Hallo Kati,
ich kann sehr gut verstehen wie Du Dich fühlst mit dieser Unsicherheit.
Ich kann auch verstehen das man googelt, man findet zwar auch Sachen die einen vielleicht runterziehen, ABER man findet auch Sachen die einen aufbauen und wenn es nur zeitweise ist! (eigene Erfahrung) Von daher würde ich IMMER googeln, auch wenn mir alle davon abraten, bringt eh nix
Ich mache mir seit genau 10 Jahren Gedanken über meine Gesundheit auch mit Zeiten wo ich richtig Angst hatte.
Angefangen hat es Ende 2009 mit damals 33 Jahren, als ich das erste Mal nach gefühlten Jahrzehnten eine Blutuntersuchung gemacht hatte, da ich dachte ja vielleicht mal mit Vorsorge anzufangen....
Mein Gamma-GT war bei 127.....der Arzt fragte natürlich ob ich Alkohol trinke. Was ich aber nicht tue! Regelmäßig schon garnicht! Vielleicht 3 Alster im Sommer und 3 Glühwein im Winter.....
Seitdem ist der Gamma-GT immer zwischen 100 und 200. 2016 im Sommer sogar mal bei 222! 2018 im Juli wieder bei 140.
Was hab ich mich verrückt gemacht.....OK wenn es mir mal wieder schlecht geht kommen Gedanken diesbezüglich wieder hoch, aber im Großen und Ganzen lebe ich damit. Was soll ich auch machen?
2013 hatte ich Hämorrhoiden veröden lassen und einige Wochen später (genau an Heiligabend!) Blut am Stuhl, was ich nicht mit den Hämorrhoiden in Zusammenhang gebracht hatte, da das Wochen her war und die durch die Verödung quasi weg waren. Ich war so in Panik und das an Weihnachten, die Zeit die man eigentlich unbeschwert genießen wollte! Ich war mir sicher das liegt am Darm, zumal ich eh immer mehr oder weniger Probleme mit der Verdauung habe....
Von daher kann ich deine Gedanken und Gefühle genau nachvollziehen!
In der Zeit wo es mir schlecht geht (auch bezüglich Psyche, was ja automatisch die Folge ist) bin ich auch absolut nicht stressfest, bin sehr dünnhäutig und brauche eigentlich nur Zeit für mich um mich abzulenken.... Fernsehen, Internet, schlafen.....irgendwann geht das wieder.....bisher.
Aber mit 4 Kindern stelle ich mir sowas extrem schwierig vor, ich wäre maßlos überfordert
Da muß man ja 100% funktionieren.... anderseits lenkt es einen vielleicht auch ab
2014 hatte ich dann eine Darmspiegelung.....war alles OK. 2017 nach Blut und Schleim im Stuhl, sowie Calprotectin über 2000!!! erneut. Hier war "nur" ein kleiner Polyp der in den 3 Jahren gewachsen sein muß, aber der nicht für meine Beschwerden verantwortlich sein kann, der war wirklich MINI, aber wurde natürlich in dem Zuge gleich mit entfernt.....
Ich hatte auch von 2013 bis letztes Jahr immer mal wieder eine Stuhluntersuchung gemacht, aufgrund von regelmäßigen Verdauungsproblemen, häufig Blähungen, Unwohlsein im Darm, Stuhldrang, Schleim etc. die zeitweise extrem an meiner Lebensqualität nagen.
Mein Elastasewert im Stuhl war immer über 500, 2017 im Oktober dann bei 306 und 2018 im Juni bei 67!!! Im ersten Moment war ich ziemlich panisch! Ich dachte jetzt ist es soweit, vor dem Organ wo du seit Jahren am meisten Angst hast ist jetzt betroffen.
Mein Arzt sagt das meine Bauchspeicheldrüse definitiv gesund ist, sonst hätte ich viel mehr Verdauungsrückstände im Stuhl. Ich lasse immer so eine Stuhluntersuchung machen, wo auch gleich mehrere Werte geprüft werden (Calprotectin, Bakterien usw.) . Da ich privat versichert bin, muss ich das eh selbst bezahlen. Er sagt der Wert der Elastase kann vorübergehend abfallen, durch irgendwelche Mechanismen wird er inaktiv gemacht wie z.b. Bakterien. Das sieht er immer mal wieder. Auch würde man an keinem Laborwert einen Krebs erkennen, er hat Patienten die haben einen Tumor im Kopf der Drüse und Super Werte. Würde ein Tumor an diesem Wert Schuld sein, müsste der Tumor schon die ganze Drüse erdrücken. Auch hätte ich dann starke kolikartige Schmerzen die man hauptsächlich im Rücken spürt.....Die meisten Patienten gehen zum Arzt wegen Rückenschmerzen.....
Fakt ist es geht mir immer wieder nicht gut. Ich habe viele Blähungen, viel Rumoren, gluckern im Bauch, häufig Unwohlsein, Druck im Bauch an wechselnden Stellen. Das ganze macht nachdenklich und schlägt auf die Psyche. Man nimmt sich im Grunde am liebsten nix mehr vor in der Freizeit, weil ich nicht weiß wie es mir den Tag/Abend dann geht.
Ich habe dann Pankreatan usw. probiert und bisher nicht wirklich den Durchbruch erlebt.
Momentan resigniere ich eigentlich etwas. Es gibt Zeiten da geht es mir besser und Zeiten da geht es mir schlechter. Ich denke solange ich nicht wirklich Schmerzen habe und nicht wirklich an Gewicht verliere kann es ja nicht so schlimm sein.
Auf diese ständige Ungewissheit um auf Ergebnisse beim Arzt zu warten habe ich derzeit keine Lust und mich dann ständig runterziehen zu lassen. Natürlich würde ich was unternehmen wenn es mir richtig schlecht geht! Und meine Gedanken und Sorgen sind dann sofort wieder präsent!
Mir graut es schon davor wenn ich mit der Vorsorge beim Urologen anfange sollte, bin jetzt 43, mit 45 soll man ja starten. Wenn der PSA Wert schlecht ist geht das Drama wieder los.....ich kenne mich ja
Wenn es wirklich "nur" der Laborwert ist der dich beunruhigt und du sonst keine Schmerzen oder Gewichtsverlust hast, würde ich versuchen erstmal etwas runterzukommen! (Gewichtsverlust von 10% oder mehr ohne Grund!, bei Gewichtsverlust war ich auch zeitweise etwas panisch, habe eigentlich immer so 73,5 kg....wenn das über einige Zeit bis auf 71,5 runterging war ich mega nervös.....jetzt hab ich 74
Sorry für die Länge, kurz fassen fällt mir immer schwer, das war schon die Kurzform.....
Liebe Grüße
rik