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Re: Ernährung nach Whipple-OP

Verfasst: 29. Januar 2015, 17:34
von Atenuata
Hallo zusammen,

ich bin ganz neu im Forum und habe auch einiges zum Thema Ernährung nach Whipple-OP beizutragen.
Obwohl ich ausreichend Kreon nehme, habe ich Schwierigkeiten mit der Nahrungsaufnahme, und es kommt immer wieder zu Durchfällen und auch Krampfschmerzen.
Mir wurde in Heidelberg gesagt, keine Hülsenfrüchte, keine blähenden Gemüse wie Kohl etc., keine Zitrusfrüchte, keine rohen Äpfel, Tomaten nur ohne Schale und Kerne, Gurken ohne Kerne, keine Paprika, keine Nüsse, keine fettreichen Sachen.
Die OP hatte ich im Dezember 2012 - seitdem ernähre ich mich, was Gemüse betrifft, vorwiegend von Karotten, Sellerie, Gurken, Rote Beete, Kartoffeln. Ich kann diese Gemüse bald nicht mehr sehen! Natürlich probiere ich auch anderes aus, bekomme aber sofort die Quittung, d.h. Durchfall.
Fisch und Fleisch vertrage ich, wenn es nicht zu fett ist - klar.
Ich wog mal 54 kg - nach der OP waren es noch 39 - jetzt bin ich auf 49 kg. Und mehr essen als ich esse geht nicht. Aber es geht einfach nicht vorwärts. Ich hätte gerne noch etwa 3-4 kg mehr. Aber wie? Die hochkalorischen Getränke aus der Apotheke vertrage ich nicht.
Vielleicht hat jemand einen Rat ?

Re: Ernährung nach Whipple-OP

Verfasst: 30. Januar 2015, 09:44
von Portugal
Guten Morgen Atenuata,

ich wurde vor 3 Jahren operiert. Im ersten Jahr habe ich fast nichts vertragen. Mittlerweile probiere ich z.B. Linsen, Rotkraut, Brokkoli, Pilze etc. aus und ich muss sagen, es wird immer besser. Zwiebeln sind schwierig und Bohnen sowie Weißkraut geht garnicht. Allerdings kann es auch 2 - 3 Eßl Sauerkraut essen. Im Krankenhaus wurde mir gesagt, ich soll alles probieren. Zeitweise habe ich auch die Kreon-Kapseln geöffnet. Was schlecht geht, sind Müsli z.B.
Nimmst Du das Kreon in ausreichender Menge?
Nüsse sind sehr gut, natürlich ganz gründlich zerkleinern.

Ich denke, man muss es ausprobieren, bzw. nochmal eine Ernährungsberatung machen.

Alles Gute

Portugal

Re: Ernährung nach Whipple-OP

Verfasst: 1. Februar 2015, 16:46
von Atenuata
Vielen Dank, Portugal,

zum Frühstück nehme ich 65.000 E, zum Mittagessen 105.000 E, abends wieder 65.000 E und zu den Zwischenmahlzeiten je nach Menge und Fettgehalt. Ich denke, das sollte ausreichen.
Ich bin manchmal ziemlich verzweifelt, weil ich sehe nicht sehe, dass es vorwärts geht. Ich esse nichts Blähendes und habe doch Blähungen und Darmgeräusche und manchmal "pupse ich mich ins Nirwana". Es ist einfach zermürbend. Egal was ich mache, ich bekomme Durchfall oder diese lästigen Krampfschmerzen. Ich kann es einfach an nichts festmachen. Jeder Tag ist ein Kampf , und das geht jetzt seit zwei Jahren so.
Wenn es bei Dir drei Jahre gedauert hat, muss ich wohl noch etwas Geduld aufbringen... wobei ich das Wort "Geduld" schon nicht mehr hören kann.

Vor dieser OP war ich wirklich top fit und aktiv, jetzt habe ich das Gefühl, nur noch müde zu sein - und die Tage gehen so ungelebt und ohne Freude dahin.

Gruß
Atenuata