Angst vor Krebs nach 15 Jahren chronische Pankreatitis

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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lunetta
Beiträge: 423
Registriert: 6. Dezember 2022, 14:37

Re: Angst vor Krebs nach 15 Jahren chronische Pankreatitis

Beitrag von lunetta »

Du beschreibst es immer gleich, und schreibst dann immer, dass es sich anders anfühlt dieses Mal.
Du suchst immer einen Grund, dass du dich wieder untersuchen lassen kannst, um kurz aufzuatmen, aber sofort wieder neue Angst zu haben.
Es wiederholt sich bei dir immer alles genau nach Schema F. Und du versuchst dir selbst Gründe für neue Untersuchungen zu schaffen, indem du die Symptome als "anders" einstufst.
Ich habe mir nahezu alle deine Beiträge durchgelesen, und es ist immer dasselbe.

Es gibt gute Medikamente, die bei Angsterkrankung helfen, aber man muß einmal akzeptieren, dass man nichts Körperliches ist.

Auch wenn du jetzt meinst, dass es ja auch was anderes sein kann als BSD - du bleibst ja in der Angst, dass es was Bösartiges ist, weil du deine Symptome immer als bedrohend und tödlich empfindest.

Ich hatte einen Gehinrtumor, vorher hatte ich keine Krankheitsängste, danach sehr große, da war aber ein bestehendes Trauma. Bei dir ist ja nie was gefunden worden, was deine Angst begründen würde.
Um mich selbst zu therapieren habe ich mir selbst verboten ständig zum Arzt zu gehen, um mir zu bestätigen dass jetzt nicht jeder Kopfschmerz ein neuer Tumor ist, und dass ich jetzt zeitlebens unter teilweise starken Kopschmerzen leiden werde, einfach weil ein entfernter Tumor eine große Narbenbildung im Gehirn macht.
Mein Schädelknochen wurde entfernt, und ein großes Implantat von 12x12 cm zur Schädeldeckung eingesetzt, und mit Titanplättchen verschraubt.
Ich spüre Schmerzen IM Kopf und der ganze Implantatbereich tut eigentlich immer weh.
Ich denke mir oft, ich könnte gar nicht sagen wenn wieder was wachsen würde, weil sowieso immer Schmerzen da sind.
Ich habe auch aufgehört zu halbjährlichen MRT Kontrollen zu gehen, da ich die Gadoliniumbelastung als schlimmer einstufe was Langzeitfolgen betrifft, als der Benefit einer Beruhigung für mich.

Ich erzähle dir das nicht um deine Ängste und Sorgen zu schmälern, aber ich weiß dass man aus so einem Angstkreis auch wieder raus kommt.
Das Leben ist endlich, für manche früher, für manche später.
Aber wenn man das ganze Leben nur in Angst lebt, dann ist es genauso schlimm, wie wenn man wirklich gegen eine schlimme Erkrankung ankämpft.

Hier sind viele Menschen, die wirklich BSDK haben, die wirklich durch die Hölle und wieder retour gehen und gegangen sind, und du sprichst in jedem thread von dir von BSDK, ohne dass es dafür auch nur den geringsten Befund gibt.

Geh doch mal in dich, und frag dich, ob du nicht vollkommen unberechtigt immer neue Gründe suchst um dich neu untersuchen zu lassen.
Kein Mensch läßt sich so oft Tumormarker abnehmen, oder so engmaschig Endosonografien, US, etc., wenn es doch nie eine Begründung dafür gibt!
Mich wundert ja, dass dir dafür ein Arzt so oft Zuweisungen gibt und dass deine KK das mitmacht....

Du hast in einem Monat eine Endosono, und einen Monat später hast du wieder Panik.
Du läßt Tumormarker abnehmen, aber sie beruhigen dich ja nie, im Gegenteil, du hast weiter Angst.
Welche Erwartungshaltung hast du denn? Dass endlich irgendeine Krebs gefunden wird?
Wenn nichts BSDK, dann eben ein anderer?

