte Mai. Anfang Juni bekam ich dann tatsächlich einen Rückruf von der Praxis, Termin am 21.07.2020, ich solle vorab alle vorhandenen Befunde schicken (was mich schon mal positiv stimmte, weil es ja bedeutet, dass sich der Arzt das vor dem ersten Termin schon mal anschaut).
Also noch 1,5 Monate warten bis zum Termin, mal mit weniger, mal mit mehr Beschwerden. 3 Wochen vor dem Termin hatten sich dann die Beschwerden komplett Richtung Magen verlagert, und auch ziemlich verschlechtert. Völlegefühl nach jedem kleinen Bissen, Luft aufstossen im Minutentakt, Magendruck.
Endlich dann der 21.07., mein Termin beim Facharzt. Der hat sich wirklich sehr viel Zeit genommen für die Anamnese, auch Erkrankungen in der Familie erfragt (mein älterer Bruder starb mit 50 nach der zweiten Lebertransplantation an Primär Sklerosierender Cholangitis ausgelöst durch Morbus Crohn, mein Vater starb mit 79 an einen Pankreaskarzinom, meine Mutter und mein anderer Bruder haben / hatten Gallensteine, meine Schwester Divertikulitis). Nach der Anamnese wurde ein Termin vereinbart zur Sonographie und Magenspiegelung auf den 05.08.2020 also heute vor einer Woche. Am 06.08. wollte ich eigentlich mit meiner Lebensgefährtin an die Nordsee in Urlaub fahren, aber einen Tag vorher geht das ja, zumal sie dann auch frei hatte und mich fahren konnte (hab mir für Kurznarkose während Magenspiegelung entschieden).
Zuerst erfolgte die Sonographie. Diese hat sich in zwei wesentlichen Punkten von der beim Hausarzt unterschieden: Das verwendete Gerät war kein gefühltes Vorkriegsmodell und die Untersuchung war nich nach 5 Minuten beendet. Es wurden wohl wirklich alle Organe im Bauchraum untersucht. Festegellt wurde eine Leberverfettung (wußte ich schon vorher) und eine vermutete Darmwandverdickung, laut Aussage des Arztes eher im Dünndarm. Pankreas konnte größtenteils eingesehen werden, bis auf lipomatose (Verfettung) keine Auffälligkeiten.
Magenspiegelung: Entzündete Speiseeröhre mit polypoider Erhabenheit von 5mm im Übergang zum Magen, Kardiainsuffizienz, Zeichen einer Pangastritis, leichte Bulbitis, Divertikel im Duodenom. in diesem wird Vatersche Papille vermutet.
Entsprechende Probenentnahmen aus der polypoden Erhabenheit, dem Magen und dem Duodenum.
Ergebnisse kenne ich noch nicht, ebenso von der an diesem Tage abgegebenen weiteren Stuhprobe zur Elastase-Bestimmung,
Aufgrund der Darmwandverdickung und weil wohl nicht die komplette Pankreas eingesehen werden konnte, erfolgte eine Überweisung zum Radiologen zur weiterern Abklärung per CT / MRT.
Also direkt nach der Magenspiegelung zu einem ortsansässigen Radiologiezentrum. Dort wurde mir überraschenderweise für Montag, 10.08. (also vorgestern) schon ein Termin gegeben, also eigentlich zu der Zeit wo wir an der Nordsee gewesen wären. Nach kurzer Rüksprache mit meiner Freundin haben wir uns entlschlossen, den Urlaub sausen zu lassen und den CT-Termin wahrzunehmen. Wer weiß, wann ich sonst den nächsten bekommen hätte und abschalten hätte ich da im Urlaub mit dieser Ungewissheit ohnehin nicht können.
Am Montag also CT-Termin, tollerweise war der Arzt nicht im Hause, es gab also nach den Aufnahmen nicht direkt Ergebnisse sondern diese wurden an meinen Gastro geschickt.
Nach zwei weiteren Tagen auf glühenden Kohlen (hatte Angst wegen der Darmwandverdickung und auch dass an der Pankreas doch noch was gedunden wird) habe ich dann heute dort angerufen, der Befund lag auch vor. Da der Arzt in einer Untersuchung war und ich der Arzthelfering meine Ängste schildert, hat sie mir die Ergebnisse dann telefonisch mitgeteilt:
Darmwandervickung bestätigt, allerdings wohl nicht tumorös (eher entzündlich)
Galle samt Gängen ohne Befund
Jetzt kommt's: Verdickung des Pankreaskopfes, laut Radiologen vermutlich durch das Divertikel im Duodenom (Zwölffingerdarm). Zur weiterern Abklärung wird MRT empfohlen.
So, nun meine Fragen (hoffe, es hat überhaupt jemand bis hier gelesen):
=> Verdickung Pankreaskopf: Kann das auch ein Tumor sein? Oder wäre hier nicht eher der Begriff "Raumforderung" gefallen? So war es zumindest damals bei meinem Vater.
=> Vermutete Ursache Divertikel im Duodenum (Siehe auch unterstrichener Text beim Befund der Magenspiegelung): Har hier jemand mit sowas Erfahrung? Ich stelle mir das so vor, dass das Divertikel den Abfluss des Bauchspeichels und vermutlich auch der Galle (dadurch evtl. auch meine Magenprobleme) in den Zwölffingerdarm be- oder verhindert. Dadurch staut sich das zurück. Da ich immer beschwerdefreie Phasen habe kommt es etvl. darauf an wie das Divertikel gerade liegt und wie sehr es die Papille gerade "verstopft". Dadurch kann ja auch die Elastase erniedrigt sein, habe gelesen dass das auch bei Gallensteinen vorkommt, die die Papille verstopfen, ein Divertikel ist ja nichts anderes, ervtl nur etwas durchlässiger......
