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Re: Pankreatitis seit Weihnachten 2022

Verfasst: 29. März 2023, 12:32
von Andi
Hallo Sammy,
ja, ich denke schon, das die chronifizierung dadurch gekommen ist, erst hat man mich jahrelang auf Magen behandelt und alles auf Psyche geschoben, fürchterlich.
Mit solchen Sachen habe ich genug, denke schon das es auch so etwas gibt, aber ich glaube der Patient spürt selber, wenn er in sich hineinhorcht, was Fakt ist.
Meine Blutwerte waren damals seltsamerweise gut, außer erhöhtes Bilirubin und Cholesterin.
Mittlerweile weis ich selbst was ein erhöhter Biliwert bedeutet, aber ein Arzt muss ja so was nicht wissen 😂.
Ja, Novalminsulfon habe ich auch , wirkt unterstützend, aber die Wirkung ist sehr beschränkt. Harnverhalt habe ich auch, richtiger Mist🙈, steht das bei Nebenwirkungen von Novalminsulfon?, dachte ist eher eine psychische Sache🤔.
Als der Stein dann raus war, hatte ich diesen Druck im Bauch nicht mehr und konnte erstmals nach langer Zeit ein Brötchen mit Marmelade essen.
Meine Papille wurde beim ERCP mit geweitet, ich vermute durch die Vernarbung ist diese wieder enger geworden, bestätigen tut mir das keiner.
Die Galle lasse ich erst mal drin, meine Internistin hat davon abgeraten weil manche Patienten hinterher noch mehr Probleme haben.
Generell kann man dich umfangreich untersuchen, die Frage ist, hält man das für nötig, manchmal kommt es auch darauf an , was und wer man ist, meine Erfahrung, es ist seltsam teilweise was hier abläuft.
Auch gehts um die Kosten, manche Patienten müssen um alles kämpfen, selbst wenn es um dringend benötigte Enzyme geht.
Ich wünsche dir, das man dich für ernst nimmt, es ist nicht einfach als junger Mensch, wenn man gesundheitlich eingeschränkt ist und von der Gesellschaft ausgegrenzt wird.
Leider merkt man das erst, wenn man selber davon betroffen ist.

Liebe Grüße Andi

Re: Pankreatitis seit Weihnachten 2022

Verfasst: 29. März 2023, 14:33
von sammy
mk93 hat geschrieben: 29. März 2023, 06:07 Ein MRCP ist praktisch eine Sequenz im MRT im besten Fall mit Kontrastmittel. Also es wird im MRT-Gerät wie die anderen Bildern durch Magnetfelder erzeugt.


Ob meine Bauchspeicheldrüse vorher anders aussah, weiß ich nicht. Ich bin auch erst 29. Ich laufe auch seit 10 Monaten ohne genauer Antwort herum. Enzyme helfen mir bis heute nicht. Bei mir hat Prof. Dr Uhl(Pankreasexperte) das behauptet, dass meine Pankreas voluminös erscheint, vielleicht im Sinne einer Autoimmunpankeatitis, ansonsten ohne Befund.
Habe auch ca. 8 kg verloren

Meine Schwester hat seit Corona
Herzprobleme und Asthma

Eine SiBO/IMO ist eine Dünndarmfehlbesiedelung, durch zu vielen Bakterien die sich im Dünndarm angesiedelt haben, welche eigentlich eher im Dickdarm mehr präsent sind. Diese machen auch ähnliche Symptome.

Ob Nortase auch das Jucken verursacht, weiß ich nicht. Aber eigentlich ist es nicht schlimm dies zu testen.

LG

Hallo @mk93, danke auch dir für deine Antwort! :)

Perfekt, danke für die Aufklärung! Dann muss ich mir ja darüber keine allzu großen Gedanken machen.

Das ist schon komisch. Du meintest ja auch, dass deine Lipase zu keinem Zeitpunkt erhöht war oder?
Dann bist du ja auch in meinem Alter. Ich schätze, dir geht es ähnlich bescheiden wie mir, was Sozialkontakte und Co betrifft. Die vorherigen Jahren war ja auch noch Corona. Die 20er fühlen sich aktuell nicht so danach an (für mich zumindest).

Das dir Enzyme nicht helfen, spricht (eventuell) dafür, dass sie dein Körper nicht braucht. Aber bin auch kein Profi. Vermutlich liegt die Ursache bei dir tatsächlich im Darm.

Ich glaube „voluminös“ erscheinende Pankreas spricht oft für Flüssigkeit im Organ? Das ist bei mir zumindest so. Und Flüssigkeit im Organ heißt oft Entzündung oder etwas ist am stocken. Kann dem Darm ja auch passieren.

