Aus Verzweiflung und nach 2 Notaufnahmen- und 2 Notfallsprechstundenbesuchen und einer heutigen Abweisung durch den Hausarzt (Ist kein Notfall, versuchen Sie Wärme) hoffe ich hier zumindest Hilfe bei der Einordnung meiner Probleme zu finden.
Epikrise:
Es begann vor einer Woche. Ich liste chronologisch auf:
I.Samstag:
Sekundenweise komischer Vernichtungsschmerz in der Wirbelsäule drin, mehrere Schübe pro Stunde. Notfallsprechstunde war ein nicht Deutsch sprechender Chirurg, der nix untersuchen wollte und meinte ich solle ja zum Kardiologen.
II. Sonntag:
Seltsames Vollegefühl, als wäre alles verstopft im Darm.
III. Montag:
Nun kommen seltsame Brennschmerzen im Rücken hinzu. Höhepunkt Nachts, Schlafen nahezu unmöglich vor Schmerz. Abklingen gegen morgens. Ich beginne Therapie mit Protonenpumpenhemmern, da ich Gastritis vermute. Schonkost nun.
III. Dienstag:
Schmerzbild intensiviert sich weiter. Nun auch tagsüber. Brutaler Brenn-/Bohrschmerz im Rücken nahe der Wirbelsäule. Ich bleibe bei Schonkost. Schlaf wieder kaum möglich.
IV. Donnerstag:
Ich stelle fest, dass seit Tagen kein Stuhl mehr kommt. Die Schmerzen sind unerträglich. Es kommen neuropathische Brennschmerzen auf Haut am Bauch, Leiste etc dazu. Ich gehe in die Notaufnahme. Ich wurde wohl auf Gallensteine und Gallenblase etc untersucht. Ultraschall wurde gemacht. Kein Befund im Labor, kein Befund in Sonographie außer, dass der Darm randvoll mit Stuhl ist. 2 Einläufe werden gespritzt. Nach Hause geschickt.
V. Freitag Samstag:
Beschwerden werden nicht besser. Ich gehe zur Notfallsprechstunde. Er nimmt bekannte Labormarker für Bauchspeicheldrüse wie CRP, Lipase, Pankreas-Amylase ALAT usw. Alle Werte im Referenzbereich. Ich kriege Novalgin für zuhause mit der Anmerkung "manchmal tut der Körper halt weh".
VI. Sonntag auf Montag:
Tagsüber scheinbar endlich das erste Mal Besserung. Viel weniger Schmerzen tagsüber. Leider nachts wieder brutale Schmerzen, Gefühl des Darmplatzens, neuropathische Schmerzen und endlose Erschöpfung, da der Schlaf die nächte seit 1 Woche ne Katastrophe ist. Wieder Notaufnahme. Internist in der Notaufnahme macht Ultraschall und fängt auffällig früh damit an, dass das ja für ihn alles keinen Sinn ergebe. Er sieht nichts im Ultraschall, Labor normal. Er hört mir nicht zu, wirklich null. Ich sage, dass ich neuropathische Schmerzen habe etc etc und er sagt 20 Sekunden später "ja Sie hatten ja gesagt, dass sie nichts Neuropathisches haben".
Ich solle nach Hause zum Hausarzt gehen und Ibuprofen nehmen. Auf meine Frage, wie ich die Nächte durchstehen soll mit den Schmerzen Schulterzucken und "gehen Sie halt zum Orthopäden, Ibuprofen ist Standard".
VI. Heute:
Anruf beim Hausarzt. Direkte Abweisung, angeblich ja voll und ich solle es einfach mit Wärme versuchen.
Befunde/Beobachtung:
1. Ich habe in einer Woche 5kg Gewicht verloren trotz hoher Kalorienzufuhrt (genau dokumentiert). Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion, die eingestellt ist. Trotzdem habe ich bis vor 1 Woche bei schon geringen Mengen an Essen (über 2200 kcal) bei 7x/Woche Sport trotzdem zugenommen. Jetzt verliere ich rasant bei 3000+ Kcal.
2. Die Schmerzen sind tendenziell Nachts, teils aber auch stark tagsüber.
3. Mein Stuhlgang hat in der Vergangenheit oft Probleme gemacht, da sehr viel Abwischen und Geruch trotz wirklich guter Ernährung (Leistungssportler).
4. Der Schmerz ist primär auf Höhe der Brustwirbelsäule nahe der Wirbelsäule und brennt, bohrt etc und ist immer wieder von neuropathischen Nebenschmerzen im unteren Bauch begleitet.
5. Die Laborwerte wie Lipase, Glucose, Pankreas-Amylase etc alle im Normbereich. Jedoch war der Wert bis vor 1 Jahr immer stabil bei 30, jetzt ist er bei knapp unter 60 trotz fettarmer Ernährung.
