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Re: Problem Bauchspeicheldrüse?
Verfasst: 18. November 2010, 16:21
von chrissi33
Hallo hortensie,
danke der Nachfrage.
Die Darmspiegelung am Montag war nicht besonders toll, besonders die Vorbereitung eben.
Leider habe ich das Abführmittel diesmal nicht gut vertragen, so dass ich nicht nur Durchfall ohne Ende hatte, sondern auch die ganze Nacht gebrochen habe. Dadurch war ich auch den nächsten Tag sehr geschwächt.
Rein optisch sah der Darm wohl gut aus, kein Anhalt auf einen Morbus Crohn, aber entscheidend ist ja wohl auch die Histologie. Wobei ich eigentlich nicht glaube, dass da was bei rauskommt. Ich glaube, das Problem liegt bei mir höher, also entweder im Dünndarm, oder eben schon vorher an der mangelhaften Aufschließung von Fett/Stärke.
Am Dienstag war ich dann auch noch in Bochum. Das hätte ich mir allerdings schenken können. Eigentlich wollte ich ja wissen, ob meine Probleme mit der Bauchspeicheldrüse zusammenhängen können. Der Prof. hat sich das MRT zwar angeschaut, meinte aber, da könne man nicht soviel drauf sehen. Und zur weiteren Diagnostik wäre ich bei ihm nicht an der richtigen Adresse - er wäre eben Chirurg und damit wäre ich bei ihm an der falschen Adresse (leider haben mir seine Sekretärinnen etwas anderes erzählt). Also keine Blutabnahme oder sonstige Untersuchung.
Jedenfalls habe ich jetzt erstmal keine Lust mehr auf Ärzte, brauche etwas Abstand.
Viele Grüße
Chrissi
Re: Problem Bauchspeicheldrüse?
Verfasst: 5. Dezember 2010, 13:32
von Dedl
Hallo alle zusammen!
Ich bin hier neu und hoffe ich bin hier richtig.
Ich bin 47 jahre und lebe auf Mallorca.Seit jahren hatte ich probleme mit dem Magen.Ich dachte immer das kommt vom Stress oder falsches essen.In diesem Jahr hatte ich sehr oft Magenprobleme.Im August war es dann so schlimm das ich in die Klink mußte.Dort wurde dann festgestellt das ich eine Entzündung an der Bauchspeicheldrüse habe.Ich durfte 5 wochen keine Nahrung zu mir nehmen und es wurde gesagt das es die Pankreas ist.Dann kam es zur Operation und man sagte mir das lebensgefahr besteht.Mir wurde die Galle und Gallensteine entfernt.dazu wurde 45% gewebe an der Bauchspeicheldrüse entfernt.
Jetzt bin ich wieder ok auch die abschlussuntersuchung war ok.
mir wurde jetzt gesagt das ich nicht 100% erwerbsfähig bin und es auch nicht mehr werde.Stimmt das und was kann ich machen?
Re: Problem Bauchspeicheldrüse?
Verfasst: 5. Dezember 2010, 20:08
von Reinhard
Hallo,
richtig bist du hier, allerdings ist Deine Sache zu wichtig, um nur ein "Anhängsel" in einem laufenden Thema zu sein.
Ich bitte Dich daher einen neuen Thread mit Deiner Fragestellung zu eröffnen. Für uns wäre von Interesse wo Du operiert wurdest. Lebst Du noch auf Mallorca, hast Du dort Stress??!. Bist Du nach der OP in ärztlicher Behandlung, wenn ja bei wem (Hausarzt, Facharzt). In Deutschland ? Wo dort ? (für Ratschläge bez. Behandeler, nicht aus Neugier)
Wir warten gespannt auf Deine Eröffnung des neuen Thread.
Bis dann
Reinhard
Re: Problem Bauchspeicheldrüse?
Verfasst: 5. März 2011, 16:15
von chrissi33
Hallo,
habe jetzt schon lange nicht mehr hier geschrieben. Leider sind meine Probleme nach wie vor präsent. Ich habe weiter Gewicht verloren, auf momentan nur noch 39 kg bei 1,70 m!, die Lipase- und Amylasewerte sind weiter gestiegen auf ca. das doppelte der Normwerte.
Es wurden nochmal Ultraschall, MRT und Endosono gemacht, Stuhl auf Elastase untersucht. Alles ohne Befund!
Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass die Bauchspeicheldrüse mit meinen Beschwerden zusammenhängt. Ich habe beim Essen besonders Probleme mit Stärke, Fett, habe starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels (sehr oft Unter- aber auch Überzuckerungen), und weiterhin sehr oft Oberbauch- und Rückenschmerzen, dazu oft nach dem Essen etwas wie eine "Schocksymptomatik" mit Blutdruckabfall, geröteten Händen, Gesicht, Schwindel...
Ich weiß nicht mehr weiter. Ich denke immernoch an eine Autoimmunpankreatitis, da ich mehrere Autoimmunkrankheiten (Hashimoto, Kollagenose, Myasthenie) habe.
Wer kennt sich denn mit Autoimmmunpankreatitis aus?
Bin derzeit im SSt. Josef Hospital in Bochum in der Rheumatologie, aber die scheinen auch wegen der unauffäligen Untersuchungen die BSP jetzt als abgeklärt zu sehen.
Liebe Grüße
Christiane
Re: Problem Bauchspeicheldrüse?
Verfasst: 5. März 2011, 21:08
von hortensie
Hallo Chrissi,
was empfiehlt dir denn Dr. M_ller, bzw. Frau Dr. Ja---n?
Kriegst du ein Basismedikament? Die Kollagenose ist doch schon gesichert oder?
Meintest du MRT oder ein MrcP wurden gemacht?
Warte den Befund ab und geh dann nochmal zu Prof. U_l.
LG Hortensie
Re: Problem Bauchspeicheldrüse?
Verfasst: 6. März 2011, 14:48
von chrissi33
Hallo hortensie,
anscheinend kennst Du die Klinik gut?
Die Ärzte streiten sich, ob die Kollagenose gesichert ist oder nicht. Ich nehme seit 6 Monaten Azathioprin und derzeit wieder recht viel Kortison (begonnen mit 100 mg, jetzt bei 50 mg/Tag).
Ich denke, es wird sich in den nächsten Tagen entscheiden, wie es weitergeht.
Es wurde ein MRT gemacht, kein MRCP. Wie gesagt, vor 1,5 Jahren hieß es im MRT unklar verplumpter Pankreasschwanz. Im jetzigen MRT war wohl alles unauffällig.
Dr. M_ller hat aber gesagt, es könne trotz unauffälliger Untersuchungen eine leichte chronische Entzündung der BSD vorliegen, deshalb die erhöhten BSD-Werte und meine Gewichtsabnahme.
Ich werde auf jeden Fall nochmal die Sache mit den Blutzuckerschwankungen und auch das teilweise Ansprechen auf Pankreasenzyme ansprechen.
Bei Prof. Uhl war ich vor ein paar Monaten in der Sprechstunde, hat mich aber nicht so überzeugt. Er sagt nur, die BSD müsste nicht operiert werden....das ist ja auch nicht meine Absicht. Aber das interessiert ihn wohl hauptsächlich als Chirurgen.
Viele Grüße
Chrissi
Re: Problem Bauchspeicheldrüse?
Verfasst: 23. Oktober 2014, 15:30
von GMK
Hallo Chriss,
Erstaunt bin ich. Ich habe endlich jemanden gefunden mit den gleiche Symptomen.
Ich bin schon ingesamt 4 x inder Nacht aufgewacht mit den schlimsten Schmerzen in Oberbauch, ziehend zum rucken. es fangt immer an nach eine Schwere Mahlzeit, oeder Alkohol. Und wie du sagsst, ich drinke auch kaum Alkohol. Ein halbes Glass wuerde aber auch reichen um wieder schmerzen ze bekommen. Den naechste Tag habe ich sehr viel und weiche, stinkende Stuhlen, Blaehungen. Ich merke seit zwei Jahr, dass meine Verdauung und Stuhlen sich geandert haben.
Mein MRT Befund zeigte ein verplumptes Pankreas (im Kauda abschnit). Weiter kein Entzundungszeichnen (kein Zysten,....)
Mein Laborwerte und Stuhlgangsprobe waren aber OK.
Ich bin jetzt verwirrt.
Mein Sono war aber auch unaufaellig (aber ein MRT is viel genauer)
Ich wiege 52 kg und bin 160 cm. Zu faet oeder zu mager bin ich nicht. Aber ich kann viel essen und nicht zunehmen.
Waren bei dir am Anfang Laborwerten auch OK? Und hast du zufaellig auch Mukovizidoze in der Familien?
Und wie geht es dir im Moment?
LG
Re: Problem Bauchspeicheldrüse?
