Lipase-Austritt (in Spülung) nach OP
Verfasst: 12. August 2012, 16:45
Hallo allerseits!
Meine Frau hat dieses Forum hier entdeckt und mir geraten, mich hier mal einzulesen. Allerdings habe ich zu meinen Fragen hier noch nichts gefunden, also schreibe ich einfach mal drauflos. Falls sich ein ähnliches Thema hier bereits befindet, bitte einfach einen Link posten - ich hatte leider nichts gefunden.
Aber hier erstmal meine "Geschichte":
Bei mir wurde im Februar 2012 eine Bauchspeicheldrüsenentzündung mit Zystenbildung diagnostiziert. Die Entzündung war bereits chronisch und hatte eine Thrombose in der Milzvene ausgelöst. Dadurch haben sich Varizen in der Magenwand gebildet, die natürlich für die Blutmengen, die aus der Milz abfließen, nicht ausgelegt waren. Dadurch kam es im Lauf der letzten Monate mehrfach zu Magenblutungen. Am 13. Juni wurde ich mit einer recht heftigen Magenblutung (HB-Wert war bereits bei 5,6) ins Virchow-Klinikum in Berlin eingeliefert und schließlich auch dort operiert: Resektion des Pankreas-Schwanzes inklusive der Zyste. Die Milz wurde ebenfalls entfernt.
Die OP ist jetzt 7 Wochen her, ich bin allerdings immer noch im Krankenhaus, da sich auf der Schnittseite der Bauchspeicheldrüse noch ein kleines Loch befindet, aus der Lipase fließt, bzw. durch eine Spülung ausgeschwemmt wird. Diese Spülung erfolgt seit fast zwei Wochen mit 10% NaCl-Lösung (50 ml/Stunde), ich erhalte täglich drei Spritzen Sandostatin, die die Enzymbildung eindämmen soll und esse fettarm. Die Lipase-Werte aus der Spülung schwanken allerdings stark, sind aber generell zu hoch (zwischen 7.000 und 1.000). Ich habe unterdessen auch zwei ERCP hinter mir, bei der ersten wurde der Muskel um den Pankreas-Ausgang eingeritzt, um den Gang zu erweitern, bei der zweiten wurde ein Stent eingesetzt. Trotzdem ist der Wert immer noch recht hoch: Vorgestern bei 2.900, gestern ein Ausreißer nach unten: 82, heute bei 1.700.
Die Ärzte scheinen jede Option ausgeschöpft zu haben, und meinen, es müsse eben einfach weitergespült werden. Meine Frage dazu ist: Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir noch einen Tipp geben oder eben auch die Meinung der Ärzte bestätigen? Und natürlich würde ich gerne wissen, ob ich mich darauf einrichten kann, auch Weihnachten noch in der Klinik zu verbringen - gibt es Erfahrungswerte, wie lange so etwas dauern kann?
Viele Grüße
Michael
Meine Frau hat dieses Forum hier entdeckt und mir geraten, mich hier mal einzulesen. Allerdings habe ich zu meinen Fragen hier noch nichts gefunden, also schreibe ich einfach mal drauflos. Falls sich ein ähnliches Thema hier bereits befindet, bitte einfach einen Link posten - ich hatte leider nichts gefunden.
Aber hier erstmal meine "Geschichte":
Bei mir wurde im Februar 2012 eine Bauchspeicheldrüsenentzündung mit Zystenbildung diagnostiziert. Die Entzündung war bereits chronisch und hatte eine Thrombose in der Milzvene ausgelöst. Dadurch haben sich Varizen in der Magenwand gebildet, die natürlich für die Blutmengen, die aus der Milz abfließen, nicht ausgelegt waren. Dadurch kam es im Lauf der letzten Monate mehrfach zu Magenblutungen. Am 13. Juni wurde ich mit einer recht heftigen Magenblutung (HB-Wert war bereits bei 5,6) ins Virchow-Klinikum in Berlin eingeliefert und schließlich auch dort operiert: Resektion des Pankreas-Schwanzes inklusive der Zyste. Die Milz wurde ebenfalls entfernt.
Die OP ist jetzt 7 Wochen her, ich bin allerdings immer noch im Krankenhaus, da sich auf der Schnittseite der Bauchspeicheldrüse noch ein kleines Loch befindet, aus der Lipase fließt, bzw. durch eine Spülung ausgeschwemmt wird. Diese Spülung erfolgt seit fast zwei Wochen mit 10% NaCl-Lösung (50 ml/Stunde), ich erhalte täglich drei Spritzen Sandostatin, die die Enzymbildung eindämmen soll und esse fettarm. Die Lipase-Werte aus der Spülung schwanken allerdings stark, sind aber generell zu hoch (zwischen 7.000 und 1.000). Ich habe unterdessen auch zwei ERCP hinter mir, bei der ersten wurde der Muskel um den Pankreas-Ausgang eingeritzt, um den Gang zu erweitern, bei der zweiten wurde ein Stent eingesetzt. Trotzdem ist der Wert immer noch recht hoch: Vorgestern bei 2.900, gestern ein Ausreißer nach unten: 82, heute bei 1.700.
Die Ärzte scheinen jede Option ausgeschöpft zu haben, und meinen, es müsse eben einfach weitergespült werden. Meine Frage dazu ist: Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir noch einen Tipp geben oder eben auch die Meinung der Ärzte bestätigen? Und natürlich würde ich gerne wissen, ob ich mich darauf einrichten kann, auch Weihnachten noch in der Klinik zu verbringen - gibt es Erfahrungswerte, wie lange so etwas dauern kann?
Viele Grüße
Michael