6. Pankreas-Elastase war vor 1,5 Jahren noch bei 700+. Zu dem Zeitpunkt hat der Stuhl auch schon oft ekelig gerochen. Führe das evtl. aber auch auf die Verwendung von Zuckerersatzstoffen zurück, keine Ahnung.
7. Vor 6 Monaten konnte ich mich noch problemlos ketogen ernähren, der Stuhl wurde sogar gefühlt endlich mal besser.
Ich bin 34 Jahre alt, Leistungssportler mit dementsprechender Statur. Nur Hoffmann-Syndrom und Hypothyreoditis (eingestellt) als Vorerkrankung.
Ich bitte wirklich um Hilfe, da mir niemand helfen will.
Könnte dies eine Pankreasbeteiligung sein?
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Ekelkallbert
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Ekelkallbert
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Re: Könnte dies eine Pankreasbeteiligung sein?
Ergänzung:
Der primäre brennende Rückenschmerz liegt eher auf Höhe der Schulterblätter. Vorne im Bauch unterm Rippenbogen ist es eher ein Engegefühl, aber kein richtiger Schmerz. Könnte ja ziemlich gegen Pankreas sprechen?
Der primäre brennende Rückenschmerz liegt eher auf Höhe der Schulterblätter. Vorne im Bauch unterm Rippenbogen ist es eher ein Engegefühl, aber kein richtiger Schmerz. Könnte ja ziemlich gegen Pankreas sprechen?
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Anastasia
- Beiträge: 27
- Registriert: 16. Oktober 2025, 20:55
Re: Könnte dies eine Pankreasbeteiligung sein?
Hey,
tut mir leid das alles zu hören! Ich bin keine Medizinerin und kann dir keine Diagnose stellen, beziehe mich nur auf meine eigene Erfahrung und die Studien die ich gelesen habe. Deine Schmerzsymptomatik klingt für mich nicht nach Pankreas, meist sind die Schmerzen gürtelförmig von Oberbauch bis Rücken ungefähr Magenhöhe. Auch müsste sich vermutlich der Stuhl andersverhalten; fettig-glänzende Stühle und/oder voluminös breiiger Stuhl. Wurde die Elastase nochmal gegen gemessen? Wenn Lipase, Amylase und co. im Normalbereich waren und Elastase vorher bei 700 war (was nicht gerade nah an der Grenze für "kritisch" ist), dann wüsste ich nicht, was von der Symptomatik sonst noch für Pankreas sprechen würde. Schadet aber nicht nochmal gegen zu prüfen.. was wenn du einfach zum Arzt gehst und dich ins Wartezimmer setzt bis zu dran bist? Sie könnten dich mal zur Magen/Darmspiegelung überweisen. Als ich letzten November als Notfall im Krankenhaus gelandet bin (habe selbst RTW gerufen), wurde ich anschließend auf Station aufgenommen, als die in der Notaufnahme keiner auf Anhieb antworten hatte. Da wurden dann weitere tests und Spiegelungen gemacht. Evtl auf eigenen Wunsch einweisen lassen?
Ich wünsche dir ganz viel Kraft!
LG, Anastasia
tut mir leid das alles zu hören! Ich bin keine Medizinerin und kann dir keine Diagnose stellen, beziehe mich nur auf meine eigene Erfahrung und die Studien die ich gelesen habe. Deine Schmerzsymptomatik klingt für mich nicht nach Pankreas, meist sind die Schmerzen gürtelförmig von Oberbauch bis Rücken ungefähr Magenhöhe. Auch müsste sich vermutlich der Stuhl andersverhalten; fettig-glänzende Stühle und/oder voluminös breiiger Stuhl. Wurde die Elastase nochmal gegen gemessen? Wenn Lipase, Amylase und co. im Normalbereich waren und Elastase vorher bei 700 war (was nicht gerade nah an der Grenze für "kritisch" ist), dann wüsste ich nicht, was von der Symptomatik sonst noch für Pankreas sprechen würde. Schadet aber nicht nochmal gegen zu prüfen.. was wenn du einfach zum Arzt gehst und dich ins Wartezimmer setzt bis zu dran bist? Sie könnten dich mal zur Magen/Darmspiegelung überweisen. Als ich letzten November als Notfall im Krankenhaus gelandet bin (habe selbst RTW gerufen), wurde ich anschließend auf Station aufgenommen, als die in der Notaufnahme keiner auf Anhieb antworten hatte. Da wurden dann weitere tests und Spiegelungen gemacht. Evtl auf eigenen Wunsch einweisen lassen?
Ich wünsche dir ganz viel Kraft!
LG, Anastasia
- TomKay
- Beiträge: 550
- Registriert: 30. Juli 2022, 16:31
Re: Könnte dies eine Pankreasbeteiligung sein?
