Julio83 hat geschrieben: ↑2. Februar 2018, 17:31
Hallo zusammen,
ich denke, die Nachricht ist angekommen. Von daher ist dieser auch mein letzter Beitrag in diesem Forum.
Ich möchte an dieser Stelle nochmal betonen, dass ich durch meine Frage das Leiden der nachgewiesen betroffenen nicht bagatellisieren möchte nach dem Motto "... bei mir zwickt's auch ein wenig, also habe ich das auch". Vielmehr ist es so, dass ich seit Jahren massive Probleme dabei haben, die Gründe für meine Probleme zu finden. Der Leidensdruck ist extrem hoch. Auch meine Lebensqualität leidet bereits massiv unter den Symptomen. Wenn ich bereits den Ansatz einer Lösung hätte, wäre ich wohl kaum so verzweifelt, in einem Forum voller Fremder nach Antworten zu suchen.
Von daher finde ich den Rat, mir einfach einen guten Arzt zu suchen, reichlich zynisch. Glaubt mir, dass habe ich schon versucht. Ich habe nur den Eindruck gewonnen, dass selbst Gastroenterologen in diesem Bereich oft im dunkeln tappen. Dazu kommt, dass man mich aufgrund meines Alters auch nicht in irgendeine Risikogruppe steckt. Insofern ist es tatsächlich nicht so einfach, bestimme Untersuchungen zu bekommen. Den Ansatz, besser und bewusster zu leben, habe ich auch schon Verfolgt. Ich habe verschiedenste Diäten gelebt, habe mit Sport angefangen, habe mit Meditation angefangen. Das hat alles nichts gebracht. Die Schmerzen sind real und gehen auch nicht weg, wenn ich mit einer positiveren Einstellung an das Problem herangehe.
Desweiteren finde ich, dass man an Geschichten wie der von thphilipp sehen kann, wie steinig, langwierig und voller Zweifel die Suche nach Ursachen sein kann. Und wenn ich seine Geschichte lese, insbesondere wie alles anfing, kommt mir sehr vieles bekannt vor. Ich möchte einfach keine Zeit verlieren, nichts übersehen. Ich bin Familienvater und habe auch eine Verantwortung für andere. Natürlich kann ich jetzt auch auf die Ärzte hören, nichts tun und warten, dass es langsam oder auch schneller schlimmer wird. Besser finde ich es aber, aktiv die richtigen Fragen zu stellen und auf Zusammenhänge hinzuweisen. Es ist ja nicht so, als wären die Argumente der Ärzte bisher wirklich stichhaltig gewesen. "Blutwerte ok, Ultraschall auch - also kann das nicht die BSD sein. Nerven sie nicht". Das "Reizdarm" auch in keinster Weise passt, scheint da egal zu sein.
Auch ist es so, dass ich hier nicht nur Google nutze, um mich zu informieren. Ich lese Fachartikel und lasse mir Zusammenhänge von meiner Frau (Ärztin) erklären. Aber auch da: die Informationslage ist sehr dünn. Von daher finde den Ansatz, betroffene nach ihren Erfahrungen zu fragen, eigentlich nur logisch. Mit den Anhaltspunkten kann ich ja dann wieder zum Arzt gehen. Ich habe nicht das Gefühl, dass bisher auch nur ein Arzt sich bemüht hat, wirklich eine Lösung zu finden. Wenn ich es nicht tue, macht es anscheinend keiner.
Wenn sich dadurch jemand beleidigt oder genervt fühlt - Mea Culpa. Sorry. Ich wünsche allen wirklich Betroffenen alles Gute.
@Allende: Danke für dein Verständnis.
Hallo Julio
Nun die Frage ist halt, was für eine Antwort du dir in diesem Forum erhoffst. Ja, es ist dein Pankreas? Nein, es ist nicht dein Pankreas? Verstehe, dass deine Symptome bzw. dein Körper unmöglich durch ein Forum beurteilt werden kann und der Verdauungstrakt wahnsinnig komplex ist.
Trotzdem noch eine kleine Anmerkung meinerseits.
Du solltest bei deiner Unsicherheit auf jedenfall mal noch ein Mrcp oder eine EUS in Angriff nehmen.
Das Problem ist einfach Folgendes:
Wenn du Pech resp. Glück hast, wird in der Bildgebung nichts zu erkennen sein. Wenn dies der Fall ist (so ist es übrigens auch bei mir nach EUS + Mrcp), wirst du nicht viel mehr machen können, als mit Nahrungsmitteln und/oder Kreon zu experimentieren. Der Grund liegt hier einfach bei dem heutigen Stand der Medizin. Etwas Bösartiges lässt sich dank sehr sensitiven, bildgebenden Geräte sehr zuverlässig erkennen. Etwas weniger Bösartiges aber doch sehr Lebenseinschränkendes ist leider schwierig zu erkennen.
Darum zieh das Mrcp/Eus durch, diesen Rat kann ich dir mitgeben, danach sind dann aber die meisten Ärzten mit ihrem Latein am Ende, sei dir dessen bewusst.
Was meint den eigentlich deine Frau als Ärztin zu dieser Sache bzw. warum wurde da bildtechnisch noch nicht mehr gemacht, wenn dich die Symptome schon länger stark beschäftigen? Ich konnte Kolo, Gastro, mrt, mrcp und Eus alles in relativ nützlicher Frist durchlaufen.
Möglicherweise würde einen Arztwechsel in deinem Fall wirklich nicht schaden. Aber wie Veritas richtig geschrieben hat (und ich denke nicht, dass sie das zynisch gemeint hat): Wähle mit Bedacht.
Ich kann deine Verzweiflung übrigens gut nachempfinden, ist meine Situation doch ähnlich. Und trotzdem überkommt es mich manchmal und ich wäre glücklich um eine einfache Antwort.
Liebe Grüsse und viel Erfolg bei weiteren Abklärungen!