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Re: V.a. Malignität

Verfasst: 28. März 2016, 00:35
von Maedi89
Hallo Kaba,

vielen Dank für deine Antwort.
Ich dachte schon mein Post geht ungesehen unter.

Ja die Ärzte vermuten auch ein Rezidiv. Der TM ist wieder ein bisschen gestiegen (+20) innerhalb einer Woche. Ob das relevant ist weiß ich jetzt auch nicht.

Ich hatte damals im pathologischen Befund ja schon gelesen, dass am Resektionsrand mittel bis schwere Dysplasien sind. Im Falle des Adenoepithels müsste das ein Adenoca in situ sein. Und womöglich ist im Restpankreas das eben auch der Fall sein.

Könnte doch also gut möglich sein, dass diese Läsion invasiv wurde oder?

Der Onkologe und Hausarzt meinten aber, daß es vermutlich zu "früh" ist um etwas zu erkennen und denken, dass beim MRT nichts zu sehen sein wird.
In dem Fall müsste man dann einfach nochmal operieren.

Haltet ihr das für sinnvoll?

Liebe Grüße

Liebe Grüße

Re: V.a. Malignität

Verfasst: 28. März 2016, 07:32
von Kaba18
Die erste op bei uns im Mai 2013 war auch eine whipple Operation, nach gemcitabine Unverträglichkeit kam sehr schnell das rezidiv, nur wenige Monate danach. Sinnvoll ist eine zweite Operation nur dann wenn noch nichts gestreut hat. Bei uns war es so dass bei der zweiten Operation Anfang März 2014) die gesamte Bauchspeicheldrüse entfernt wurde (war zum Glück möglich! ) dadurch ist man zwar voller Diabetiker aber damit wird man gut fertig! Wirklich gut! Wenn ihr die Chance bekommen solltet- raus damit!!!! Ich weiß jetzt nicht wo ihr wohnt aber als Operateur kann ich nur wärmstens Prof. Bektas von der Mhh Hannover empfehlen. Ist bei uns auch nicht um die Ecke aber der weg hat sich gelohnt! Die erste whipple op hat 3,5 Stunden (normalerweise doppelt so lange) gedauert, die zweite nur 2,5. Er ist eine absolute Sensation was diese Operationen angeht, macht das mehrfach (!!) die Woche! Alles Liebe zu euch! Wenn du Fragen hast melde dich!

Re: V.a. Malignität

Verfasst: 28. März 2016, 14:32
von Karl-Josef
Hallo Maedi,

ich hatte in den ersten 4 Jahren nach der Whipple OP mehrmals Entzündungen, da war der TM CA 19-9 jedes Mal
bis 190 gestiegen.
Nach 7-10 Tagen Antibioitikum war der Wert wieder im Normalbereich.

Jetzt schon 3 Jahre keine Entzündungen mehr gehabt.

Alles Gute und Gruß

Karl-Josef

Re: V.a. Malignität

Verfasst: 29. März 2016, 16:02
von Leopold
Hallo Maedi89,

nachdem ich mir den bisherigen Dialog aufmerksam durchgelesen habe, muss ich mich mit einer positiven Aussage melden. Ich hatte meine Whipple-OP am 22.09.2014. Ausgeführt wurde eine partielle Duodenopankreatektomie mit Teilresektion des Magens und simultaner Cholezystektomie. Bei 31 untersuchten Lympfknoten lag Gott sei Dank keinerlei Befund vor, so dass mir eine Chemo erspart geblieben ist.

Nach 16 Tagen Krankenhausaufenthalt konnte ich schmerzfrei nach Hause gehen. Selbstverständlich kam es in den Wochen danach aufgrund der notwenden Kreon-Einnahme zu einigen Darmproblemen. Aber das hat sich alles gelegt. Ich habe vor jedem Essen so genau wie möglich berechnet, welche Keon-Menge ich einnehmen musse und die Reaktionen über insgesamt
6 Wochen exakt aufgezeichnet. Heute habe ich höchstens ein Mal im Monat Darmschwierigkeiten, wenn mir ein Rechenfehler unterlaufen ist.