=> Bedeutet der "verdickte Pankreaskopf" automatisch im besten Fall chronische Pankreatitis? Oder kann durch Entfernung des Divertikels auch wieder alles in's Lot kommen und die Pankreas sich erholen wenn die Stenose beseitigt ist?
=> MRT: Soll ich das machen lassen? Kann da evtl. dann doch noch ein Tumor bei rauskommen?
=> Soll ich meinen HA überhaupt noch in die Behandlung mit einbeziehen? Im Moment würde ich ihm eigentlich nur gerne die bisherigen Befunde um die Ohren hauen, damit er in ZUkunft die Beschwerden seiner Patienten etwas ernster nimmt, auch wenn sie nicht jammernd und heulend im Behandlungszimmer sitzen!
Danke schonmal für Eure Antworten!
Zunächst mal (recht ausführlich) meine Geschichte:
Ich bin 45, ziemlich übegewichtig (125 kg bei 175 cm, waren aber auch schon über 140kg). Geraucht habe ich bis März diesen Jahres ziemlich stark, dann aufgehört. Alkohol trinke ich under der Woche so gut wie nie, an den Wochenenden aber ab und zu auch mal ein paar Bier mehr.
Seit längerer Zeit hatte ich immer wieder Verdauungsprobleme, diese äüßerten sich durch Blähungen, Bauchkrämpfe, ab und an leichte stechende Schmerzen im Oberbauch, explosionsartige Stuhlentleerung direkt nach dem Essen, teilweise fettige Stuhlgänge (nicht der Fettstuhl wie er im allgemeinen beschrieben wird, sondern teilweise breiiger, teilwese auch komplett "normaler", fester Stuhlgang allerdings ab und zu mit Fett im Toilettenwasser). War deswegen schon öfters bei meinem Hausarzt, der hat es immer auf meine Ernährung geschoben, diese war aber (man mag es angesichts meiner Körperfülle kaum glauben) im Grunde sehr vernünftig. Wohne in einem kleinen Städtchen, mit FastFood ist hier nix, habe immer frisch selbst gekocht (ist auch ein Hobby von mir), nicht übertrieben fettig, viel Gemüse, wenig rotes Fleisch, eher Fisch und Geflügel. Allerdings, und daher kommt denke ich mein Übergewicht, immer schon viel süßes. Habe ich aber seit März so gut wie komplett eingestellt. Hat meinen HA aber nicht interessiert, die Beschwerden auf die falsche Ernährung zurück zu führen war halt sie einfachste Lösung.
Nachdem ich im Februar diesen Jahres aber wieder mit der selben Problematik bei ihm vorstellig wurde, hat er sich dann doch mal dazu herabgelassen, eine Elastase-Messung in einer Stuhlprobe machen zu lassen. Ergebniss: 91 bzw. 85 (beide Werte jedoch aus derselben Probe!?!?!). Erstmal war er davon selbst etwas geschockt, er hat seine Tochter, welche Ende diesen Jahres die Praxis von ihm übernimmt, hinzu gerufen, die hat nur mit den Schultern gezuckt und ist wieder rausgegangen. Mein HA meinte dann, dass es das mal geben kann, wenn ich vielleicht mit dem Alkohol über die Stränge geschlagen habe. Die zeitleiche Blutprobe ergab keine Pankreas-relevanten Abnormalitäten. Ich solle halt schauen was ich vertrage und was nicht, und das halt dann ensprechend weglassen. War von der Diagnose auch nicht wirklich überzeugt, aber na ja man nimmt es so hin.
Es folgte eine beschwerdefreie Zeit, ehe es wieder losging mit den fettigen Stühlen, immer mal zwei bis drei mal, dann wieder völlig normal. Durchfall hatte ich nie. Aber halt auch wieder diese Blähungen, dieses Stechem im Bauch, nun ab und zu auch leichte Übelkeit nachts. Vor allem morgens mach dem Aufwachen teilweise krampfartige (aber erträgliche) Schmerzen im Unterbauch, welche nach Abgang von Winden besser wurden.
Also wieder zum HA in der Hoffnung, dass nun endlich weiterführende Untersuchungen durchgeführt werden. Resultat: Blutentnahme, noch zusätzlich Leberwerte prüfen lassen. Zwei Tage stäter zur Besprechung der Ergebnisse hin. Mein HA eröffnete das Gespräch mit den Worten: "Sie haben ein Problem........" verheißungsvolles Schweigen "........mit Ihren Blutwerten müssen Sie noch 30 Jahre arbeiten". Sehr witzig, sollte heißen alle Werte gut. Habe die Werte auch mit nach Hause genommen, sind wirklich alle gut. Wieder der Hinweis ich solle auf meine Ernährung achten. Ich könne einen Unverträglichkeitstest machen lassen, denn ich aber selbst bezahlen müsse und der ca. 300 € kostet. Meine Frage nach Bildgebund z.B. CT wurde damit beantwortet, dass er mir davon bei meinen super Blutwerten aufgrund der Strahlenbelastung abraten würde. Da ich jedoch auf irgendeiner Form von Bildgebung beharrte, meinte er sich solle mir einen Termin geben lassen für ein Nüchtern-Ultraschall was von seiner Tochter gemacht wurde. Ergebnis (ziemlich im Wortlaut): Sie hätte nich alles sehen können, aber was sie sehen konnte sei unauffällig. Tolle Aussage in der Nachbetrachtung. Man solle das weiter beobachten.
