Zuckerwerte

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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DOKASCH
Beiträge: 419
Registriert: 18. Mai 2017, 20:26

Re: Zuckerwerte

Beitrag von DOKASCH »

Ja das mit dem essen ist schon ein Problem . Ich brauche viele kleinere Mahlzeiten mit Kohlenhydraten, Vollkorn und fett geht nicht viel. ich habe letztes jahr im januar bei meinem hausarzt über ein labor eine Darmbakterien untersuchung machen lassen wegen meinem Imunsystem . Ich bekam dann einen Ernährungsplan mit geschickt wo gerade solche dinge empfohlen wurde was ich so gut nicht vertrage. Das Problem mit dem Unterzucker habe ich schon sehr lange, am schlimmsten war es am anfang meiner Ausbildungszeit ich hatte stark abgenommen durch eine Zahngeschichte bin fast in die Magersucht abgerutscht . Da gab es noch keine Blutzuckergeräte zum Zuhause messen aber ich war damals im Labor eingesetzt und da hat man mir morgens den Blz. gemessen und da ging es mir noch relativ gut und da war er 40. Wurde damals gleich zum frühstücken geschickt, es folgten dann später noch einige kuriosen Dinge auch Nachts die ich heute mit niedrigem Blz. verbinden kann. Während der akuten Entzündung (vor der Letzten ) war der Blz wohl oben und ich bekam Insulin gespritzt hat sich dann aber wieder schnell normalisiert bei der letzten war das wohl nicht. Ich habe keine Angst vor Diabetes und ich finde daß es auch wichtig ist daß er bei älteren gut eingestellt ist. Wie schnell bekommen sie einen diabetischen fuß oder schlecht heilende Wunden. Es gab einige Ärzte während meiner Berufstätigkeit im ambulanten Bereich die zum Glück daran interresiert waren daß die Patienten gut eingestellt waren. Aber klar wir hatten auch Pat. wo es nur darum ging eine einigermaßen Lebensqualität zu erzielen und das waren wahrscheinlich die meißten.
Liebe Grüße Dorothea ( Danke für deine Antwort, ich bin vielleicht etwas empfindlich was Ältere angeht, entschuldigung ).
Sterntaler
Beiträge: 141
Registriert: 23. August 2017, 09:39

Re: Zuckerwerte

Beitrag von Sterntaler »

Dorothea, das einzige, was mich an meinem Alter stört, ist, dass sich Andere daran stören. So bekomme ich öfters zu hören" so alt hätte ich Sie jetzt nicht geschätzt" oder von Ärzten "diese Behandlung lohnt sich in ihrem Alter nicht mehr" oder "dieses Medikament wird in ihrem Alter nicht mehr von der Krankenkasse übernommen" oder "Ihre Arthrose ist altersbedingt, das haben alle alte Leute und da lohnt sich keine Krankengymnastik mehr" usw. Mit 80 Jahren gehört man automatisch zum alten Eisen, egal, wie man sich mental oder psychisch noch fühlt. Ich lasse mich davon nicht negativ beeinflussen.
Ich bin stolz auf meine 80 und die Zahl stört mich nicht. Das soll mir erst mal einer nachmachen mit all dem Leid und Schicksals-Schlägen. Ich leuchte noch und das ist gut so.

Verregnete, aber liebe Grüße von dem
80-jährigen Sterntaler
DOKASCH
Beiträge: 419
Registriert: 18. Mai 2017, 20:26

Re: Zuckerwerte

Beitrag von DOKASCH »

Liebe Sterntaler, ich strahle mit dir"lächel Smilie ", und bin ganz bei dir mit deinen Aussagen. Habe durch meinen Beruf aber auch privat bei meiner Mutter oft genug diese aussagen gehört und Patienten die alleine waren was immer mehr vorkam hatten schlechte Karten. Z. B. Diabetologen , die gibt es bei uns auf dem Land nur wenige , deshalb sind viele bei ihrem Hausarzt geblieben wobei es da auch gute drunter gab.

Dorothea
Sterntaler
Beiträge: 141
Registriert: 23. August 2017, 09:39

Re: Zuckerwerte

Beitrag von Sterntaler »

Huhu,
habe heute Morgen meinen Nüchtern-Zucker gemessen und der war 134 mg/ml. Darauf hin setzte ich mich auf mein Fahrrad (Hometrainer) und radelte gemütlich 4 Minuten, um zu sehen, was sich an meinem Wert ändern würde? Und siehe da!, da waren es nur noch 100 mg/ml. Freude groß und erleichtert. Ist das jetzt die Zauberformel?, fragt grüßend

Sterntaler
Emilia812
Beiträge: 104
Registriert: 27. November 2018, 10:34

Re: Zuckerwerte

Beitrag von Emilia812 »

Hi, zumThema Zuckerwerte! Ich kämpfe tagtäglich mit/gegen den Zucker. Ich bin totaltektomiert und finde ich es manchmal einfach kurios was den Zuckerwert betrifft. Ich esse dasselbe wie immer zum Frühstück und bin manchmal nach 2 Stunden noch auf 180/200 und ein anderes Mal auf 59. Dabei bin ich beobachtend und stelle fest, dass ich dieselbe Arbeit morgens mache. Mein Langzeitzuckerwert liegt derzeit bei 8,2, so hoch war ich noch nie! Ich kann machen was ich will, ich komme nicht runter. Beim Arzt kriegt man gesagt, das ist halt so!! Dann war ich mal in einer Spezialsprechstunde und ich sollte ein Insulin nehmen, dass 20 Min. vor dem #Essen zu spritzen ist und vier Stunden wirken sollte. Ach Gott, da bin ich überhaupt nicht mehr runter gekommen. Da war ich nach 4 Stunden immer noch auf 200 Ich traute mich schon nix mehr zu essen. 'Den Unterzucker hab ich einigermaßen im Griff. Auch ich krieg gesagt (bin 75) dass ich mit Folgeerkrankungen wohl nicht zu rechnen hätte, wär zu alt. Ich mache auch noch 'Sport und da hab ich auch schon alles probiert. Es ist mal so - mal so. Also leb ich halt damit. Vielleicht hat der eine oder andere auchc für mich noch einen 'Vorschlag, was ich noch anstellen kann? Ach übrigens, ich wache mit 110 auf und ohne was zu essen/trinken, bin ich nach einer halben Stunde auf 150!? Danke vorab und liebe Grüße