Hey Ekelkallbert,
ich hab deinen Beitrag gelesen, und ehrlich – das klingt nach einer unglaublichen Leidensgeschichte. Man spürt richtig, wie sehr du kämpfst – körperlich, aber auch emotional, weil dich offenbar niemand wirklich ernst nimmt. Nach so vielen Arztbesuchen, Notaufnahmen und Untersuchungen ohne klare Richtung ist die Verzweiflung absolut nachvollziehbar. Dieses Gefühl, mit massiven Schmerzen allein gelassen zu werden, kennt leider jeder, der mal durchs medizinische System gefallen ist.
Dass du deine Symptome so detailliert beschreibst, ist schon mal sehr hilfreich. Es zeigt, dass du wirklich genau beobachtest, was passiert. Diese brennenden, bohrenden Schmerzen entlang der Wirbelsäule, die nachts schlimmer werden, kombiniert mit neuropathischen Empfindungen und starkem Gewichtsverlust – das ist kein „Einbildungsthema“. Das schreit nach genauerer Abklärung, und zwar über das Standard-Labor und Ultraschall hinaus.
Ich würde an deiner Stelle versuchen, möglichst bald einen Neurologen zu finden – das Brennen und die Hautempfindungen sprechen sehr für eine Nervenbeteiligung, vielleicht im Bereich der Brustwirbelsäule. Ein MRT der BWS kann klären, ob da etwas eingeklemmt oder entzündet ist. Parallel wäre ein Gastroenterologe sinnvoll, besonders wegen der Verdauungsprobleme und der schnellen Gewichtsabnahme. Die frühere Pankreas-Elastase von 700+ und jetzt auffällige Veränderungen könnten in Richtung Verdauungsenzymmangel oder Pankreasinsuffizienz gehen, selbst wenn die Standard-Labore unauffällig sind. Diese Tests werden leider oft zu oberflächlich gemacht.
Es kann gut sein, dass da mehrere Dinge zusammenkommen – eine Kombination aus Darmträgheit, Nervenreizung, vielleicht auch Überforderung des vegetativen Nervensystems (was bei Schlafmangel und Dauerstress noch schlimmer wird). Wenn du schon mehrfach mit starken Schmerzen abgewiesen wurdest, kann es helfen, beim nächsten Termin ganz klar zu sagen: „Ich kann nicht mehr schlafen, ich habe unerträgliche Schmerzen, und ich brauche eine stationäre Abklärung.“ Das öffnet manchmal Türen, die sonst zu bleiben.
Mach dir vielleicht auch eine Liste mit den wichtigsten Punkten, damit du dich beim Arzt nicht überrennen lässt. Und falls du das Gefühl hast, niemand hört zu – nimm jemanden mit, der dich unterstützt und im Gespräch Rückhalt gibt.
Ich weiß, das alles klingt nach einem Marathon, aber du hast völlig recht, dass du dranbleibst. Niemand sollte mit so massiven Schmerzen einfach nach Hause geschickt werden. Dein Körper sendet deutliche Signale, und du verdienst, dass man sie ernst nimmt.
Halte durch – und such dir gezielt Spezialisten, die über den Tellerrand schauen. Es gibt sie, auch wenn sie manchmal schwer zu finden sind. Und bitte: Versuch trotz allem, etwas Ruhe zu bekommen, kleine Erholungsfenster zu schaffen. Dein Körper kämpft – und du kämpfst mit.
LG Tom
ich hab deinen Beitrag gelesen, und ehrlich – das klingt nach einer unglaublichen Leidensgeschichte. Man spürt richtig, wie sehr du kämpfst – körperlich, aber auch emotional, weil dich offenbar niemand wirklich ernst nimmt. Nach so vielen Arztbesuchen, Notaufnahmen und Untersuchungen ohne klare Richtung ist die Verzweiflung absolut nachvollziehbar. Dieses Gefühl, mit massiven Schmerzen allein gelassen zu werden, kennt leider jeder, der mal durchs medizinische System gefallen ist.
Dass du deine Symptome so detailliert beschreibst, ist schon mal sehr hilfreich. Es zeigt, dass du wirklich genau beobachtest, was passiert. Diese brennenden, bohrenden Schmerzen entlang der Wirbelsäule, die nachts schlimmer werden, kombiniert mit neuropathischen Empfindungen und starkem Gewichtsverlust – das ist kein „Einbildungsthema“. Das schreit nach genauerer Abklärung, und zwar über das Standard-Labor und Ultraschall hinaus.