Also wieder ohne Diagnose und Therapievorschlag nach Hause in der Hoffnung, dass sich alles ja vielleicht auch von selbst wieder erledigt....was soll ich sagen, das tat esw nicht. Nachdem nach einer weiteren beschwerdefreien Phase die Probleme wieder kamen, hahm ich das Heft selbst in die Hand und habe einen Gastroenterologen in der nächsten Stadt per Mail angeschrieben (aufgrund der Corona-Situation hatte der seine Sprechzeiten deutlich reduziert und telefonisch hat man nie jemanden erreicht. Das war ca. Mitte Mai. Anfang Juni bekam ich dann tatsächlich einen Rückruf von der Praxis, Termin am 21.07.2020, ich solle vorab alle vorhandenen Befunde schicken (was mich schon mal positiv stimmte, weil es ja bedeutet, dass sich der Arzt das vor dem ersten Termin schon mal anschaut).
Also noch 1,5 Monate warten bis zum Termin, mal mit weniger, mal mit mehr Beschwerden. 3 Wochen vor dem Termin hatten sich dann die Beschwerden komplett Richtung Magen verlagert, und auch ziemlich verschlechtert. Völlegefühl nach jedem kleinen Bissen, Luft aufstossen im Minutentakt, Magendruck.
Endlich dann der 21.07., mein Termin beim Facharzt. Der hat sich wirklich sehr viel Zeit genommen für die Anamnese, auch Erkrankungen in der Familie erfragt (mein älterer Bruder starb mit 50 nach der zweiten Lebertransplantation an Primär Sklerosierender Cholangitis ausgelöst durch Morbus Crohn, mein Vater starb mit 79 an einen Pankreaskarzinom, meine Mutter und mein anderer Bruder haben / hatten Gallensteine, meine Schwester Divertikulitis). Nach der Anamnese wurde ein Termin vereinbart zur Sonographie und Magenspiegelung auf den 05.08.2020 also heute vor einer Woche. Am 06.08. wollte ich eigentlich mit meiner Lebensgefährtin an die Nordsee in Urlaub fahren, aber einen Tag vorher geht das ja, zumal sie dann auch frei hatte und mich fahren konnte (hab mir für Kurznarkose während Magenspiegelung entschieden).
Zuerst erfolgte die Sonographie. Diese hat sich in zwei wesentlichen Punkten von der beim Hausarzt unterschieden: Das verwendete Gerät war kein gefühltes Vorkriegsmodell und die Untersuchung war nich nach 5 Minuten beendet. Es wurden wohl wirklich alle Organe im Bauchraum untersucht. Festegellt wurde eine Leberverfettung (wußte ich schon vorher) und eine vermutete Darmwandverdickung, laut Aussage des Arztes eher im Dünndarm. Pankreas konnte größtenteils eingesehen werden, bis auf lipomatose (Verfettung) keine Auffälligkeiten.
Magenspiegelung: Entzündete Speiseeröhre mit polypoider Erhabenheit von 5mm im Übergang zum Magen, Kardiainsuffizienz, Zeichen einer Pangastritis, leichte Bulbitis, Divertikel im Duodenom. in diesem wird Vatersche Papille vermutet.
Entsprechende Probenentnahmen aus der polypoden Erhabenheit, dem Magen und dem Duodenum.
Ergebnisse kenne ich noch nicht, ebenso von der an diesem Tage abgegebenen weiteren Stuhprobe zur Elastase-Bestimmung,
Aufgrund der Darmwandverdickung und weil wohl nicht die komplette Pankreas eingesehen werden konnte, erfolgte eine Überweisung zum Radiologen zur weiterern Abklärung per CT / MRT.
Also direkt nach der Magenspiegelung zu einem ortsansässigen Radiologiezentrum. Dort wurde mir überraschenderweise für Montag, 10.08. (also vorgestern) schon ein Termin gegeben, also eigentlich zu der Zeit wo wir an der Nordsee gewesen wären. Nach kurzer Rüksprache mit meiner Freundin haben wir uns entlschlossen, den Urlaub sausen zu lassen und den CT-Termin wahrzunehmen. Wer weiß, wann ich sonst den nächsten bekommen hätte und abschalten hätte ich da im Urlaub mit dieser Ungewissheit ohnehin nicht können.
Am Montag also CT-Termin, tollerweise war der Arzt nicht im Hause, es gab also nach den Aufnahmen nicht direkt Ergebnisse sondern diese wurden an meinen Gastro geschickt.
Nach zwei weiteren Tagen auf glühenden Kohlen (hatte Angst wegen der Darmwandverdickung und auch dass an der Pankreas doch noch was gedunden wird) habe ich dann heute dort angerufen, der Befund lag auch vor. Da der Arzt in einer Untersuchung war und ich der Arzthelfering meine Ängste schildert, hat sie mir die Ergebnisse dann telefonisch mitgeteilt:
Darmwandervickung bestätigt, allerdings wohl nicht tumorös (eher entzündlich)
Galle samt Gängen ohne Befund
Jetzt kommt's: Verdickung des Pankreaskopfes, laut Radiologen vermutlich durch das Divertikel im Duodenom (Zwölffingerdarm). Zur weiterern Abklärung wird MRT empfohlen.
So, nun meine Fragen (hoffe, es hat überhaupt jemand bis hier gelesen):
=> Verdickung Pankreaskopf: Kann das auch ein Tumor sein? Oder wäre hier nicht eher der Begriff "Raumforderung" gefallen? So war es zumindest damals bei meinem Vater.
