Autoimmunpankreatitis ?
Verfasst: 24. Juni 2013, 18:44
Hallo,
ganz neu im Forum möchte ich mich vorstellen, ich bin m, 54, verheiratet, 4 erwachsene Kinder, berufstätig und lebe in Berlin. Ich ernähre mich im großen und ganzen (u.a.mit Obst, Gemüse und Salaten) recht gesund, mag die mediterrane Küche und genieße dazu in Maßen gern ein Glas Rotwein. Einziges böses Laster: Rauchen ...
In der Vorgeschichte seit 30 Jahren Morbus Bechterew (autoimmun - Formenkreis Rheuma), Diabetes Typ II (noch recht gut eingestellt ohne Medikamente), Bluthochdruck medikamentös gut eingestellt.
Vor einem halben Jahr begannen Appetitlosigkeit und folgend anhaltende zentrale Oberbauchschmerzen, gürtelförmig ausstrahlend (die Ausstrahlung in den Rücken war zunächst schwer zu identifizieren, denn durch den Morbus Bechterew schmerzt die Wirbelsäule ohnehin meist) sowie anhaltende massive Übelkeit, infolgedessen Gewichtsverlust in den folgenden Monaten ca. 9 kg (jetzt bei 185cm 90kg, also eigentlich - gar nicht so schlimm)
Um die hier ohnehin lange Geschichte nicht übermäßig aufquellen zu lassen, die folgende Odyssee nun in Stichworten:
insgesamt 4 Krankenhausaufenthalte:
- Endoskopie mit Biopsien o.B. - der Magen ist es nicht.
- CT o.B.(nur Hämangiome in der Leber)
- MRT o.B., dankenswerter Weise kein Anhalt für Raumforderungen
- Endo-Sonographie - lediglich BSP "schollig inhomogen"
- Blutwerte :Lipase regelmäßig zwischen 69 und 147, Amylase normgerecht, igG4 deutlich erhöht, zwischen 1850 und 2000, alle anderen Werte ok.
- Elastase im Stuhl über 500, also ok.
- MRCP zeigt leicht ödematös linksseitig geschwollene BSP, passend zur
Verdachtsdiagnose: Autoimmunpankreatitis.
Daraufhin Stoßtherapie Prednisolon 60mg seit 12 Tagen, seit einigen Tagen beginne ich mit dem Ausschleichen.
Seitdem fühle ich mich wie der "Duracell-Hase" und vibriere mich durch die Landschaft, schon nach 24 Stunden musste ich mit dem Spritzen von Insulin beginnen, um die völlig ausflippenden Zuckerwerte wieder halbwegs einzufangen - dennoch steigen sie in Spitzen gern bis 350, nicht schön.
Auch nicht schön: alles war scheinbar umsonst, denn das Schmerzbild hat sich überhaupt nicht verändert!
Nun soll eine ERCP - 5. Krankenhausaufenthalt - anstehen und ggf. ein PET-CT (?)
Entschuldigung, ist doch ganz schön lang geworden.
Neben den anhaltenden und auf Dauer zermürbenden Beschwerden sind die einzigen harten Fakten die Lipase und igG4-Blutwerte, daneben eine leicht schollig-inhomogene ödematöse Pankreas in der Bildgebung.
Ist da draußen noch jemand mit solch einem oder ähnlichem Bild, zu gern würde ich die Erfahrungen austauschen und dazulernen. Wie könnte eine AIP alternativ behandelt werden ? Gibt eine ERCP wirklich noch sinnvollen weiteren Aufschluss und wie verhält es sich mit einem PET-CT ?
Ich habe so den Verdacht, die BSP ist so ziemlich das letzte Organ, mit dem etwas schiefgehen sollte, denn vieles ist - zumindest für mich - diagnostisch im Nebel.
Ich danke Euch für Eure Geduld beim Lesen und freue mich über alle Antworten.