Verfasst: 25. Oktober 2014, 15:51
von guddine
Hallo, bin hier ganz neu, weil ich selber seit geraumer Zeit sehr krank bin, nicht nur die Bauchspeicheldrüse. Es fing mit hohem Puls an, bei meiner Ärztin nach längerer Ruhe immer noch 112. Sie meinte einen Virusinfekt und entließ mich wieder. Das wurde dann immer schlimmer und immer eine Luftnot dabei. Ich ging zu einer Internistin, die untersuchte das Blut und ich hatte sehr hohe Enzündungszeichen, dann noch ein EkG in Ruhe (ergab nichts), Tage später dann noch ein Belastungs-EKG. Sie sagte, ich habe zwar ein paar Extrasxstolen und manchmal Puls bis 140 aber sonst wär alles o.k.. Die Luftnot nahm immer mehr zu, sie schickte
mich zum Kardiologen. Da wurde ein Ultraschall vom Herzen gemacht, etwas Rest vom Pericarderguss (Wasser) aber sonst nichts auffälliges. Ich bekam dann wieder
ein Langzeit-EKG, welches viele Sinus-Tachycardien anzeigte teilweise in der Nacht bis 150. Er schickte mich zur Lungenfachärztin. Mittlerweile war schon die Lunge
beim radiologen privat von mir geröngt worden, wegen hausärztlichem Verdacht auf Lungenentzündung. Die meinte das könnte ein Infekt sein, und gab mir viel Cortison und Antibiotika. Es dauerte eine Woche bis ich besser Luft bekam, die Schwäche nahm aber zu und ich fühlte mich schlechter. Trotzdem hatte ich teilweise
immer auch in Ruhe diesen hohen Puls und die Atmung wie ein Fisch. Die Enzündungszeichen waren immer noch sehr hoch. Die Internistin sagte, wir haben jetzt alles
untersucht und mehr können wir nicht tun. Meine Hausärztin schickte mich dann am Freitag zu einem Ultraschall der Spezielleren Form und dort sah der Arzt, dass
ich mehrere Entzündungen der Bauchspeicheldrüse mitgemacht habe im vergangenen Jahr: Zysten im Schwanz und im Kopf, aber Normalgrösse.Er meinte ich habe eine
Enzündung durchgemacht. Ich weiss nicht so recht. Ich habe seit drei Tagen solche Druckschmerzen im Mittelbauch nach links ziehend und in den Rücken, vertrage seit 2 Wochen nur noch Kartoffelsuppe, seit vorgestern nur noch Kamillentee. Ich hatte beim letzten Blutbild etwas weniger Enzündungszeichen, dafür erniedrigte
Lipase. Ich hatte vor dem Ultraschall von einer Heilpraktikerin meinen Urin untersuchen lassen, die mir bestätigte, dass ich einen mittleren bis schweren Gallestau
habe, dieses habe ich schon immer gedacht.
Hatte 1989 schon einmal eine Pankreatitis die dann aber nach einer Gallen-OP total ausgeheilt ist. Bei mir waren damals nur die Amylase erhöht. Es ist leider nicht immer typisch beim Menschen vom Verlauf her.
Ich weiss gar nicht was ich machen soll, habe so gar kein Vertrauen mehr, ist es jetzt akut wegen der Tachykardie?
Ich würde an Deiner Stelle zu Professor Uhl, sollte letztes Jahr dort aufgenommen werden, leider war ich immer krank, dass ich nicht die Termine einhalten konnte,
ich bin behindert und alles ist schwierig.Ich lebe in Hannover und alles nicht so toll mit den Ärzten.
Ganz lieben Gruss Guddine
Re: Problem Bauchspeicheldrüse?
Verfasst: 5. November 2014, 19:21
von Eckert
Hallo Guddine
Deine Schilderungen kommen mir bekannt vor und decken sich ungefähr mit meinen Symtomen vor zwei Jahren.#
Ich würde Dir empfehlen ein ERCP zu machen, bei mir haben die Lipase werte auch sehr geschwankt.
Ursache war letzt endlich eine Verengung im gemeinsamen Ausgang von Galle und BSD dort wurde ein Stant eingesetzt.
Danach konnte ich wieder mit Appetit essen, vorher ging nichts mehr, es wurde fast täglich schlechter mit dem Essen, konnte zuletzt nicht mal mehr Essen riechen dann wurde mir übel.
Hebe in der Zeit in 6 Wiochen 32 Kg abgenommen, und wurde in einer Rehaklinik wieder aufgepeppelt.
Ich hatte durch den Ausfall der BSD auch Fettstuhl und habe ca. ein 3/4 Jahr Kreon nemen müssen.
Zur Zeit und hoffentlich weiterhin geht es mir gut.
Ich hoffe Dir geht es auch bald wieder besser.
Gruß Uwe