Re: Chronische BSD-Entzündung: Was mache ich jetzt?
Verfasst: 11. Januar 2018, 22:10
Das mit dem Googeln mit der Schwangerschaft war nur ein Beispiel dafür, wie extrem negativ Erfahrungsberichte im Internet sind. Dass der TE keine Angst vor einer Schwangerschaft hat ist mir schon bewusst
Ich persönlich finde ja, dass es einem selbst gegenüber komplett unverzeihlich ist, sein Leben und seine Wünsche aufzugeben wegen so einer Diagnose. Es kann immer irgendetwas passieren - man kann den Job verlieren, Krebs kriegen, einen Unfall haben und im Rollstuhl landen, vom Auto überfahren werden etc. Solche Risiken sollten einen nicht davon abhalten eine Familie zu gründen und ein glückliches Leben zu leben.
Es gibt immer wieder chronisch Kranke, die zu sehr in ihrer Krankheit gefangen sind. Starke Schmerzmittel von Anfang an nehmen, weil sie nie den Kampfgeist aufbringen, es mal ohne zu versuchen, immer weniger essen und dann nach Jahren dieses Un-Lebens dauerhaft stationär im Krankenhaus landen. Oft auch mit diesem Opferdenken und sekundärem Krankheitsgewinn.
Grad wenns um chronische Krankheiten geht, spielt die Psyche und der Kampfgeist stark mit. Wenn man sich Ziele erhält und für ein normales Leben kämpft, dann ist das durchaus möglich mit chronischer Pankreatitis. Benuhu, sieh dich nicht als Opfer und dass dein Leben jetzt vorbei ist, das ist totaler Quark. Versuch es eher als eine (furchtbare) Herausforderung zu sehen, die es zu beherrschen gilt, damit du wieder so wie vorher leben kannst - denn das ist definitiv möglich.
Natürlich ist jetzt mal die alleroberste Priorität, dass du weg von den ständigen Schüben kommst, das ist klar. Aber du wirst merken, dass die guten Phasen bald länger andauern werden und du das Leben damit auch wieder mehr genießen kannst. VIelleicht kannst du dir ja auch therapeutischen Beistand holen, das hat mir damals auch sehr geholfen, um mit dieser Todesangst und dem Grauen wegen der Schmerzen umzugehen.
Aber gerade auch wenn du eine wunderbare Frau hast: Zeig ihr, dass es von jetzt an nicht darum geht, dass du jahrelang bis zu deinem furchtbaren Ende dahinvegetieren wirst. In den Momenten, wo es dir möglich ist (natürlich gibts Momente wo einfach nur alles dunkelschwarz ist), solltest du ihr zeigen, dass du dafür kämpfen willst, dass ihr wieder ein schönes Leben miteinander habt. Bau auch bewusst Schönes in dein Leben ein - kleine Momente, die dich bzw. euch glücklich machen. Sex ist übrigens auch etwas, was den Körper entspannt und entkrampft (wenn die Schmerzen gerade nicht zu stark sind) und wo man ihn (endlich mal wieder) positiv wahrnimmt. Mir persönlich hilft es auch sehr, meine Lieblingsmusik zu hören und mitzusingen - mein Bauch entkrampft sich dabei ziemlich gut und es macht gute Laune
Ich persönlich finde ja, dass es einem selbst gegenüber komplett unverzeihlich ist, sein Leben und seine Wünsche aufzugeben wegen so einer Diagnose. Es kann immer irgendetwas passieren - man kann den Job verlieren, Krebs kriegen, einen Unfall haben und im Rollstuhl landen, vom Auto überfahren werden etc. Solche Risiken sollten einen nicht davon abhalten eine Familie zu gründen und ein glückliches Leben zu leben.
Es gibt immer wieder chronisch Kranke, die zu sehr in ihrer Krankheit gefangen sind. Starke Schmerzmittel von Anfang an nehmen, weil sie nie den Kampfgeist aufbringen, es mal ohne zu versuchen, immer weniger essen und dann nach Jahren dieses Un-Lebens dauerhaft stationär im Krankenhaus landen. Oft auch mit diesem Opferdenken und sekundärem Krankheitsgewinn.
Grad wenns um chronische Krankheiten geht, spielt die Psyche und der Kampfgeist stark mit. Wenn man sich Ziele erhält und für ein normales Leben kämpft, dann ist das durchaus möglich mit chronischer Pankreatitis. Benuhu, sieh dich nicht als Opfer und dass dein Leben jetzt vorbei ist, das ist totaler Quark. Versuch es eher als eine (furchtbare) Herausforderung zu sehen, die es zu beherrschen gilt, damit du wieder so wie vorher leben kannst - denn das ist definitiv möglich.
Natürlich ist jetzt mal die alleroberste Priorität, dass du weg von den ständigen Schüben kommst, das ist klar. Aber du wirst merken, dass die guten Phasen bald länger andauern werden und du das Leben damit auch wieder mehr genießen kannst. VIelleicht kannst du dir ja auch therapeutischen Beistand holen, das hat mir damals auch sehr geholfen, um mit dieser Todesangst und dem Grauen wegen der Schmerzen umzugehen.
Aber gerade auch wenn du eine wunderbare Frau hast: Zeig ihr, dass es von jetzt an nicht darum geht, dass du jahrelang bis zu deinem furchtbaren Ende dahinvegetieren wirst. In den Momenten, wo es dir möglich ist (natürlich gibts Momente wo einfach nur alles dunkelschwarz ist), solltest du ihr zeigen, dass du dafür kämpfen willst, dass ihr wieder ein schönes Leben miteinander habt. Bau auch bewusst Schönes in dein Leben ein - kleine Momente, die dich bzw. euch glücklich machen. Sex ist übrigens auch etwas, was den Körper entspannt und entkrampft (wenn die Schmerzen gerade nicht zu stark sind) und wo man ihn (endlich mal wieder) positiv wahrnimmt. Mir persönlich hilft es auch sehr, meine Lieblingsmusik zu hören und mitzusingen - mein Bauch entkrampft sich dabei ziemlich gut und es macht gute Laune
