Re: Pankreaslinksresektion nach IPMN
Verfasst: 7. August 2012, 13:45
Reinhard hat geschrieben:Hallo Reinhard,
ohne Dir (leichtfertige) Hoffnung auf eine wesentlich Verbesserung zu machen, lass uns mal über die Medikamente reden. Manchmal liegt es an Kleinigkeiten um besser auf die Beine zu kommen. Schreib doch mal, was und wann Du diese nimmst. (Z.B. Enzyme, Vitamin D3 usw.
Ich habe erst nach 2-3 Jahre gemerkt, dass sich mein Zustand nach der OP wesentlich gebessert hat.
Bis dann
vom anderen Reinhard
Hallo Reinhard,
vielen Dank für Deine Antwort. Da kann ich ja noch Hoffnung schöpfen, wenn Du auch erst nach 2 - 3 Jahren gemerkt hast, dass sich Dein Zustand nach der OP wesentlich gebessert hat.
Natürlich hat sich mein Zustand jetzt, 1 1/2 Jahre nach der OP auch schon gebessert. Es ist jedoch ein ständiges auf und ab. Wirklich sehr beeinträchtigend ist des psychische Zustand. Der ist schon extrem wechselhaft. Ich habe auch festgestellt, dass ich wesentlich empfindlicher auf alles reagiere als vor der OP. Die depressiven Phasen, mit dem Gefühl, dass doch alles keinen Sinn mehr hat, kommen und gehen aber sie beeinträchtigen sehr.
Das einzige Medikament das ich aufgrund der OP nehme ist KREON. Zunächst hat man mir in der Klinik zu jedem Essen eine 25.000 er Kapsel gegeben. Ohne jeglichen Hinweis ob vor, zum oder nach dem Essen einzunehmen. Mittlerweile weiss ich natürlich, dass das viel zu niedrig dosiert ist. Ich nehme 2000 Einheiten pro 1 Gramm Fett. Wenn ich nicht genau weiss, wieviel Fett ein Essen enthält gehe ich an die obere Grenze. Das können dann manchmal schon 120.000 bis 140.000 Einheiten sein.
Wenn ich überdosiere merke ich das durch Verstopfung. Bei Unterdosierung machen sich Übelkeit, Oberbauchschmerzen, Blähungen und Durchfälle bemerkbar.
Natürlich ist Verstopfung genausowenig angenehm, zumal ich sehr schnell dieses Völlegefühl habe.
Ich habe auch ganz selten wirklich Hunger und fühle mich auch am wohlsten, wenn ich nichts gegessen habe. Hunger bzw. Appetit kommt erst mit dem Essen und dann esse ich manchmal auch zu viel was wiederum sehr unangenehm ist.
Ich nehme zwar ein Multivitaminpräparat aber das habe ich auch schon vor der OP genommen. Von der Klinik und auch vom Gastroenterologen bekam ich keine Empfehlung für Nahrungsergänzungsmittel.
Ganz besonders macht mir die körperliche Schwäche und die extrem schnelle Ermüdung zu schaffen. Da man mir die Erkrankung nicht unbedingt äusserlich ansieht habe ich das Gefühl, mich ständig rechtfertigen zu müssen.
Herzlichen Gruß
Reinhard