Corona ist der größte Mist. Ich kenne auch viele Leute in meiner Umgebung, die seit einer Infektion (und Impfung) nicht mehr wiederzukennen sind…

Hast du schon mal über eine Darmanalyse nachgedacht? Den Test den ich schon gemacht habe. Vielleicht brauchst du spezielle Probiotika abgestimmt auf deine Darmkultur und evtl Antibiotika. Wurde mir auch vom Hausarzt empfohlen, hab’s aber noch nicht getestet.

Nortase werde ich mal ausprobieren, danke :)

Dir auch alles gute!

Lg,
sammy

Re: Pankreatitis seit Weihnachten 2022

Verfasst: 29. März 2023, 15:04
von sammy
Andi hat geschrieben: 29. März 2023, 12:32 Hallo Sammy,
ja, ich denke schon, das die chronifizierung dadurch gekommen ist, erst hat man mich jahrelang auf Magen behandelt und alles auf Psyche geschoben, fürchterlich.
Mit solchen Sachen habe ich genug, denke schon das es auch so etwas gibt, aber ich glaube der Patient spürt selber, wenn er in sich hineinhorcht, was Fakt ist.
Meine Blutwerte waren damals seltsamerweise gut, außer erhöhtes Bilirubin und Cholesterin.
Mittlerweile weis ich selbst was ein erhöhter Biliwert bedeutet, aber ein Arzt muss ja so was nicht wissen 😂.
Ja, Novalminsulfon habe ich auch , wirkt unterstützend, aber die Wirkung ist sehr beschränkt. Harnverhalt habe ich auch, richtiger Mist🙈, steht das bei Nebenwirkungen von Novalminsulfon?, dachte ist eher eine psychische Sache🤔.
Als der Stein dann raus war, hatte ich diesen Druck im Bauch nicht mehr und konnte erstmals nach langer Zeit ein Brötchen mit Marmelade essen.
Meine Papille wurde beim ERCP mit geweitet, ich vermute durch die Vernarbung ist diese wieder enger geworden, bestätigen tut mir das keiner.
Die Galle lasse ich erst mal drin, meine Internistin hat davon abgeraten weil manche Patienten hinterher noch mehr Probleme haben.
Generell kann man dich umfangreich untersuchen, die Frage ist, hält man das für nötig, manchmal kommt es auch darauf an , was und wer man ist, meine Erfahrung, es ist seltsam teilweise was hier abläuft.
Auch gehts um die Kosten, manche Patienten müssen um alles kämpfen, selbst wenn es um dringend benötigte Enzyme geht.
Ich wünsche dir, das man dich für ernst nimmt, es ist nicht einfach als junger Mensch, wenn man gesundheitlich eingeschränkt ist und von der Gesellschaft ausgegrenzt wird.
Leider merkt man das erst, wenn man selber davon betroffen ist.

Liebe Grüße Andi
Hallo Andi,

das tut mir extrem leid, dass du an einer völlig falschen Stelle behandelt wurdest. Ich dachte anfangs auch ich hätte was mit dem Magen, die Bauchspeicheldrüse hatte ich gar nicht mal auf dem Schirm.
Ich bin da echt froh, dass das Krankenhaus die sehr hohen Lipase Werte aufgedeckt hat.
Auf jeden Fall spürt man als Patient selber, wenn etwas nicht stimmt. Dafür ist das Bauchgefühl ja da.

Erhöhtes Bilirubin heißt das etwas mit der Galle oder der Leber nicht stimmt, oder? Und auch weil du das Cholesterin ansprichst. Erhöhte Blutfettwerte und Bilirubin spricht laut Google häufig für einen leisen Verdacht auf die Bauchspeicheldrüse? Also zumindest denke ich das. Da hätte man damals schon mal näher drauf eingehen können! Gerade weil du damals auch noch sehr jung warst, als das angefangen hat.

Ja der Harnverhalt steht da als Nebenwirkung dran, aber dieser gehört zu den sehr seltenen, die auftreten können. Natürlich bin ich auch davon betroffen, irgendwie habe ich da immer Pech 😅
Das du auch darauf reagierst, spricht dafür, dass du auch sehr empfindlich bist.
Ich möchte das einfach nicht nehmen wegen meiner Niere. Und schwer Wasserlassen können ist jetzt auch nicht so angenehm. Aber die Pankreas Schmerzen sind auch schon heftig. Hmmm…echt eine Zwickmühle 🙈

Vermutlich war der Stein damals tatsächlich ein Auslöser. Oder er kam erst später hinzu.
Was ist denn eine Papille?
Weil du das mit der Vernarbung und der Verengung wegen Entzündung ansprichst:
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das möglich bei dir ist, auch wenn dir das keiner bestätigt!
Bei mir ist es nämlich auch so, dass mein linker
Harnleiter nach einer schmerzhaften Nierenbeckenentzündung auch verengt ist. Also eine „postentzündliche“ Ursache.
Ich kann das nämlich ziemlich genau sagen, weil ich eine eineiige Zwillingsschwester habe, die deswegen mit 3 Jahren operiert wurde. Damit der Harnleiter wieder normal geweitet ist.
Ich wurde daraufhin natürlich auch parallel untersucht, ob ich das auch habe, da war aber alles in Ordnung und normal gewesen.