=> Vermutete Ursache Divertikel im Duodenum (Siehe auch unterstrichener Text beim Befund der Magenspiegelung): Har hier jemand mit sowas Erfahrung? Ich stelle mir das so vor, dass das Divertikel den Abfluss des Bauchspeichels und vermutlich auch der Galle (dadurch evtl. auch meine Magenprobleme) in den Zwölffingerdarm be- oder verhindert. Dadurch staut sich das zurück. Da ich immer beschwerdefreie Phasen habe kommt es etvl. darauf an wie das Divertikel gerade liegt und wie sehr es die Papille gerade "verstopft". Dadurch kann ja auch die Elastase erniedrigt sein, habe gelesen dass das auch bei Gallensteinen vorkommt, die die Papille verstopfen, ein Divertikel ist ja nichts anderes, ervtl nur etwas durchlässiger......
=> Bedeutet der "verdickte Pankreaskopf" automatisch im besten Fall chronische Pankreatitis? Oder kann durch Entfernung des Divertikels auch wieder alles in's Lot kommen und die Pankreas sich erholen wenn die Stenose beseitigt ist?
=> MRT: Soll ich das machen lassen? Kann da evtl. dann doch noch ein Tumor bei rauskommen?
=> Soll ich meinen HA überhaupt noch in die Behandlung mit einbeziehen? Im Moment würde ich ihm eigentlich nur gerne die bisherigen Befunde um die Ohren hauen, damit er in ZUkunft die Beschwerden seiner Patienten etwas ernster nimmt, auch wenn sie nicht jammernd und heulend im Behandlungszimmer sitzen!
Danke schonmal für Eure Antworten!
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azzaro2000
- Beiträge: 30
- Registriert: 21. November 2019, 23:36
- Wohnort: Schleswig-Holstein
Re: Verdickter Pankreaskopf - Exokrine Insuffizienz? Tumor?
Hallo bri, was es ist wird dir ein Mediziner erst nach eingehender Diagnostik sagen. Mit Vermutungen kann keiner etwas anfangen. Also lass das MRT machen. Gehe dazu in eine Pankreas Spezialsprechstunde (Uniklinik). Überweisung gibt's beim Hausarzt. Den würde ich immer mit einbeziehen, wenn der nicht weiter weiß wird er dich an Spezialisten überweisen.
Bleib gesund und Grüße aus dem echten Norden
Bleib gesund und Grüße aus dem echten Norden
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wasistes
Re: Verdickter Pankreaskopf - Exokrine Insuffizienz? Tumor?
Der Vorschlag mit dem Pankreaszentrum ist goldwert.
Aus der Ferne lässt sich schwer beurteilen.
Was mich stutzig macht ist die Stelle an der Papilla Vateri.
Ich würde ruhig und besonnen an die Sache rangehen. Dennoch wäre es gut eine Endosonografische Untersuchung und eventuell Feinnadelpunktion der Stelle in Betracht zu ziehen.
Damit lässt sich gut ausschließen ob etwas harmloses oder z.b. ein Papillentumor dahinterstecken könnte.
Gute Besserung!
Aus der Ferne lässt sich schwer beurteilen.
Was mich stutzig macht ist die Stelle an der Papilla Vateri.
Ich würde ruhig und besonnen an die Sache rangehen. Dennoch wäre es gut eine Endosonografische Untersuchung und eventuell Feinnadelpunktion der Stelle in Betracht zu ziehen.
Damit lässt sich gut ausschließen ob etwas harmloses oder z.b. ein Papillentumor dahinterstecken könnte.
Gute Besserung!
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bri2102
- Beiträge: 7
- Registriert: 12. August 2020, 12:17
Re: Verdickter Pankreaskopf - Exokrine Insuffizienz? Tumor?
Hallo zusammen,
habe nun auch selbst den Befund vom Radiologen vorliegen. Genauer Wortlaut:
"Voluminöser Pankreaskopf mit Lufteinschlüssen im Bereich des Pankreaskopfes, wahrscheinlich von einem Duodenaldivertikel herrührend. Schlechte Abgrenzbarkeit der Pars desdencens duodeni.
Eine primär malignomsuspekte Pankreaskopfläsion lässt sich nicht nachweisen, kein Nachweis eines Aufstaus des Ductus Wirsungianus"
Und bei der Beurteilung:
"Duodenaldivertikel, voluminöser Pankreaskopf schlecht abgrenzbar von der Pars descendens duoedeni. Zum sicheren NPL-Ausschluss im Pankreaskopfbereich ergänzende MRT des Pankreas enpfohlen".
NPL beudeutet ja Neoplasie also Neubildung von Gewebe (Tumor). Diese soll durch das MRT sicher ausgesschlossen werden.
Ich denke, dass es wohl eher kein Papillentumor ist, da ja jetzt sowohl im Ultraschall als auch im CT von Divertikeln gesprochen wird.
Was mich halt wundert, ist die Sache mit den Lufteinschlüssen durch das Divertikel......hab im Netz gesucht und gesucht und nix dazu gefunden. Kann von Euch einer was dazu sagen?
An Pankreaszentrum habe ich auch schon gedacht, würde dann wohl bei mir auf Heidelberg rauslaufen. Dort hatte mein leider verstorbener Bruder seine beiden LTX und war immer sehr zufrieden. Seine Witwe, also meine Schwägerin, hat vor ein paar Jahren auch gemeint, dass die Ärzte die meinen Bruder in Heidelberg betreut haben, gerne mich und meinen Bruder kennen lernen würden da solche Geschichten wie mein Bruder sie hatte ja immer auch eine erbliche Komponente haben.......hat sich für mich nach Versuchskaninchen angehört, und da ich zu der Zeit auch keine Beschwerden hatte, habe ich dankend abgeleht. Vielleicht läßt sich dieser Kontakt ja nochmal reaktivieren......
