Mein Erfahrungsbericht Pankreas !

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Bsp26
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Mein Erfahrungsbericht Pankreas !

Beitrag von Bsp26 »

Hallo ihr lieben ,

ich erzähle auch mal meine Geschichte .Ich bin 27 ,bei mir wurde am 31.08 eine Pankreatitis festgestellt. in der Woche Krankenhaus hat man 2 Endosonos und 1 MRT durchgeführt. Diagnose bis dato: Pankreasschwanzauftreibung von 4,5 cm . Vereinbar mit einer tumorimitierenden Pankreasschwanzentzündung oder eines primären Tumors und eine fokale Läsion am Pankreaskörper. CEA und CA 19-9 negativ. Das war die Entlassungsdiagnose. Das lässt mich in der Luft hängen :cry: .Geraten wurde mir in 3 Monaten !!!!! nochmal ein Endosono durchzuführen. Da ich aber selber aus der Medizin komme und immernoch etwas Schmerzen hatte dachte ich mir nach einem Monat : "mach ich doch mal ein Verlaufsendosono".

Gute Entscheidung!! Das Sono am 08.10. durchgeführt hat die Diagnose ergeben: Chronische Pankreasschwanzentzündung und ein V.a Tumor von 4cm am Pankreaskörper ,Es kann z.B an einen NET gedacht werden .Jetzt bin ich noch verwirrter wieso auf einmal der Körper ?? erst Schwanz dann Körper ? Jetzt mach ich mir natürlich Mega Sorgen :cry: .

Jetzt habe ich im EVK in Düsseldorf am 22.10. einen Aufnahmetermin für ein HR-CT und ich wollte mich in der zwischenzeit (18.10.) mal in Bochum vorstellen was die dazu sagen. Ich hänge immernoch in der Luft und weis nicht was ab geht.

Und die Blutwerte sind am 11.10. abgnommen worden: Lipase 138, CRP: 7,6

ICH halte euch auf dem laufenden.................................
Bsp26
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Re: Mein Erfahrungsbericht Pankreas !

Beitrag von Bsp26 »

So nun mein Update:

Heute Vorstellung in Bochum bei Prof. Dr Uhl .
Stationäre Aufnahme am 05.11. dann Pankreaslinksresektion. :(( mit oder ohne Milzentfernung

Oh man das ist wie ein schlechter Albtraum.
stocki
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Re: Mein Erfahrungsbericht Pankreas !

Beitrag von stocki »

konnte Prof. Uhl denn sagen um welche Art von Zyste oder Tumor es sich wahrscheinlich handelt ?
Liebe Grüße Claudia
curlysue
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Re: Mein Erfahrungsbericht Pankreas !

Beitrag von curlysue »

Hey Bsp26,

deine Geschichte klingt genauso!!!! wie meine letztes Jahr - bin 26 (auch eher untypisch) und habe den selben Weg hinter mir.
Hatte plötzlich starke Schmerzen im Bauch und bin dann ins KH gekommen mit Verdacht auf Pankreatitis.
Nach weiteren 3 KH-Aufenthalten und mehreren Sonos und MRT´s wurde dann auch eine unklare Raumforderung im Schwanz festgestellt. Die Chirurgen rieten mir nicht zu punktieren sondern gleich eine OP, da die Raumforderung so oder so weg muss.
Naja kurz darauf stand dann der OP-Termin fest. Die Ärzte konnten mir auch nicht sagen, ob der Tumor gut- oder bösartig ist und ob sie die Milz erhalten können oder nicht. Demzufolge hatte ich natürlich auch Schiss ohne Ende.
Zu meinem Glück konnte die OP minimalinvasiv durchgeführt werden (kann ich dir nur raten - ungemeine Erleichterung) nur leider konnten sie infolge der Linksresektion die Milz nicht erhalten. Naja man kann auch ohne leben, viel wichtiger war es zu wissen, dass es sich um einen gutartigen Tumor handelt.

Oh man ich kann deine Gedanken und Ängste sooo gut nachvollziehen. Ich hätte letztes Jahr auch jemanden gebraucht (in meinem Alter) der mich versteht und mir helfen kann.