Also ja, die Theorie, das man nach einer Entzündung eine verengte Stelle hat, kann durchaus zutreffen.

Die Galle würde ich mir auch nicht entfernen. Sie hat ja auch einen Sinn und deshalb würde ich sie mir nicht entfernen lassen.

Ich bin jetzt erstmal gespannt, was man mir nächste Woche an Untersuchungen anbietet und dann seh ich weiter. Würde mich natürlich freuen, wenn man mir wenigstens ein MRT anbietet.
Total schade, dass wir in so einem Land wie Deutschland leben und hier teilweise vieles schlechter abläuft als in anderen Staaten.

Ich danke dir sehr für deinen Zuspruch. Leider hast du da recht. Es ist überhaupt nicht einfach aktuell. Ich möchte einfach wieder „normal“ Leben und essen können. Das gemeinsame Essen mit Freunden und Familie war nämlich so das einzige für mich, wo ich noch Freude daran hatte und sozialen Austausch hatte, nachdem fast jeder andere Bereich ziemlich bescheiden bei mir ist.

Alles Gute dir Andi!

LG,

sammy

Re: Pankreatitis seit Weihnachten 2022

Verfasst: 29. März 2023, 15:12
von mk93
@Sammy

Genau, also eigentlich kann die MRCP Sequenz jedes 1,5/3 Tesla MRT-Gerät. Auf einer Überweisung sollte MRT mit MRCP aufgeschrieben werden, da wird der Gallengang und der Bauchspeicheldrüsengang noch besser dargestellt. So bekommt der Radiologe die Übersicht aller Organe und mit der MRCP nochmal zusätzlich die Gänge.

Meine Lipase war bei insgesamt 6 Messungen immer zwischen 15-21, also eher niedrig.
Sozialkontakte es geht. Ich habe bald mein 30. Geburtstag und ich kam relativ schnell auf 12 Leute, die ich zum Essen und Bowling eingeladen habe, man hat i.d.R neben Arbeit und Fitness und Freundin sowieso nicht immer Zeit.

Warum die Enzyme in Form von Nortase, Kreon, Pangrol und Now Enzyme nicht geholfen haben, weiß ich leider auch nicht.

Kenne auch einige mit Long-Covid Erkrankung.

Voluminös heißt einfach "Diffus vergrößert/Kräftig" Das was du meinst ist eher "aufgetrieben/aufgequollen" so meine Theorie.

Darmanalyse noch nicht, hab schon ziemlich viel Geld investiert (2x MRT selber gezahlt) hab bestimmt 1700,- Eigeninvestiert. (inkl. Enzymen/Tabletten)
Das erste MRCP war nämlich verwackelt und war nicht richtig zu werten, nach 2 Monaten hab ich ein zweites MRT wieder selbst bezahlt, weil ich es wissen wollte. Mein Gang ist dabei schmal also wohl normal. Ich bin mir ziemlich sicher, das Corona die Azinus-Zellen angreift.
Hatte aber auch erhöhte Candida-Werte, das weiß ich zumindest.

Hab mir vorgenommen nichts mehr selbst zu investieren. Aber ohne das alles hätte ich nicht gewusst, das meine Pankreas eben verändert aussieht.

Dir auch alles Gute ! :)

Re: Pankreatitis seit Weihnachten 2022

Verfasst: 29. März 2023, 15:35
von sammy
mk93 hat geschrieben: 29. März 2023, 15:12 @Sammy

Genau, also eigentlich kann die MRCP Sequenz jedes 1,5/3 Tesla MRT-Gerät. Auf einer Überweisung sollte MRT mit MRCP aufgeschrieben werden, da wird der Gallengang und der Bauchspeicheldrüsengang noch besser dargestellt. So bekommt der Radiologe die Übersicht aller Organe und mit der MRCP nochmal zusätzlich die Gänge.

Meine Lipase war bei insgesamt 6 Messungen immer zwischen 15-21, also eher niedrig.
Sozialkontakte es geht. Ich habe bald mein 30. Geburtstag und ich kam relativ schnell auf 12 Leute, die ich zum Essen und Bowling eingeladen habe, man hat i.d.R neben Arbeit und Fitness und Freundin sowieso nicht immer Zeit.