Ich würde an deiner Stelle versuchen, möglichst bald einen Neurologen zu finden – das Brennen und die Hautempfindungen sprechen sehr für eine Nervenbeteiligung, vielleicht im Bereich der Brustwirbelsäule. Ein MRT der BWS kann klären, ob da etwas eingeklemmt oder entzündet ist. Parallel wäre ein Gastroenterologe sinnvoll, besonders wegen der Verdauungsprobleme und der schnellen Gewichtsabnahme. Die frühere Pankreas-Elastase von 700+ und jetzt auffällige Veränderungen könnten in Richtung Verdauungsenzymmangel oder Pankreasinsuffizienz gehen, selbst wenn die Standard-Labore unauffällig sind. Diese Tests werden leider oft zu oberflächlich gemacht.
Es kann gut sein, dass da mehrere Dinge zusammenkommen – eine Kombination aus Darmträgheit, Nervenreizung, vielleicht auch Überforderung des vegetativen Nervensystems (was bei Schlafmangel und Dauerstress noch schlimmer wird). Wenn du schon mehrfach mit starken Schmerzen abgewiesen wurdest, kann es helfen, beim nächsten Termin ganz klar zu sagen: „Ich kann nicht mehr schlafen, ich habe unerträgliche Schmerzen, und ich brauche eine stationäre Abklärung.“ Das öffnet manchmal Türen, die sonst zu bleiben.
Mach dir vielleicht auch eine Liste mit den wichtigsten Punkten, damit du dich beim Arzt nicht überrennen lässt. Und falls du das Gefühl hast, niemand hört zu – nimm jemanden mit, der dich unterstützt und im Gespräch Rückhalt gibt.
Ich weiß, das alles klingt nach einem Marathon, aber du hast völlig recht, dass du dranbleibst. Niemand sollte mit so massiven Schmerzen einfach nach Hause geschickt werden. Dein Körper sendet deutliche Signale, und du verdienst, dass man sie ernst nimmt.
Halte durch – und such dir gezielt Spezialisten, die über den Tellerrand schauen. Es gibt sie, auch wenn sie manchmal schwer zu finden sind. Und bitte: Versuch trotz allem, etwas Ruhe zu bekommen, kleine Erholungsfenster zu schaffen. Dein Körper kämpft – und du kämpfst mit.
LG Tom
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Ekelkallbert
- Beiträge: 3
- Registriert: 24. November 2025, 13:36
Re: Könnte dies eine Pankreasbeteiligung sein?
Ich danke euch beiden schonmal vielmals für eure Zeit und Aufmerksamkeit.
Ich habe mit der Uniklinik, in der ich war, eine gewisse "Vorgeschichte". Jahrelang wurde mir dort schon einmal aufgrund neuromuskulärer Probleme der "Psychostempel" aufgedrückt, bis sie am Ende selber eine Diagnose gestellt haben.
Es wurde wie gesagt "nur" Sonographie und Pankreas- und Gallenlabor gemacht.
Es gibt im Grunde ein "neues" Update zur heutigen Nacht. Heute Nacht war es auf einmal und urplötzlich vor allem der Magenbereich, der stundenlang krampfte und brannte. Immerhin konnte ich hier jedoch dann seit 1 Woche das erste mal mehr als 2 Stunden pro Nacht schlafen, da der Rückenschmerz viel mehr weh tat. Ich kann mir ehrlich gesagt schwer erklären, warum der Schmerz auf einmal vorne ist, nachdem er Tage lang hinten war. Der Bauch fühlt sich jetzt auch extrem voll und aufgebläht an (ok ich sehe aus wie schwanger oO) und verträgt kaum Nahrung.
Einen Gastrotermin habe ich immerhin in 3 Wochen
Ich wünsche euch noch einen schönen Tag.
Ich habe mit der Uniklinik, in der ich war, eine gewisse "Vorgeschichte". Jahrelang wurde mir dort schon einmal aufgrund neuromuskulärer Probleme der "Psychostempel" aufgedrückt, bis sie am Ende selber eine Diagnose gestellt haben.
Es wurde wie gesagt "nur" Sonographie und Pankreas- und Gallenlabor gemacht.
Es gibt im Grunde ein "neues" Update zur heutigen Nacht. Heute Nacht war es auf einmal und urplötzlich vor allem der Magenbereich, der stundenlang krampfte und brannte. Immerhin konnte ich hier jedoch dann seit 1 Woche das erste mal mehr als 2 Stunden pro Nacht schlafen, da der Rückenschmerz viel mehr weh tat. Ich kann mir ehrlich gesagt schwer erklären, warum der Schmerz auf einmal vorne ist, nachdem er Tage lang hinten war. Der Bauch fühlt sich jetzt auch extrem voll und aufgebläht an (ok ich sehe aus wie schwanger oO) und verträgt kaum Nahrung.
Einen Gastrotermin habe ich immerhin in 3 Wochen
Ich wünsche euch noch einen schönen Tag.