Für den Moment habe ich jetzt erstmal einen MRT-Termin für kommenden Donnerstag, also nochmal 'ne Woche glühende Kohlen, wenn nicht länger, denn mein Gastro hat ab übernächster Woche Urlaub...........
Mein Gastro hat mich diese Woche am Mittwoch um 21:00 Uhr abends (!) noch angerufen um mit mir den Befund durchszusprechen. DIe Angst konnte er mir nicht wirklich nehmen, es wurde sogar in Aussicht gestellt, dass ich nach dem MRT evtl. dann noch stationär in die Klinik muss für weitere Untersuchungen (z.B. Endosonographie).....
Versuche im Moment positiv zu sein, was nicht ganz einfach ist. Versuche mir halt einzureden, dass einfach das Divetikel raus muss und dann wird alles wieder gut......und hoffe dass sich was bösartiges durch das MRT am Donnerstag ausschliessen läßt.
Im Moment ist jeder Tag anders, an einem denke ich alles wird gut und am nächsten sehe ich mich schon auf der Intensivstation mit Palliativbehandlung.......
Danke für Eure Anworten, mein Name ist übrigens Bernd.
habe nun auch selbst den Befund vom Radiologen vorliegen. Genauer Wortlaut:
"Voluminöser Pankreaskopf mit Lufteinschlüssen im Bereich des Pankreaskopfes, wahrscheinlich von einem Duodenaldivertikel herrührend. Schlechte Abgrenzbarkeit der Pars desdencens duodeni.
Eine primär malignomsuspekte Pankreaskopfläsion lässt sich nicht nachweisen, kein Nachweis eines Aufstaus des Ductus Wirsungianus"
Und bei der Beurteilung:
"Duodenaldivertikel, voluminöser Pankreaskopf schlecht abgrenzbar von der Pars descendens duoedeni. Zum sicheren NPL-Ausschluss im Pankreaskopfbereich ergänzende MRT des Pankreas enpfohlen".
NPL beudeutet ja Neoplasie also Neubildung von Gewebe (Tumor). Diese soll durch das MRT sicher ausgesschlossen werden.
Ich denke, dass es wohl eher kein Papillentumor ist, da ja jetzt sowohl im Ultraschall als auch im CT von Divertikeln gesprochen wird.
Was mich halt wundert, ist die Sache mit den Lufteinschlüssen durch das Divertikel......hab im Netz gesucht und gesucht und nix dazu gefunden. Kann von Euch einer was dazu sagen?
An Pankreaszentrum habe ich auch schon gedacht, würde dann wohl bei mir auf Heidelberg rauslaufen. Dort hatte mein leider verstorbener Bruder seine beiden LTX und war immer sehr zufrieden. Seine Witwe, also meine Schwägerin, hat vor ein paar Jahren auch gemeint, dass die Ärzte die meinen Bruder in Heidelberg betreut haben, gerne mich und meinen Bruder kennen lernen würden da solche Geschichten wie mein Bruder sie hatte ja immer auch eine erbliche Komponente haben.......hat sich für mich nach Versuchskaninchen angehört, und da ich zu der Zeit auch keine Beschwerden hatte, habe ich dankend abgeleht. Vielleicht läßt sich dieser Kontakt ja nochmal reaktivieren......
Für den Moment habe ich jetzt erstmal einen MRT-Termin für kommenden Donnerstag, also nochmal 'ne Woche glühende Kohlen, wenn nicht länger, denn mein Gastro hat ab übernächster Woche Urlaub...........
Mein Gastro hat mich diese Woche am Mittwoch um 21:00 Uhr abends (!) noch angerufen um mit mir den Befund durchszusprechen. DIe Angst konnte er mir nicht wirklich nehmen, es wurde sogar in Aussicht gestellt, dass ich nach dem MRT evtl. dann noch stationär in die Klinik muss für weitere Untersuchungen (z.B. Endosonographie).....
Versuche im Moment positiv zu sein, was nicht ganz einfach ist. Versuche mir halt einzureden, dass einfach das Divetikel raus muss und dann wird alles wieder gut......und hoffe dass sich was bösartiges durch das MRT am Donnerstag ausschliessen läßt.
Im Moment ist jeder Tag anders, an einem denke ich alles wird gut und am nächsten sehe ich mich schon auf der Intensivstation mit Palliativbehandlung.......
Danke für Eure Anworten, mein Name ist übrigens Bernd.
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azzaro2000
- Beiträge: 30
- Registriert: 21. November 2019, 23:36
- Wohnort: Schleswig-Holstein
Re: Verdickter Pankreaskopf - Exokrine Insuffizienz? Tumor?
Moin bri, bleib ruhig und steck den Kopf nicht in den Sand. Alles wird gut. Heidelberg soll die Nr. 1 sein in Sachen Pankreas. In anderer Hinsicht sicher auch. Ich rate, dir dort hin zu gehen. Alles Gute und bleib gesund.
Grüße aus dem echten Norden
Grüße aus dem echten Norden
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bri2102
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- Registriert: 12. August 2020, 12:17
Re: Verdickter Pankreaskopf - Exokrine Insuffizienz? Tumor?
So morgen also nun MRT....ich hab sowas von Bammel, kann mich überhaupt nicht konzentrieren........drückt mir die Daumen dass nichts schlimmes bei rauskommt!
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wasistes
Re: Verdickter Pankreaskopf - Exokrine Insuffizienz? Tumor?
