Bauchspeicheldrüse mit 35?

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Passi
Beiträge: 24
Registriert: 16. November 2020, 15:11

Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von Passi »

Hallo Adsopijaw,

ich stimme dir absolut zu.

Wie das Schicksal so spielt, gleich alt, sehr ähnliche Symptome und ich glaube die psychische Belastung das erste Mal Vater zu werden ist auch nicht ohne für uns.
Auch sehr lustig ist, du studierst Medizin, ich arbeite bei einer Landesärztekammer. Also wer weiß, wo du mal praktizieren wirst und vllt. in unserer Kammer landest :-)

Auch dein Beispiel mit den Schmerzen im Knie und Rücken sowie Nacken trifft auf mich zu. Ich wurde bereits dreimal am linken Knie operiert (Knorpelschaden Grad 4, chronische Außenbanddehnung, Meniskus usw.). Habe praktisch täglich Schmerzen im Knie, welche immer stärker sind, als alles, was ich bisher im Bauch bzw. Rücken gefühlt habe. Aber ich habe mich daran gewöhnt und zerbreche mir nie den Kopf darüber. Im Gesicht wurde ich auch schon operiert (4 Titanplatten im Gesicht - Mittelgesichts- und Kieferbruch, aber das Kopfballduell habe ich gewonnen :-) )

Durch meine Bürotätigkeit habe ich auch regelmäßig einen steifen Hals bzw. steifen Rücken, was ich auch nie überbewerte. Und genau diese Wahrnehmung brauche ich, du, wir für unseren Bauch.

Mit der Stuhlfarbe ist mir auch schon ein kleines Detail aufgefallen. Und zwar haben ja die heute üblichen Toiletten keine Wurstablage, so will ich es mal bezeichnen. Das heißt der Stuhl fällt ins Wasser. Zuvor wird im Normalfall immer erst das kleine Geschäft verrichtet. Das heißt für mich im Umkehrschluss, der Stuhl wird weicher durch das zusätzliche Wasser und die Wahrnehmung der Farbe könnte durch den Urin und ggf. das Kunstlicht auch getrübt werden. Denn mir ist auch aufgefallen, dass wenn ich beim Kraftsport auf Toilette gehe (dort gibt es noch die gute alte Wurstablage), die Farbe deutlich gesünder aussieht.

Ich finde es toll, dass du geschrieben hast und zumindest mir und bestimmt auch manch anderem hier Angst und Sorge genommen hast. Ich handhabe es für mich jetzt so, dass wenn es akut wird und ich wirklich Schmerzen habe oder generell meine Probleme sich merkbar verschlimmern, ich sowieso nicht mehr um den Arzt herumkomme. Bis dahin mache ich aber nicht mehr die Pferde scheu und versuche meinen Alltag wieder bewusst optimistischer zu gestalten.
Meine Oma hatte ihr Leben lang immer Verdauungsprobleme mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall usw. Gefunden wurde nie was und am Ende starb sie mit 86 Jahren schlafend auf Ihrer Couch. Das ist natürlich ein Privileg und dieses Glück haben nicht viele Menschen, aber man kann es haben und es muss nicht immer gleich das Schlimmste sein.

Zum Schluss wünsche ich dir für die bevorstehende Geburt deines Nachwuchs alles Gute und vor allem ruhige Nächte sowie viel Erfolg für dein Studium. Ich hoffe bald wieder von dir zu hören!

LG Mathias
wasistes

Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von wasistes »

Spanned! Ich werde im Mai auch Vater. :daumenh:
Zum Glück liegt meine Krise inzwischen drei Jahre hinter mir, damals ging ich ja fest davon aus BSDK zu haben.
Einen Schaden an der Drüse habe ich tatsächlich, aber ich lebe inzwischen ganz gut damit.
Studien zur Mortalität der CP die auf bestimmten populären Seiten gerne zitiert werden sind veraltet. Ich glaube auch das die Drüse einen Schaden entwickeln kann, ohne das ein chronischer Prozess vorliegt. Bei mir wurde die Genese nie gefunden aber ich hatte nie einen Schub. Meine letzte Kontrolle liegt nun aber auch fast 2 Jahre zurück.
Ihr beide seit aber definitv auf dem richtigen Weg was das Mindset angeht!
DOKASCH
Beiträge: 419
Registriert: 18. Mai 2017, 20:26

Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von DOKASCH »

Hallo wasistes herzlichen Glückwunsch , bis Mai ist ja noch was hin ich wünsch dir eine schöne Wartezeit.
Dorothea
Passi
Beiträge: 24
Registriert: 16. November 2020, 15:11

Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von Passi »

Das wünsche ich dir auch wasistes!!!

meine Kleine hatte am 30.11. ihren 7-Monatigen. Ich liebe es zu sehen, wie sie wächst und fast tgl. Fortschritte macht.

Genieße es!!!

