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Re: Problem der BSD?
Verfasst: 4. November 2017, 13:25
von Anonymus-003
Lieber Stefan,
Wenn sagen wir 90 % der BSD funktioniert, werden auch 90 % der Enzyme noch normal hergestellt.
So funktioniert das aber nicht. Ich bin kein Arzt. Auch kein Hobbymediziner. Aber ich habe über ein Jahr lang, sämtliche wissenschaftliche Studien über Pankreaserkrankungen gelesen, habe mich quasi mit nichts anderem mehr beschäftigt. Auch in englischer Sprache.
Das Pankreas besitzt eine große Reservekapazität. Nach DiMagno et al. müssen mehr als 90 Prozent des Organs zerstört sein, bevor die Bauchspeicheldrüse überhaupt Probleme verursacht. Und dann ist es auch schon klar in der Bildgebung zu erkennen!
Ich schließe mich Veritas Meinung voll und ganz an. Ich glaube nämlich nicht dass die Bauchspeicheldrüse die Ursache Deiner Beschwerden ist. Und da Du bereits so weit gefahren bist, würde ich auch keinen noch weiteren Weg scheuen um mir eine Zweitmeinung einzuholen. Am besten in Heidelberg, Bochum (Prof. Uhl) oder Essen (Prof. Niedergethmann). Das sind die bundesweit führenden Pankreaszentren.
An Veritas Symptomen, lässt sich lesen, wie eine kranke Bauchspeicheldrüse arbeitet und welche Beschwerden sie wann verursacht. Diese pankreatitistypischen Symptome, sind genau so, in sämtlichen Fachlektüren beschrieben.
Und ich möchte einfach mal behaupten, dass es keine akute Pankreatitis oder einen Schub der chronischen Pankreatitis ohne erhöhte Blutwerte gibt. Und wenn doch, dann ist das ein sehr seltenes Phänomen.
Wenn sich die BSD. immer wieder und wieder entzündet, sprechen Mediziner von chronischer Pankreatitis. Diese ist in der Bildgebung klar zu identifizieren. Mit der Laufzeit der Erkrankung nimmt die Wahrscheinlichkeit einer exokrinen Insuffizienz zu. So besteht beispielsweise nach 10 Jahren bei über der Hälfte und nach 20 Jahren bei fast allen Patienten mit einer alkoholassoziierten chronischen Pankreatitis eine exokrine Insuffizienz. Bei nicht-alkoholischer Genese ist die Progression der exokrinen Insuffizienz langsamer.
Aber eine Insuffizienz, ganz ohne Bildmorphologische Zeichen, kennt die Schulmedizin eigentlich nicht.
Was auch wichtig ist, die Enzyme, das Kreon, immer schön zum Essen nehmen. Also über die Mahlzeit verteilt. Nicht vorher und nicht danach. Sonder währenddessen.
Re: Problem der BSD?
Verfasst: 4. November 2017, 14:15
von StefanMeier
derMannohnePlan hat geschrieben: ↑4. November 2017, 13:25
Lieber Stefan,
Wenn sagen wir 90 % der BSD funktioniert, werden auch 90 % der Enzyme noch normal hergestellt.
So funktioniert das aber nicht. Ich bin kein Arzt. Auch kein Hobbymediziner. Aber ich habe über ein Jahr lang, sämtliche wissenschaftliche Studien über Pankreaserkrankungen gelesen, habe mich quasi mit nichts anderem mehr beschäftigt. Auch in englischer Sprache.
Das Pankreas besitzt eine große Reservekapazität. Nach DiMagno et al. müssen mehr als 90 Prozent des Organs zerstört sein, bevor die Bauchspeicheldrüse überhaupt Probleme verursacht. Und dann ist es auch schon klar in der Bildgebung zu erkennen!
Ich schließe mich Veritas Meinung voll und ganz an. Ich glaube nämlich nicht dass die Bauchspeicheldrüse die Ursache Deiner Beschwerden ist. Und da Du bereits so weit gefahren bist, würde ich auch keinen noch weiteren Weg scheuen um mir eine Zweitmeinung einzuholen. Am besten in Heidelberg, Bochum (Prof. Uhl) oder Essen (Prof. Niedergethmann). Das sind die bundesweit führenden Pankreaszentren.
