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Re: Frage zu Schmerzen nach Whipple Op
Verfasst: 31. Januar 2021, 10:57
von DOKASCH
Hallo Petitesse, schade daß du noch keine besserung verspürst, aber Kerstin2015 schrieb ja auch von besserung nach ca. 10- 12 Wochen das ist eine lange zeit wenn man schmerzen hat. Machst du dir auch selbst Druck ? Ich weiß nicht ob du eine Reha hattest und denke wenn ja daß die in Coronazeit nicht so erholend ausfällt und wenn nicht und du Zuhause warst die familie ( kleines Kind ) für die man stark sein will und man schnell stark sein möchte. Mir ging es vor vielen Jahren mal so nach einer Op wo ich auch gemeint hatte ich könnte danach voll in mein leben einsteigen und ich dann nach 3 wochen Zuhause war und nichts ging. Ich hatte eine größere Bauch Op aber ohne bauchschnitt aber trotzdem gab es innerlich "Narben " die Heilung brauchten und wenn ich auf hartem nicht zurückfedererdem Boden lief wurde mein Bauch erschüttert so daß ich Schmerzen bekam . Man gewöhnt sich auch eine Schonhaltung an und das heißt daß der ganze Körper verspannt, es greift oft das eine ins andere. Schmerzen sind wirklich graußig wenn man nichts aktiv dagegen tun kann ich wünsche dir daß die Ärzte den Grund finden und du entspannen kannst und die schmerzen immer mehr nachlassen. Bitte verstehe mich nicht falsch ich möchte dich nicht auf eine psychische Ursache schicken .
Dorothea
Re: Frage zu Schmerzen nach Whipple Op
Verfasst: 31. Januar 2021, 14:01
von Petitesse
Liebe dorothea
, die reha beginnt erst im März. Nein es war eher so dass ich wirklich nichts Zuhause gemacht habe ich sass nur da und habe geweint vor Schmerzen. Ich hab versucht tapfer zu sein weil mein Sohn total Angst hatte aber es ging wirklich nichts. Und Die Ärzte haben halt die Schmerzmittel immer mehr gekürzt und gesagt es dürfte nichts weh tun aber dass ich künstlich ernährt werde wenn ich weiter Gewicht verliere aber das essen hat ganz schlimm weh getan. Jezzt habe ich gestern in der Notaufnahme mal dipidolor bekommen und konnte dann wenigstens mal eine kurze Weile schlafen ich versuche durchzuhalten, aber ich bin langsam ziemlich am Ende...
Danke für euren Zuspruch das tut sehr gut !!
Re: Frage zu Schmerzen nach Whipple Op
Verfasst: 31. Januar 2021, 14:40
von DOKASCH
Ich kann dir`s gut nachfühlen. Dipidolor habe ich auch eine zeitlang über Perfusor bekommen aber am Anfang hat nichts geholfen und ich weiß noch wie verzweifelt ich war und in diesen schmerzen gefangen. (und ich hatte nur eine schwere Entzündung. ). Gerade bei der letzten Entzündung hatte ich meinen drei j. Enkel zur betreuung da. Es ging mir ja sehr gut bis es angefangen hat und ich konnte es auch nicht vor ihm verbergen oder zurück halten zum Glück hatte meine tochter an dem Tag Home office und war nach einem Anruf bei ihr auch gleich da. Ich bin auch nicht mehr gut im Schmerz aushalten und es nervt mich kollosal wenn ich irgendwo Schmerzen nach einer Schmerzskala angeben soll. Meine Skala fängt ja meißt schon bei 10 an. Ich glaube mir half dieses Mal das Alter wirklich danach mit allem besser fertig zu werden. Man wird ruhiger ,muß ja nicht mehr so funktionieren ,es macht mir nichts mehr aus wenn mal der Haushalt oder sonstige Dinge von jemand anders übernommen wird oder liegen bleibt. Wir waren ein viertel Jahr später mit meiner Tochter und ihren Schwiegereltern in Kroatien eine Woche lang im Urlaub, Schmerzen waren da schon fast weg aber die angst davor noch sehr groß und ich bin nur wiederwillig mit erst als mir unser bekannter bei dem wir waren gesagt hat daß sie eine gute ärtzl. Versorgung haben usw. war ich etwas ruhiger. Aber es war das beste was ich machen konnte ,ich konnte mich in der frühsommerlichen Wärme und wasser so entspannen, konnte vieles los lassen und sogar zum essen habe ich in den Restaurants was gefunden. Als die Schmerzen erträglicher wurden habe ich auch versucht Entspannungstechniken anzuwenden auch Atemtechnik aus der Schwangerschaft half auch immer mal etwas. Jetzt habe ich wieder einen ganzen Roman geschrieben und vielleicht kannst du nochmals schlafen heute.
