Angst vor bevorstehender Whipple Operation

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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Schnerrine
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Registriert: 21. Februar 2022, 18:40
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Re: Angst vor bevorstehender Whipple Operation

Beitrag von Schnerrine »

Hallo Hugo, klingt ja recht optimistisch, trotz der furchtbaren Umstände mit dieser Krankheit. Ich wünsche mir so sehr, dass es auch bei mir am 16. März so verläuft und ich noch eine Zukunft habe mit meiner Familie.
Du hast gar nichts geschrieben über die großen Probleme mit dem Essen und dem Zucker nach der OP.
Ich hatte übrigens auch eine Vorerkrankung, die hier mit rein passt: vor 9 Jahren zu meinem 60. Geburtstag lag ich in Jena, hatte von einem Tag auf den anderen 4 große Leberzysten (8-10 cm) und eine ist geplatzt. Seit dem bin ich alle zwei Jahre zur Kontrolle, aber das letzt Mal vor 4 Jahren!!! Bei dem Druckaschmerz in der rechten Flanke dachte ich, es ist wieder eine Zyste, die sich gefüllt hat. Es war aber jetzt die BSD!
Alles Gute für Dich, ich denke, ich werde noch viele Fragen haben.
LG Eri
Schnerrine
Beiträge: 55
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Re: Angst vor bevorstehender Whipple Operation

Beitrag von Schnerrine »

Hallo Andi,
ich habe ein CT Abdomen und ein MRtT BSD sowie ein CT Lunge und vor der Op muss ich noch eine Darmspiegelung machen lassen.
Ich hatte mich auch bei Prof Dr. Mees angemeldet, dort bist du bestimmt!?
Aber zu spät, weil nan mir in Chemnitz Hoffnung machte, dass es schnell los geht. Dann kamen die Ferien in Sachsen und dann noch Corona und jetzt bin ich erst am 16.3.22 dran. Inzwischen hab ich in Dresden wieder absagen müssen wegen Corona. Jetzt sind auch die Befunde zu alt und man bekommt die doch auch nicht nochmal. Außerdem ist auch die Strahlenbelastung viel zu groß.
Du sagst, du bist in Behandlung, wirst du nicht operiert?
In Chemnitz sagten alle Ärzte, dass sie von einem bösartigen Tumor ausgehen, weil er an dieser Stelle wohl zu 94 Prozent bösartig ist und weil auch ein gutartiger raus müsste. Bei BSD streut er fast immer und wächst schnell, auch eine Chemo wäre wohl immer notwendig.
Alles Gute für Dich.
LG Eri
"Reichtum ist viel, Zufriedenheit ist mehr, Gesundheit ist alles!"
RHM
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Registriert: 8. März 2022, 00:08

Re: Angst vor bevorstehender Whipple Operation

Beitrag von RHM »