An Veritas Symptomen, lässt sich lesen, wie eine kranke Bauchspeicheldrüse arbeitet und welche Beschwerden sie wann verursacht. Diese pankreatitistypischen Symptome, sind genau so, in sämtlichen Fachlektüren beschrieben.
Und ich möchte einfach mal behaupten, dass es keine akute Pankreatitis oder einen Schub der chronischen Pankreatitis ohne erhöhte Blutwerte gibt. Und wenn doch, dann ist das ein sehr seltenes Phänomen.
Wenn sich die BSD. immer wieder und wieder entzündet, sprechen Mediziner von chronischer Pankreatitis. Diese ist in der Bildgebung klar zu identifizieren. Mit der Laufzeit der Erkrankung nimmt die Wahrscheinlichkeit einer exokrinen Insuffizienz zu. So besteht beispielsweise nach 10 Jahren bei über der Hälfte und nach 20 Jahren bei fast allen Patienten mit einer alkoholassoziierten chronischen Pankreatitis eine exokrine Insuffizienz. Bei nicht-alkoholischer Genese ist die Progression der exokrinen Insuffizienz langsamer.
Aber eine Insuffizienz, ganz ohne Bildmorphologische Zeichen, kennt die Schulmedizin eigentlich nicht.
Was auch wichtig ist, die Enzyme, das Kreon, immer schön zum Essen nehmen. Also über die Mahlzeit verteilt. Nicht vorher und nicht danach. Sonder währenddessen.
Gut, dem widerspreche ich nicht. Das was du dir angelesen hast ist dein Wissen.
Nichts desto trotz sagst du damit folgende drei Sachen aus :
1) der 13c Triglyceride Test sei falsch
Und
2) damit sind sämtliche Ärzte im israelitischen Krankenhaus Hamburg dumm, bzw. diagnostizieren falsch. Einschließlich dem Chef Arzt. Bei dem war ich in Behandlung. Denn bei mir wurde ein erhöhter Funktions Test festgestellt. Daraufhin dann die Aussage vom Arzt.
3)
Damit wird weiter assoziiert, dass sämtliche Patienten mit meiner Genese quasi eine falsche Diagnose bekommen, welche ins israelitische Krankenhaus kommen.
Verstehst du worauf ich hinaus will?
Und leider wird das hier im Thread verwechselt. Den hat ja jemand anders erstellt mit anderen Symptomen. Meine Symptome sind nach drei Monaten Abgeschlagenheit, Müdigkeit, jeden Morgen ab 5:00 Uhr breiiger Durchfall, schmieriger unverdauter Durchfall. Du darfst mir glauben, in der Beziehung wurde alles getestet was es gibt. Ob Blut, Stuhl, oder bildgebende Verfahren in sämtlichen Ausührungen..... unvertraegkichkeiten...und dann kam auf einmal das Ergebnis von dem Funktionstest mit der Bauchspeicheldrüse. Sag mir nicht die Symptome können nicht passen!? Startete alles nach einem Abend mit Alkohol....
------
Zu der Dosierung hilft mir das leider immer noch nicht.

Re: Problem der BSD?
Verfasst: 4. November 2017, 15:00
von Anonymus-003
1) der 13c Triglyceride Test sei falsch
Und
2) damit sind sämtliche Ärzte im israelitischen Krankenhaus Hamburg dumm, bzw. diagnostizieren falsch. Einschließlich dem Chef Arzt. Bei dem war ich in Behandlung. Denn bei mir wurde ein erhöhter Funktions Test festgestellt. Daraufhin dann die Aussage vom Arzt.
3)
Damit wird weiter assoziiert, dass sämtliche Patienten mit meiner Genese quasi eine falsche Diagnose bekommen, welche ins israelitische Krankenhaus kommen.
Ich maße mir nicht an, in keinster Weise, die Kompetenz eines Cefarztes in Frage zu stellen.
Fakt ist aber das Du oben schriebst:
der Arzt sagte ebenfalls, er wüsste nicht ob das helfen wird. Es kann auch sein dass diese Unterfunktion schon lange besteht und nicht der Grund für die Beschwerden ist.