Dorothea
Re: Frage zu Schmerzen nach Whipple Op
Verfasst: 31. Januar 2021, 16:03
von Kerstin2015
Hi...du ärmste...was mir auffällt, du schreibst ...das essen tut mir weh...Nimmst du genug Kreon zu (während)den Mahlzeiten? Sonst lieber mal mit ner höheren Dosierung probieren. Die ganze Verdauung ist sehr schwierig am Anfang, eine Ernährungsberatung ist jetzt wichtig, nicht erst zur Reha!I ch hatte die ersten Wochen nach Op einen Gehwagen,um meinen Bauch und Rücken zu entlasten und um nicht in eine Schonhaltung zu fallen,die dann wieder Verspannungen fördert...Halt durch ! Fühl dich gedrückt!
Re: Frage zu Schmerzen nach Whipple Op
Verfasst: 31. Januar 2021, 17:08
von DOKASCH
Das Essen vom KH war bei mir eine Kathastrophe, zuerst gar nichts ein paar schlucke tee die ich nur zum Mund befeuchten nehmen durfte danch Zwieback und dann leichte Vollkost und die war eine Kathastrophe, Hunger hatte ich auch keinen. Das Abendessen kam ja schon früh auf Station wurde schon morgens gerichtet wohl und gekühlt das Weißbrot extrem kalt dadurch und vom Schwitzwasser naß. Meine angehörigen haben mir immer was gebracht auch Tee in der Thermoskanne. Für operierte gibt es ja Anleitungen mit Kostaufbau übers Internet z.B. von heidelberg danach habe ich mich dann Zuhause gerichtet. Das Mittagessen im KH konnte ich fast nie essen.
Dorothea
Re: Frage zu Schmerzen nach Whipple Op
Verfasst: 1. Februar 2021, 19:13
von Petitesse
Liebe Dorothea,
Danke für deine Nachricht.
Das tat sehr gut, nachdem heute im Krankenhaus zu mir gesagt wurde, es könne gar nicht sein, dass ich Schmerzen habe.
Ich hatte immer Kreon, das hat man aber abgesetzt hier und ekne Ernährungsberatubg wurde abgelehnt, da ich angeblich alles essen dürfe. Da ich aber weiss und merke, dass es nciht so ist, esse ich kaum, weil es so sehr weh tut.
Danke für deine lieben Worte
Re: Frage zu Schmerzen nach Whipple Op
Verfasst: 1. Februar 2021, 21:53
von DOKASCH
Schau mal im Internet bei den Heidelbergern, da gab es zumindest vor 4 Jahren noch ernährungspläne nach Op. Ich habe mit selbstgekochten Gemüsebrühen angefangen, dann Weißbrot ,kein frisches Baguette ( habe da tagelang dran gegessen ), Brötchen auch da habe ich 2-3 Tage lang dran gegessen, die Brühe mit Reis z.B., Früchtejoghurt ging auch ,ich mußte schon viel ausprobieren , Haferbrei mit Hafermilch gekocht gesüßt mit Honig ( wenig ), kleine Portionen und relativ oft manchmal war ich schon nach einem Bissen satt. Zum trinken gab es viel Tee ( Cistrosentee mit Tulsitee ,von Teekanne den "Magenfein " Tee, Kamillentee und eine Prise Heidelbergers 7 Kräuter das alles gemischt in einer Kanne ) trinke ich heute noch. Dann hat mir Spasqupreel Lutschtabl. gut geholfen die nehme ich heute noch als Notfall med. . Das überlegen was esse ich heute ,morgen war sehr lässtig aber so nach und nach wurde ich sicherer und habe dann als es wärmer wurde und viel gegrillt wurde und Salate gab auch probiert . Es dauert einfach bis man die Angst vor dem essen verliert . Heute esse ich gerne wieder gut manchmal passiert es schon daß irgend eine Kombination nicht gut war z.B. Zwetzschgenkuchen und koffeinfreier Kaffee bei einer Arbeit wo ich ehrenamtl. beschäftigt bin.
