Hallo zusammen,
ich (männlich, mitte 50) und war nach plötzlichen unerträglichen Schmerzen bis vor 5 Tagen für 16 Tage mit einem Bauchspeicheldrüsenproblem im Krankenhaus.
Diagnose war nekrotisierende Pankreatitis, a.e. ethyltoxischer Genese
Es gab keine Nahrungskarenz und ich bekam die ganze Zeit normales Essen. Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass dies heute so üblich sei. Anderes Essen wurde mir verweigert. Ist das mittlerweile gängige Praxis? Auch nach der Entlassung soll ich essen, was mir bekommt.
Nach der nekrotisierenden Pankreatitis besteht lt. Arztbrief aufgrund der Nekrose eine wahrscheinliche Ausbildung einer Pseudozyste mit Infektionsgefahr. Ich bekam Schmerzmittel und Antibiotika. Mit der Entlassung wurden alle Medikamente abgesetzt. Ich habe seit der Entlassung erhöhte Temperatur 37,7-38,3 Grad. Zudem spüre ich meinen Oberbauch. Mehrmals täglich blubbert es. Zudem gibt es Geräusche aus dem Oberbauch. Mein Stuhl sieht fettig aus.
Aufgrund der Diagnose soll nach der Entlassung eine gastroenterologische Anbindung erfolgen. Es wurde gesagt, ich solle nach 1-2 Wochen ein Ultraschall machen lassen. Im Medizinischen Versorgungszentrum des Krankenhauses will man jetzt jedoch erst 6 Wochen nach der Entlassung die erste Untersuchung machen.
Mein Lippasewert war am 20.12.2020 600 und ist bis zum 28.12.2020 auf 58 gefallen. Mir sagt das nichts.
CRP war am 23.12.2020 auf 391 und ist bis zum 5.1.2021 (Entlassung) auf 41 gefallen.
Ich habe jetzt Angst, das die Infektion noch nicht ganz abgeschlossen ist und es in den 6 Wochen zu ernsthaften Problemen kommen kann.
Ist es normal, das man 6. Wochen lang nicht untersucht wird? Soll ich besser versuchen woanders einen früheren Termin zu bekommen?
In welchen Zeitabständen sollte man Untersuchungen (welche?) durchführen und ggf. wiederholen?
Ich würde mich über jede Info freuen. Ich habe wahnsinnige Angst, das etwas schiefgeht.
Nekrotisierende Pankreatitis - wie geht es nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weiter?
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DE42
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Jana
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Re: Nekrotisierende Pankreatitis - wie geht es nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weiter?
Gibt es in deiner Nähe ein Pankreas-Zentrum? Dann würde ich mich wahrscheinlich eher dahin wenden. Sonst notfalls mal ambulante Gastroenterologen abklappern. Leider kennen sich nur wenige mit Bauchspeicheldrüse aus.
Fettiger Stuhlgang kann von einer vorrübergehenden (oder auch länger bestehenden) exokrinen Pankreasinsuffizenz kommen. Hierbei kann die Bauchspeicheldrüse benötigte Enzyme für die Verdauung nicht produzieren, insb. bei Fett zeigt sich der Mangel. Eiweiß- und Kohlenhydrat-Verdauung können soweit ich das weiß, noch eine Weile kompensiert werden.
Ich würde nach dem Krankenhausaufenthalt auf jeden Fall erstmal mit Schonkost anfangen (fettarm, wenig verarbeitet, keine blähenden Lebensmittel, wenig Ballaststoffe) und schauen, was Beschwerden macht. Solltest du die Schonkost gut vertragen, kannst du nach und nach die Ernährung weiter ausbauen. Mehr Eiweiß, mehr Fett, mehr Ballaststoffe, etc. Aber langsam.
Alles Gute
Fettiger Stuhlgang kann von einer vorrübergehenden (oder auch länger bestehenden) exokrinen Pankreasinsuffizenz kommen. Hierbei kann die Bauchspeicheldrüse benötigte Enzyme für die Verdauung nicht produzieren, insb. bei Fett zeigt sich der Mangel. Eiweiß- und Kohlenhydrat-Verdauung können soweit ich das weiß, noch eine Weile kompensiert werden.
Ich würde nach dem Krankenhausaufenthalt auf jeden Fall erstmal mit Schonkost anfangen (fettarm, wenig verarbeitet, keine blähenden Lebensmittel, wenig Ballaststoffe) und schauen, was Beschwerden macht. Solltest du die Schonkost gut vertragen, kannst du nach und nach die Ernährung weiter ausbauen. Mehr Eiweiß, mehr Fett, mehr Ballaststoffe, etc. Aber langsam.