Warum die Enzyme in Form von Nortase, Kreon, Pangrol und Now Enzyme nicht geholfen haben, weiß ich leider auch nicht.

Kenne auch einige mit Long-Covid Erkrankung.

Voluminös heißt einfach "Diffus vergrößert/Kräftig" Das was du meinst ist eher "aufgetrieben/aufgequollen" so meine Theorie.

Darmanalyse noch nicht, hab schon ziemlich viel Geld investiert (2x MRT selber gezahlt) hab bestimmt 1700,- Eigeninvestiert. (inkl. Enzymen/Tabletten)
Hatte aber auch erhöhte Candida-Werte, das weiß ich zumindest.

Hab mir vorgenommen nichts mehr selbst zu investieren. Aber ohne das alles hätte ich nicht gewusst, das meine Pankreas eben verändert aussieht.

Dir auch alles Gute ! :)
Hallo @mk93,

super, vielen Dank! Das werde ich beim Arzt dann ansprechen. Die Empfehlung stand sogar auf meinem Arztbrief vom Krankenhaus. Das hat meinen Hausarzt aber nicht sonderlich interessiert.

Wenn die Lipase so niedrig bei dir ist, dann liegt die Ursache bei dir vermutlich nicht bei der Bauchspeicheldrüse, oder?. Eventuell ist es tatsächlich der Darm bei dir. Aber ich kann dazu auch nicht viel sagen, sind auch nur Vermutungen 😅

Oh, das hört sich ja sehr gut an! Ich hoffe, du feierst deinen 30. Geburtstag mit ganz viel Freude und lässt dich dann reichlich feiern. Die 30er sind ja heute die neuen 20er, so hab ich das gehört 🙈

Ne, dann würde ich die Enzyme bei dir auch weglassen. So macht das keinen Sinn und dein Körper will sie scheinbar auch nicht.

Ach, verstehe - gut zu wissen! Ob sie bei dir so voluminös durch Corona geworden ist oder vorher schon so war, kann dir glaub ich keiner sagen…aber entzündet scheint sie ja dann Gott sei Dank nicht zu sein?

Ich würde niemals so viel Geld für MRT und Co zahlen. Darmanalysen ok, aber bei so radiologischen Sachen fängt das ja ab 900€+ an.
Ich würde mir aber an deiner Stelle einen umfangreichen Stuhltest mal überlegen. Einfach fürs Gefühl und vielleicht kann man da ja doch noch was machen :)

Manchmal macht es schon Sinn, in seine Gesundheit zu investieren, aber nachdem du schon so viel ausgegeben hast, hätte ich auch keine Lust mehr. Immerhin weißt du aber jetzt, das da etwas nicht ganz in Ordnung ist und das ohne die Untersuchungen nicht wüsstest.

Vielen Dank! :)

LG,
sammy

Re: Pankreatitis seit Weihnachten 2022

Verfasst: 29. März 2023, 15:46
von mk93
Der Empfehlung würde ich auch nachgehen und beim Arzt nochmal besprechen. MRCP ist da schon wichtig.

Also niedrige Lipase deutet manchmal auch auf ein "ausgebranntes Organ" hin, wobei das bei mir sicherlich nicht sein kann.

Danke, das ist lieb, ich versuche es zu genießen.

Also wie gesagt, der Prof. Dr. Uhl, kann sich eine Autoimmunpankreatitis bei mir vorstellen, also wäre es doch entzündlich. -Ich soll Freitag den IgG und IgG-4 Blutwert abnehmen, da kann das auch schon zu 50% ausgeschlossen werden. - Am 26.04 soll ich in die Pankreassprechstunde (UKE - Hamburg)

Die MRT/MRCP mit Kontrastmittel haben bei mir 612,- und 670, - gekostet (Hamburg).

Ich hoffe du bekommst das mit deinem Arzt geklärt und ich hoffe sehr, dass sich deine Bauchspeicheldrüse bald erholt.

Re: Pankreatitis seit Weihnachten 2022

Verfasst: 30. März 2023, 14:24
von sammy
mk93 hat geschrieben: 29. März 2023, 15:46 Der Empfehlung würde ich auch nachgehen und beim Arzt nochmal besprechen. MRCP ist da schon wichtig.

Also niedrige Lipase deutet manchmal auch auf ein "ausgebranntes Organ" hin, wobei das bei mir sicherlich nicht sein kann.

Danke, das ist lieb, ich versuche es zu genießen.

Also wie gesagt, der Prof. Dr. Uhl, kann sich eine Autoimmunpankreatitis bei mir vorstellen, also wäre es doch entzündlich. -Ich soll Freitag den IgG und IgG-4 Blutwert abnehmen, da kann das auch schon zu 50% ausgeschlossen werden. - Am 26.04 soll ich in die Pankreassprechstunde (UKE - Hamburg)

Die MRT/MRCP mit Kontrastmittel haben bei mir 612,- und 670, - gekostet (Hamburg).

