hier haben glaube ich alle Recht. Ich denke, meine Diagnose (EPI, chronische Pankratitis) ist korrekt, doch das schliesst ja - leider - andere Probleme wie z.B. die von cyc90 erwähnte Dünndarmfehlbesiedelung nicht aus. Unterdessen habe ich mich informiert und gelesen, dass EPI dazu führen kann, und dass man ein paar Wochen auf Kohlenhydrate und Zucker verzichten soll. Das wird zwar schwierig, aber es ist einen Versuch wert. (Ich frage mich dann nur, was ich überhaupt noch essen kann:-))
Bezüglich nicht zuverlässige Bildgebung: da kann ich Andi nur beipflichten. Der Gastroenterologe sagte (aufgrund CT), mein BSD Ausgang sei erweitert, der Arzt im Radiologiezentrum (wo ich MRI gemacht habe) meinte, der Ausgang sei völlig normal, meine Probleme seien durch Gallensteine verursacht. Da ich zum Zeitpunkt der Diagnosestellung noch gar nichts über dieses Organ wusste (das habe ich alles erst in diesem Forum gelesen - danke) habe ich weder nach den genauen Amylase-/Elastasewerten noch nach dem Mass der Ausgangserweiterung gefragt. Mit dem Wissen von heute hätte ich kompetente Fragen stellen können....
Diese Krankheit verläuft wirklich bei jedem anders. Wenn ich heute etwas vertrage, heisst das noch nicht, dass ich es morgen auch vertrage. Auch habe ich in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen, genau wie andere in meinem Alter (58) auch. Doch auch das stresst mich nicht so sehr, das kann ja noch anders kommen. Vorderhand möchte ich mich darauf konzentrieren, mein Befinden zu verbessern, indem ich zum Beispiel nicht mehr so viel Kohlenhydrate/Zucker zu mir nehme. Ich darf mich nicht zu fest nur auf diese eine Organ konzentrieren, ich habe ja noch andere, die auch gesund bleiben sollen. Vielleicht gehe ich später im Jahr zu einem Pankreasspezialisten und lasse eine Endosonografie machen, auf die Gefahr hin, dass ich danach nicht schlauer bin als zuvor. Doch ich würde ein Gespräch mit einem Spezialisten schon sehr schätzen. Auch ich denke, dass viele "Reizdärme" in Wirklichkeit Pankreasprobleme sind, denn vor meiner Diagnose dachte ich unter anderem auch immer, ich hätte einen Reizdarm (was ja nicht so schlimm gewesen wäre).
Möchte trotzdem noch einmal fragen: habt ihr auch von Zeit zu Zeit trotz Kreon noch Verdauungsbeschwerden (Völlegefühl, Übelkeit, Durchfall), starke Müdigkeit und Konzentrationsstörungen, d.h. ist das bei unserer Krankheit normal? Die Beschwerden gehen auch immer wieder vorbei, es ist nur lästig bei der Arbeit.
Ich wünsche euch allen einen schönen Tag.