Haben sie dir denn gesagt wie die OP ablaufen soll - minimalinvasiv oder Bauchschnitt?

Ich drück dir auf jeden fall ganz fest die Daumen und würde mich freuen wenn du dich meldest :)

LG
Bsp26
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Re: Mein Erfahrungsbericht Pankreas !

Beitrag von Bsp26 »

HI zusammen :hallo:

@Claudia ne leider nicht er geht nur davon aus das es Entweder ein NET ,ein Fransentumor der aber eher bei Frauen auftritt, oder ne schwere Autoimmunpankreatitis. aber Tumormarker waren bisher alle neg. Ich sag dir ich hätte laut dem ersten Befund der "Pankreatitis" erst in 3 Monaten zur Kontrolle kommen müssen (das wäre Dezember) aber bin am Ball geblieben, da ich ja Krankenpfleger bin und mich auskenne :) ZUM GLÜCK :roll:

@curlysue Ja krass das hört sich wirklich fast genauso an.Prof. Uhl meinte lieber Bauchschnitt weil er dann besser arbeiten kann weil das Ding so komisch liegt, und dann könnte er restlos alles wirklich entfernen. Hab mir gestern die Pneumokokkenimpfung geben lassen falls die Milz weg muss und muss leider jetzt aufgrunde der Impfung und Toleranzentwicklung 2 Wochen warten aber das ist ja auch relativ zeitnah und dann geht hoffenlich wieder bergauf. Sag mal wie sieht die Vorbereitung im Krankenhaus bei einer linksresektion eigentlich aus? und wie lange haste danach noch im Krankanhaus gelegen und wie ging es mit dem Essen etc. :) so viele Fragen ?

LG Rene
curlysue
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Re: Mein Erfahrungsbericht Pankreas !

Beitrag von curlysue »

Ah okay… also ich kann nur sagen, ich war heilfroh, dass sie bei mir keinen Bauchschnitt gemacht haben.. Hat die KH-Aufenthaltsdauer und die Beschwerden hinterher um einiges verkürzt.
Insgesamt war ich ca. 10 Tage nach der OP im KH. Vor der OP wurde eigentlich gar nicht so viel gemacht. Das ging alles erst danach los. Ich hatte danach noch diesen Schlauch ausm Bauch hängen wo die Ärzte immer die Werte kontrolliert habe, um zu gucken ob die BSD auch dicht ist. Dann wurden auch die Enzymwerte und die Thrombozyten (wegen der Milz) immer überwacht.
Anfangs war ich ziemlich geschwächt und mit dem Essen ging das auch nicht. Aber nach ein paar Tage gabs dann immer lecker trocken Toast ;) Auch die Schmerzen ließen von Tag zu Tag nach.
Die Impfungen hab ich alle erst nach der OP gekriegt.. und dann gings drei Wochen zur Reha…

Konnte man dir denn sagen, woher die Pankreatitis kommt? Oder zumindest ne Vermutung?
Bei mir sind die Gründe für die ganze Geschichte immer noch unklar (und ich hab auch immer noch Schmerzen)… also ich meine mit Ende 20 kanns schlecht daran liegen, das man 40 Jahre zu viel Alkohol getrunken hat ;)

LG
danii
Bsp26
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Re: Mein Erfahrungsbericht Pankreas !

Beitrag von Bsp26 »

Hi
hab gerade nochmal nach geschaut bei mir steht entweder Frantz Tumor oder pNET aber man kann es nicht genau sagen.

Wo hast du dich denn operieren lassen?

achso ich dachte die Vorbereitung wäre aufwändiger. Abführmittel etc ?

Wann konntest du denn das erste mal aufstehen ? und nach der OP eine Nacht auf Intensiv oder ? viele Infusionen , Wie waren die Schmerzen nach der OP ? und mit der REHA muss man die machen oder wird die empfohlen ?

Die Ursache ist unklar .Es wird wohl daher kommen dadurch das der Tumor den Abfluss behindert des Verdauungssekrets. Dieses hat sich das zurück gestaut und dadurch kam es zu einer Pankreatitis im Schwanz, die auch chronisch ist aber die wird je eh entfernt.
Weserberglaender
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Re: Mein Erfahrungsbericht Pankreas !