LG
wasistes

Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von wasistes »

DOKASCH hat geschrieben: 2. Dezember 2020, 11:51 Hallo wasistes herzlichen Glückwunsch , bis Mai ist ja noch was hin ich wünsch dir eine schöne Wartezeit.
Dorothea
Vielen Dank :)
DOKASCH
Beiträge: 419
Registriert: 18. Mai 2017, 20:26

Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von DOKASCH »

Hallo Wasistes, ich hoffe du schaust öfters noch ins Forum deine Beiträge würden sonst fehlen.
Dorothea
ds160384
Beiträge: 22
Registriert: 9. Juli 2020, 19:36

Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von ds160384 »

Hey,

wie gehts dir mittlerweile so? Gab es was Neues? Arzttermine oder so?
Passi
Beiträge: 24
Registriert: 16. November 2020, 15:11

Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von Passi »

Hallöchen,

mir geht es mal besser, mal schlechter. Hab ja erwartet, dass es Rückfälle geben wir, die mich auch mit Sorgen belasten. Stuhlgang war in den letzten Wochen meist 1-2 Mal am Tag und ich glaube auch meist normal. Seit ca einer oder zwei Wochen trinke ich aber wieder regelmäßig Kaffee, was ich die letzten Tage mit haufigen Sodbrennen und ab und an auch weichen hellbraunen Stuhlgang bezahle sowie leichtes Drücken in der Magengegend bzw am Solarplexus (Schwertfortsatz). Natürlich macht man sich dann gleich wieder Gedanken und Sorgen. Die Folge, mein Rücken ist verspannt und knackt andauernd. Ich weiß aber auch, dass ich die letzten beiden Wochen wieder deutlich besorgter war. Das liegt zum größten Teil daran, dass ich seit Wochen einen ca. 1cm großen Lymphknoten am Hals entdeckt habe, der zwar frei beweglich ist, aber immer in meinen Gedanken rumkreist. Z.B. hat irgendwas gestreut oder ist es doch Lymphknotenkrebs usw. und sofort. Durch das ganze Sorgen ist mir auch wieder öfter schwindelig.

Fazit: ich versuche das alles aber nicht so nah an mich rankommen zu lassen, was halt von meiner Tagesform abhängig auch klappt oder eben nicht. Das positive, ich habe weiter kein Gewicht verloren. Aktuell 92 kg. Mache weiter Krafttraining 2x die Woche, habe hunger, wenn ich mir keine Sorgen mache und Bier schmeckt noch immer gut :-) Auch glaube ich, dass die Symptome nicht geringer werden würden, wenn ich weniger besorgt bin, zumindest nicht, wenn es physisch, statt psychisch ist. Und das Perenterol nicht immer hilft, obwohl ich es täglich einnehme, kann ich mir durch mein häufiges Grübeln erklären. Genauso glaube ich nicht, dass mein Stuhlgang mal ne Woche fest ist, um dann zwei Tage weich zu sein. Dann würde es konstant schlecht bleiben und sich weiter verschlechtern.

Jetzt ist es doch so lang geworden :-)

Achso, und nein, ich war bei keinem Arzt mehr.

Ich wünsche dir einen guten Rutsch und bleib gesund!!!
ds160384
Beiträge: 22
Registriert: 9. Juli 2020, 19:36

Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von ds160384 »

Hi,

das ist so interessant was du schreibst und gleichzeitig beängstigend.

Ich seh mich grad in deinen Beschreibungen. Vornweg hab Urlaub, Lockdown und nix zu tun, hab also viel Zeit nachzudenken aber auch zu googlen.

Das Druckgefühl in meiner linken Flanke ist weiterhin da, mal mehr, mal weniger.
Gewicht geht seit 3 Tagen ein wenig runter. Vorgestern gab es selbstgemachte Hühnersuppe. Während des Essens hatte ich Schweißausbrüche und anschließend war ich auf Toilette. ABER kein Durchfall. Dazu Übelkeit,

Gestern Mittag dann die Reste aufgewärmt, danach wieder auf Toilette, auch keinen Durchfall.

Aber seitdem ist der Stuhl deutlich heller, eher ein helles braun. Das hatte ich bisher nicht.

Ich hab die letzten Tage auch das Gefühl an meinem Hals links ist ein geschwollener Lymphknoten aber eher so eine kleine Kugel.

Alkohol trink ich so gut wie gar nicht, das letzte Bier ist Wochen her.

Ich versuche aktuell (um mich zu beruhigen) einen Termin im Pankreaszentrum in Bochum zu bekommen.

Achja, dir auch einen guten Rutsch und bleib auch gesund.

P.S. Mit Schwindel kämpf ich heute ebenfalls
Passi
Beiträge: 24
Registriert: 16. November 2020, 15:11

Re: Bauchspeicheldrüse mit 35?

Beitrag von Passi »

Dann drücke ich dir die Daumen, dass mit deiner Pankreas alles in Ordnung ist.

Ich denke inzwischen weniger an Pankreas. Da hab ich aktuell doller Sorgen vor anderen Krebs. :-)
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