Mut machen ausdrücklich erwünscht
Verfasst: 14. August 2012, 08:59
Hallo, bin ganz neu hier und möchte meine Geschichte erzählen. Vielleicht gibts ja jemanden unter Euch, dem es so geht wie mir..
Am 17.7. wurde bei mir die gesamte Bauchspeicheldrüse entfernt. Nach jahrelangen akuten Pankreatiten (Pankreasdivisum, Verengung der Minorpapille) und zuletzt einer GallenblasenOP war das jetzt das Finale. Nötig wurde das, weil man kurz nach der GallenblasenOP Tumorzellen in einem Gallengang gefunden hatte. Tja, leider war der Tumor auch schon drei cm groß und vier Lymphknoten befallen. Also raus damit - war auch eh nicht mehr viel da, denn 2000 habe ich schon den Pankreasschwanz eingebüßt: Borderline-Tumor mit 13cm Durchmesser. Das Leben danach war aber bis auf die Pankreatiten so alle zwei Jahre normal. Das sieht jetzt ganz anders aus: der Bauchschnitt verheilt zwar gut, und der Port ist auch schon implantiert (da hatte ich riesige Angst vor), so daß nächste Woche die erste Chemo laufen kann, aber die Diabetes und vor allen dieses Kreon brauchen doch etwas Gewöhnung. Ich glaub, ich hab noch nie so viel über Stuhlgang geredet wie in den letzten drei Wochen...
Ich bin mit einem Laden selbstständig - den muss ich leider jetzt verkaufen, was mir einerseits das Herz bricht (ich gehöre zur seltenen Spezies, die ihren Traumberuf hat und jeden, wirklich jeden Tag gern zur Arbeit gegangen ist), andererseits aber unumgänglich ist, denn Krankheit und Vollzeitjob schaffe ich nicht. Leider ist das Ganze auch noch im Aufbau, so daß ich nach Abwicklung wohl zum Sozialfall werde. Zum Glück lebe ich nicht allein...
Ich glaub, ich halte mich ganz tapfer, aber trotzdem erwischt mich manchmal das Gefühl, Gott hätte das Licht in meinem Leben ausgemacht. Die Ärzte geben ja keine Wahrscheinlichkeitsrechnungen ab, und vermutlich ist das auch ganz gut so, aber ich würde so gern von jemanden hören, der ähnlich erkrankt war wie ich und noch lebt...
Bin erst Mitte 40 und lebe in Hamburg, hab hier ein ganz gutes Krankenhaus, was mich auch schon lange betreut (Israelitisches Krankenhaus), hab aber weder dort noch bei dieser diabetologischen Schulung jemanden wie mich getroffen...
Am 17.7. wurde bei mir die gesamte Bauchspeicheldrüse entfernt. Nach jahrelangen akuten Pankreatiten (Pankreasdivisum, Verengung der Minorpapille) und zuletzt einer GallenblasenOP war das jetzt das Finale. Nötig wurde das, weil man kurz nach der GallenblasenOP Tumorzellen in einem Gallengang gefunden hatte. Tja, leider war der Tumor auch schon drei cm groß und vier Lymphknoten befallen. Also raus damit - war auch eh nicht mehr viel da, denn 2000 habe ich schon den Pankreasschwanz eingebüßt: Borderline-Tumor mit 13cm Durchmesser. Das Leben danach war aber bis auf die Pankreatiten so alle zwei Jahre normal. Das sieht jetzt ganz anders aus: der Bauchschnitt verheilt zwar gut, und der Port ist auch schon implantiert (da hatte ich riesige Angst vor), so daß nächste Woche die erste Chemo laufen kann, aber die Diabetes und vor allen dieses Kreon brauchen doch etwas Gewöhnung. Ich glaub, ich hab noch nie so viel über Stuhlgang geredet wie in den letzten drei Wochen...
Ich bin mit einem Laden selbstständig - den muss ich leider jetzt verkaufen, was mir einerseits das Herz bricht (ich gehöre zur seltenen Spezies, die ihren Traumberuf hat und jeden, wirklich jeden Tag gern zur Arbeit gegangen ist), andererseits aber unumgänglich ist, denn Krankheit und Vollzeitjob schaffe ich nicht. Leider ist das Ganze auch noch im Aufbau, so daß ich nach Abwicklung wohl zum Sozialfall werde. Zum Glück lebe ich nicht allein...
Ich glaub, ich halte mich ganz tapfer, aber trotzdem erwischt mich manchmal das Gefühl, Gott hätte das Licht in meinem Leben ausgemacht. Die Ärzte geben ja keine Wahrscheinlichkeitsrechnungen ab, und vermutlich ist das auch ganz gut so, aber ich würde so gern von jemanden hören, der ähnlich erkrankt war wie ich und noch lebt...
Bin erst Mitte 40 und lebe in Hamburg, hab hier ein ganz gutes Krankenhaus, was mich auch schon lange betreut (Israelitisches Krankenhaus), hab aber weder dort noch bei dieser diabetologischen Schulung jemanden wie mich getroffen...
