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Re: Pakreas- und Leber-Teilresektion, Milzentfernung

Verfasst: 20. Juli 2015, 12:51
von Dieter_Schartmann
Hallo Antonia, ich kann sie nur ermuntern, weiter am Ball zu bleiben. Ich habe auch einen Antrag auf Anerkennung der Schwerbehinderungseigenschaft gestellt und diesen dann auch erfolgreich durchgesetzt. Zunächst wurde mir ein GdB von 30 zuerkannt, ich habe dann Widerspruch eingelegt und daraufhin einen GdB von 40 erhalten. Da ich auch diesen als nicht angemessen empfunden habe, habe ich den Weg zum Sozialgericht gewählt und letzten Endes - nach einer externen Begutachtung - einen GdB von 50 erhalten, sogar mit unbefristeter Gültigkeit. Allerdings liegt bei mir noch eine zusätzliche Colitis unverlässlich vor. Also, dranbleiben lohnt sich!
Die Behörde sowie mögliche Gutachter orientieren sich an den Anhaltspunkten für die ärztliche Gutachtertätigkeit (kostenlos über Ihr Integrationsamt erhältlich!). Dort steht genau drin, bei welcher Diagnose welcher GdB zugeteilt werden soll. Allerdings haben die Gutachter auch einen gewissen W
Ermessensspielraum, der genutzt werden kann.
Gerne kann ich bei Bedarf weiter helfen.

Herzliche Grüße

Dieter Schartmann

Re: Pakreas- und Leber-Teilresektion, Milzentfernung

Verfasst: 20. Juli 2015, 18:08
von URM
Hallo Antonia,

wie ich dir schon berichtete, sind wir ja fast zur gleichen Zeit operiert worden.
Auch mir geht es z.Z. wieder ziemlich "bescheiden".
Kann deine Probleme und Gefühle so sehr nachempfinden. Da niemand; der nicht selbst betroffen ist, nachfüllen kann wie wir uns fühlen, sind die Sätze wie:
"das wird schon wieder, du muß dich mehr schonen, du mußt Geduld haben, laß den Kopf nicht hängen, immer positiv denken" .....usw, usw....
LEICHT DAHER GESAGT !!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich kann dir nur raten:
Laß dich damit beim Doc nicht abspeisen, sage ihm solange das es dir nicht gut geht und du Schmerzen hast, bis er eine Kontroll-Untersuchung verordnet.

Ich habe auch nicht locker gelassen.
Da auch bei mir die Schmerzen und Krämpfe nicht enden wollen, wurde bei mir letzte Woche ein CT gemacht. Dabei wurde eine Einstülpung (Invagination) von Dünndarm in Dünndarm festgestellt. Dadurch ist der Dünndarm verengt und schlechter durchblutet.
Leider kann dieses nur durch eine OP behoben werden. Den Zeitpunkt solle ich aber selber wählen,
(erst dann wenn ich es garnicht mehr aushalten kann).

Auch wieder so eine tolle Aussage von meinem HA. WANN IST der RICHTIGE Zeitpunkt?
Keiner legt sich gern freiwillig unters Messer. Ich werde mich in den nächsten Tagen mal erkundigen,
ob ich bei dem neuen Gastroenterologe in unserem neuen Ärztehaus einen Termin bekommen kann.


Hatte hier schon mal nachgefragt ob sich jemand damit auskennt, habe aber leider
KEINERLEI Antwort bekommen :cry:

Zu deiner Frage betreffend dem Antrag auf Schwerbehinderung:
Dieser wurde bei mir in der Reha gemacht und ich habe vor 2 Wochen einen Bescheid bekommen, dass ich einen GdB von 100 zunächst bis 02.2021 zuerkannt bekommen habe.
Habe letzte Woche meinen Schwerbeschädigten-Ausweis bekommen.

Schon krass schwarz auf weiß zu lesen, dass man zu 100% schwerbeschädigt ist.

Auch da kann ich dir nur raten (wie auch schon Dieter), bleib am Ball; laß nicht locker!!!
Denn schließlich "fehlt dir ja eine Menge", welches nicht mehr nachwächst.
Und dein restliches Leben wird nie wieder so sein, wie vor der OP.

Ich wünsche dir von Herzen, dass es dir in naher Zukunft besser geht
und du Erfolg auf einer angemessenen Zuerkennung hast.

LG
URM

P.S.: Vielleicht beantwortet MIR auch jemand meinen Hilferuf.

Re: Pakreas- und Leber-Teilresektion, Milzentfernung

Verfasst: 20. Juli 2015, 18:21
von Lutz Otto
Liebe Antonia,

hier kannst Du vergleichsweise ersehen, welche(r) GdB bzw. Prozente angewandt werden könnten.http://www.gesetze-im-internet.de/versm ... 00008.html
(BSD unter B10/punkt 10.3.6)
Zum Beispiel kann es vorkommen, dass bei Beschwerden wie Durchfälle, häufiger Stuhlgang vergleichsweise der „Reizdarm“ hinzugezogen wird. Ganz, ganz wichtig ist es, die Beschwerden, Einschränkungen so detailliert wie möglich zu beschreiben. Da werden oft durch die HÄ auf Grund von chronischen Zeitmangel die meisten Fehler gemacht. Oft ist es sinnvoll, wenn der Patient alles zuvor schriftlich festhält und dann seinem HA übergibt.

Alles, alles Gute!