Wenn du Schmerzen hast, dann nimm Schmerzmittel und denk dran, dass du das seit vielen Jahren hast, es aber kein BSDK ist.
Versuch regelmäßig Schmerzmittel zu nehmen und diesen Regelkreis zu durchbrechen.
Lenk dich ab. Und hlr mit diesem Zwang zu untersuchen auf - es beruhigt dich ja nicht.
Mach mal eine Liste:
wieviele US Untersuchungen hattest du in diesen ganzen Jahren?
Wieviele Endosonografien
Wieviele MRT oder CT`s?
Wieviele Blutabnahmen für BSD Werte, Tumormarker, etc. ?
Was wurde noch alles an Diagnostik gemacht? Darmspiegelungen, Magenspiegelungen?
NICHTS hat dich je beruhigt!

Thorsten geh mal in dich:
Du lebst seit vielen Jahren in ständiger Angst - ist dir nicht um diese Lebenszeit leid?

Ich gebe dir einen Spruch mit auf den Weg, vielleicht hilft er dir:
"Mit Angst stirbt man jeden Tag, ohne Angst nur einmal."
Jana
Beiträge: 356
Registriert: 29. September 2020, 17:29

Re: Angst vor Krebs nach 15 Jahren chronische Pankreatitis

Beitrag von Jana »

Du entscheidest selbst, ob du weiter ständig in dem Kreislauf aus massiver Angst und Untersuchungsmarathon drin bleiben möchtest, oder doch die Ursache, deine Angst angehen möchtest. Hier im Forum wird dir niemand die Angst nehmen.

Fakt ist, CT= Strahlenbelastung, MRT=Kontrastmittel, Endosono=Sedierung sind alles Sachen, die nicht komplett risikofrei sind!

Und jetzt mal den anderen Fall, bei mir wird nur was wirklich notwendig und sinnvoll ist, untersucht.
Heißt ich hatte vor einigen Jahren ein MRT, seit dem nur jährliche normale Sonographien. Als es jetzt Auffälligkeiten gab, wurde wieder ein MRT zur Sicherheit empfohlen. Es gab noch nie ein CT, kein Endosono und auch keine Tumormarker.
thphilipp
Beiträge: 1613
Registriert: 2. November 2010, 07:17

Re: Angst vor Krebs nach 15 Jahren chronische Pankreatitis

Beitrag von thphilipp »

Hallo

ich weiß natürlich jetzt nicht was Du hast. Ich habe Cambridge III. Da sollte man zumindest die jährlichen Kontrollen machen.

Und wenn Schmerzen stark und anders sind und sich nicht wie sonst eliminieren, finde ich, wäre es schon fahrlässig nicht nach einer Komplikation (und da kann es nun einmal viele geben) zu schauen, nicht das man etwas verpasst.

Als ich meine chronische Pankreatitis im Anfangsstadium hatte, da waren bei mir auch zwischen den Untersuchungen Jahre und immer nur symptombedingt gemacht worden. Allerdings, je weiter eine chronische Pankreatitis fortschreitet, um so mehr und schlimmere Schmerzen bekommt man ja nun mal.
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Liebe Grüße Thorsten
lunetta
Beiträge: 423
Registriert: 6. Dezember 2022, 14:37

Re: Angst vor Krebs nach 15 Jahren chronische Pankreatitis

Beitrag von lunetta »

Und je mehr man sich in Angst reinsteigert, desto mehr Symptome gibt einem der Körper mit. Man somatisiert.
Wir werden dir das nicht nehmen- du wirst in den nächsten Tagen wieder irgendeine Untersuchung machen lassen.
Warum nimmst du nicht Schmerzmittel wenn du Schmerzen hast?
Durchbrich mal den Teufelskreis.
Andi
Beiträge: 1038
Registriert: 15. Februar 2011, 20:42

Re: Angst vor Krebs nach 15 Jahren chronische Pankreatitis

Beitrag von Andi »

Hallo,

ich muss sagen, Angst habe ich keine, aber jeden Tag Schmerzen.
Eigentlich müsste ich jeden Tag ein MRT machen, aber ich lebe immer noch , schon seit 31 Jahren mit der Erkrankung.
Ja, klar ich benötige Opiate, aber ich versuche jeden Tag etwas schönes abzuringen, solange es geht, das macht mich froh und tut der Psyche gut.
Man muss lernen, mit der Erkrankung zu leben, da führt kein Weg daran vorbei.
Aber die Krankheit darf nicht dominieren, was nicht immer einfach ist.
Und Ja, Schmerzmittel nehmen wenn nötig, da hat Lunetta Recht, eigentlich ergibt sich das von selbst, obwohl auch ich sparsam damit umgehe.

