der link aus dem Ärzteblatt ist sehr aufschlußreich.
Ich kämpfe mit dem Problem Pankreas schon mitlerweile seit 1994, damals hat die Scheiße bei mir angefangen, starker Gewichtsverlust( 16 kg)in drei Monaten!, Oberbauchschmerzen, Durchfall usw. , Diagnose: psyschosomatisch, Neurose und solcher Mist.
1999 hat man mir über ERCP einen Stein aus dem Gallengang entfernt, der 5 Jahre nicht entdeckt worden ist, trotz umfangeicher Untersuchungen, leider hat man die Elastase erst kurz vor dem ERCP erstmallig untersucht( viel zu spät) und eine starke Insuffiziens festgestellt, ich habe in dieser Zeit sehr gelitten, man hat mich für psychisch krank erklärt, bin von Arzt zu Arzt gelaufen und war in drei Krankenhäusern, niemand hat meine Beschwerden für ernst genommen, darüber bin ich sehr wütend, habe aber viel gelernt wie unser Gesundheitssystem funktioniert
Seit dem gehen die Schmerzen nicht mehr weg und ich nehme Opiade damit das Leben überhaupt lebenswert ist, es gibt Phasen, wo die Schmerzen stärker sind, diese gehen manchmal Tage, Wochen aber auch Monate, meist ausgelöst über das Essen, aber auch denke ich durch körperliche Anstrengung, manchmal find ich keine Ursache, vielleicht Streß oder so. Manchmal bin ich so weit, das ich gar nichts mehr essen möchte.
Irgendwann habe ich mich von diesen Schüben immer wieder erholt, aber es braucht immer Gedult, manchmal mache ich mir Sorgen, wenn es lange dauert und nicht enden möchte, es zerrt ungemein an den Nerven, man wird deppressiv usw.
Die Elastase ist immer extrem erniedrigt, ein Diabetes hat sich 2010 eingestellt, nehme aber keine Medikamente, konnte über eine Ernährungsumstellung und Bewegung die Sache aufhalten, darüber bin ich natürlich froh.
Eine chron. idiopatische Pankreatitis steht als Diagnose zu Buche, mal sehen wie alles weitergeht, ich beobachte, das die Beschwerden über die Jahre zunehmen und ich muß mein ganzes Leben dieser Krankheit unterordnen und kann euch gut verstehen mit euren Problemen und Beschwerden, besonders wenn man nicht für ernst genommen wird.
Pankreas ist ein sehr komplexes Krankheitsbild, obwohl sich in den letzten Jahren viel getan hat gibt es noch vieles worüber man keine Kenntnis hat, auch die bildgebenden Verfahren haben Fehlerquellen und sind nicht 100%.Leider gibt kein Arzt das zu, leider, obwohl es sehr erlich wäre.
Bezüglich einer OP ist man sich bei mir nicht einig, 50% Erfolgsquote sind mir zu wenig, eine OP am Pankreas ist sehr gefährlich und es kann schnell zu komplikationen kommen, aber wenn die Schmerzen evtl. nicht mehr beherschbar sind, werde ich mich wohl darauf einlassen müßen.
Ich bin froh und muß mich kümmern, das ich ärztlich betreut werde, im Pankreaszentrum macht man das nicht, dort darf ich nur hinkommen, wenn ich operiert werden will, das sagt mal wieder alles.
Schönen Abend noch und liebe Grüße
von Andi
Das sollte mal ein kleiner Langzeitbericht sein, sicher ist das bestimmt bei jedem anders im Verlauf.