Emilia812
Jana
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Registriert: 29. September 2020, 17:29

Re: Zuckerwerte

Beitrag von Jana »

Emilia812 hat geschrieben: 28. März 2021, 19:32 Hi, zumThema Zuckerwerte! Ich kämpfe tagtäglich mit/gegen den Zucker. Ich bin totaltektomiert und finde ich es manchmal einfach kurios was den Zuckerwert betrifft. Ich esse dasselbe wie immer zum Frühstück und bin manchmal nach 2 Stunden noch auf 180/200 und ein anderes Mal auf 59. Dabei bin ich beobachtend und stelle fest, dass ich dieselbe Arbeit morgens mache. Mein Langzeitzuckerwert liegt derzeit bei 8,2, so hoch war ich noch nie! Ich kann machen was ich will, ich komme nicht runter. Beim Arzt kriegt man gesagt, das ist halt so!! Dann war ich mal in einer Spezialsprechstunde und ich sollte ein Insulin nehmen, dass 20 Min. vor dem #Essen zu spritzen ist und vier Stunden wirken sollte. Ach Gott, da bin ich überhaupt nicht mehr runter gekommen. Da war ich nach 4 Stunden immer noch auf 200 Ich traute mich schon nix mehr zu essen. 'Den Unterzucker hab ich einigermaßen im Griff. Auch ich krieg gesagt (bin 75) dass ich mit Folgeerkrankungen wohl nicht zu rechnen hätte, wär zu alt. Ich mache auch noch 'Sport und da hab ich auch schon alles probiert. Es ist mal so - mal so. Also leb ich halt damit. Vielleicht hat der eine oder andere auchc für mich noch einen 'Vorschlag, was ich noch anstellen kann? Ach übrigens, ich wache mit 110 auf und ohne was zu essen/trinken, bin ich nach einer halben Stunde auf 150!? Danke vorab und liebe Grüße

Emilia812
Hallo Emilia,

ich versuche dir mal ein paar Tipps zu geben, was mir spontan zu deiner Situation einfällt

So wie es klingt misst du deinen Blutzucker nur punktuell blutig. Es gibt jedoch mittlerweile kontinuierliche Messsensoren, die dir den Verlauf über 24 Std anzeigen können. Am bekanntesten ist der Freestyle Libre. Darauf würde ich unbedingt deinen Arzt mal ansprechen.

Spritzt du mit BE-Faktoren oder hast du einen festen Plan? Wenn du einen festen Plan hast, hast du dann auch fest vorgegebene Mahlzeiten also Kohlenhydratmengenmäßig? Das wäre dann nämlich wichtig, sonst kann es nicht funktionieren.

Ich würde dir persönlich eine Schulung im Diabeteskrankenhaus Bad Mergentheim empfehlen. Dort bekommst du die beste Hilfe, die man in Deutschland bekommen kann, in meinen Augen. Mir hat das damals sehr geholfen.

So jetzt ein paar Ideen, was bei dir Probleme machen könnte
Der Anstieg nach dem Aufstehen, kann ein klassisches Aufstehphänomen sein. Durch das Aufstehen schüttet der Körper bestimmte Hormone aus und diese lassen wieder den Blutzucker ansteigen. Einige Typ1er spritzen deswegen eine gewisse Menge Kurzzeitinsulin um diesen Anstieg entgegenzuwirken. Wie viel genau, muss man selbst langsam herausfinden. Bspw. erst 0,5 IE, dann 1 IE.. je nachdem wie Insulinsensibel man ist.

Wie der Blutzucker auf Nahrung reagiert hängt nicht nur von Essen und Bewegung ab, bspw. könnte es bei dir auch an folgenden Dingen gelegen haben. Achtung, das ist schon sehr fortgeschrittendes Diabetes-Wissen ;)
- resistente Kohlenhydrate lassen den BZ langsamer und geringer ansteigen. Diese entstehen, wenn man Reis, Nudeln und Kartoffeln abkühlen lässt und später nochmal aufwärmt (bspw. beim Vorkochen)
- Stress
- Fettsäurenresistenz, heißt, wenn du vorher länger hoch warst, dann wirkt das Insulin schlechter und du benötigst mehr Insulin als sonst
- Rezeptor Up und Down Regulierung, wenn du einige Tage mehr oder weniger Kohlenhydrate isst als sonst sinkt bzw. steigt deine Insulinsensibilität und du benötigst somit mehr bzw. weniger Insulin
- Eating-Soon-Effekt, heißt, wenn von der letzten Mahlzeit noch etwas Insulin wirksam ist, steigt bei einigen der Blutzucker nicht so stark an.

Was natürlich bei uns leider auch immer mit reinspielt, die unzuverlässige Verdauung und damit ist eine gute BZ Einstellung einfach sehr schwierig.
Jana
Beiträge: 360
Registriert: 29. September 2020, 17:29

Re: Zuckerwerte

Beitrag von Jana »

Ach so, noch was, weißt du wie ein Basalratentest funktioniert? Damit würde ich anfangen.
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