Seite 2 von 2

Re: Arbeitsfähigkeit nach totaler Pankreasentfernung

Verfasst: 10. Juli 2013, 19:27
von stocki
Danke für die ausführliche Antwort, lieber Reinhard.
Ja, ich habe die "Austauschlieferung" vom AdP ebenfalls gelesen. Jedoch wurde hier die orale Gabe von Vit. D favorisiert, die bei mir, auch bei gleichzeitiger Einnahme von Protonenhemmern und Enzymen, eben nicht funktioniert.

Liebe Grüße Claudia

Re: Arbeitsfähigkeit nach totaler Pankreasentfernung

Verfasst: 10. Juli 2013, 20:05
von Reinhard
Hallo Claudia,
also die ADEK Spritzen gehen nicht, die orale Gabe auch nicht?! Das Vitamin D3 wird nach meinen Infos durch die Absorbation im Darm und durch das Sonnenlicht gebildet jeweils zur Hälfte. Deshalb ist allgemein während der Sommermonate der Status im grünen Bereich. Ich hatte mal hier im Forum vor Jahren einen Austausch mit einer Betroffenen aus der Schweiz. Diese hielt nicht viel von den Pillen und hat berichtet, dass in den USA das oftmals nur durch Bestrahlung mit besonderen "Lampen" erreicht wird. Will mir mal in den nächsten Tagen die Sachen raussuchen.
Ob da was dran ist, weiß ich nicht mit Sicherheit.

Meine Ausführungen richtete sich auch an jene, die diese Info des wissenschaftlichen Beirates nicht hatten.

Bis dann
Liebe Grüsse
Reinhard

Re: Arbeitsfähigkeit nach totaler Pankreasentfernung

Verfasst: 10. Juli 2013, 20:55
von stocki
Hallo Reinhard,
ja genau so ist das bei mir. Ich habe zunächst versucht über Tabletten den Vit.D Wert zu steigern, dann habe ich mir die D-Spritze über die Apotheke in Koblenz besorgt und anschließend die D-Vicotrat über die Apotheke, die höher dosiert ist. Eigentlich reicht eine dieser Spritzen für 3 Monate. Bei mir geht der Wert dann gerade mal für 3 Wochen bis an den Rand des Normbereiches und dann ist die Wirkung schon wieder weg. Vielleicht steckt da ja auch noch etwas anderes hinter, was wir aber bisher nicht rausfinden konnten. Zumal die Eisensubstitution bei mir ähnlich schwierig ist. Ich brauche alle 2 Wochen eine Eiseninfusion, sonst bin ich sofort wieder mit den Ferritin-Werten im Keller.
Beim Vit.D hilft mir einzig und alleine die Sonne. (und im Winter zwangsläufig alle 14 Tage die Sonnenbank). Nur so komme ich mit meinen Werten zumindest an den unteren Rand des Normbereiches. Daher bin ich ziemlich sicher, daß an der "Lampengeschichte" etwas dran ist.

Liebe Grüße und einen schönen Abend Claudia

Re: Arbeitsfähigkeit nach totaler Pankreasentfernung

Verfasst: 17. August 2013, 21:39
von Muggle
Au weia, Reinhard, was für eine Story.... ich dachte ja schon, bei mir sei es arg schief gegangen, aber das geht ja echt auf keine Kuhhaut. Hättest du nicht zufällig die richtigen Informationen bekommen, wärst du an deiner "psychischen" Erkrankung gestorben. Oh man... schon krass dass die nicht drauf gekommen sind, dass nach solch einer Vorgeschichte vielleicht körperliche Folgen die Gewichtsabnahme begründen.

Wie gut, dass es den AdP gab und dass es ihn heute gibt. Dass nicht jeder solche optimalen Bedingungen hat mit überall Vitamin B und Ärzten, die sich wirklich einen Kopf machen, weil man nicht Nummer 23444 ist, ist leider so. Aber selbst wenn gehört sicherlich immer noch sehr viel Mut und Kraft dazu, sich durchzukämpfen. Die habt ihr beide gehabt, Klaudias Mann und du.

Es ist traurig, dass es gerade in der Nachsorge viele Probleme zu geben scheint. Geht mir genauso- und ich habe denke ich noch einen vernünftigen Hausarzt erwischt, der mich ernst nimmt und wirklich bereit ist, mitzuarbeiten.

Vitamin D und Eisen sind auch hier ein Problem- laufen bei mir aber bisher noch unter Luxusproblem, da andere Sachen noch mehr Aufmerksamkeit brauchen. ich schlucke Vitamin D Pillen und Eisentabletten und ob das was hilft, werden wir dann ja sehen.

Die Sache mit dem Cabrio kann ich soooo gut verstehen. ich bin nach meiner Entlassung auch in einen kleinen Kaufrausch verfallen. Mir passte ja nichts mehr, ich hatte auch das Bedürfnis, diesen in der letzten Zeit so geschundenen Körper mit weichen, warmen Sachen zu verwöhnen. Ich kaufte mir ein Smartphone, um auch vom Bett während der vielen Ruhezeiten online gehen zu können. Und sorgte für mehr Reichweite bei meinem Elektrorad, da ich ohne Rückenwind noch nicht weit komme, auf die Unabhängigkeit, die mir das Ding bietet, aber nicht verzichten mag (ich habe kein Auto und darf auch aus gesundheitlichen Gründen nicht fahren, wohne aber komplett in der Pampa jenseits jeglicher öffentlicher Verkehrsmittel). Und so radele ich derzeit ganz viel draußen herum, trainiere, trainiere, trainiere. Egal ob der Haushalt versackt. Beides schaffe ich nicht und ich brauche die Luft und das Leben da draußen. Wenn ich zuhause nur noch ins Bett falle, dann ist das eben so. Aber einfach dass es möglich ist, wieder selber irgendwo hin kommen zu können, das ist ein phänomenales Gefühl.