Seite 3 von 4

Re: Total unsicher, bitte um Erfahrungstausch...

Verfasst: 2. Februar 2018, 13:44
von rivaldo
Das waren sicherlich unvergessliche 6 Wochen für Dich. Gott sei Dank war der Verlauf der Diagnose entsprechend für Dich gut ausgegangen.

Meine Situation macht mich insoweit stutzig das im Dez. 2016 durch CT die Bauchspeicheldrüse als einwandfrei beschrieben wurde und zwei Wochen später durch mein Gallen Sludge als stark vernarbt und echoreich geschallt wurde. Nunmehr nach einem Jahr alles unverändert wie Jan. 2017 aber weiterhin der Verdacht besteht.

Hoffe das ich bald schlauer bin!

Re: Total unsicher, bitte um Erfahrungstausch...

Verfasst: 2. Februar 2018, 18:19
von thphilipp
Also die Diagnose steht aus Bochum aus. Behandlung brauche ich zur Zeit noch nichts. Bis auf hier und da mal Ibuprofen wenns doch zu arg wird. Ich bin jetzt 47 und versuche erst noch normal weiterzuleben, so weit dies möglich ist.

Zur Zeit pagen mich allerdings ne Menge Symptome. Rückenschmerzen mal hier, mal da und Bauchschmerzen. Stuhlgang ist bisher normal, eher Verstopfung.

Re: Total unsicher, bitte um Erfahrungstausch...

Verfasst: 5. Februar 2018, 12:01
von rivaldo
Also gibt es keine Behandlung bei chron. Pankreatitis? Da habe ich aber was anderes gelesen. Bedeutet natürlich nicht das es so sein muß.

Kann nicht verstehen das man dann ohne Behandlung erst mal abwarten soll. Auf was soll man warten? Oder soll man mit den Symptomen weiterleben?

Ich habe ständig ein unwohles Gefühl im Bauch und Magen. Mal plagt mein MAgen mit Druckschmerzen und Blähbauch, mal der Unterbauch.

Morgen weiss ich wie meine Blutwerte Igg3 und ANA sind. Danach nächster Schritt Richtung Pankreas Zentrum.

Re: Total unsicher, bitte um Erfahrungstausch...

Verfasst: 5. Februar 2018, 12:17
von franky1900
Hallo,

es gibt definitiv keine heilende Behandlung. Symptombezogen natürlich schon. Das heißt, gegen Schmerzen bekommt man nach WHO Stufenplan, wenn notwendig. Ansonsten heißt es mit der Diagnose leben und wachsam auf Komplikationen sein, die eventuell auftreten können.

Wenn Du da etwas anderes gelesen hast, bin ich als Betroffener sehr sehr neugierig!

Re: Total unsicher, bitte um Erfahrungstausch...

Verfasst: 5. Februar 2018, 12:20
von rivaldo
Hallo Franky,

wachsam sein das ggfs. der Tumor kommen könnte und es dann zu spät für ein Eingriff ist?

Ich meine gelesen zu haben das durch eine OP und mit STands die Situation in Schacht gehalten werden kann. Weiterhin Gabe von Enzymen.
Wie alt bist Du ?

Re: Total unsicher, bitte um Erfahrungstausch...

Verfasst: 5. Februar 2018, 14:24
von veritas
Brrrr Stents sind nicht gerade angenehm, ich hab drei gehabt und bin froh dass ich jetzt keine mehr hab.

Re: Total unsicher, bitte um Erfahrungstausch...

Verfasst: 5. Februar 2018, 14:26
von franky1900
Hi,

ich bin 55. Achten auf Tumor ist richtig, auch wenn es sehr traurig ist, dass es meistens dann zu spät ist. Es gibt natürlich noch andere Komplikationen die auftreten können. Siehe Leitlinie lang.

Das mit den Stands und der OP ist auch richtig, das ist aber kein in Schacht halten, sondern auch nur Komplikationen behandeln. Für Stenosen o.ä. des Ganges oder der Papille. Trotzdem schreitet die "SCHEI.." Krankheit immer weiter. Ein in Schacht halten gibt es leider nicht!

Re: Total unsicher, bitte um Erfahrungstausch...