Alles Gute
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DE42
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Re: Nekrotisierende Pankreatitis - wie geht es nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weiter?
Danke für das Feedback. Ja, ich haben schon mit zwei Pankreaszentren telefoniert. Die wollen jedoch einen Einlieferungsschein. Einen Überweisungsschein akzeptieren die nicht. Von meinem Hausarzt bekomme ich jedoch keinen Einlieferungsschein, da es sich um einen Abrechnungsbetrugsversuch handeln soll. Bei Gastroenterologen habe ich es auch schon versucht. Habe einen Termin für den 30.03.2021 bekommen. Das ist mir aber viel zu spät. Bei der Entlassung sagte der Arzt, dass ich in 1-2 Wochen einen Termin mit Ultraschall machen soll. Zudem habe ich keine Ahnung in welchem zeitlichen Abstand Folgeuntersuchungen oder ggf. andere Untersuchungen stattfinden müssen.
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DOKASCH
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Re: Nekrotisierende Pankreatitis - wie geht es nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weiter?
Hallo DE42,
Hatte hier schon geschrieben aber irgendwie schaffe ich es immer wieder daß meine Berichte im Nirwana verschwinden. Hatte vor jetzt dann vor vier Jahren eine nekrotisierende Pankreatitis mit den Folgen von Pseudozysten. Es war die dritte schlimmste Pankreatitis. Ich Habe nach Nahrungskarenz am Anfang nur leichte Kost bekommen wobei das wohl jeder Koch im KH anders auslegt, habe Zuhause auch lange noch ganz vorsichtig gegessen. Ich sollte nach 10 Wochen ca. in meiner Klinik auf Wunsch vom Oberarzt bei ihm die Kontrollsonographie machen lassen. War dort gut betreut im KH. Dann gab es Probleme weil das KH den Überweißungsschein meines Innternisten nicht aktzeptierten und ich deshalb gefragt wurde ob ich stationär kommen würde. Im nachhinein war das gut ,sie haben nochmals alles gründlich untersucht ,sämtliche mögliche Untersuchungen wurden gemacht auch eine Biopsie wurde gemacht. Von den Zysten her hatte sich noch nichts verändert und die Ursache war dann immer noch unklar, es wurde ein Pankreas Divisum entdeckt kann aber auch durch ein Virus bedingt gewesen sein.Alkohol spielte in meinem Leben noch nie eine Rolle die Jahre davor gar nichts und früher nur mal bei einem Geburtstag und das auch ganz wenig. Alkohol ist auch jetzt tabu. Dann war ich einpaar Wochen später mit Überweißung von meinem Hausarzt ( Internist ) in der Pankreassprechstunde im Heidelberg. Die haben nur Blut ab genommen und meine mit gebrachten CDs angeschaut und bestätigt daß mein KH gute Aufnahmen gemacht hätte und ich die Zysten wenn sie Probleme machen würden in meinem KH Zuhause punktieren lassen könne das könnten auch die machen und zwecks Ernährung leichte Vollkost weiter und essen was ich mag und vertrage. Ach so Entlaßdiagnose von meinem KH war dann noch schnell fortschreitende chr. Pankreatitis. Mein Hausarzt wollte so halbjährlich Ultraschallkontrolle machen. Ein Jahr später (genau ) hatte ich ein MRCP und man sah gar nichts mehr ,keine Zysten ,keine Verkalkungen ,keine Narben. Mein Hausarzt konnte es kaum fassen ,er meinte wenn er die Bilder von vorher nicht kennen würde, er könne es fast nicht glauben. In so fern wurde seiterher nur jährlich bei meinem Hausarzt Blutabnahme und Ultraschall gemacht. meine Drüße ist etwas beleidigt geblieben und ich muß beim essen immer aufpassen. Habe am Anfang lange viel suplimentiert und nehme noch Spasqupreel tbl. anstatt Iberogast wegen Alkohol , viel Vitamin D, verschiedene Tees. Der Teilnehmer hier im Forum " wasistes" hat da viel geschrieben darüber da kannst du nachlesen.
