Akute nekrotisierende Pankreatitis - Ursache vieler Probleme
Verfasst: 19. April 2013, 00:44
Hallo an alle Mitstreiter,
ich bin neu in diesem Forum und möchte deshalb kurz meine Krankengeschichte erzählen. Wie ein Blitz aus heitern Himmel hatte ich während des Gassi gehens mit meinem Hund am 8. Oktober 2011 starke Schmerzen im Bauchbereich. Die Schmerzen wurden so stark, das mich meine Frau in die Notaufnahme ins Klinikum Altenburg schaffen musste. In der Nacht nach CD diagnostizierte man eine Pankreatitis. Nach drei Tagen ITS, die gebraucht wurden um die Schmerzen in den Griff zu bekommen, wurde ich auf Normalstation verlegt. Der Zustand verschlechterte sich immer mehr. Eine orale Nahrungsaufnahme war nicht mehr möglich, da die geschwollene BSD den Magenausgang abdrückte. Die Entzündungswerte stiegen trotz Antibiotika bedrohlich an. Man verlegte mich in die Uniklinik nach Jena in die Innere. Prof. Stellmacher setzte auf das Pferd Heilung. Bis Mitte Dezember 2011 musste ich über mich viele Untersuchungen - CD`s, Magenspiegelungen, Draingen zur möglichen Ableitung der mittlerweile entstandenen Nekrosen bis hin zur künstlichen Ernährung über Schlauch direkt in den Darm ergehen lassen. Die ständig starken Schmerzen wurden erst nach Anbringung eines Schmerzkatheters mit Verabreichung von opiathaltigen Schmerzmitteln erträglich. Über Weihnachten/Neujahr 2011/2012 war ich zu Hause begleitet von ständigen Fiberschüben. Die Nahrungsaufnahme war ein ständiger Kampf, den ich oftmals verlor. Mitte Januar rückte ich wieder in Jena ein. Mein Zustand verschlechterte sich weiter. Nach langen Kampf mit den Herrn Internisten musste er das Handtuch schmeißen und mich an seinem Widersacher , den Chirurgen überweisen. Nach Sichtung aller Untersuchungsergebnisse offerierte mir der Chirurg, das nur eine radikale Sanierung des entzündlichen Bereiches durch eine Whippel-OP mein Leben retten könnte. Nach einem septischen Schock wurde am 27.01.2012 diese OP notfallmäßig durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt war mir alles egal, die Hauptsache war, das mir geholfen wird. Nach der OP mit vier Tagen Koma auf der ITS fehlten mir die Bauchspeicheldrüse komplett, der Magen, die Milz, die Gallenblase und 36 cm Dickdarm und mir wurde ein Ileostoma verpasst. Die folgenden Wochen auf der Wach- bzw. chirurgischen Station waren ein ständiger Kampf um jedes Gramm Nahrungsaufnahme und mit Nebenwirkungen wie Flüssigkeitseinlagerungen in der Lunge, die mehrfach punktiert werden mussten sowie drei Thrombosen an den Stellen, wo die ZVK angebracht waren. Dank Schmerzkatheter waren die Abheilung der Op-Wunden kein Problem. Das einzig positive war, das die Pathologen in Jena festgestellt haben, das an allen entfernten Organen keine Anzeichen von Tumoren zu verzeichnen konnten. Nachdem die Chirurgen nichts mehr für mich tun konnten, wurde ich Ende Februar noch für eine Woche auf die Diabetisabteilung verlegt, um mich mit dieser Krankheit vertraut zu machen. Völlig entkräftet und mit den Nerven am Ende bin ich dann zusammen mit meiner Frau zu einer 5-wöchigen Reha nach Bad Berka gekommen. Hier hat man es geschafft meine Mobilität auf geringen Niveau wieder herzustellen, ernährungstechnisch auf Diabetes, Ileostoma und fehlenden Magen und BSD einzustellen und gezeigt meinen Körper neu zu entdecken.
Zu Hause war ein Fortschritt hinsichtlich der Gewichtszunahme in kleinen Schritten zu verzeichnen. Die nächste Hiobsbotschaft folgte auf den Fuß. Bei der genauen Blutuntersuchung wurde eine angeborene Thrombozythose festgestellt, die jetzt durch die Pankreatitis voll zum Ausbruch kam. Die Thrombozythosewerte überstiegen die Normwerte um das Fünffache. Dies bedeutete wieder neue Medikamente schlucken, die aber relativ schnell angeschlagen haben.
Mein Problem besteht zur Zeit darin, das ich nach jeder Nahrungsaufnahme ob fest oder flüssig erhebliche Verdauungsprobleme habe. Starke Krämpfe im Darmbereich, intensive Gasbildung mit Blähungen zwingen mich für ca. 1 Stunde in die Horizontale bis der Darm die Nahrung in der Regel sehr flüssig wieder ausscheidet.
Wie sind die Erfahrungen bei Euch und was unternehmt Ihr dagegen?
