Hallo,
ich (w/58 J.) habe 2020 eine akute nekrotisierende Pankreatitits überstanden. Fast 6 Monate hat mich die Erkrankung beschäftigt - insgesamt 6 mal war ich im Krankenhaus. Am Ende wurde die Gallenblase entfernt, obwohl bis heute nicht klar ist, wie es zur Entzündung kommen konnte. Nach und nach kämpfte ich mich in den Alltag zurück und glaubte die Erkrankung überstanden. Da ich die Zeit sehr belastend empfunden hatte, war ich froh, endlich einen Haken an die Geschichte machen zu können. Dabei war ich besonders froh, keine Einschränkungen zurückbehalten zu haben.
Leider haben mich die Folgen der Erkrankung nun doch wieder eingeholt. Bereits in 6.2023 wurde eine mit 6 x 12 cm recht große Pseudozyste an der BSD festgestellt. Mittels einer endoskopisch angelegten Drainage vom Magen in die Zyste wurde diese entleert. Mit einer geschrumpften Größe von 2x2 cm wurde ich Mitte 7.2023 aus der Klinik entlassen. Ich schwor mir, zukünftig einmal jährlich meinen Bauchraum schallen zu lassen.
Zunächst war aber erst einmal Anfang 11.2023 noch ein Check fällig, der bestätigen sollte, dass weiterhin alles in Ordnung ist. Leider war dem nicht so: Die Zyste hatte sich zwischenzeitlich wieder gefüllt - aktuell misst der Hausarzt 8 x 9 cm. Ich werde also erneut in die Klinik müssen.
Wie gehe ich mit dem Befund um? Muss ich davon ausgehen, dass sich die Zyste immer wieder aufs Neue füllt? Die Vorstellung, alle 3 Monate ins Krankenhaus zur Behandlung ins Krankenhaus zu müssen ist schon recht belastend (zumal ich auch noch voll in anspruchsvoller Berufstätigkeit stehe). Die Drainage (Pigtail) als Solche empfand ich auch als unangenehm - den Fremdkörper im Magen habe ich deutlich wahrgenommen und mich bis zu dessen Entfernung durchweg unwohl gefühlt.
Gibt es noch andere Möglichkeiten, um Pseudozysten dauerhaft zu behandeln? Ich habe schon gegoogelt, aber nicht wirklich Hilfreiches finden können.
Ich bin auch sehr unsicher, wohin ich überhaupt zur Behandlung gehen soll. Wieder in meine Klinik des Heimatortes (mit zert. Pankreaszentrum) oder doch eher an eine Uni-Klinik? Ich wohne mitten in NRW - Köln, Düsseldorf, Bochum etc. ist alles gut erreichbar. Wie finde ich einen passenden Behandler?
Morgen erfahre ich durch meinen Hausarzt, ob meine Entzündungswerte ebenfalls erhöht sind. Dann sollte ich mich aber wohl auch zügig um einen Platz in der Klinik bemühen.
Ich würde mich daher sehr freuen, falls jemand Erfahrungen zum Thema hat und mir einen Tipp für ein weiteres sinnvolles Vorgehen geben könnte. Dafür schon jetzt vielen Dank!
LG
Schnuppe
Wiederholte Probleme mit Pseudozyste
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Schnuppe1965
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