Bei dem Punkt, -nicht der Grund für meine Beschwerden ist, bin ich sehr hellhörig. Denn das verstehe ich dann somit nicht!
Und es passt halt klar in das Bild, dass dieser Atemtest, eben nicht „klar aussagekräftig ist“, so wie ich es auch in vielen Studien gelesen habe!
Und wir wollen uns ja nichts vormachen. Wäre dieser Atemtest zielsicher, hätten in alle Kliniken, Bauch und Pankreaszentren schon längst in ihr Befundungsprogramm eingeführt. Ganz unabhängig vom Zeitaufwand. Wenn man einen Test zur Verfügung hätte, der klip und klar eine Pankreasinsuffizienz ohne jeden Zweifel diagnostiziert, wäre das ein großer Schritt in der Diagnostik der Pankreasinsuffizienz und somit würde man von allen anderen Verfahren Abstand nehmen! Wozu bräuchte man sie noch? Hat Dein Chefarzt hierzu eine Meinung?
Ich möchte auch nicht das israelische Krankenhaus schlecht reden. Es hat zweifellos einen guten Ruf.
Ich gehe auch nur von mir aus. Wenn ich solch eine Diagnose bekomme, egal wo sie gestellt wird, ticke ich so, dass ich mir eine zweite Meinung einhole. Insbesondere bei meiner Vorgeschichte, auf die es aber keinen Sinn macht hier weiter drauf einzugehen.
Re: Problem der BSD?
Verfasst: 4. November 2017, 17:09
von Marie3285
oh hier ist was los

ja, bitte nicht streiten. ich werde nicht blind nach HH fahren, ich beware schon die ruhe und sehe all eure antworten und hinweise mit dem nötigen abstand ohne mich gleich in irgendwas zu verennen

ich weiß das jeder am ende von dem überzeugt ist was er sich angelesen / erlebt hat und das es oftmals unterschiedliche meinungen gibt und natürlich auch unterschiedliche bilder... das ich in dem forum nicht DIE antwort auf meine fragen finde ist mir auch klar,
dennoch suche ich den austausch und das passt. alles gut

und ich finde es interessant von euch zu lesen. auch wenn es grad gar nicht mehr um mich in meinem thread ging
@MannohnePlan An Veritas Symptomen, lässt sich lesen, wie eine kranke Bauchspeicheldrüse arbeitet und welche Beschwerden sie wann verursacht. Diese pankreatitistypischen Symptome, sind genau so, in sämtlichen Fachlektüren beschrieben.
wo finde ich denn varitas symptome?
@stefanmeier ich nehme deine hinweise zu den UV tests auf jeden fall mit. dankeschön! mit der dossierung, wie ich es bisher gelesen habe musst du das nicht so genau nehmen, lieber etwas mehr als zu wenig. also schön aufrunden.
@angel Gut ist, das es tendenziell besser bei dir zu werden scheint!
ja das finde ich auch gut, auf jeden fall! das wirkt schon wie ein infekt der sich nur endlos zieht... trotzdem ...
die übelkeit morgens kann nicht mit dem essen zusammenhängen, die fängt vor dem frühstück an. das frühstück esse ich schon nur aus vernunft (wobei sich mein mitlerweile wenigstens normales müsli auch entwickelt hat, anfangs der beschwerden konnte ich grad mal etwas haferschleim trinken) und durchfall habe ich danach auch nicht, sondern davor diesen breiigen stuhl (der aber im moment auch geformt ist, nur halt sehr weich und gelbbraun). es ist auch nachts nichts sondern fängt erst in den frühen stunden an (gegen 6-7 stuhlgang, danach fängt die übelkeit an) ... nach dieser uhr wäre ja mit zwischen 5-6 der dickdarm genau der zeitpunkt für meinen stuhlgang. ich merke auch genau in der zeit das mein darm anfängt zu arbeiten.
varitas Übelkeit, Appetitlosigkeit und dass es in der Früh schlimmer ist klingt für mich auch nach dem Magen. Dass sie da nix gefunden haben ist sicher frustrierend. Ich würde mir an deiner Stelle eine zweite Meinung von meinem anderen Internisten holen und auch Unverträglichkeitstests machen.
das werde ich auf jeden fall ansprechen. muss ja eh auch noch erfragen was du proben ergaben. stuhlprobe würde ich dann ja auch gern zusätzlich abgeben (da wurde ja bisher nur pathogene keime usw. getestet) gegen nachmittag / abend hab ich dann eben blähungen, leichten blähbauch... auch wenn ich nichts wirklich blähendes esse. und dann halt früh diesen stuhlgang...
