Re: Benötige mal Hilfe in Sachen Bauchspeicheldrüse
Verfasst: 19. Juli 2019, 13:29
Ich kann deine Unsicherheit verstehen, aber versuch mal rational an die Sache zu gehen.
Jedes Jahr melden sich hier mindestens 50 Personen in diesem Forum an, die zwischen 20 bis 40 sind und gehen davon aus, dass sie Pankreaskrebs haben,
häufig wegen recht ähnlicher Symptome wie du. Davon haben im Nachhinein vlt 15 % tatsächlich pathologisch etwas mit dem Pankreas (bestätigt per Bildgebung, erniedrigter Elastase oder anderer Laborwerte).
Der Großteil findet aber keine Erklärung für die Beschwerden, oder wenn welche gefunden werden dann häufig auf Grund anderer Organsysteme, Gallengries z.B., oder eine Dünndarmfehlbesiedlung, oder Morbus Crohn, Gastritis usw.
Lies dir einfach die zahlreichen Threads hier durch, du wirst schnell feststellen das du mit deiner Angst nicht alleine bist.
Manche Forenuser gehen der Art pathologisch an die Sache ran, dass sie seit Jahren davon ausgehen, Pankreaskrebs zu haben, was realistisch betrachtet einfach nicht möglich ist!
Der Krebs heißt ja nicht umsonst die "One-Season" Krankheit, eben weil die meisten Betroffenen spätestens 3/4 Jahr nach Diagnose gestorben sind.
Du hast selbst geschrieben das du 31 bist.
Pro Jahr erkranken in ganz Deutschland (82 Millionen), vielleicht maximal 10 Personen in dieser Altersklasse an Pankreaskrebs.
Also in unserer Altersklasse hat Pankreaskrebs quasi rein statistisch gesehen fast keine Relevanz.
Ich will nicht sagen, dass es nicht auch Junge betroffene gibt. Hier im Forum schreiben ja auch einige was dazu.
Häufig handelt es sich hier dann aber eben um Neuroendokrine Tumore (Insulinome, Gastrinome etc.).
Auch schlimm, aber teilweise wesentlich besser behandelbar, als ein Pankreaskarzinom.
Viele junge Betroffene sind genetisch prädisponiert (hereditäre Pankreatitis oder genetische Fehlbildungen die zu einer erhöhten Inzidenz führen).
Gehen wir mal dein Gedankenexperiment weiter und du bist jetzt einer der 1 bis 10 Betroffenen in deiner Altersklasse den das Schicksal ereilt hat.
Nüchtern betrachtet, haben die meisten Betroffenen eben keine Beschwerden, wenn es rechtzeitig entdeckt wird ist es fast immer ein Zufallsbefund (Beispiel Sportverletzung und MRT oder Vorsorgeuntersuchung).
Die Betroffenen die Symptome schildern sind häufig:
-Neu aufgetretene Diabetes und extrem überschiesende Zuckerspiegel
-Extremer Gewichtsverlust
-Neu aufgetretene Akute Pankreatitis
-Gelbfärbung der Augen oder Haut
Wenn einer dieser Beschwerden zutrifft, wird der Krebs häufig eben doch recht schnell gefunden.
Ein MRCP ist doch genau dafür ausgelegt, Strikturen darzustellen, den fast alle Karzinome gehen von den Hauptgängen aus.
Bei deinem MRCP, welches du bekommen hast, wurde überhaupt nichts auffälliges gesehen.
MRCPs sind fast zu 90 % spezifisch so einen Krebs auszuschließen oder festzustellen.
Besser ist nur eine Endosonographie, aber die ist stark Untersucherabhängig. Hier kannst du das Gewebe quasi fast mikroskopisch analyisieren.
Aber der Abstand zum MRCP ist zu vernachlässigen.
Endosonographien sind eher interessant, um festzustellen, was für eine Art von Gewebeveränderung vorliegt.
Fassen wir also zusammen:
-Dein Alter spricht statistisch gesehen komplett dagegen
-Bei den bisherigen Untersuchungen wurde auch nicht Ansatzweise etwas festgestellt, welches Rückschlüsse auf eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse bietet
-Du scheinst stark von den Gedanken vereinnahmt zu sein, dass du an ein Pankreaskarzinom leidest, dass verhindert aber den Blick auf andere Differentialdiagnosen
-Hättest du bei den Beschwerden die du schilderst, ein Panrkeaskarzinom, wärst du zum jetzigen Zeitpunkt sowieso nicht mehr zu retten *Ironie-Modus aus
Geschichten wie deine habe ich hier schon hunderte Male gelesen, ich weiß genau wie du dich gerade fühlst, vor nichtmal einem Jahr war ich Gedanklich genauso stark in der Pankreaskarzinom-Angst-Modus wie du jetzt gerade.
Aber ich lag (zum Glück) komplett daneben.
Im Nachhinein wirst du dich ärgern, dass du dich Gedanklich nicht schon früher deinen Fokus umgelenkt hast.
Mark my words - in einem halben bis einem Jahr wirst du die Sache (hoffentlich) nochmal komplett anders sehen.
Bis dahin, such dir einen guten Gastro/erfahrenen Internisten.
Fang an selbst tätig zu werden, liess Studien, schau dir meinen Sammelthread an und versuch aktiv was zu unternehmen um dich aus der Situation zu befreien.
