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Re: Pankreaslinksresektion m. Ent. Milz u. Galle, lange Übelkeit u. Durchfall
Verfasst: 2. August 2019, 08:25
von Silvo
Sorry, ... Vom kreon abhängig ... Soll es heißen, blöder Automatismus
Re: Pankreaslinksresektion m. Ent. Milz u. Galle, lange Übelkeit u. Durchfall
Verfasst: 2. August 2019, 09:33
von Dcatta
Von Kreon wirst du nicht abhängig. Weshalb wurdest du operiert?
Hatte auch eine Linksresektion und habe einige Wochen gebraucht, bis die Verdauung wieder einigermaßen funktionierte. Bis heute, vier Jahre nach der OP, bin ich eingeschränkt und sehr empfindlich. Aber ich kann damit umgehen. Man muss geduldig sein und auf sich hören. Was für mich gut ist ist für dich vielleicht gar nichts. Gehe in Reha, das hat mir auch sehr geholfen.
LG
Daniela
Re: Pankreaslinksresektion m. Ent. Milz u. Galle, lange Übelkeit u. Durchfall
Verfasst: 2. August 2019, 09:34
von Dcatta
Von Kreon wirst du nicht abhängig. Weshalb wurdest du operiert?
Hatte auch eine Linksresektion und habe einige Wochen gebraucht, bis die Verdauung wieder einigermaßen funktionierte. Bis heute, vier Jahre nach der OP, bin ich eingeschränkt und sehr empfindlich. Aber ich kann damit umgehen. Man muss geduldig sein und auf sich hören. Was für mich gut ist ist für dich vielleicht gar nichts. Gehe in Reha, das hat mir auch sehr geholfen.
LG
Daniela
Sorry, dass ich so kurz bin, schreibe am Handy da im Urlaub
Re: Pankreaslinksresektion m. Ent. Milz u. Galle, lange Übelkeit u. Durchfall
Verfasst: 2. August 2019, 11:22
von Silvo
Hallo Daniela,
ich hatte eine Entzündung der Bspdr, die nicht mehr zurückging. Ich wurde stationär auf jegliche Art untersucht. Meine Werte inkl. Tumormarker waren extrem hoch.
Schließlich hat man gesehen, dass ich einen geteilten P.- Gang (Pankreas divisum), eine unklare größere Raumforderung im Pankreas sowie einen unterbrochenen P.Gang hatte. Außerdem stellte man eine Ummauerung der Arterie lienalis und ein Abbrechen der Vene lienalis fest.
Die abschließende Diagnose lautete, Verdacht auf ein borderlineresektables Pankreaskarzinom. Deshalb würde auch die Milz entfernt, da sie durch diese Ummantelung nicht mehr mit Blut versorgt und deshalb ohne Funktion war.
Bis heute hab ich noch kein Biopsieergebnis, nur das vom Schnellschnitt bei der OP, das gut ausfiel.
LG Silvia
Re: Pankreaslinksresektion m. Ent. Milz u. Galle, lange Übelkeit u. Durchfall
Verfasst: 2. August 2019, 23:55
von Lillyfee
Silvo hat geschrieben: ↑2. August 2019, 07:54
Hallo Lillyfee, Ich hab diesen Durchfall aber jetzt schon über drei Wochen seit der OP, das macht mich so verrückt, da kann man ja nicht mehr zu Kräften kommen. Hat das bei Dir und den andern auch so lange gedauert?
Ich möchte so gerne nachhause, aber so geschwächt geht das nicht.
Wielange hat es bei Euch nach der OP gedauert, bis der Stuhlgang sich normalisiert hatte?