Zum Thema Verdickung bzw. Vergrößerung des Pankreaskopfes: Hier könnte auch eine chronische Pankreatitis (oder ein eventuell auch Pankreas Divisum) dahinterstecken.
Ich bin mir ziemlich sicher mal gelesen zu haben das sowas als sonografisches Kriterium beurteilt werden kann da in einer Studie mit über 900 Patienten eine leichte aber signifikant aufällige Vergrößerung des Pankreaskopfes festgestellt wurde.
Sowas kann die Folge einer Abflussstörung (z.b. Galllensteine/Sludge oder Fehlbildung wir unvollständige Pankreas Divisum sein, manchmal auch nach Virusinfektionen oder eben Alkohol/Medikamenten selten auch genetisch disponiert).
Eine Vergrößerung des gesamten Organs wäre eher Zeichen einer Entzündung (Akute Pankreatitis oder AIP =wurstförmig aufgestaut).
Dann hättest du aber ganz andere Beschwerden und auffällige Blutwerte.
Das erklärt natürlich nicht das Doudenaldivertikel ich denke es gibt aber reichlich Raum für benigne Ursachen.
Also Kopf hoch!
Drücke dir beide Daumen für morgen!
Ich bin mir ziemlich sicher mal gelesen zu haben das sowas als sonografisches Kriterium beurteilt werden kann da in einer Studie mit über 900 Patienten eine leichte aber signifikant aufällige Vergrößerung des Pankreaskopfes festgestellt wurde.
Sowas kann die Folge einer Abflussstörung (z.b. Galllensteine/Sludge oder Fehlbildung wir unvollständige Pankreas Divisum sein, manchmal auch nach Virusinfektionen oder eben Alkohol/Medikamenten selten auch genetisch disponiert).
Eine Vergrößerung des gesamten Organs wäre eher Zeichen einer Entzündung (Akute Pankreatitis oder AIP =wurstförmig aufgestaut).
Dann hättest du aber ganz andere Beschwerden und auffällige Blutwerte.
Das erklärt natürlich nicht das Doudenaldivertikel ich denke es gibt aber reichlich Raum für benigne Ursachen.
Also Kopf hoch!
Drücke dir beide Daumen für morgen!
Zuletzt geändert von wasistes am 19. August 2020, 10:04, insgesamt 1-mal geändert.
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bri2102
- Beiträge: 7
- Registriert: 12. August 2020, 12:17
Re: Verdickter Pankreaskopf - Exokrine Insuffizienz? Tumor?
Ich hab jetzt nochmal rumgegoogelt (auch wenn man das nicht sollte) und bin bezüglich der Luft- bzw. Gaseinschlüsse dahin gehend fündig geworden, dass dies bei einer schweren akuten nekrostisierenden Pankreatitis vorkommt. Es kann doch wohl kaum sein dass, ich eine akute Pankreatitis mit schwerem Verlauf habe und micht nicht vor Schmerzen krümme, oder?
Im Moment habe ich eigentlich nur sehr leichte bis gar keine Symptome, ab und an ein Zwicken / Stechen im Oberbauch, mal links, mal rechts, und vorletzte Nacht recht heftige Blähungen.
Ich denke, bei einer akuten nekrostisierenden Pankreatitis würds mir doch deutlich schlechter gehen, oder??
Im Moment habe ich eigentlich nur sehr leichte bis gar keine Symptome, ab und an ein Zwicken / Stechen im Oberbauch, mal links, mal rechts, und vorletzte Nacht recht heftige Blähungen.
Ich denke, bei einer akuten nekrostisierenden Pankreatitis würds mir doch deutlich schlechter gehen, oder??
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wasistes
Re: Verdickter Pankreaskopf - Exokrine Insuffizienz? Tumor?
Dann wärst du jetzt auf der Intensivstation bzw. würdest dich vor Schmerzen krümmen.
Dein CRP Wert würde durch die Decke steigen ebenso Lipase und Amylase.
Dein CRP Wert würde durch die Decke steigen ebenso Lipase und Amylase.
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bri2102
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- Registriert: 12. August 2020, 12:17
Re: Verdickter Pankreaskopf - Exokrine Insuffizienz? Tumor? IPMN
<t>Der gestrige Tag läßt mich am Verstand der Menschheit zweifeln, zumindest an einigen Teilen davon, die dann sinnigerweise auch noch im Gesundheitssektor beschägtigt sind - da geht es ja um nicht so viel. Ich hatte ja am Do vergangener Woche meinen MRT Termin. Da mein Gastro ab dieser Woche 3 Wochen im Urlaub ist, habe ich in der Radiologie-Praxis 3 mal bei 2 verschiedenen Personen darum gebeten, dass mein Befund doch bitte auch an meinen HA geschickt werden soll, bei dem ich gestern einen Termin zur Besprechung der bisherigen Befunde hatte. Wurde mir versichtert, dass das klappt. Am Freitag habe ich bei meinem Gastro angerufen und gefragt, ob der Befund schon vorliegt, dies wurde bejaht und mir dieser auch telefonisch in Teilen mitgeteilt. Auch dort habe ich nochmals darum gebeten, den Befund an meinen HA zu schicken, falls das beim Radiologen nicht klappt. Auch dies wurde mir zugesichert. <br/>
<br/>
Gestern nun der Termin beim HA bzw. HÄin. Sie meinte, die bisherigen Befunde seien ja alle harmlos, meine Probleme können schon von dem beim CT festgestellten Divertikel im Duodenum kommen. Ich solle halt bei der Ernährunf aufpasen. Da ich ersmal erleichtert war, das a) wohl nichts bösartiges gefunden wurde und b) erstmal keine weiteren Untersuchungen anstehen (diese und das Warten auf Befunde bin ich nämlich leid), nahm ich das so hin, bin in die Apotheke und hab mir was gegen Blähungen geholt. Zuhause kamn ich dann in's Grübeln, wrum wohl der MRT-Befund von meiner HÄin mit keiner Silbe erwähnt wurde. Zur Sicherheit nochmal dort angerufen, ob dieser denn überhaupt vorliegen würde. Nein, wurde mir mitgeteilt, nur die eine Seite CT-Befund. Toll, dachte ich mir, der hat nämlich 2 Seiten und liegt mir persönlich vor. MRT Befund hätten sie gar keinen.