Für heute soll es dies gewesen sein. Ich hoffe auf viele Anregungen.
LG
wostep
ich bin neu in diesem Forum und möchte deshalb kurz meine Krankengeschichte erzählen. Wie ein Blitz aus heitern Himmel hatte ich während des Gassi gehens mit meinem Hund am 8. Oktober 2011 starke Schmerzen im Bauchbereich. Die Schmerzen wurden so stark, das mich meine Frau in die Notaufnahme ins Klinikum Altenburg schaffen musste. In der Nacht nach CD diagnostizierte man eine Pankreatitis. Nach drei Tagen ITS, die gebraucht wurden um die Schmerzen in den Griff zu bekommen, wurde ich auf Normalstation verlegt. Der Zustand verschlechterte sich immer mehr. Eine orale Nahrungsaufnahme war nicht mehr möglich, da die geschwollene BSD den Magenausgang abdrückte. Die Entzündungswerte stiegen trotz Antibiotika bedrohlich an. Man verlegte mich in die Uniklinik nach Jena in die Innere. Prof. Stellmacher setzte auf das Pferd Heilung. Bis Mitte Dezember 2011 musste ich über mich viele Untersuchungen - CD`s, Magenspiegelungen, Draingen zur möglichen Ableitung der mittlerweile entstandenen Nekrosen bis hin zur künstlichen Ernährung über Schlauch direkt in den Darm ergehen lassen. Die ständig starken Schmerzen wurden erst nach Anbringung eines Schmerzkatheters mit Verabreichung von opiathaltigen Schmerzmitteln erträglich. Über Weihnachten/Neujahr 2011/2012 war ich zu Hause begleitet von ständigen Fiberschüben. Die Nahrungsaufnahme war ein ständiger Kampf, den ich oftmals verlor. Mitte Januar rückte ich wieder in Jena ein. Mein Zustand verschlechterte sich weiter. Nach langen Kampf mit den Herrn Internisten musste er das Handtuch schmeißen und mich an seinem Widersacher , den Chirurgen überweisen. Nach Sichtung aller Untersuchungsergebnisse offerierte mir der Chirurg, das nur eine radikale Sanierung des entzündlichen Bereiches durch eine Whippel-OP mein Leben retten könnte. Nach einem septischen Schock wurde am 27.01.2012 diese OP notfallmäßig durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt war mir alles egal, die Hauptsache war, das mir geholfen wird. Nach der OP mit vier Tagen Koma auf der ITS fehlten mir die Bauchspeicheldrüse komplett, der Magen, die Milz, die Gallenblase und 36 cm Dickdarm und mir wurde ein Ileostoma verpasst. Die folgenden Wochen auf der Wach- bzw. chirurgischen Station waren ein ständiger Kampf um jedes Gramm Nahrungsaufnahme und mit Nebenwirkungen wie Flüssigkeitseinlagerungen in der Lunge, die mehrfach punktiert werden mussten sowie drei Thrombosen an den Stellen, wo die ZVK angebracht waren. Dank Schmerzkatheter waren die Abheilung der Op-Wunden kein Problem. Das einzig positive war, das die Pathologen in Jena festgestellt haben, das an allen entfernten Organen keine Anzeichen von Tumoren zu verzeichnen konnten. Nachdem die Chirurgen nichts mehr für mich tun konnten, wurde ich Ende Februar noch für eine Woche auf die Diabetisabteilung verlegt, um mich mit dieser Krankheit vertraut zu machen. Völlig entkräftet und mit den Nerven am Ende bin ich dann zusammen mit meiner Frau zu einer 5-wöchigen Reha nach Bad Berka gekommen. Hier hat man es geschafft meine Mobilität auf geringen Niveau wieder herzustellen, ernährungstechnisch auf Diabetes, Ileostoma und fehlenden Magen und BSD einzustellen und gezeigt meinen Körper neu zu entdecken.
Zu Hause war ein Fortschritt hinsichtlich der Gewichtszunahme in kleinen Schritten zu verzeichnen. Die nächste Hiobsbotschaft folgte auf den Fuß. Bei der genauen Blutuntersuchung wurde eine angeborene Thrombozythose festgestellt, die jetzt durch die Pankreatitis voll zum Ausbruch kam. Die Thrombozythosewerte überstiegen die Normwerte um das Fünffache. Dies bedeutete wieder neue Medikamente schlucken, die aber relativ schnell angeschlagen haben.
Mein Problem besteht zur Zeit darin, das ich nach jeder Nahrungsaufnahme ob fest oder flüssig erhebliche Verdauungsprobleme habe. Starke Krämpfe im Darmbereich, intensive Gasbildung mit Blähungen zwingen mich für ca. 1 Stunde in die Horizontale bis der Darm die Nahrung in der Regel sehr flüssig wieder ausscheidet.
Wie sind die Erfahrungen bei Euch und was unternehmt Ihr dagegen?
Für heute soll es dies gewesen sein. Ich hoffe auf viele Anregungen.
LG
wostep