Seit der Monaten unklare Schmerzen im Oberbauch.
Verfasst: 9. Mai 2012, 14:02
Liebe Mitglieder im Forum. Ich möchte mich kurz vorstellen. Heiße Marc, bin 44 Jahre alt, habe eine Frau und 2 Kinder und wohne in der Nähe von Freiburg. Ich bin zufällig auf dieses Forum gestoßen und hoffe nun so sehr auf euren Rat.
Es fällt mir nicht ganz leicht, die folgenden Sätze zu schreiben aber ich glaube ich sollte ehrlich sein. Seit ca. dem 18. Lebensjahr rauche ich (ca. 1 Schachtel am Tag.). Seit dieser Zeit habe ich auch immer regelmäßig Alkohol getrunken. Erst in Gesellschaft mit Freunden, bei Feiern. Das Ganze hat sich gesteigert und ich trinke (nur Abends) seit Jahren täglich ca. 1 L Wein - abschalten, Gewohnheit usw.
Ich habe mich oft über diese Situation im Inneren geärgert aber letztendlich auch nichts geändert, da bisher ja alles gut ging - ja ich weiß, so kann man ein Problem verharmlosen. Hinzu kam, dass meine Leberwerte (zu meinem Erstaunen) immer gut waren und so fühlte ich mich relativ sicher.
Jetzt habe ich seit Anfang Februar immer mal weniger mal stärker Schmerzen im linken Oberbauch.
Zwischendurch waren sie auch mal wieder weg o. reduziert aber in den letzten Tagen war es sehr schlimm. Gestern habe innerhalb von drei Stunden 3 Tabletten Novaminsulfon 500 eingenommen, und es war gerade noch auszuhalten.
Mein Hausarzt, den ich für sehr kompetent halte, und Ärzte durch entsprechende Überweisungen haben mich, soweit ich das einschätzen kann, ausgiebig untersucht. Magenspiegelung, Darmsiegelung, Sono, Röntgen, MRT vom Oberbauch mit Pankreas, MRT nach Sellink (um den Dünndarm zu beurteilen + Pankreas), Belastungs-EKG, mehrmals Blutwerte (auch Tumormarker), Urin, 1 mal Elastase im Stuhl, alles ohne Befund.
Übelkeit, Erbrechen, fettiger Stuhl ist alles nicht vorhanden und normalen Appetit habe ich auch. Manchmal ist mir vielleicht ein wenig Übel. Dass könnte natürlich auch an den vielen Tabletten liegen oder auch vielleicht Einbildung sein, weil man natürlich auch viel liest.
Ob die Schmerzen gehäuft nach den Malzeiten auftreten, kann ich eigentlich auch nicht bestätigen.
Mein Arzt - so wörtlich - hat die Bauchspeicheldrüse schon längst als Ursache abgehakt. Bei solch starken Schmerzen müsste man was sehen können bzw. dem Blutbild entnehmen können. Nun habe ich natürlich auch gelesen, dass die Diagnose einer chronischen Pankreatitis gerade in der Frühphase sehr schwierig ist und die Blutwerte und bildgebenden Verfahren nicht sehr viel aussagen. Ich habe meinem Arzt - natürlich schweren Herzens wie ihr euch vorstellen könnt - von meinem Alkoholproblem erzählt und selbst die Bauchspeicheldrüse ins Spiel gebracht. Genauere Ausmaße meines Alkoholkonsums hat er aber nicht hinterfragt - hat mich gewundert. Natürlich wusste er von dem Zusammenhang zwischen Alkohol und Pankreas aber meine Bauchspeicheldrüse sei völlig in Ordnung!?
Er geht von einer funktionelle Störung - was das genau sein soll, weiß ich nicht - aus und hat mir eine psychosomatische Behandlung bei einer Heilpraktikerin verschrieben. Kein Erfolg.
Habe in den letzten Wochen mein Alkoholverbrauch deutlich reduziert aber bin, das muss ich offen gestehen, nicht auf null. Ist ganz schön schwer mit so einer Sucht!! Ich arbeite aber weiter daran.
Jetzt weiß ich überhaupt nicht, was ich machen soll. Das Leben ist so alles Andere als lebenswert. Ich habe schon morgens beim Aufstehen Angst vor den Schmerzen, die mich am Tag wieder plagen werden.
Und nun meine Fragen an euch: Gibt vergleichbare Fälle? Soll ich eine zweite Meinung einholen? Höre immer Bochum und Heidelberg. Ich wohne wie gesagt in der Nähe von Freiburg. Ist die Uniklinik in Freiburg zu empfehlen, um eine zweite Meinung einzuholen?
Kann man auch in der Anfangsphase einer chronischen Pankreatitis bei meinem oben beschriebenen Befund so starke Schmerzen haben? Wenn ja, wie soll denn so ein Leben weiter gehen, wenn das nur der Anfang ist????
Ich wäre euch so dankbar, wenn mir jemand antworten könnte. Ich bin sehr froh, dass ich dieses Forum (per Zufall) gefunden habe. Hoffentlich habt ihr einen Rat für mich.
Liebe Grüße,
Marc