Also, das tragische bei mir ist. Am 9.11.21 wurde bei mir ein CT von meinen Nierenzysten gemacht, die harmlos sind. Gleichzeitig habe die Radiologen in den Befund reingeschrieben: (Sinngemäß) Die Bauchspeicheldrüse ist Tumorfrei. Und genau auf diesem CT haben die Ärzte am 30.11. den Tumor entdeckt. Aufgrund dieses CTs wurde dann die OP geplant. Ich wurde aber auch darauf hingewiesen, dass die Diagnose falsch sein kann, aber in meinem Fall dürfte man überhaupt nicht warten. Mein Sohn der alles genau nachrescherschiert hat und alles sehr kritisch sieht, hat mir das auch bestätigt.- Selbst wenn die Diagnose falsch ist, das Risiko müsste ich eingehen-
Bei mir war es wohl tatsächlich so, dass die Bauchspeicheldrüse überhaupt nicht mehr gereizt werden durfte. Vor der OP wurde dann noch ein2. CT von der Lunge gemacht.
Ich habe es nicht hinterfragt. Hinterher ist mir klargeworden, dass die nachgeschaut haben, ob da Metastasen sind. Waren es nicht. Die entfernte Bauchspeicheldrüse und die Lympknoten wurden dann nach der OP vom Patologen untersucht. Der hat dann festgestellt, dass wie statistisch erwartet, einen Tumor hatte, der aber vollständig entfernt wäre. Hoffendlich. Mit dem Essen habe ich fast gar keine Probleme. Da ich ernährungsbewust bin und gerne koche, kann ich mich drauf einstellen. Ich muss natürlich immer, je nach Fett, Enzyme nehmen, da die BSD vollkommen entfernt wurde. Mit der Diabetis, ist natürlich ein Problem. Typ1. Ich muss immer spritzen. Jede Mahlzeit berechnen und aufpassen, dass ich nicht unterzuckert bin. Nachts stelle ich mir extra den Wecker um die Werte zu beobachten. Ich habe aber Freestyle Libre, da hat man einen Chip der Überträgt die Zuckerwerte auf das Handy, und ich habe alles besser im Blick. Allerdings, in den Tagen mach der Chemo, spielt der Zucker verrückt. Was auf jeden Fall eine Herausforderung wird, ich mache gerne Fahrradtouren bis 70 km ohne E Bike (und ohne Berge) Bei Sport und Bewegung geht der Blutzucker schnell nach unten. Das auszugleichen wird eine Herausforderung, aber meine Hausärztin meinte, dass schaffe ich und die Diabetologin meinte, nachdem ich öfter nachgefragt habe, dass ich das schaffen kann. Aber im Moment muss ich erst mal die Chemo hinter mich bringen!
Schnerrine
Beiträge: 55
Registriert: 21. Februar 2022, 18:40
Wohnort: Erzgebirge

Re: Angst vor bevorstehender Whipple Operation

Beitrag von Schnerrine »

Das waren ja wieder Neuigkeiten. Ich drücke dir alle Daumen und Finger, damit es leichter wird mit der Chemo und dass du deine Radtouren im Frühjahr machen kannst.
Wir laufen auch jeden Tag wo es jetzt so schön ist, wer weiß, wann ich dann wieder in die Natur komme. Fürs erste muss dann der Garten erst mal genügen, aber das ist ja schon viel. Erstmal die OP hinter mich bringen.
Seit drei Tagen hab ich wieder einen Druckschmerz in der Flanke, mach mir tüchtige Sorgen, dass sich alles verschlechtert hat.
Liebe Grüße
"Reichtum ist viel, Zufriedenheit ist mehr, Gesundheit ist alles!"
Andi
Beiträge: 1060
Registriert: 15. Februar 2011, 20:42

Re: Angst vor bevorstehender Whipple Operation

Beitrag von Andi »

Hallo Eri,
ja ich kenne Prof. Mees, war schon bei ihm in der Sprechstunde, ein sehr erfahrener, ehrlicher, Mensch, dem ich mich anvertrauen würde.
Ich war auch schon in der Uniklinik bei Prof.
Weitz, er kommt aus Bochum, auch erste Wahl, man macht dort ca. 100 Pankreasoperation im Jahr, da ist Erfahrung vorhanden und die Klinik ist auch eine der Besten, ist halt ein großes Krankenhaus, modern ausgestattet, wo ich mich auch anvertrauen würde. Ich habe mich in diesen beiden Kliniken schon reichlich informiert, falls es soweit ist.
Eine Operation steht bei mir jetzt momentan nicht an, trotzdem muß ich täglich Opiade nehmen gegen die Schmerzen, habe eine chronische Pankreatitis nach nichtentdeckten Gallenstein vor 20 Jahren.
Wenn beide Kliniken bei dir die gleiche Meinung vertreten sollte der Plan klar sein.
Bekommst du nach der Operation gleich eine Anschlussheilbehandlung?, ist vorteilhaft wenn das gleich mit organisiert wird, dort kümmert man sich intensiv darum, das du schnell wieder auf die Beine kommst.
Ja, das Wetter ist herrlich, stimmt’s, tut der Seele so gut.
Mir fällt es oft auch nicht leicht, das ich nicht mehr so kann wie ich möchte, aber man muss das Leben so annehmen. Kraft finde ich im Glauben an Gott, er hat immer Sprechstunde, rund um die Uhr.
Sticht es bei dir links oder rechts in der Flanke?,
bestimmt eher links, den da befindet sich ja die Bauchspeicheldrüse.
Bald wird dir ja geholfen, weißt du wer die Operation durchführen wird?
Ich wünsche dir die Ruhe und Gelassenheit bis dahin, in der Hoffnung das alles gut wird.