Dorothea
Hatte hier schon geschrieben aber irgendwie schaffe ich es immer wieder daß meine Berichte im Nirwana verschwinden. Hatte vor jetzt dann vor vier Jahren eine nekrotisierende Pankreatitis mit den Folgen von Pseudozysten. Es war die dritte schlimmste Pankreatitis. Ich Habe nach Nahrungskarenz am Anfang nur leichte Kost bekommen wobei das wohl jeder Koch im KH anders auslegt, habe Zuhause auch lange noch ganz vorsichtig gegessen. Ich sollte nach 10 Wochen ca. in meiner Klinik auf Wunsch vom Oberarzt bei ihm die Kontrollsonographie machen lassen. War dort gut betreut im KH. Dann gab es Probleme weil das KH den Überweißungsschein meines Innternisten nicht aktzeptierten und ich deshalb gefragt wurde ob ich stationär kommen würde. Im nachhinein war das gut ,sie haben nochmals alles gründlich untersucht ,sämtliche mögliche Untersuchungen wurden gemacht auch eine Biopsie wurde gemacht. Von den Zysten her hatte sich noch nichts verändert und die Ursache war dann immer noch unklar, es wurde ein Pankreas Divisum entdeckt kann aber auch durch ein Virus bedingt gewesen sein.Alkohol spielte in meinem Leben noch nie eine Rolle die Jahre davor gar nichts und früher nur mal bei einem Geburtstag und das auch ganz wenig. Alkohol ist auch jetzt tabu. Dann war ich einpaar Wochen später mit Überweißung von meinem Hausarzt ( Internist ) in der Pankreassprechstunde im Heidelberg. Die haben nur Blut ab genommen und meine mit gebrachten CDs angeschaut und bestätigt daß mein KH gute Aufnahmen gemacht hätte und ich die Zysten wenn sie Probleme machen würden in meinem KH Zuhause punktieren lassen könne das könnten auch die machen und zwecks Ernährung leichte Vollkost weiter und essen was ich mag und vertrage. Ach so Entlaßdiagnose von meinem KH war dann noch schnell fortschreitende chr. Pankreatitis. Mein Hausarzt wollte so halbjährlich Ultraschallkontrolle machen. Ein Jahr später (genau ) hatte ich ein MRCP und man sah gar nichts mehr ,keine Zysten ,keine Verkalkungen ,keine Narben. Mein Hausarzt konnte es kaum fassen ,er meinte wenn er die Bilder von vorher nicht kennen würde, er könne es fast nicht glauben. In so fern wurde seiterher nur jährlich bei meinem Hausarzt Blutabnahme und Ultraschall gemacht. meine Drüße ist etwas beleidigt geblieben und ich muß beim essen immer aufpassen. Habe am Anfang lange viel suplimentiert und nehme noch Spasqupreel tbl. anstatt Iberogast wegen Alkohol , viel Vitamin D, verschiedene Tees. Der Teilnehmer hier im Forum " wasistes" hat da viel geschrieben darüber da kannst du nachlesen.
Dorothea
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Jana
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Re: Nekrotisierende Pankreatitis - wie geht es nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weiter?
Ggf. kannst du ja zur Sicherheit nochmal zwischen Entlassung und Termin beim MVZ in 6 Wochen einen Termin beim Hausarzt machen. Dass der nochmal Lipase und CRP kontrolliert und ein Ultraschall durchführt. Er hat zwar mit der Bauchspeicheldrüse weniger Erfahrung, jedoch denke ich, dass er eine nochmal auftretende Verschlechterung erkennen würde. Und darum geht es ja erstmal. Solltest du sonst keinen früheren Termin woanders finden. Einweisung oder Überweisung weiß ich nicht. Ggf. war das ein Missverständnis und du fragst nochmal nach.DE42 hat geschrieben: ↑11. Januar 2021, 19:04 Danke für das Feedback. Ja, ich haben schon mit zwei Pankreaszentren telefoniert. Die wollen jedoch einen Einlieferungsschein. Einen Überweisungsschein akzeptieren die nicht. Von meinem Hausarzt bekomme ich jedoch keinen Einlieferungsschein, da es sich um einen Abrechnungsbetrugsversuch handeln soll. Bei Gastroenterologen habe ich es auch schon versucht. Habe einen Termin für den 30.03.2021 bekommen. Das ist mir aber viel zu spät. Bei der Entlassung sagte der Arzt, dass ich in 1-2 Wochen einen Termin mit Ultraschall machen soll. Zudem habe ich keine Ahnung in welchem zeitlichen Abstand Folgeuntersuchungen oder ggf. andere Untersuchungen stattfinden müssen.
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DE42
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- Registriert: 10. Januar 2021, 17:34
Re: Nekrotisierende Pankreatitis - wie geht es nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weiter?
