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Bauchspeicheldrüsenkrebs, nun Chemotherapie?
Verfasst: 24. Februar 2012, 14:58
von Holzwurm
2004 magenerhaltende Wippel- OP, im Januar 2012 sollte die verdickte Naht Dünndarmschlinge / Rest- Pankreas neu angesetzt werden. Leider kam es anders: hinter der Verdickung war ein Karzinom, 3 von 26 entfernten Lymphknoten waren mit Metastasen, koml. Entfernung der BS, Milz und li. Nebeniere.
Als nächstes steht nun die Chemotherapie an. Habe darüber viel im Internet gelesen und bin etwas verunsichert was den Nutzen in meinen Fall anbelangt. Es wird geschrieben, daß eine Lebensverlängerung nicht zu erwarten ist, lediglich die "Begleitumstände" würden sich verbessern.
Wer hat da Erfahrung?
Re: Bauchspeicheldrüsenkrebs, nun Chemotherapie?
Verfasst: 28. Februar 2012, 12:15
von Norbert
Hallo,
hast du denn auch Metastasen? Wenn nicht, macht eine Chemotherapie auf jeden Fall Sinn. Um die noch vorhandenen Krebszellen zu "erwischen".
Handelt es sich aber um eine palliative Chemo, ist das eine individuelle Entscheidung, wo man sich Fragen sollte, was will ich damit erreichen, will ich die Nebenwirkungen auf mich nehmen, oder eine bewusste Lebensverkürzung in Kauf nehmen und auf die Chemo verzichten.
Diese Entscheidungen sind von Pat. zu Pat. verschieden.
Aber erst mal Kämpfen lohnt sich bestimmt.
Alles Gute
Norbert
Re: Bauchspeicheldrüsenkrebs, nun Chemotherapie?
Verfasst: 3. März 2012, 09:19
von Holzwurm
Hallo,
danke für Deine Antwort.
Ja, ich hatte auch Metastasen in 3 von 26 entfernten Lymphknoten .
Dann kann die Chemo doch nur zur Sicherheit angewendet werden um evtl. vorhndene Krebszellen zu eleminieren.
Da damit auch einige unangenehme Begleiterscheinigungen verbunden sind, ist das eine Sache der Abwägung.
Würde gern von Betroffenen wissen, wie ihre Erfahrungen da sind.
Re: Bauchspeicheldrüsenkrebs, nun Chemotherapie?
Verfasst: 3. März 2012, 10:54
von Karl-Josef
Hallo,
bei mir wurden nach Entfernung eines ziemlich großen Karzinoms im BSD-Kopf nach der Whipple-OP im Jahre 2007 keine befallenen Lymphknoten gefunden. Trotzdem habe ich mich für eine adjuvante Chemotherapie entschieden. Die 6 Monate waren zwar nicht sehr schön, aber ich habe durchgehalten und es hat mir auch ein Gefühl von Sicherheit gegeben auch das Möglichste getan zu haben.
Nächste Woche Donnerstag sind 5 Jahre um.
Viele Grüße
Karl-Josef
Re: Bauchspeicheldrüsenkrebs, nun Chemotherapie?
Verfasst: 25. März 2012, 10:13
von Holzwurm
Für die nun anstehende Chemo, soll ein "Port" implantiert werden.
Ist das erforderlich?
Chemo heißt hier: 1x pro Woche, das 3x dann 1 Woche Pause und alles auf 6 Monate.
Wer hat da Erfahrung?
Re: Bauchspeicheldrüsenkrebs, nun Chemotherapie?
Verfasst: 27. März 2012, 14:07
von Karl-Josef
Hallo,
war bei mir mit der Chemo vor 5 Jahren genauso, Menge und Dauer.
Bei mir wurde es immer in die Venen rein laufen lassen, jetzt sind sie ziemlich hinüber, dünn und sehr leicht reißen sie.
Blutentnahme ist immer sehr schwierig.
Also, wenn ich noch einmal die Wahl hätte, ließe ich mir einen Port anlegen.
Gruß
Karl-Josef
Re: Bauchspeicheldrüsenkrebs, nun Chemotherapie?
Verfasst: 27. Juni 2012, 20:49
von Dieter
Hallo zusammen,
ich habe seid märz 2012 eine Chemobehandlung in der MHH, der Port wurde im März inplantiert und kann bislang nur positives berichten. Muß im 2 Wochen tourn hin wobei die Chemo 6 Std dauert und anschließend bekomme ich die auch noch 46 std mit nach Hause.
Es kommt auf die Chemo drauf an. welche Zusammensetzung.
Gruss Dieter