thphilipp hat geschrieben:Leider nein. Die Ärzte alles so junge Assistenzärzte kamen mir alle nicht geheuer vor, tut mir leid.
Ich denke das würde Euch allen etwas komisch vorkommen, Symptome da, Schmerzen da, sogar jetzt durchgehend mit Rückenschmerzen und nun soll der Pankreas sich verbessert haben? Keine Gangeinziehungen mehr ? Wo sind diese hin?
Keine Fibrose mehr im Kopf und vermehrte Lobulierung im Rest der Drüse? Wo sind diese hin?
Schau mal hier habe ich Interessante Artikel in div. Ärtzezeitungen gefunden:
Chronische BSD:
Die meisten Patienten leiden unter episodischen Bauchschmerzen. 10–15% haben keine Schmerzen, sondern eine Malabsorption. Der Schmerz ist epigastrisch, schwer und für mehrere Stunden oder mehrere Tage anhaltend. Die Schmerzepisoden lassen spontan nach 6–10 Jahren nach, weil die Azinuszellen, die die pankreatischen Verdauungsenzyme sezernieren, zunehmend zerstört werden. Wenn Lipase- und Proteasesekretion bis auf < 10% des Normalen reduziert sind, entwickelt der Patient eine Steatorrhö und setzt fettigen Stuhl oder sogar Öltropfen ab und es besteht eine Kreatorrhö (das Vorhandensein von unverdauten Muskelfasern im Stuhl). Zu diesem Zeitpunkt können auch Symptome einer Glukoseintoleranz auftreten.
Ähnlich wie bei der akuten Pankreatitis kann der pathogenetische Mechanismus in einer Gangverlegung durch Proteinpfröpfe bestehen. Die Proteinpfröpfe werden durch eine exzessive Sekretion von Glykoprotein-2 oder einen Mangel an Lithostatin, einem Protein im Pankreassaft, das Kalziumpräzipitation verhindert, verursacht. Bei chronischer Verlegung persistiert die Entzündung und führt zur Fibrose und zu Veränderungen des Ganges im Sinne von Dilatationen und Strikturen, die auch kalzifizieren können. Eine Nervenscheidenhypotrophie und eine perineurale Entzündung können zur Entstehung chronischer Schmerzen beitragen.
Nach mehreren Jahren führt die fortschreitende Fibrose zu einem Verlust der exokrinen und endokrinen Funktion. Es entsteht bei 20–30% der Patienten innerhalb von 10–15 Jahren ein Diabetes mellitus.
Die Diagnose kann erschwert sein, weil Amylase und Lipase im Serum aufgrund des ausgeprägten Verlustes der Pankeasfunktion oft normal sind. Bei einem Patienten mit typischer Vorgeschichte eines Alkoholabusus und rezidivierenden Episoden einer akuten Pankreatitis kann der Nachweis von Kalk im Pankreas auf der Abdomenübersichtsaufnahme ausreichend sein. Allerdings treten solche Kalzifikationen typischerweise in späteren Stadien der Krankheit auf und sind auch dann nur bei ca. 30% der Patienten sichtbar. Bei Patienten ohne typische Vorgeschichte muss das Vorliegen eines Pankreastumors als Ursache der Schmerzsymptomatik ausgeschlossen werden: es wird eine Abdomen-CT empfohlen. Die CT kann Kalzifikationen und andere pathologische Befunde am Pankreas (z. B. Pseudozysten oder erweiterte Gänge) zeigen, kann aber in frühen Stadien der Krankheit auch normal sein. Die MRCP wird heute häufig zur Diagnose eingesetzt, sie kann Raumforderungen im Pankreas aufdecken und bietet eine bessere Visualisierung von Gangveränderungen bei chronischer Pankreatitis.
Weitere Untersuchungsverfahren bei Patienten mit normaler CT sind eine ERCP, eine Endosonographie und der Sekretin-Pankreozymin-Test. Diese Testverfahren sind sehr sensitiv, allerdings kann die ERCP bei ca. 5% der Patienten eine akute Pankreatitis auslösen.
In den späten Stadien der Krankheit werden die Testverfahren zum Erkennen einer exokrinen Pankreasfunktionsstörung pathologisch. Ein 72-h-Test zum Nachweis von Fett im Stuhl ist diagnostisch für das Vorliegen einer Steatorrhö, kann aber nicht deren Ursache erfassen. Beim Sekretintest wird zur Analyse Pankreassaft über eine Duodenalsonde gesammelt, dieser Test ist allerdings nur in einigen Zentren verfügbar. Trypsinogen im Serum sowie Chymotrypsin und Elastase im Stuhl können vermindert sein. Beim Bentiromid- und beim Pankreolauryltest werden Substanzen oral verabreicht und anschließend der Urin auf durch Pankreasenzyme gebildete Spaltprodukte dieser Substanzen untersucht. Im Frühstadium der Krankheit sind diese exokrinen Testverfahren weniger sensitiv als die ERCP oder die Endosonographie.