Hallo Silvo, hatte ja eine Whipple OP und den Durchfall bis heute. Man kommt nicht zu Kräften, habe jetzt mit meiner Diabetologin abgemacht das ich mehr Kreon nehme wenn ich dann Verstopfungen bekomme, ist es egal. Sie meint wenn man alle 3 Tage das Örtchen aufsucht das reicht, und man kann erst mal zu sehen das man was auf die Rippen bekommt. Ich habe im Moment 20 KG Untergewicht, ich putze 1 Fenster und muss mich erst mal 1 Stunde ausruhen. Vorher war ich ein quirliger Mensch und voller Tatendrang, heute fühle ich mich teilweise wie ein Wrack. Ich sage mir aber jeden morgen alles wird gut

Re: Pankreaslinksresektion m. Ent. Milz u. Galle, lange Übelkeit u. Durchfall
Verfasst: 3. August 2019, 06:08
von Barbatus01
Hallo Silvo,
meine Mutter wurde im März 19 gewhippelt und hatte monatelang stark mit Übelkeit, Durchfall und Erbrechen zu kämpfen. Nichts half so richtig. Essen konnte sie nur kleine Portionen, wenn überhaupt.Oft aß sie wenig und dass wurde direkt wieder erbrochen. Es war ein Teufelskreis und sie wurde immer schwächer.
An manchen Tagen war es besser, dann wieder bedeutend schlechter. Mehrfach war sie nach der Whipple -OP wieder in der Klinik, wo man aber keine Ursache für all die Beschwrden fand und ihr immer wieder sagte, sie möge Geduld haben. Sich in Gedud üben, haben hier im Forum auch viele andere zu hören bekommen und es scheint leider zu stimmen.
Gegen den fürchterlichen Durchfall hat letztlich Apfelpulver geholfen, welches sie einmal täglich in Wasser auflöst und trinkt. Gegen den enormen Gewichtsverlust wurde sie letztlich über den Port künstlich ernährt, was dank des Pflegedienstes auch zuhause geht. Hier trägt meine Mutter einen Rucksack mit sich herum, in dem sich der Beutel mit der Flüssignahrung befindet und über den Port in ihren Körper gepumpt wird.
Erst in der Reha wurden wertvolle Tipps gegeben und die Beschwerden besserten sich erst jetzt 4 Monate nch der OP erheblich.
Alles Gute Dir!!!
Re: Pankreaslinksresektion m. Ent. Milz u. Galle, lange Übelkeit u. Durchfall
Verfasst: 3. August 2019, 09:03
von Silvo
Hallo Lilly Fee, wieviel wiegst Du denn jetzt und hast Du schon zugenommen? Ich bin 60 Jahre, hatte vorher 56 kg, bin halt ein schlanker Mensch, nun hab ich nur noch 45 kg, das ist schon heftig.
Seit kurzem geben sie mir im Krankenhaus jetzt mehr Kreon und 2 mal tgl. vor dem Essen Dronabinol zum Appetitanregen. Ich kann jetzt wenigstens ein wenig essen, ohne das schlimme Ekelgefühl. Bin jetzt schon fast 4 Wochen im Krankenhaus. Ich wäre sogerne wieder daheim, aber so schwach wie ich bin, geht das nicht.
Ich muss schauen, dass das mit der Reha klappt, dann kann ich vielleicht dazwischen ein paar Tage heim. ....

Re: Pankreaslinksresektion m. Ent. Milz u. Galle, lange Übelkeit u. Durchfall
Verfasst: 3. August 2019, 11:30
von Silvo
Hallo an alle, denen es mittlerweile wieder besser geht!
Ich mache mir sehr große Sorgen, weil ich bei dem Gewichtsverlust (von 56 auf 45 kg) mittlerweile aussehe wie jd. aus Biafra, Haut und Knochen und hängende Falten, ganz schlimm!
Habt Ihr Euer Gewicht irgendwann wieder steigern können?
Das Problem derzeit ist ja noch, dass ich Null Appetit habe und mir das Essen aufzwingen muss. Und dann schaff ich auch nur mini Portionen.
Ich bin derzeit ziemlich tief unten, vielleicht kann jemand mir mal was positives berichten, damit ich irgendwo ein Ende des Tunnels sehen kann. Das würde mich vielleicht etwas aus meinem Loch holen. ....
LG
Re: Pankreaslinksresektion m. Ent. Milz u. Galle, lange Übelkeit u. Durchfall
Verfasst: 4. August 2019, 09:29
von Lillyfee
Silvo hat geschrieben: ↑3. August 2019, 09:03
Hallo Lilly Fee, wieviel wiegst Du denn jetzt und hast Du schon zugenommen? Ich bin 60 Jahre, hatte vorher 56 kg, bin halt ein schlanker Mensch, nun hab ich nur noch 45 kg, das ist schon heftig.