Ich hoffe du bekommst das mit deinem Arzt geklärt und ich hoffe sehr, dass sich deine Bauchspeicheldrüse bald erholt.
Hallo @mk93,

das werde ich ansprechen. Den Arztbrief nehme ich dann auch mit.

Hm verstehe…aber wenn du niedrige Lipasewerte hast, dann hat das ja schon was zu bedeuten oder?
Ich habe z.B. auch immer zu niedrige Leberwerte und wenn ich das bei den Ärzten immer angesprochen habe, hieß es oft, dass das nichts zu bedeuten habe.

Sehr gerne, das wünsche ich dir sehr :)

Sehr spannend. Bitte halte uns mal auf dem laufenden, was bei dem Termin rausgekommen ist und ob da evtl. doch/nicht eine genetische Komponente dahintersteckt.

Puh, ganz schön viel Geld... Weiß gar nicht wie viel das hier bei mir in Bayern kosten würde.

Ganz lieben Dank, ich bin schon sehr gespannt, wie es weiter geht. Am meisten regen mich die Begleiterkrankungen auf, die ich durch die Entzündung habe.

LG,
Sammy

Re: Pankreatitis seit Weihnachten 2022

Verfasst: 5. April 2023, 14:23
von sammy
Hallo ihr Lieben,

ich komme gerade von meinem Termin der
Uniklinik. Hatte ein Gespräch mit einem Gastro Oberarzt.
Also er meinte, dass es komisch sei warum ich immer noch Probleme mit einer Entzündung habe und steigende Lipase Werte.
Ich soll jetzt mal für den Anfang ein MRCP bekommen (kann man da eigentlich auch den Darm und die anderen Organe erkennen oder wirklich nur die Bauchspeicheldrüse und die Gallengänge?).
Den Termin habe ich Anfang Juni.

Mir wurde außerdem noch Blut abgenommen und er testet auch auf Antikörper ob es eine Immun Geschichte ist aufgrund meines Alters. Er hält es aber für unwahrscheinlich, da niemand aus meinem engeren Umfeld Probleme mit der Bauchspeicheldrüse hat.

Er ist sich auch sicher, dass das nicht einfach wird eine Ursache für mein Problem zu finden.
Man könnte es dann im weiteren Verlauf noch mit Kortison probieren, damit die Entzündung eingedämmt wird. Weiß aber nicht was ich davon halten soll.
Und eventuell machen wir irgendwann dann noch eine Endosonographie um die Gänge zu begutachten.
Man kann dann währenddessen auch eine Biopsie des Organs vornehmen. Ist das nicht gefährlich?

Habe ihn auch auf die überdosierten Fluorchinolone Augentropfen und Augensalbe angesprochen, aber er hält das für unwahrscheinlich.
Ich finde das allerdings sehr suspekt, da meine Beschwerden genau damit begonnen haben. Habe mich diesbezüglich auch schon selber schlau gemacht und Fluorchinolone sollen wohl die Beta-Zellen mehrerer Organe wie Magen, Leber, Niere etc. angreifen. Die Bauchspeicheldrüse ist sogar sehr gefährdet dafür (Habe viele Zusammenhänge im Fluorchinolone Forum gelesen).

Soll ich eigentlich parallel noch in ein Pankreas Zentrum vorstellig werden?
Bei mir wäre München die nächste Stelle.
Welches kann man da so empfehlen? Eher LMU, TUM…?
Ich möchte ungerne so viel Zeit verstreichen lassen. Habe gleichzeitig noch andere gesundheitliche Dinge am Laufen um die sich auch gekümmert werden sollte…
Und ich hatte am Sonntag wieder einen schlimmen Schub mit kolikartigen Schmerzen :(

Danke schon mal an euch!

LG,
sammy

Re: Pankreatitis seit Weihnachten 2022

Verfasst: 5. April 2023, 14:49
von Hagemax
Hallo Sammy,
schreibe mir mal eine private Nachricht,
kann Dir einige Tipps geben.
VG

Re: Pankreatitis seit Weihnachten 2022

Verfasst: 7. April 2023, 15:29
von Pantheon
sammy hat geschrieben: 28. März 2023, 16:59 Hallo liebe Forummitglieder,

ich lese hier schon seit Anfang des Jahres fleißig bei euch mit und da meine Beschwerden nicht besser werden, habe ich mir gedacht, dass ich mich auch mal bei euch vorstelle. Eventuell bekomme ich hilfreiche Tipps.