Zwischenzeitlich wurde mir auch noch ein kleinzelliges Nierenzell-CA linksseitig und die Prostata entfernt.

Mit Disziplin und dem absolutem Willen, der Statistik ein Schnippchen zu schlagen, kann man dies alles gut überleben. Zwischenzeitlich habe ich über 10 kg zugenommen und muss jetzt langsam die Bremse einschalten.

Re: V.a. Malignität

Verfasst: 30. März 2016, 07:35
von Maedi89
Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Antworten!

Lieber Leopold, toll, dass es so gute Verläufe gibt. Ich hoffe, es bleibt so bei dir, aber du klingst so stark und positiv. :-)

Lieber Karl- Josef,

leider sind Entzündungen so ziemlich ausgeschlossen. Daher wird das auch nicht der Grund für den erhöhten Tumormarker sein.

Liebe Kaba,

wie wurde denn letztendlich daß Rezidiv bei deinem Mann festgestellt?
Uns machen die Ärzte keine große Hoffnung, dass das MRT Aufschluss geben wird.
Sie meinten, dann muss man halt so wieder aufmachen.
Was soll das bedeuten? Auf gut Glück oder was?! Da sie eh einen Narbenbruch hat und nochmals operiert werden muss, wollen sie vielleicht die Gelegenheit nutzen?!
Keine Ahnung. Die Ärzte lassen eh zu wenig raus. Bisher wurden keine Metastasen gefunden bei ihr.
Aber ein Thorax Röntgen fehlt noch.

Denkst du erfahrungsgemäß, dass diese Rückenschmerzen bzw Bauchschmerzen tatsächlich von einem Rezidiv bzw möglichen Metastasen kommen können, aber diese Läsionen so klein sind oder sein können, dass sie nich nicht sichtbar gemacht werden können?

Das mit der Klinik in Hannover klingt wirklich super und werden wir im Falle eines Falles auf jeden Fall in Erwägung ziehen. Vielleicht können wir uns nach dem MRT dort vorstellen.

Wie geht's es deinem Mann heute?

Liebe Grüße an euch alle! :-)

Re: V.a. Malignität

Verfasst: 30. März 2016, 13:52
von Maedi89
Ach ich möchte noch hinzufügen:

Es war von Anfang an klar, dass meine Mutter noch eine IPMN in einem Seitenast des Pankreas hat.
Bei der Whipple haben sie aber entschieden, dass sie deshalb nicht die ganze Bauchspeicheldrüse rausmachen wollen.

Was ist, wenn genau diese IPMN jetzt entartet ist???

Wäre interessant zu wissen, ob eine andere Klinik alles entfernt hätte.

Oder macht das Sinn?

Re: V.a. Malignität

Verfasst: 31. März 2016, 18:31
von Maedi89
Aktualisiere.... der Tumormarker hat sich jetzt innerhalb von 2 Wochen mehr als verdoppelt. Was soll das bedeuten?! Mir ist ganz schlecht....

Re: V.a. Malignität

Verfasst: 1. April 2016, 07:28
von Kaba18
Hmm... ich würde dringend ein ct / mrt machen lassen. Im Ultraschall sieht man nicht genug, gerade bei Voroperationen. Bitte schieb das an! Welche Marker wurden genau abgenommen? Wichtig sind immer Ca 19/9 und CEA. Lass von dir hören! Ich drück die Daumen. ..!!!

Re: V.a. Malignität

Verfasst: 1. April 2016, 08:08
von Maedi89
Hallo,

ja genau der TM Ca19/9 hat sich jetzt innerhalb 2 Wochen mehr als verdoppelt. Der Internist hat ihn bestimmen lassen. Meinte auch, dass es dringend wäre, dass sie ins MRT kommt. Aber der Hausarzt tut dumm. Verstehe nicht, was der unter Tumornachsorge versteht. Zumal es ja nicht nur der erhöhte TM ist, sondern sie ja Schmerzen hat. Und seit neustem Wasser in den Beinen.
Scheint den Hausarzt nicht zu interessieren. Und der Onkologe ist im Urlaub.
Klasse!