Seit kurzem geben sie mir im Krankenhaus jetzt mehr Kreon und 2 mal tgl. vor dem Essen Dronabinol zum Appetitanregen. Ich kann jetzt wenigstens ein wenig essen, ohne das schlimme Ekelgefühl. Bin jetzt schon fast 4 Wochen im Krankenhaus. Ich wäre sogerne wieder daheim, aber so schwach wie ich bin, geht das nicht.
Ich muss schauen, dass das mit der Reha klappt, dann kann ich vielleicht dazwischen ein paar Tage heim. ....
Bin 60 und mein Gewicht ist von 87 kg runter auf 57 kg. Der Gutachter der Rentenversicherung meint ich wäre Unterernährt. Ich habe es auch schon mit der Astonautennahrung versucht, bekomme sie aber nicht runter finde es ekelig. Gestern hatte ich wieder so eine Fressattacke, wir waren Essen. Grosse Pizza, grosses Focaccio, grosser Nachtisch, 2 leckere Cocktail

Zuckerwerte waren zwar hinterher bei 400 aber egal. Habe 80.000 Kreon genommen bisher bleibt alles drin

Re: Pankreaslinksresektion m. Ent. Milz u. Galle, lange Übelkeit u. Durchfall
Verfasst: 4. August 2019, 10:08
von Emilia
Hallo Silvio,
ich hatte Ende Februar 2019 eine Whipple. Jedoch rechts... Bauchspeicheldrüsenkopf, Galle, Gallenblase und Zwölffingerdarm sind weg. Ich machte mir auch sehr große Sorgen um mein Gewicht. Früher hatte ich 57 Kg bei 168 cm und 57 Jahren. In die OP ging ich mit 47 kg und aus dem Krankenhaus mit 41 kg. Ich war zu diesem Zeitpunkt so schwach, dass ich noch nicht einmal meine Zähne im stehen putzen konnte. Bin gelaufen, geschlurbst wie eine Hundertjährige. Heute geht es mir sehr gut. Ich habe nun 46 kg und kann alles essen, mein Stuhlgang ist normal und konnte meine Kreon von 20 Stück a. 25.000 auf 3 am Tag reduzieren. Nur mein Eisenwert ist zu niedrig und ich habe fast die Hälfte meiner Haare verloren. Auch habe ich das Pantoprazol abgesetzt, da es meine Leberwerte erhöhte und das auch im übrigen der Grund war, dass das Eisen so niedrig ist. Ich war anschließend auch nicht in Kur. Habe einen guten Freundeskreis, die mir am Anfang als ich zu Hause war, viel geholfen haben. Was ich mache, ich nehme einige zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel und habe nach der OP eine Darmsanierung mit Darmbakterien gemacht. Was ich auch täglich trinke und das habe ich auch schon vor der OP angefangen und hat mir sehr geholfen (die Bauchkrämpfe gingen weg) war Bittertee von Heidelberger 7 Kräuter. Er schmeckt zwar schrecklich, aber man gewöhnt sich an alles. Früher habe ich viel Kaffee getrunken, heute nur noch eine Tasse zum Frühstück. Auch laufe ich mittlerweile sehr viel. An manchen Tagen schaffe ich 19 km (will nächstes Jahr auf den Jakobsweg).
Vor eigenen Wochen, hätte ich das niemals geglaubt. Aber man darf die Hoffnung nie aufgeben und vor allem es braucht viel Geduld. Dieses Wort hörte ich in der Klink 3 Wochen. Konnte es nicht mehr hören, denn Geduld ist für mich ein Fremdwort. Verliere nicht den Mut und deine Willenskraft, es lohnt sich!
Ich habe für mich einen schönen Spruch: Man hat zwei Leben und das zweite beginnt, wenn man erkennt, dass man nur eines hat.
Und dafür kämpfe ich.
Dir und allen anderen wünsche ich von Herzen alles Gute und viel Kraft. Es wird schon...
Viele Grüße
Emilia