Es waren also in 2 unabhängigen (Fach-)Praxen mehrere Personen nicht in der Lage, 2 Befunde an meinen Hausarzt zu senden. Einmal wurde von 2 Seiten nur eine gesendet, beim zweiten mal hat sich dei eine wohl noch vorhandene Gehirnzelle dann wohl kollektiv auch noch verabschiedet, und es wurde gar nix mehr gesendet. Sorry, dass ich zu solch einer drastischen Wortwahl greifen muss, aber das geht meiner Meinung nach gar nicht. Wenn ich so arbeiten würde, hätte ich mir schon längst die Papiere holen dürfen. Und ich bin nicht in einem Sektor tätig, wo es um das geistige und körperliche Wohlbefinden von Menschen geht. Wie das in der Radiologie dort abläuft ist mMn eh eine Frechheit. Es gibt nach der Untersuchung kein Arzt-Gespräch, die Befunde werden an den überweisenden Arzt geschickt, wenn denn mal wieder ein Arzt da war um diese zu schreiben, mal nach 2 Tagen, mal auch erst nach 3 - 4. Es geht da nur darum, täglich möglichst viele Patienten durch die Geräte zu schleusen und somit den Geldsegen zu maximieren. Dazu kommt dann auch noch persönliche Inkompetenz oder Überforderung.
So, das musste mal raus. Nun aber zu meinem Befund.
MRT-Befund im Wortlaut:
Pankreas ohne abgrenzparen tumorösen Prozess im Pankreaskopf. Kein Nachweis einer tumorösen Raumforderung des Pankreaskopfes.
Keine abgrenzbare tumoröse Raumforderung im Pankreaskopf.
Kleine Zyste eines Seitenastes des Ductus Wirsungianus im Pankreaskopf Größe 11 mm. Sonst unauffällige Darstellung des Organs.
Beurteilung:
Kleine Zyste / IPMN vom Seitenasttyp des Ductus Wirsungianus im Pankreaskopf Größe 11 mm. Kein Anhalt für Malignität. Restpankreas unauffällig. Kleines Duodenaldivertikel.
Also mal ein bißchen Grund zum Durchatmen, kein Hinweis auf was per se bösartiges.
Nachdem ich den Befund dann gestern hatte und meiner HÄin nochmals (zwischen Tür und Angel, sie wollte gerade die Praxis verlassen) gezeigt habe, meinte sie, alles OK, die Zyste ist unproblematisch, ich solle mir keinen Kopf machen.
Nachdem was ich so über IPMN gelesen habe, sind die aber u.U. alles andere als unproblematisch, da sie ein relativ hohes Entartungspotential haben (beim Seitenassttyp wohl nicht ganz so wie beim Hauptgang, aber trotzdem). Ich habe mir gestern mal diese Fukuoka-Skala angeschaut, welche aktuell wohl zur Bewertung der IPMN herangezogen wird. Demnach würde es bei mir (Größe 11 mm, keine Hinweise / Vedachtsmomente auf Malignität, Seitenasttyp) darauf heraus laufen, diese Zyste anfangs engmaschig, später in größeren Zeitabständen radiologisch (MRT) im Auge zu behalten.
Laut Uni-Klinik Heidelberg (auf deren HP) wäre ich wohl im Bereich, wo evtl. eine OP ins Auge gefasst wird (Hauptasttyp immer OP, Seitenasttyp < 10 mm beobachten, > 10 mm < 30 mm individuelle Abwägung, > 30 mm OP).
Wieder andere verfolgen die Strategie, dass symptomatische IPMN (was bei mir ja denke ich vorliegt) IMMER operiert werden sollen, da hier das Entartungsrisiko wohl laut einiger Studien nochmals höher ist.
Hat hier jemand Erfahrungen oder gar eine ähnliche Diagnose?
Könnten meine unregelmäßigen fettigen Stühle, Blähungen, Völlegefühl etc. auch davon kommen bzw. evtl. davon in Kombination mit dem Divertikel, welches ja wohl sehr nah an der Papille sitzt?
Ganz ausser Acht lassen, wie meine HÄin meint, will ich das nämlich nicht, hab keine Lust dass ich mir in einem Jahr sagen muss "hätte ich nur......". Auf der anderen Seite will ich mich auch nicht einer solchen großen OP unterziehen welche für den Rest meines Lebens gesundheitliche Einschränkungen nach sich zieht, wenn es nicht ubeding sein muss.
Ich tendiere im Moment dazu, mich nun doch an Heidelberg zu wenden und mir deren Meinung anzuhören. Bis mein Gastro aus dem Urlaub zurück ist will ich nicht unbedingt untätig rumsitzen (wobei es mir sicher gut tun würde, mal abzuschalten).
Freue mich über Euer Feedback und Tipps!