Re: Problem der BSD?
Verfasst: 4. November 2017, 17:26
von StefanMeier
Ist es normal, dass man von diesen Enzymen großes Magengrummeln, Pupsen und Hungergefühl wie Sodbrennen im Magen bekommt?
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Thema Dosierung: ich esse einen Joghurt der hat zum Beispiel 2,5 g Fett. Dazu müsste ich 5000 Kreon nehmen. Die gibt es aber nicht. Es kann doch nicht sein das ich dann gleich 10.000 einwerfen muss?????
Re: Problem der BSD?
Verfasst: 4. November 2017, 18:27
von veritas
@Marie
Die Übelkeit vor dem Frühstück ist ein ganz typisches Symptom für Gastritis. Das nennt man auch Nüchternschmerz, von dem einem schnell schlecht wird. Sobald man dann etwas Schonenendes isst und die Übelkeit dann schnell weggeht, liegt es daran, dass man etwas im Magen hat.
Du solltest mal länger beobachten, ob die Übelkeit immer stärker ist, sobald dein Magen nichts zu tun hat, das wäre dann ein sehr guter Hinweis für deine Ärzte.
Auch dass der Bauch gebläht ist, kann vom Magen kommen. Ich hab immer bei Gastritis einen kugelrunden Bauch. Bei mir entzündet sich der Magen gerne mal mit, darum kenn ich da die Symptome recht gut.
@Stefan
Wenn Kreon anschlägt, ist das einzige Anzeichen davon, dass dein Stuhl fester wird und evtl. weniger Blähungen.
Beim Kreon kannst du, wie gesagt, ohne Bedenken überdosieren. Selbst die zehnfache Menge ist total okay. Was der Körper nicht braucht, wird ausgeschieden. So als würdest du halt Vitamine oder sonstwas nehmen.
Re: Problem der BSD?
Verfasst: 4. November 2017, 19:12
von Anonymus-003
Ja, denn eine gesunde Bauchspeicheldrüse rechnet auch nicht filigran, wenn man bedenkt dass sie 2 - 3 Liter diesen sekrets täglich produziert. Dagegen sind die ein, zwei Kapseln zum Essen ein Witz.
Re: Problem der BSD?
Verfasst: 4. November 2017, 22:32
von Bene86
Ach, die allmorgendliche Übelkeit, wie gerne wäre ich sie auch los.

Bei mir ist mal wieder permanente Brei-Zeit, esse sehr wenig und nehme trotzdem zu wie eine Mast-Sau.
Schönes Wochenede euch allen

Re: Problem der BSD?
Verfasst: 5. November 2017, 05:56
von Marie3285
@varitas: hm, nur wurde Gastritis mit einer Spiegelung ausgeschlossen.
@bene: woher kommt deine morgendliche Übelkeit?
Re: Problem der BSD?
Verfasst: 5. November 2017, 06:18
von veritas
Es gibt ja nicht nur Gastritis, sondern auch andere Sachen, die den Magen betreffen. Ich kenn mich da nur nicht so gut aus. Ich denke halt, dass du so viele Symptome hast, die auf den Magen hinweisen, dass da etwas genauer hingeschaut werden sollte. Unverträglichkeiten wirken sich ja z.B. u.A. auch auf den Magen aus, da wären ein paar Tests sicherlich sinnvoll.
Wenn du einen guten Internisten hast, wird er das aber sowieso bei dir planen.
Du könntest ja auch ein Tagebuch beginnen, bei dem du alles hineinschreibst, was du wann isst und noch die Zeiten notierst, wann es dir besonders schlecht gegangen ist. Vielleicht auch bis zur Klärung wochenweise eine bestimmte Lebensmittelgruppe weglassen und schauen, ob es dann besser wird.
Selbst wenn sich dann kein bestimmtes Muster ergibt, ist das trotzdem sehr hilfreich für die Diagnosefindung.