Herzliche Grüße aus Berlin
Hans-Peter
ganz neu im Forum möchte ich mich vorstellen, ich bin m, 54, verheiratet, 4 erwachsene Kinder, berufstätig und lebe in Berlin. Ich ernähre mich im großen und ganzen (u.a.mit Obst, Gemüse und Salaten) recht gesund, mag die mediterrane Küche und genieße dazu in Maßen gern ein Glas Rotwein. Einziges böses Laster: Rauchen ...
In der Vorgeschichte seit 30 Jahren Morbus Bechterew (autoimmun - Formenkreis Rheuma), Diabetes Typ II (noch recht gut eingestellt ohne Medikamente), Bluthochdruck medikamentös gut eingestellt.
Vor einem halben Jahr begannen Appetitlosigkeit und folgend anhaltende zentrale Oberbauchschmerzen, gürtelförmig ausstrahlend (die Ausstrahlung in den Rücken war zunächst schwer zu identifizieren, denn durch den Morbus Bechterew schmerzt die Wirbelsäule ohnehin meist) sowie anhaltende massive Übelkeit, infolgedessen Gewichtsverlust in den folgenden Monaten ca. 9 kg (jetzt bei 185cm 90kg, also eigentlich - gar nicht so schlimm)
Um die hier ohnehin lange Geschichte nicht übermäßig aufquellen zu lassen, die folgende Odyssee nun in Stichworten:
insgesamt 4 Krankenhausaufenthalte:
- Endoskopie mit Biopsien o.B. - der Magen ist es nicht.
- CT o.B.(nur Hämangiome in der Leber)
- MRT o.B., dankenswerter Weise kein Anhalt für Raumforderungen
- Endo-Sonographie - lediglich BSP "schollig inhomogen"
- Blutwerte :Lipase regelmäßig zwischen 69 und 147, Amylase normgerecht, igG4 deutlich erhöht, zwischen 1850 und 2000, alle anderen Werte ok.
- Elastase im Stuhl über 500, also ok.
- MRCP zeigt leicht ödematös linksseitig geschwollene BSP, passend zur
Verdachtsdiagnose: Autoimmunpankreatitis.
Daraufhin Stoßtherapie Prednisolon 60mg seit 12 Tagen, seit einigen Tagen beginne ich mit dem Ausschleichen.
Seitdem fühle ich mich wie der "Duracell-Hase" und vibriere mich durch die Landschaft, schon nach 24 Stunden musste ich mit dem Spritzen von Insulin beginnen, um die völlig ausflippenden Zuckerwerte wieder halbwegs einzufangen - dennoch steigen sie in Spitzen gern bis 350, nicht schön.
Auch nicht schön: alles war scheinbar umsonst, denn das Schmerzbild hat sich überhaupt nicht verändert!
Nun soll eine ERCP - 5. Krankenhausaufenthalt - anstehen und ggf. ein PET-CT (?)
Entschuldigung, ist doch ganz schön lang geworden.
Neben den anhaltenden und auf Dauer zermürbenden Beschwerden sind die einzigen harten Fakten die Lipase und igG4-Blutwerte, daneben eine leicht schollig-inhomogene ödematöse Pankreas in der Bildgebung.
Ist da draußen noch jemand mit solch einem oder ähnlichem Bild, zu gern würde ich die Erfahrungen austauschen und dazulernen. Wie könnte eine AIP alternativ behandelt werden ? Gibt eine ERCP wirklich noch sinnvollen weiteren Aufschluss und wie verhält es sich mit einem PET-CT ?
Ich habe so den Verdacht, die BSP ist so ziemlich das letzte Organ, mit dem etwas schiefgehen sollte, denn vieles ist - zumindest für mich - diagnostisch im Nebel.
Ich danke Euch für Eure Geduld beim Lesen und freue mich über alle Antworten.
Herzliche Grüße aus Berlin
Hans-Peter