Zu mir:
Ich bin weiblich, 27 Jahre alt und komme aktuell bei 1,56m auf 48kg. Ich hatte zuvor noch nie irgendwelche Verdauungsstörungen oder etwas mit dem Darm/Magen/Bauchspeicheldrüse.

Meine ersten Beschwerden bemerkte ich abends am 14.12.2022. Ich hatte so ein drückendes Gefühl im Oberbauch und Unwohlsein. Dachte zuerst, dass ich sicher etwas schlechtes gegessen habe und mir daher meinen Magen schonen muss (dachte zu dem Zeitpunkt ich hätte eine Magenschleimhautentzündung - Dr. Google sagte das zumindest). Also habe ich mit 20mg Pantoprazol begonnen und auf Schonkost gesetzt.
2 Wochen später hat sich nichts geändert, der Schmerz blieb gleich.
Schon zu Beginn der Schmerzen hatte ich 1x einen seltsamen Stuhlgang bemerkt, der für meine Verhältnisse sehr komisch war. Er war knallgelb. Danach war er wieder normal.

An Weihnachten, 25.12.2022 gab es bei mir McDonalds. Ich hatte auf die Schonkost absolut gar keine Lust mehr und hatte großen Appetit auf Burger und Co.
In der Nacht zum 26. hat der Schmerz gegen 4 Uhr Nachts seinen absoluten Höhepunkt erreicht, sodass man mich ins Krankenhaus fahren musste.
Es war so schlimm. Mein kompletter Oberkörper hat geschmerzt und die Schmerzen kamen alle paar Minuten. So wellenartig? Ich dachte wirklich, ich sei im falschen Film. Und normalerweise denke ich so nie, ich habe in der Vergangenheit schon viel an Schmerzen erlebt. Aber das war anders schlimm.

Im Krankenhaus angekommen, hat man mich erstmal nicht ernstgenommen. Ich sagte den Pflegern, das ich ganz schlimme Magenschmerzen hätte. Der Assistenzarzt meinte dann nur, dass ich doch nichts ernstes haben könne in meinem Alter und war sichtlich genervt und ist nicht nett mit mir umgegangen.
Naja, 6 Stunden und einer Blutaufnahme später kam der Assistenzarzt wieder und hat sich erstmal 10x bei mir entschuldigt und meinte, dass ich ja doch was hätte. Ich hätte eine Bauchspeicheldrüsenentzündung. Er war ganz blass und konnte keine Worte finden, als er die Daten in seinem PC eintrug und mich mit Fragen durchbohrte. Nachhause gehen durfte ich nicht. Meine Lipase war zu dem Zeitpunkt bei 1175 U/I, Bilirubin normwertig.

Nach 3 Tagen wurde ich entlassen, mir ging es mit den Infusionen und Schmerzmitteln deutlich besser. Es wurde noch ein Ultraschall gemacht, da hieß es nur, dass die Bauchspeicheldrüse vergrößert sei, echoarm, peripankreatischer Flüssigkeitssaum, Organschwellung im Kopf, Ödemsaum im Kopf.
Außerdem hätte ich wohl eine Nebenmilz. Gut zu wissen?

Nebeninfo: Ich habe seit ein paar Jahren einen linken verengten Harnleiter und leichten Nierenstau, vermutlich postentzündlicher Ursache nach Nierenbeckenentzündung.
Mir geht es schon seit Sommer 2019 nicht mehr gut wegen anderen gesundheitlichen Problemen. Musste wegen mehreren Infektionen mal hier und da Antibiotika nehmen. Das schlimmste das mich nervt und beeinträchtigt ist meine chronische Schlaflosigkeit. Das mit der Nierenentzündung hat zeitlich mit dem Schlaf angefangen. Seitdem kommen immer weitere körperliche Probleme hinzu, die ich vorher nie hatte.

Nun ja, zurück zu meiner Bauchspeicheldrüsen Geschichte:
Bald 4 Monate später geht es mir immer noch nicht gut. Seit dem Krankenhaus Aufenthalt habe ich täglich immer noch Beschwerden. Den Fettstuhl habe ich nun täglich, meistens Verstopfung und nur sehr wenig Stuhl. Ich fühle mich danach nie wirklich erleichtert.
Ich habe täglich ein flaues Gefühl im Magen und so stumpfe, pochende und wellenartige Oberbauschmerzen mittig. Egal ob nüchtern oder nicht. Tendenziell ist es aber ein wenig besser nach dem Essen.
Mir ist oft übel, habe weniger Appetit, immer einen aufgeblähten Bauch, der nicht zu meiner Statur passt (bin zierlich gebaut). Seit der akuten Entzündung am Weihnachten traue ich mich an vielen Lebensmittel nicht mehr und habe deshalb schon an Gewicht abgenommen. Außerdem fallen mir sehr viele Haare aus 😔 (vermutlich aus Vitamin- und Nährstoffmängel, nachdem ich alles mit dem Stuhl ausscheide). Ich habe seit der Sache auch eine für mich ungewöhnliche starke und schmerzhafte Periode. Ich bin dadurch noch schwächer als sonst. Mein ganzer Körper steht unter Stress, so fühlt es sich an. Der fehlende Schlaf tut natürlich auch weh.