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Gestern nun der Termin beim HA bzw. HÄin. Sie meinte, die bisherigen Befunde seien ja alle harmlos, meine Probleme können schon von dem beim CT festgestellten Divertikel im Duodenum kommen. Ich solle halt bei der Ernährunf aufpasen. Da ich ersmal erleichtert war, das a) wohl nichts bösartiges gefunden wurde und b) erstmal keine weiteren Untersuchungen anstehen (diese und das Warten auf Befunde bin ich nämlich leid), nahm ich das so hin, bin in die Apotheke und hab mir was gegen Blähungen geholt. Zuhause kamn ich dann in's Grübeln, wrum wohl der MRT-Befund von meiner HÄin mit keiner Silbe erwähnt wurde. Zur Sicherheit nochmal dort angerufen, ob dieser denn überhaupt vorliegen würde. Nein, wurde mir mitgeteilt, nur die eine Seite CT-Befund. Toll, dachte ich mir, der hat nämlich 2 Seiten und liegt mir persönlich vor. MRT Befund hätten sie gar keinen.
Es waren also in 2 unabhängigen (Fach-)Praxen mehrere Personen nicht in der Lage, 2 Befunde an meinen Hausarzt zu senden. Einmal wurde von 2 Seiten nur eine gesendet, beim zweiten mal hat sich dei eine wohl noch vorhandene Gehirnzelle dann wohl kollektiv auch noch verabschiedet, und es wurde gar nix mehr gesendet. Sorry, dass ich zu solch einer drastischen Wortwahl greifen muss, aber das geht meiner Meinung nach gar nicht. Wenn ich so arbeiten würde, hätte ich mir schon längst die Papiere holen dürfen. Und ich bin nicht in einem Sektor tätig, wo es um das geistige und körperliche Wohlbefinden von Menschen geht. Wie das in der Radiologie dort abläuft ist mMn eh eine Frechheit. Es gibt nach der Untersuchung kein Arzt-Gespräch, die Befunde werden an den überweisenden Arzt geschickt, wenn denn mal wieder ein Arzt da war um diese zu schreiben, mal nach 2 Tagen, mal auch erst nach 3 - 4. Es geht da nur darum, täglich möglichst viele Patienten durch die Geräte zu schleusen und somit den Geldsegen zu maximieren. Dazu kommt dann auch noch persönliche Inkompetenz oder Überforderung.
So, das musste mal raus. Nun aber zu meinem Befund.
MRT-Befund im Wortlaut:
Pankreas ohne abgrenzparen tumorösen Prozess im Pankreaskopf. Kein Nachweis einer tumorösen Raumforderung des Pankreaskopfes.
Keine abgrenzbare tumoröse Raumforderung im Pankreaskopf.
Kleine Zyste eines Seitenastes des Ductus Wirsungianus im Pankreaskopf Größe 11 mm. Sonst unauffällige Darstellung des Organs.
Beurteilung:
Kleine Zyste / IPMN vom Seitenasttyp des Ductus Wirsungianus im Pankreaskopf Größe 11 mm. Kein Anhalt für Malignität. Restpankreas unauffällig. Kleines Duodenaldivertikel.
Also mal ein bißchen Grund zum Durchatmen, kein Hinweis auf was per se bösartiges.
Nachdem ich den Befund dann gestern hatte und meiner HÄin nochmals (zwischen Tür und Angel, sie wollte gerade die Praxis verlassen) gezeigt habe, meinte sie, alles OK, die Zyste ist unproblematisch, ich solle mir keinen Kopf machen.
Nachdem was ich so über IPMN gelesen habe, sind die aber u.U. alles andere als unproblematisch, da sie ein relativ hohes Entartungspotential haben (beim Seitenassttyp wohl nicht ganz so wie beim Hauptgang, aber trotzdem). Ich habe mir gestern mal diese Fukuoka-Skala angeschaut, welche aktuell wohl zur Bewertung der IPMN herangezogen wird. Demnach würde es bei mir (Größe 11 mm, keine Hinweise / Vedachtsmomente auf Malignität, Seitenasttyp) darauf heraus laufen, diese Zyste anfangs engmaschig, später in größeren Zeitabständen radiologisch (MRT) im Auge zu behalten.
Laut Uni-Klinik Heidelberg (auf deren HP) wäre ich wohl im Bereich, wo evtl. eine OP ins Auge gefasst wird (Hauptasttyp immer OP, Seitenasttyp < 10 mm beobachten, > 10 mm < 30 mm individuelle Abwägung, > 30 mm OP).
Wieder andere verfolgen die Strategie, dass symptomatische IPMN (was bei mir ja denke ich vorliegt) IMMER operiert werden sollen, da hier das Entartungsrisiko wohl laut einiger Studien nochmals höher ist.
Hat hier jemand Erfahrungen oder gar eine ähnliche Diagnose?
Könnten meine unregelmäßigen fettigen Stühle, Blähungen, Völlegefühl etc. auch davon kommen bzw. evtl. davon in Kombination mit dem Divertikel, welches ja wohl sehr nah an der Papille sitzt?
Ganz ausser Acht lassen, wie meine HÄin meint, will ich das nämlich nicht, hab keine Lust dass ich mir in einem Jahr sagen muss "hätte ich nur......". Auf der anderen Seite will ich mich auch nicht einer solchen großen OP unterziehen welche für den Rest meines Lebens gesundheitliche Einschränkungen nach sich zieht, wenn es nicht ubeding sein muss.
Ich tendiere im Moment dazu, mich nun doch an Heidelberg zu wenden und mir deren Meinung anzuhören. Bis mein Gastro aus dem Urlaub zurück ist will ich nicht unbedingt untätig rumsitzen (wobei es mir sicher gut tun würde, mal abzuschalten).
Freue mich über Euer Feedback und Tipps!
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