Dorothea
Ich hatte damals auch bei meiner Krankenkasse angerufen wegen einer Ernährungsberatung aber auch da bekam ich keine Hilfe ,die dame hat sich zwar bemüht und mich auch zurück gerufen aber auch sie wußte nichts dazu zu sagen.
Re: Frage zu Schmerzen nach Whipple Op
Verfasst: 1. Februar 2021, 22:57
von Andi
Hallo, Petitesse,
es macht mich sehr traurig, das man dich mit deinem Befinden so abwertet.
Es ist eine große Sauerei was dort stattfindet.
Das Krankenhaus bekommt für diese Operation ne Menge Geld.
Normalerweise gibt es nach der Operation im Anschluss gleich eine Reha, das wird vorab geplant, damit du schnell wieder auf die Beine kommst.
Selbstverständlich gehört dazu auch eine Ernährungsberatung, ich frage mich was sind das für Ärzte in diesem Krankenhaus?
Auch diese Schmerzen mußt du nicht aushalten, dafür gibt es gute Schmerzmittel, warum verweigert man diese dir?
Vielleicht stimmt auch in deinem Bauch etwas nicht, das kann man doch bildgebend noch mal untersuchen, es ist eine schwere Bauchoperation, ich würde mir den Operationsbericht aushändigen lassen und diese Klinik verlassen.
Es ist deine Gesundheit und es geht um dein weiteres Leben.
Ich wünsche dir den Mut und die Kraft dich zu wehren, was wahrlich nicht leicht ist in deiner Situation.
Alles Liebe und Gute Besserung
Lg Andi
Re: Frage zu Schmerzen nach Whipple Op
Verfasst: 2. Februar 2021, 14:59
von Petitesse
Danke euch für eure lieben antowrten. Es hat sich ergeben dass mein Magen total entzündet ist und ich noch eine Thrombose habe, magenschutz und Schmerzmittel ausser novalgin und 10 mg ocyxodon morgens bekomme ich nichts mehr. Ich glaube langsam ich bin in der hölle
Re: Frage zu Schmerzen nach Whipple Op
Verfasst: 2. Februar 2021, 17:15
von Andi
vielleicht hast du die Kraft noch mal nachzufragen, das man dir mehr Schmerzmittel gibt, es gibt doch einen Schmerztropf, das ist doch furchtbar, mir selber hilft Novalminsulfon in Schmerzhaften Phasen kaum, Oxycodon wirkt gut bei mir , aber ich glaube die Dosierung bei dir ist zu niedrig angesetzt .
Muss man Schmerzen über längeren Zeitraum aushalten bildet sich ein Schmerzgedächtnis und dann hat man den Salat

.
Hast du evtl. Angehörige die mit den Ärzten mal Klartext reden können?, manchmal hilft das.
In welchem Krankenhaus wurdest du operiert?
Ich selber mußte über viele Jahre Schmerzen aushalten, weil man mir nicht geglaubt hat, das hat mich oft an meine Grenzen gebracht

Man verliert die Freude und die Hoffnung am Leben, wird depressiv nur weil es Ärzte gibt die unfähig sind ihre Arbeit zu machen, traurig aber wahr.
Gute Besserung
Lg Andi