Beim Hausarzt bin ich immer wieder zur Blutkontrolle um die Lipase im Blick zu haben. Mal geht sie nach oben und mal nach unten. Der niedrigste Wert den ich bisher „geschafft“ habe, war bei 214 U/I. Also immer noch deutlich erhöht. Auch die Amylase ist immer erhöht.
Einmal haben wir noch einen Ultraschall gemacht. Da meinte er nur, dass er nichts auffälliges sehen kann. Ich hätte nur viele Darmgase, daher sei auch mein Unterleib sehr aufgebläht.
Ein MRT will er mir nicht verschreiben, weil man ja auf dem Ultraschall auch nichts sehen könne meinte er. Gallensteine hätte ich wohl auch nicht.

Da ich mir wegen meinen unterschiedlichen gesundheitlichen Problemen vieles notieren muss, welche Medikamente wann ich einnehme und ob ich Nebenwirkungen verspüre, kann ich immer ziemlich genau sagen, seit wann ich gewisse Beschwerden habe. Ich habe ein gutes Gespür für mein Körpergefühl und leider reagiere ich auch empfindlich/allergisch auf einige Medikamente.

Zu den möglichen Ursachen meiner Pankreatitis:
Ich habe wegen einem Gerstenkorn am 08.12.2022 Antibitotika Augentropfen und Augensalbe mit der Bezeichnung „Ofloxacin Ophtal“ eingenommen. Ofloxacin gehört zu den Antibiotika der Fluorchinolone Familie.
Alle paar Stunden musste ich sie mir also ins Auge Tropfen und die Salbe nachts vor dem Schlafen ins Auge schmieren. Knapp eine Woche später, genau einen Tag nach Behandlungsende, haben die Bauchschmerzen am 14.12.2022 angefangen.

Jetzt könnte man meinen, warum soll ich denn von Augentropfen eine Pankreatitis bekommen?
Im Beipackzettel steht als Nebenwirkung mögliche Magen-Darm Beschwerden.
Und naja, leider war ich so dumm und habe statt einen Tropfen je Auge Auge mehrmals getropft, weil ich mit der Dosierung so ungeschickt war und mir immer daneben getropft habe. „Mehr schadet ja nicht“ dachte ich mir.

Eine weitere mögliche Ursache:
Ich hatte ca. Mitte Mai 2022 eine Corona Infektion gehabt. Mir ging es sehr schlecht und ich hatte noch Wochen später immer noch einen unerträglichen Husten.

Am 10. Juni 2022 hatte ich abends plötzlich große Lust auf Pommes. Habe mir dann gleich 2 große Tüten gekauft. Einen Tag später hatte ich dann so ein Völlegefühl und Bauchschmerzen. Mir war klar, dass es von den vielen Pommes kommt, normalerweise esse ich nicht so viel auf einmal davon. Hatte dann auch einen Tag später unverdaute Pommes im Stuhlgang :P
Danach war alles wieder wie immer und hab mir auch nichts dabei gedacht.

Ich denke, dass die Corona Infektion einen leichten Schub ausgelöst hat. Die antibiotischen Augentropfen haben mir dann den letzten Schlag gegeben.

Mittlerweile ist auch bekannt, dass Corona die Bauchspeicheldrüse infizieren kann.
„Bei Autopsien an verstorbenen COVID-19-Patienten zeigte sich eine SARS-CoV-2-Infektion des Pankreas. Selbst nachdem in der Lunge keine Virusproteine mehr zu finden waren, konnten diese in der Bauchspeicheldrüse noch nachgewiesen werden.“ Quelle: https://www.labor-riegel.de/de/aktuelles/riegelnews/meldungen-riegelnews/2021-04-06-sars-cov-2-infiziert-die-bauchspeicheldruese.php

Naja, ich war zwischenzeitlich wieder beim Hausarzt und er hat mir Kreon und Pangrol 10.000 verschrieben, in der Hoffnung, das sich mein Stuhl wieder normalisiert und der Blähbauch und die Schmerzen besser werden. Außerdem sollte dadurch der Nährstoffmangel behoben werden.
Leider habe ich beides nicht vertragen.
Hatte nach Einnahme ständig Hautjucken am ganzen Körper. Der Arzt meinte, dass mein Körper das wohl nicht möchte und soll diese nicht weiter nehmen.
Eventuell war es auch nur Zufall, muss es die Tage mal wieder ausprobieren, ob ich wieder so reagiere.

