ich möchte mich wieder mal melden und bitte euch um euren Rat. Ich habe ja schon am 9. Mai einen Beitrag in das Forum gestellt: Betreff des Beitrags: Seit der Monaten unklare Schmerzen im Oberbauch.
Sollte natürlich heißen: Seit drei Monaten unklare Schmerzen im Oberbauch.
Ich habe von euch viele nette, kompetente und aufmunternde Rückmeldungen erhalten. Dafür möchte ich mich noch einmal bei allen herzlich bedanken. Es ist wirklich schön, dass es so ein Forum gibt und Menschen, die selber große Probleme haben die Kraft aufbringen, anderen zu helfen!!!!
Bei mir wurde wie gesagt so ziemlich alles untersucht: Magenspiegelung, Darmsiegelung, Sono, Röntgen, MRT vom Oberbauch mit MRCP, MRT nach Sellink (um den Dünndarm zu beurteilen + Pankreas), Belastungs-EKG, mehrmals Blutwerte (auch Tumormarker), Urin, 2 mal Elastase im Stuhl, alles ohne Befund.
Auf euer anraten habe ich mich nun im Pankreaszentrum in Freiburg bei Prof. Keck und Prof. Hopt vorgestellt. Hier wurde dann vor zwei Wochen wieder ein MRCP durchgeführt und von einem, wie man mir sagte, hervorragenden Radiologen ausgewertet. In seinem Befund steht sinngemäß: "Die Bauchspeicheldrüse zeigt in allen Bereichen ein reguläres Signalverhalten. Sie ist regelrecht lobuliert. Damit sind ein Karzinom, eine akute und chronische Pankreatitis ausgeschlossen."
Der Radiologe meinte er könne im MRT zwei irregulär verlaufende Darmschlingen erkennen und hatte den Verdacht auf eine innere Hernie (Bauchdeckenbruch).
Dann wurde auf Grund dieses Verdachts und meiner starken Schmerzen eine Bauchdeckenspiegelung in der Uniklinik Freiburg durch Prof. Hopt (laporoskopischer Eingriff) durchgeführt. Leider hat sich der Verdacht nicht bestätigt. Auch der laporoskopische Eingriff ist somit ohne Befund.
Ich habe beide Prof. noch einmal gefragt, ob man diagnostisch noch was unternehmen könne. Beide sagten mir, dass das MRCP gerade mit den guten Geräten in Freiburg und der guten Radiologie, das Verfahren der Wahl sei (besser als CT nach Aussage der Professoren).
Jetzt kommt, wie es kommen musste, wenn man organisch nichts findet, die Psychosomatik ins Spiel. Ich habe nächste Woche einen ersten Termin an der Uni Klinik Freiburg in der Abteilung für Psychosomatik.
Ich weiß überhaupt gar nicht mehr was ich machen soll. Meine Gedanken drehen sich nur noch um das Thema "habe ich nun eine chronische Pankreatitis oder nicht?". Ich wache morgens schweißgebadet auf. Lese die Beiträge im Forum rauf und runter, um vielleicht noch nützliche Informationen zu erhalten. Habe das Gefühl, dass ich bestimmte Symptome inzwischen habe, die vorher noch nicht da waren.
Leichtes Ausstrahlen in den Rücken, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, müde, abgespannt, lustlos usw. Ich merke richtig, wie ich aus Angst vor dieser möglichen Krankheit zunehmend depressiv werde und kann gar nicht mehr trennen, ob die Symptome echt sind oder die Folge einer sich entwickelnden Depression.
Die Schmerzen aber sind echt und sie müssen doch einen (organischen?) Grund haben?
Das tägliche Leben ist nur noch frustrierend.
Sorry, jetzt höre ich wieder auf zu jammern und frage noch einmal konkret nach. Sollte ich eurer Meinung nach noch ein anderes Pankreaszentrum aufsuchen?
Frage ist nur, was können die noch groß anderes anstellen? CT ist ja bei einer guten MRCP nach Aussage der Professoren in Freiburg nicht indiziert. Das einzige was noch nicht gemacht wurde ist eine Endosonographie. Risiken und Nutzen kann ich nicht abschätzen. Das haben die Professoren in Freiburg allerdings nicht vorgeschlagen.
Oder wisst ihr noch etwas, was ich übersehen habe? Bin am Ende und weiß nicht was ich noch machen kann.
Würde mich über jede Rückmeldung natürlich sehr freuen!
Herzliche Grüße,
Marc