Liebe Grüße und Glück Auf😁
Andi
swippi
Beiträge: 1
Registriert: 26. März 2022, 20:22

Re: Angst vor bevorstehender Whipple Operation

Beitrag von swippi »

Hallo.Also das genau hatte ich auch,und die Op liegt jetzt 3wochen zurück.6sdt.dauerte dieOp.
Liebe gleichgesinnte Foristen,
Ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen.
Nach 8 kg Gewichtsverlust über den letzten Winter, wurde bei mir Mitte Januar Diabetes festgestellt und ab sofort muss ich mich 4 mal spritzen.
Da ich aber auch leichte Schmerzen in der Flanke und in den Rücken ausstrahlend hatte, überzeugte ich meinen Hausarzt, ein CT zu machen.
Die furchtbare Diagnose lautet: bösartiger Tumor 2 cm am Kopf der BSD. Er blockiert den Gang des Insulins und ist Ursache des Diabetes.
Bislang noch keine Metastasen erkennbar.
Also wurde mir am 11. Februar eine Whipple Op mit allen Konsequenzen vorgeschlagen.
Dann kam der OP Rückstau durch Corona, dann die Winterferien in Sachsen und der Termin war der 2. März! Am 28. Februar war leider mein PCR Test vor OP positiv! Jetzt muss ich wieder warten auf die Genesung und einen neuen Termin. Ich weiß nicht wie es weiter geht und wann....und vor allem was macht der Krebs inzwischen? Der Befund ist jetzt 6 Wochen alt, sind inzwischen Metastasen? Was passiert dann?
Was ist nach der OP, wenn ich sie überlebe, bin ich dann ein Pflegefall?
Ich bin schon 69 Jahre alt, bis jetzt fand ich mich noch sehr fit, lohnt sich das alles überhaupt noch für mich?
Ich hab so Angst!
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veritas
Beiträge: 448
Registriert: 29. Juli 2016, 10:58

Re: Angst vor bevorstehender Whipple Operation

Beitrag von veritas »

Ach das tut mir sehr leid @swippi da machst du ordentlich was durch.

Meine Bauchspeicheldrüsen-OP ist auch verschoben worden, weil ich am Tag vor der Aufnahme einen positiven Test hatte und ich kämpfe gerade mit starken Depressionen deswegen, es ist eine extrem frustrierende Situation...

Nach einer Whipple-OP ist man aber keinesfalls ein Pflegefall. Je nachdem wie gut es verläuft (da muss halt auch die Bauchspeicheldrüse gut mitmachen) bist du vielleicht nicht einmal Diabetiker danach (also falls deine Insulin-Blockade gelöst werden kann und das Restpankreas es schafft genug Insulin zu produzieren). Selbst nach Entfernung der gesamten Drüse ist man kein Pflegefall, aber halt auch dauernde Insulin- und Enzymeinnahme angewiesen.

Es gibt Leute die sind nach einer Whipple-OP Marathons gelaufen und ich hab im KH einige Leute kennengelernt die nach einer Whipple wieder ganz normal arbeiten gegangen sind.
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