Liebe Grüße Andi
thphilipp
Beiträge: 1613
Registriert: 2. November 2010, 07:17

Re: Angst vor Krebs nach 15 Jahren chronische Pankreatitis

Beitrag von thphilipp »

Moin Andi,

es ist alles echt schlimm. Nach ein paar Tagen wo es etwas besser war, ist es heute schon wieder richtig mies. Trotz das ich die letzten Tage fast mull fett gegessen habe und viel Tee getrunken habe.

Letzte Woche habe ich noch einmal Blut getestet, da war mein Quick Wert zu niedrig und seit Wochen habe ich einen erhöhten Zink Wert. Es ist alles sehr komisch momentan, daher auch meine große Angst.
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Liebe Grüße Thorsten
Andi
Beiträge: 1038
Registriert: 15. Februar 2011, 20:42

Re: Angst vor Krebs nach 15 Jahren chronische Pankreatitis

Beitrag von Andi »

Hallo Thorsten,
ja, ist schon doof, wenn man dauernd Beschwerden hat, geht mir nicht anders.
Wenn die anderen Blutwerte in Ordnung sind, kannst du erst mal beruhigt sein.
Von der Bildgebung her bist du einer , der am Besten überwacht wird.
Ich würde mir da jetzt keine großen Sorgen machen, Angst ist dabei nie ein guter Ratgeber.
Ich versuche jeden Tag etwas positives abzugewinnen, damit verliere ich die Freude nicht am Leben.
Das funktioniert ganz gut.

Gute Besserung

Liebe Grüße Andi
thphilipp
Beiträge: 1613
Registriert: 2. November 2010, 07:17

Re: Angst vor Krebs nach 15 Jahren chronische Pankreatitis

Beitrag von thphilipp »

Ja vor allem, wenn sich das Beschwerdebild irgendwie ändert.

Letztes Jahr war nach Phasen immer wieder Ruhe oder zumindest es so, dass teilweise ich dachte, ich wäre gesund, bis eben eine Phase wieder kam. Ausgelöst durch was, was ich nicht nachvollziehen kann, da ich schon seit Jahren auf Ernährung usw. extrem achte (kein oder sehr wenig Fett, usw.).

Aktuell geht es eben seit vielen Wochen nicht mehr richtig gut.
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Liebe Grüße Thorsten
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TomKay
Beiträge: 564
Registriert: 30. Juli 2022, 16:31

Re: Angst vor Krebs nach 15 Jahren chronische Pankreatitis

Beitrag von TomKay »

Wir (aber vor allem die Mediziner, die Experten usw.) verstehen den Körper nach wie vor immer noch viel zu schlecht. Würde das besser funktionieren, wären wir mit Sicherheit auch in der Lage, bessere Lösungen anbieten zu können. Ich finde Autoimmunkrankheiten immer noch ein solches Thema. Wir verstehen nicht genau, warum sich der Körper gegen sich selbst richtet und daher können wir mit Biologicals und Immunsuppressiva nur die Symptome bekämpfen, nicht aber die Ursache. Wenn man wüsste, was genau eine erneute Entzündung der Bauchspeicheldrüse triggert, könnte man dort vielleicht einen Riegel vorschieben.

Lieber Thorsten und natürlich auch lieber Andi - ich wünsche euch, dass ihr mehr positive Tage als negative habt. Untersucht bist vor allem Thorsten du mit am besten im Forum. Daher - auch wenns schwere fällt - Versuch abzuschalten.

LG
Tom
thphilipp
Beiträge: 1613
Registriert: 2. November 2010, 07:17

Re: Angst vor Krebs nach 15 Jahren chronische Pankreatitis

Beitrag von thphilipp »

Danke auch für Deine Worte.

Aber mal aus Interesse, hat von Euch jemand zu hohe Zink Werte im Blut?
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Liebe Grüße Thorsten
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