Als erstes sollte die Angst dran sein!
Jedes Jahr melden sich hier mindestens 50 Personen in diesem Forum an, die zwischen 20 bis 40 sind und gehen davon aus, dass sie Pankreaskrebs haben,
häufig wegen recht ähnlicher Symptome wie du. Davon haben im Nachhinein vlt 15 % tatsächlich pathologisch etwas mit dem Pankreas (bestätigt per Bildgebung, erniedrigter Elastase oder anderer Laborwerte).
Der Großteil findet aber keine Erklärung für die Beschwerden, oder wenn welche gefunden werden dann häufig auf Grund anderer Organsysteme, Gallengries z.B., oder eine Dünndarmfehlbesiedlung, oder Morbus Crohn, Gastritis usw.
Lies dir einfach die zahlreichen Threads hier durch, du wirst schnell feststellen das du mit deiner Angst nicht alleine bist.
Manche Forenuser gehen der Art pathologisch an die Sache ran, dass sie seit Jahren davon ausgehen, Pankreaskrebs zu haben, was realistisch betrachtet einfach nicht möglich ist!
Der Krebs heißt ja nicht umsonst die "One-Season" Krankheit, eben weil die meisten Betroffenen spätestens 3/4 Jahr nach Diagnose gestorben sind.
Du hast selbst geschrieben das du 31 bist.
Pro Jahr erkranken in ganz Deutschland (82 Millionen), vielleicht maximal 10 Personen in dieser Altersklasse an Pankreaskrebs.
Also in unserer Altersklasse hat Pankreaskrebs quasi rein statistisch gesehen fast keine Relevanz.
Ich will nicht sagen, dass es nicht auch Junge betroffene gibt. Hier im Forum schreiben ja auch einige was dazu.
Häufig handelt es sich hier dann aber eben um Neuroendokrine Tumore (Insulinome, Gastrinome etc.).
Auch schlimm, aber teilweise wesentlich besser behandelbar, als ein Pankreaskarzinom.
Viele junge Betroffene sind genetisch prädisponiert (hereditäre Pankreatitis oder genetische Fehlbildungen die zu einer erhöhten Inzidenz führen).
Gehen wir mal dein Gedankenexperiment weiter und du bist jetzt einer der 1 bis 10 Betroffenen in deiner Altersklasse den das Schicksal ereilt hat.
Nüchtern betrachtet, haben die meisten Betroffenen eben keine Beschwerden, wenn es rechtzeitig entdeckt wird ist es fast immer ein Zufallsbefund (Beispiel Sportverletzung und MRT oder Vorsorgeuntersuchung).
Die Betroffenen die Symptome schildern sind häufig:
-Neu aufgetretene Diabetes und extrem überschiesende Zuckerspiegel
-Extremer Gewichtsverlust
-Neu aufgetretene Akute Pankreatitis
-Gelbfärbung der Augen oder Haut
Wenn einer dieser Beschwerden zutrifft, wird der Krebs häufig eben doch recht schnell gefunden.
Ein MRCP ist doch genau dafür ausgelegt, Strikturen darzustellen, den fast alle Karzinome gehen von den Hauptgängen aus.
Bei deinem MRCP, welches du bekommen hast, wurde überhaupt nichts auffälliges gesehen.
MRCPs sind fast zu 90 % spezifisch so einen Krebs auszuschließen oder festzustellen.
Besser ist nur eine Endosonographie, aber die ist stark Untersucherabhängig. Hier kannst du das Gewebe quasi fast mikroskopisch analyisieren.
Aber der Abstand zum MRCP ist zu vernachlässigen.
Endosonographien sind eher interessant, um festzustellen, was für eine Art von Gewebeveränderung vorliegt.
Fassen wir also zusammen:
-Dein Alter spricht statistisch gesehen komplett dagegen
-Bei den bisherigen Untersuchungen wurde auch nicht Ansatzweise etwas festgestellt, welches Rückschlüsse auf eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse bietet
-Du scheinst stark von den Gedanken vereinnahmt zu sein, dass du an ein Pankreaskarzinom leidest, dass verhindert aber den Blick auf andere Differentialdiagnosen
-Hättest du bei den Beschwerden die du schilderst, ein Panrkeaskarzinom, wärst du zum jetzigen Zeitpunkt sowieso nicht mehr zu retten *Ironie-Modus aus
Geschichten wie deine habe ich hier schon hunderte Male gelesen, ich weiß genau wie du dich gerade fühlst, vor nichtmal einem Jahr war ich Gedanklich genauso stark in der Pankreaskarzinom-Angst-Modus wie du jetzt gerade.
Aber ich lag (zum Glück) komplett daneben.
Im Nachhinein wirst du dich ärgern, dass du dich Gedanklich nicht schon früher deinen Fokus umgelenkt hast.
Mark my words - in einem halben bis einem Jahr wirst du die Sache (hoffentlich) nochmal komplett anders sehen.
Bis dahin, such dir einen guten Gastro/erfahrenen Internisten.
Fang an selbst tätig zu werden, liess Studien, schau dir meinen Sammelthread an und versuch aktiv was zu unternehmen um dich aus der Situation zu befreien.
Als erstes sollte die Angst dran sein!