Zwischenzeitlich habe ich meinen Hausarzt auch um eine Stuhluntersuchung gebeten, der Test kostet stolze 170€. Habe ich dann auch gemacht (komisch das man es mir nicht von selbst anbietet, um vor allem die Elastase zu überprüfen?)

Auffällige Werte:
- Escherichia coli: 1 x 10^8 (normal: 1×10^6 - 9×10^7)
- Clostridium species: <1 x 10^5 (normal: < 1×10^6)
- Enterococcus species: <1 x 10^4 (normal: 1×10^6 - 9×10^7)
- Fett i. Stuhl: 2,1g (normal: <4,6)
- Alpha-1-Antitrypsin i. Stuhl: 7,2 mg/dl (normal: <27,5)
- Eosinophiles Protein X i. Stuhl (kann Nahrungsmittelunverträglichkeit, Parasitose oder eine unspezifische entzündliche Darmschleimhauterkrankung sein): 1627,5 ng/ml (normal: <440)
- beta-Defensin 2 (Schleimhautimmunität): 8,4 ng/ml (normal: 8,0 - 60.0)

Meine Elastase liegt bei 463,2. Also im normalen Bereich. Allerdings ist der Test vom 06.02.2023. Es kann daher sein, dass der Wert sich verändert hat. Der bleibt ja nie gleich, wie ich im Forum schon oft gelesen habe.
Pilze habe ich keine.

Nächste Woche, am 05.04.2023 habe ich bei mir im Ort einen Termin in der Gastroenterologie Ambulanz meiner Uniklinik. Ich werde dort ein Gespräch mit einem Gastroenterologen Oberarzt haben und es wird eine Blutabnahme gemacht. Ich hoffe auch sehr, dass ich endlich mal ein MRT oder CT bekomme, nachdem das Ganze 4 Monate lang nun geht und nicht besser wird.
Allerdings weiß ich nicht genau, welches radiologische Verfahren in meinem Fall besser wäre.

Aktuell habe ich seit Februar auch einen hartnäckigen Schnupfen, der nicht weggehen möchte. Ich schiebe das auch auf die Pankreas Geschichte, da ich einfach schon so geschwächt bin und mein Körper mit der Infektion nicht zurecht kommt. Ich war auch schon beim HNO, dieser meint es ist eine Nasennebenhöhlenentzündung. Ein neuer Mist, den ich vorher auch noch nie hatte. Seit diesem Schnupfen bekomme ich auch kaum Luft durch die Nase und habe seit Februar dicke, angeschwollene Halslymphknoten die nicht mehr abschwellen wollen.
Mein HNO hat mir Antibiotika verschrieben, allerdings habe ich auch Angst, das dies einen erneuten Schub auslösen könnte. Hab ihm das auch so erklärt und er meinte, dass Penicillin den Darm nicht so sehr angreift wie andere Antibiotika. Bin mir allerdings sehr unsicher…die wenigsten Ärzten kennen sich ja bekanntlich gut mit der Bauchspeicheldrüse aus.

Es tut mir schon mal unfassbar leid, dass dieser Text hier so lang geworden ist. Ich hoffe, dass mir einige Mitglieder in irgendeiner Weise helfen können oder Tipps geben, was ich noch auf jeden Fall probieren sollte oder was ich bei meinen Termin nächste Woche unbedingt ansprechen sollte.

Das Leben macht gerade keinen Spaß mehr und soziale Kontakte vermeide ich so gut wie es geht aufgrund von dem ständigen Unwohlsein und den Schmerzen. Mit meinen 27 komme ich mir ehrlich vor wie 77.

Ganz liebe Grüße,

sammy
Hallo sammy,

lass dir von deinem Hausarzt nicht einreden, dass du nichts hast weil deine Ultraschallentzündung unauffällig war. Aufgrund dieser dummen Aussagen meiner Ärztin war euch einfach trotz Pankreatitis daheim! Mir wurde wochenlang eingeredet ich habe einen Helicobacter die Schmerzen sind normal.. 10.000er sind für deine Werte wohl viel zu niedrig aber wenn deinen Drüse noch entzündet ist solltest nichts nehmen. Versuch dich bitte mindestens 6 Monate fettfrei und gesund zu ernähren und vor allem TRAUE KEINEM HAUSARZT, ICH WÄRE HEUTE GESUND WENN ICH INS KKH GEGANGEN WÄRE!

Ich hatte auch über den ganzen Krankheitsverlauf Rachenentzündungen und Schnupfen!