Malcardi hat geschrieben: ↑7. September 2022, 20:07
Hallo,
endlich komme ich dazu, euch zu antworten.
Wie geht es bei euch und wie läuft es mit der Chemotherapie?
Meinem Vater geht es seit Juli leider nicht sehr gut. Der Zustand ist abwechselnd mehr/weniger schlecht, gute Tage sind eher selten. Mittlerweile bin ich auch am Ende mit meinem Latein und bei den unterschiedlichsten Ärzten kommen wir auch nicht weiter. Wenn es nur die regelmäßigen Durchfälle wären, ginge es ja. Es kommt aber die totale Energielosigkeit und Abgeschlagenheit dazu, Neuropathie von der Chemo, Herzschwäche, schlechtes Blutbild (Anämie, Nierenwerte und Leberwerte, Tumormarker Ca19-9 wieder auf 70), auf der Leber wurde eine malignomsuspekte Läsion mit 1,2cm gefunden. Da haben wir am FR einen Termin in der Onkologie... wenn wir es überhaupt dorthin schaffen mit dieser Energielosigkeit... Seit gestern Blasenentzündung. Momentan sind die Antibiotika unsere einzigen "Helfer". Die helfen nämlich beim Durchfall auch. Er dürfte lt. Gastroenterologe ziemlich schnell ein bacterial overgrowth in der operierten Darmschlinge bekommen. Er ist jetzt psychisch auch wieder ganz fertig, sagt dass er nicht mehr kann, es ist alles so anstrengend. Noch dazu hat er nur meine Schwester und mich, sonst ist er allein. Ich verstehe ihn und mir sind mittlerweile die guten Ratschläge und aufbauenden Worte ausgegangen. Klingen nach einem Jahr auch nicht mehr sehr glaubwürdig... aber die Hoffnung stirbt zuletzt, wir bleiben immer dran, vielleicht finden wir noch die richtige Schraube oder jemanden der uns helfen kann.
Euch weiterhin alle Gute!
Guten Abend Malcardi,
Seit Juli hat sich sehr viel getan und ich denke neben der stressigen Chemotherapie für meine Frau gibt es auch erfreuliche Neuigkeiten,wenn man überhaupt davon sprechen kann.
Unsere Apothekerin hat uns wahnsinnig viel geholfen.Meine Frau nimmt Gelum Topfen um die Leber zu entlasten, Mariendistel und jetzt zur Chemo Innovazym CA.
Die Durchfälle wurden durch Flohsamenschalen erheblich reduziert,die sie jetzt pausiert, weil unsere Heilpraktikerin Zeolith empfohlen hat zur Schwermetall Entgiftung und Stuhl Stabilisierung.
Eine onkologische Verordnung brachte in letzter Minute den totalen Gewichtsverlust durch künstliche Ernährung zum stoppen. Seit Mitte August jede Nacht 13 h . Für die Psyche haben uns Freunde einen Huna Heiler empfohlen. Seit der Zeit gehts etwas besser.in den Chemotherapie Pausen Wochen erhält sie vom HP eine Kurkuma Infusion, die beim ersten Mal eine Art. „positive Explosion“ ausgelöste, . Noch 4 Monate Chemotherapie und bei jedem Tag eine andere Nebenwirkung von Ausschlag bis Übelkeit, Darmschmerz, unerträgliche Winde etc. Unsere Apothekerin ist immer online und unterstützt wo es geht. Das normale Essen ist schwierig aber mit Pangrol einigermaßen möglich,aber ohne Appetit und Hunger. Schlimm für mich als Koch, Pfleger, Ehemann und Hilfsschwester für die künstliche Ernährung, die mindestens noch 3 Monate läuft.
Hausarzt und Ökologie sind für den täglichen Ablauf kaum zu gebrauchen. Für Rezepte oder die Chemo ja, mehr kaum. Jede Übersicht an Blutwerten , die übrigens auch sehr unterschiedliche Schwankungen haben, muss erbettelt werden.
Die Behörde hat meiner Frau einen GdB 100 mit Merkzeichen G ausgestellt. Ohne Orange Parkkarte, die laut Gutachten, Einschätzung der Ärzte und Richtlinien für Pankeas Patienten unerreichbar wäre so die Beamten. Eine absolute Frechheit meine Frau Kilometer weit durch die Stadt zu bewegen,kraftlos und ohne Muskeln.
Im zugeschickten Bescheid wird vermerkt, dass Morbus Chron oder Culitis Ulserosa Voraussetzungen dafür wären. Eine entnommene BSD, 12 Fingerdarm, Galle und50 Lymphknoten wegen BSD CA mit metastasieren Lymphknoten reichen nicht. Soviel zum Umgang mit behinderten Menschen.
Ganz abgesehen davon das statistisch nur jeder 5. Patient das Zweite Jahr nach der Erkrankung schafft zu vollenden.
Aber wir kämpfen weiter und lassen uns von solchen negativen Dingen nicht beeinflussen. Jeder der Verantwortlichen wird eines Tages Rechenschaft ablegen müssen,über seine Taten. Ich kann für mich behaupten das Sozialkompetenz in meiner beruflichen und privaten Tätigkeit eine dauerhafte Maxime war und ist, auch als Behindertenvertreter und bei der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Liebe Grüße und bis bald.
Gern können wir auch mal telefonieren oder
N austauschen.