Beitrag von Weserberglaender »

Hallo,
ich hatte zwar keine Linksresektion, sondern eine duodenum-erhaltende Teilresektion des Pankreaskopfes, aber einige Fragen kann ich Dir vielleicht auch beantworten.
Bsp26 hat geschrieben:achso ich dachte die Vorbereitung wäre aufwändiger. Abführmittel etc ?
Abführmittel musste ich nicht nehmen. Am Abend vor der OP gab es nur ein undefinierbares Gemüsesüppchen.
Bsp26 hat geschrieben:Wann konntest du denn das erste mal aufstehen ?
Ich meine, das war am 3. Tag nach der OP.
Bsp26 hat geschrieben: und nach der OP eine Nacht auf Intensiv oder ?
Ja, bei mir war das so.
curlysue hat geschrieben:Wie waren die Schmerzen nach der OP ?
Ich hatte einen Schmerzkatheter (PDK) und habe zusätzlich noch Dipidolor gespritzt und Novalgin oder Paracetamol (weiß ich nicht mehr so genau) als Infusion bekommen. Schmerzen hatte ich daher fast keine. Auf einer Skala von 0 (keine Schmerzen) bis 10 (stärkste Schmerzen), so zwischen 0 - 3, je nach dem, ob ich ruhig im Bett gelegen habe oder rumgelaufen bin.

LG Bernd
curlysue
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Re: Mein Erfahrungsbericht Pankreas !

Beitrag von curlysue »

Also ich habe mich in Berlin operieren lassen - und ich würdest immer wieder machen. Dank Prof. Dr. Strik hatte ich "nur" die minimalinvasive OP und hinterher wesentlich weniger Risiken und Probleme.
Den Abend vor der OP gabs bei mir auch Süppchen sonst wurde nix besonderes gemacht. Dann ca 5h OP und zwei Tage Intensivstation. Ich glaube nach 3 Tagen konnte ich erstmals im Rollstuhl sitzen - lag aber auch daran das ich zuviel Blut verloren hatte und dadurch noch sehr schwach war. Ich hatte auch einen schmerzkatheter - würde ich persönlich aber nie wieder machen. Hatte später dann n halsvenenkathether und auch dipidolor. Damit waren die Schmerzen ok. Wurde dann allmählich runter gestuft bis zum novalgin.
Also Reha ist nicht Pflicht aber ich kann's auch nur empfehlen. Hilft auf jeden fall wieder auf die Beine zu kommen. Aber ich kann dir auch nur raten dann eine Einrichtung auszuwählen die auf BSD spezialisiert ist.

Leider hab ich auch trotz Entfernung des Tumors und des Schwanzes immer noch hin und wieder Schübe und Schmerzen. Ohne wirkliche Ursache.

Hat man dir was bzgl Diabetes gesagt? Aufgrund der Linksresektion kann es ja nach der OP durchaus dazu kommen. Oder auch zur pankreasinsuffizienz

Wann ist deine OP?
Lg
Danii
Bsp26
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Re: Mein Erfahrungsbericht Pankreas !

Beitrag von Bsp26 »

Hi.
Zum Diabetes meinte der Professor das noch genug BSPD übrig bleibt und es zu keinem Diabetes kommt. hast du den Halsvenenkather im OP schon bekommen oder haben die den dann noch später gelegt das ist ja unangenehm.und vor allem der Katheter in der Blase Umpf... Ja Bauchschnitt meinte er ist besser da kann man zu 100% auch wirklich alles entfernen und besser arbeiten. Ich meine das ist ne Wunde die ja relativ gut abheilt und die Fäden lösen sich auf. Ja desto näher es drauf ankommt hab ich mehr Angst und wie lange dauert so ne Resektion ?? Und wieso einen Schmerzkatheter?? es gibt doch genug Medikamente für die Vene wieso dann in den Rücken?? machen die das immer so ?? Und Verdauungsprobleme danach ?? habt ihr denn nen Diabetes oder müsst Kreon nehmen für das Sekret ??

musstet ihr auch 2 Wochen auf die OP warten ??


Gruß
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