Hallo Dorothea,
danke für die Infos. Dann scheint es nichts außergewöhnliches zu sein, wenn man nicht kurzfristig weiter untersucht wird. Ich hatte schon Angst, weil bei meiner Entlassung aus dem KH 1-2 Wochen genannt wurden, was ja auf jeden Fall auch beruhigender ist. Leider wurde ich nicht darauf vorbereitet, wie es weitergehen soll.
Hat ein Arzt Dir aufgrund deiner Blutwerte oder anderer Parameter die Supplementation und Vitamine empfohlen? Ich habe ich mich damit noch gar nicht befasst. Hoffentlich bekomme ich da mal ne Info vom Arzt, was ich noch alles berücksichtigen muss.
Das Problem mit dem Überweisungsschein schein es ja öfters zu geben
.
Hallo Jana,
ja, danke. Ich werde versuchen noch einen früheren Termin zu bekommen, auch wenn es nicht beim Spezialisten ist.
danke für die Infos. Dann scheint es nichts außergewöhnliches zu sein, wenn man nicht kurzfristig weiter untersucht wird. Ich hatte schon Angst, weil bei meiner Entlassung aus dem KH 1-2 Wochen genannt wurden, was ja auf jeden Fall auch beruhigender ist. Leider wurde ich nicht darauf vorbereitet, wie es weitergehen soll.
Hat ein Arzt Dir aufgrund deiner Blutwerte oder anderer Parameter die Supplementation und Vitamine empfohlen? Ich habe ich mich damit noch gar nicht befasst. Hoffentlich bekomme ich da mal ne Info vom Arzt, was ich noch alles berücksichtigen muss.
Das Problem mit dem Überweisungsschein schein es ja öfters zu geben
Hallo Jana,
ja, danke. Ich werde versuchen noch einen früheren Termin zu bekommen, auch wenn es nicht beim Spezialisten ist.
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DOKASCH
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- Registriert: 18. Mai 2017, 20:26
Re: Nekrotisierende Pankreatitis - wie geht es nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weiter?
Ich habe einen von meinen Söhnen der sich aufs Vitamin d spezialisiert hat und mir da ständig welches empfielt. Von den Ärzten bekommst du keine Ratschläge, ich habe hier im Forum in alten beiträgen gelesen dann auch gegoogelt was z.B. entzündungshemmend ist an Tee`s z.B.. Einfach nachgeschaut was hilfreich für Magendarm, BSD, Galle und Leber ist. Da habe ich schon einiges an Geld aus gegeben aber ich konnte dadurch auch einfach etwas selbst tun. Auch Ernährung umgestellt, Hafermüsli zum Frühstück, am Anfang auch kein Fleisch, viel Gemüße usw.
Du kannst do deinen Hausarzt fragen ob er Elastase mißt, meiner hats nicht gemacht damals weil ich nicht weiter abgenommen habe und er meinte es gäbe soviel was das Ergebnis fälschen kann. Er hat mal Ultraschall gemacht aber ich kann dir nicht sagen in welchem Abstand das war. Wie gesagt ich mußte 14 tg. bei ihm antreten wegen meiner Krankmeldung und da konnte ich immer fragen wenn ich was hatte.
Nochmals zu Vitamin D , ich nehme im Moment 4000 E am Tag. Habe lange nur 2000 E. genommen aber der letzte Wert ( mußt du selbst bez. ) war gerade so über der Untergrenze. Magnesium 400 nehme ich auch eine Tägl. dazu. Wie gesagt schau mal was "wasistes" über suplimentierung dazu geschrieben hat.
Dorothea
Du kannst do deinen Hausarzt fragen ob er Elastase mißt, meiner hats nicht gemacht damals weil ich nicht weiter abgenommen habe und er meinte es gäbe soviel was das Ergebnis fälschen kann. Er hat mal Ultraschall gemacht aber ich kann dir nicht sagen in welchem Abstand das war. Wie gesagt ich mußte 14 tg. bei ihm antreten wegen meiner Krankmeldung und da konnte ich immer fragen wenn ich was hatte.
Nochmals zu Vitamin D , ich nehme im Moment 4000 E am Tag. Habe lange nur 2000 E. genommen aber der letzte Wert ( mußt du selbst bez. ) war gerade so über der Untergrenze. Magnesium 400 nehme ich auch eine Tägl. dazu. Wie gesagt schau mal was "wasistes" über suplimentierung dazu geschrieben hat.
Dorothea