Verfasst: 5. Februar 2018, 16:03
von Dr Wegmann
Bei identifizierter chronischer Pankreatitis, empfehle ich Patienten alle 6 Monate eine Kontrolluntersuchung durchführen zu lassen. Die Endosonographie ist die beste Methode zur Begutachtung des Pankreas.
Somit wäre die Endosonographie die nächste mögliche Untersuchung. Insgesamt würde man aber auch nur Diagnostik machen, Behandlungskonsequenzen wären bis auf Pankreasenzymgabe bei möglicher Insuffizienz aber eher nicht zu erwarten.
Der Patient selbst, hat aber die Möglichkeit mit seiner Erkrankung leben zu lernen. Eine gesunde gutverdauliche Nahrung ist unumgänglich. Essen Sie viel Gemüse. Kochen Sie immer frisch und vermeiden Sie Zucker und Fertigprodukte. Eine Ernährungsberatung wäre hilfreich. Über einen Tumor, sollten Sie sich erst einmal keine Gedanken machen. Das ist ein völlig anderes Krankheitsbild. Auch die Lebenserwartung ist nicht verkürzt, solange Sie Acht auf sich geben. Diese gilt, „wenn überhaupt“, nur für stark zerstörte Organe.
MfG.

Re: Total unsicher, bitte um Erfahrungstausch...

Verfasst: 5. Februar 2018, 16:42
von rivaldo
Hallo Herr Dr. Wegmann,

vielen Dank für Ihr Feedback und die Tipps.

Das man erst mal nicht an ein Tumor denken sollte ich einfacher gesagt als tatsächlich umzusetzen. Die Gefahr an ein Tumor zu erkranken ist sicherlich durch eine chron. Pankreatitis erhöht.
Bei mir heißt es nunmehr seit Dez. 2016 und mit drei Sonos V.a. chron. Pankreatitis und bis dato hat sich mein Gesundheitsbild lt. Aufnahmen nicht verändert. Was mich persönlich unsicher macht und hier wiederhole ich mich sicherlich, ist die Tatsache das durch den Verdacht kein Arzt (bis heute) mir vorgeschlagen hat wie ich damit umgehen soll bzw. wie ich mich ernähren kann/soll.
Es wird geschrieben das das Risiko an ein Pankreaskarzinom mit chron. Pankreatitis zu erkranken definitiv höher ist. Kann eine chron. Pankreatitis lebenslang chron. bleiben?

Re: Total unsicher, bitte um Erfahrungstausch...

Verfasst: 5. Februar 2018, 18:27
von Dr Wegmann
Ob eine chronische Pankreatitis ein Leben lang chronisch bleibt, ist eine verzwickte Frage.
Eine Entzündung wird chronisch, wenn immer wiederkehrende Entzündungsabläufe in Gang sind.
Ich weiß nicht worauf Sie genau hinaus möchten? Wenn Zeichen einer chronischen Pankreatitis in der Bildgebung bereits ersichtlich sind, so wird es keine Heilung des bereits zerstörten Gewebes geben. Andererseits müssen nicht unbedingt weitere Entzündungsabläufe entstehen, sodass die Veränderungen auf dem erreichten Niveau zum Stillstand kommen.
Die Ursachen des Pankreaskarzinoms sind noch nicht ausreichend geklärt. Als gesicherter Faktor, gilt die chronische Pankreatitis. Da haben Sie schon Recht. Allerdings sicherlich nicht in dem Ausmaße, dass man sein Leben nicht leben sollte. Laut Statistik, gibt es jedes Jahr ca. 10 Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner. Und dass davon ca. 5 Personen eine chronische Pankreatitis haben, stelle ich persönlich stark in Frage. Um einen Vergleich zu nennen, wäre beispielsweise ein verdoppeltes Risiko, ein vergleichsweise geringes Risiko. Statt einem von 100 betroffenen, sind bei doppeltem Risiko zwei von 100 Personen betroffen. Zum Vergleich: Wenn Sie rauchen, haben Sie ein 15 - 20 % erhöhtes Risiko an Lungenkrebs zu sterben. Lesen Sie nicht zu viele Studien. Vertrauen Sie Ihren Ärzten und kontrollieren Sie regelmäßig. Mehr können Sie nicht tun. Psychologisch orientierte unterstützende Hilfe wäre sicherlich auch nicht verkehrt.
Alles gute für Sie.